Ansichten zu Perry Rhodan Heft 3186

Alraska – von Marc A. Herren
Nachdem Alaska Saedelaere und Gry O’Shannon durch ein Portal den Primordialen Korridor und damit FENERIK verlassen haben, werden sie getrennt. Der Maskenträger erwacht in einer unbekannten Station. Bevor er sich orientieren kann, wird er von Erinnerungen überwältigt. Es sind zunächst Szenen aus seiner Kindheit, die in starken Bildern in sein Gedächtnis gespielt werden. Er sieht seine Mutter, die ihn, nachdem der Vater die Familie ohne Begründung verlassen hat, alleine aufzieht. Alaska ist zu dieser Zeit ein ungewöhnliches Kind. Er ist hochintelligent, aber auch ein Träumer. Jahre später kehrt der Vater überraschend zurück. Er ist verändert und tyrannisiert Frau und Sohn. Alaska, inzwischen etwa 12 Jahre alt, kommt hinter das Geheimnis des Vaters. Er ist ein Agent der Solaren Abwehr und in Gefangenschaft geraten. Traumatisiert ist er nun zurückgekehrt.
So beeindruckend diese biografischen Rückblicke sind, die den Maskenträger überfluten, so seltsam sind sie auch. Alaska hat teilweise andere Erinnerungen an diese Geschehnisse. Er erhält zunächst kaum Gelegenheit seinen derzeitigen Status und Aufenthaltsort zu untersuchen. Das nächste Flashback, das ihn überwältigt, ist das entscheidendste Erlebnis seines langen Lebens. Er sieht sich in seiner Tätigkeit als Techniker auf dem Planeten Bontong. Nach getaner Arbeit geht er durch den Transmitter nach Peruwall und kommt dort mit dem Cappinfragment an. Irgendwie sind aber auch diese Erinnerungen haarscharf an der Wirklichkeit vorbei. Weitere Bilder, die sich in sein Gedächtnis drängen, weichen immer deutlicher von seinen Erfahrungen ab. Von Kytoma, der er nun begegnet, erhält er eine kryptische Botschaft. Er soll eine Flamme erlöschen.
Nach einiger Zeit gelingt es dem Unsterblichen sich im Hier und Jetzt umzusehen. Und er macht eine bemerkenswerte Entdeckung. Er befindet sich auf D-Muner in der USO-Station Notration. Eine weitere Station auf diesem Planeten ist der USO-Stützpunkt Wasserball. Hier hat sich Entscheidendes ereignet, als die MARCO POLO ins Spiegeluniversum versetzt wurde. Alaska hat eine Theorie. Er partizipiert an den Erinnerungen von Alaska Saedelaere II, seinem Gegenpart im Paralleluniversum. Irgendwie ist das „Gewebe“ zwischen den Universen an diesem Ort durchlässiger.
Im Paralleluniversum hat Alaska Saedelaere II inzwischen ebenfalls das Jahr 2072 NGZ erreicht. Er ist Großadministrator und die Visionen einer Mór O’Shannon führen ihn nach D-Muner. Dort trifft er auf einen Audh und macht die Bekanntschaft einer Quintarchin. Schomek, die Lohe, will ihn für FENERIK rekrutieren. Sie deutet an, dass der Chaoporter in dieses Universum wechseln könnte, um Unannehmlichkeiten auszuweichen.
Es kommt zum Kampf zwischen Alaska Saedelaere II und der Quintarchin. In diesen Kampf wird auch Alaska Saedelaere hineingezogen, denn er vollzieht den Übergang ins Spiegeluniversum. Die beiden Maskenträger treten gemeinsam gegen die Quintarchin an.
 
Ich bin nicht unbedingt ein Freund der Geschichten um das Spiegeluniversum. Gleichwohl habe ich sie damals kritiklos verschlungen. Allerdings habe ich damals alle Perry Rhodan-Romane verschlungen. Heute mache ich mir wohl zu viele Gedanken, um manche Geschichten gut zu finden. Bei dieser hier liegt die Schwäche der damaligen Story auf der Hand. Wie kann es sein, dass die Doppelgänger im Spiegeluniversum trotz ihrer völlig anderen Moralvorstellungen ein Solares Imperium aufbauen konnten, so dass zum Zeitpunkt der Handlungsüberschneidung ein nahezu identisches Ausgangsverhältnis herrschte? Das wurde m.E. nie geklärt. Da es um den Kampf ES gegen ANTI-ES ging, könnte es natürlich sein, dass die Bedingungen im Spiegeluniversum erst für die Auseinandersetzung geschaffen wurden. Das würde m.E. aber die Fähigkeiten einer SI weit übersteigen. Ein ganzes Universum schaffen und ab einem bestimmten Zeitpunkt eine andere Richtung einschlagen lassen, würde selbst THEZ überfordern.
Andererseits sind Szenarien, wie sie Marc A. Herren hier schildert, wie geschaffen, um einen tollen Roman zu schreiben. „Was-wäre-wenn“ ist ein dankbares Thema für einen Autor. Und der ehemalige Team-Autor nutzt diese Chance und tobt sich genüsslich in diesen Elementen aus. Die Story könnte auch ein Comic der Alligator-Farm sein, deren Bildergeschichten ähnlich mit den Elementen der Serie spielen. Und so gibt es ein Wiedersehen mit Takvorian, Balton Wyt, Galbraith Deighton und anderen Seriencharakteren. Wenngleich diese Figuren eben eine andere „Karriere“ haben.
Daneben kreiert der Autor mit den Robotern Gladmann und Winkelstein ein skurriles Pärchen. Und gesellt zu diesen mit Pasima auch noch ein Zain-Konstrukt. Am Ende peilt der Maskenträger dank der Hilfe von Pasima ein neues Ziel an. Das verwaiste Raumschiff der Quintarchin. Farbaud kann einem irgendwie leidtun. Was er anfasst, gerät ihm zum Nachteil. Er hat Alaska Saedelaere in den Chaoporter geholt. Und der wirft gerademal eben FENERIK eine Sziento-Phase zurück.
Nachdem die Verbindung zwischen den Universen aufgelöst wurde, kehrt Alaska Saedelaere in sein angestammtes Universum zurück. Interessant ist noch zu erwähnen, dass Schomek, die Lohe, gegenüber Alaskas Gegenpart im Spiegeluniversum Reginald Bull bereits als Quintarch benannt hat. Mein letzter Stand, wenn ich mich richtig entsinne, ist, dass Reginald sich vorerst als Kommandant eines Roten Sterns, einer Chaos-Bake, sieht. Ein Fehler im Roman? Zunächst dachte ich, die Ereignisse dieses Romans spielen sehr viel später als die Ereignisse kürzlich im Solsystem. Kurz nachgeschlagen, Bulls Beförderung auf die Chaos-Bake war auch im Februar 2072 NGZ. Die gleiche Zeit also, wie Herrens Geschichte. Aber vielleicht ist Bull schon den nächsten Schritt gegangen.
Die Geschichte hat mich sehr gut unterhalten.

Ansichten zu Perry Rhodan Tage 2022 – Merchandising

Merchandising bei den 4. PRFZ-Tagen in Braunschweig
Es ist vor allem Krimskrams, den ich von den PRFZ-Tagen aus Braunschweig mitgenommen habe. Poster zu 60 Jahre Perry Rhodan oder das RZ-Paper zum Zellaktivator hatte ich eh schon. Den obligatorischen Kugelschreiber oder die Postkarten Collection 15 auch. Ebenso diverse Aufkleber und Flyer. Wobei ich sicherheitshalber das eine oder andere dann doch noch mal in die Tasche steckte. So wanderten also Lesezeichen oder Postkarten schon mal doppelt in die Sammlung.
Bei der Versteigerung hätte noch die Chance bestanden, das eine oder andere Unikat zu erwerben, z.B. den riesigen RZ-Druck von Gregor Sedlag oder das Bild auf Leinwand von Lie H. Ard. Beides war mir zu teuer. Ein bisschen Geld in die Kasse der PRFZ spülte die Ausstechform für Gucky-Kekse inkl. Rezept, die ich erwarb. Ein Tütchen Gummibärchen in Perry Rhodan-Optik wanderte auch in die Sammlung. Etwas mehr gab ich für die beiden neuen Glasmodelle aus, die nun auch im Space-Shop der PRFZ zu erwerben sind. Ein Topsiderschiff und das aus der Miniserie Terminus bekannte TERMINUS-ALPHA.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ansichten zu Perry Rhodan Heft 3185

Die Einsamen von Halut – von Susan Schwartz
Auf seinem Weg durch die Milchstraße nähert sich FENERIK dem Planeten Halut. Der Planet hat in seiner Geschichte schon einiges erleiden müssen. Nun greifen die Mächte des Chaos nach dem Volk der Haluter. Die sind nicht gewillt, dem Treiben des Chaoporters tatenlos zuzusehen.
Entschlossen, der eigenen Spezies eine Zukunft zu geben, sind auch die Humidors. Die Atammas, wie sie sich selbst nennen, leben wenig beachtet in der Unterwelt von Halut. Mit ihren Wartungs- und Hilfsarbeiten, die sie für die Riesen von Halut verrichten, sind einige schon lange nicht mehr zufrieden. Die Atammas haben einen merkwürdigen Weg gefunden, aus dem Trott auszubrechen. Sie verüben Sabotageakte. Die sind exzellent geplant und noch besser durchgeführt. Der junge Haluter Matai Tum kommt dem Treiben auf die Schliche und deckt einen der Saboteure auf. Allerdings erkennt auch er nicht, dass der Atamma Wevar noch einen ganz speziellen Plan hat. Der greift nämlich auf eine Hinterlassenschaft der Upanishad-Schule MOJUG TORBED zurück und konstruiert einen Roboter mit parafähigen Gehirnzellen von Oogh at Tarkan.
Der terranische Kosmopsychologe Bothor Trittschank wird Augenzeuge der Ereignisse, als sich FENERIK Halut nähert. Er steht an der Seite von Blo Rakane, dem Anwalt Aller. Farbaud, der in Kontakt zu dem weißen Haluter tritt, bekundet Interesse an einer geologischen Auffälligkeit des Planeten. Einem Asteroiden, den die Haluter als „Berg“ bezeichnen.
Während sich im All Flotten von Halut und FENERIK gegenüberstehen, will der Quintarch den Asteroiden für FENERIK vereinnahmen. Außerdem macht er den Halutern ein Angebot. Schiffe der Audh sollen den Berg vorher untersuchen und Rakane willigt in die Untersuchung ein. Allerdings eskaliert die Situation. Es kommt zu einem Raumkampf. Letztlich landen Audh in der Nähe des Berges. Nun schlägt die Stunde von Wevar. Er schickt seine Konstruktion in den Einsatz. Die Parakräfte, die dabei entfaltet werden, setzen FENERIKS Truppen zu. Einmal mehr gibt das Serendipitätsprinzip des Chaoporters den Ausschlag in der Auseinandersetzung.
 
Autorin Susan Schwartz schildert in ihrem Roman Ereignisse, die sich in die bisherigen Geschehnisse nahtlos einfügen. FENERIK durchquert die Milchstraße und es ist offensichtlich so, dass niemanden an einer militärischen Auseinandersetzung gelegen ist. Trotz des Scharmützels, das die Autorin in ihrer Geschichte schildert. Aber das kann eben passieren, wenn auf beiden Seiten die Hände oder Tentakel auf den Feuerknöpfen ruhen. Ähnlich den Ereignissen, die zuvor im Solsystem passiert sind, nimmt FENERIK weitere Kräfte auf, die möglicherweise dazu beitragen sollen, die Motive und Ziele des chaotarchischen Machtinstruments irgendwann zu beeinflussen.
Die Story war nur mäßig spannend, weil sich schon auf den ersten Seiten herauskristallisierte, in welche Richtung sich die Geschichte entwickelt. Außerdem wirkte die ganze Story doch arg konstruiert. An einem bestimmten Punkt in der Historie des Planeten Halut überschneiden sich diverse Ereignislinien. Nach Jahrtausenden in relativer Abgeschiedenheit sehnt sich ein Volk nach Veränderung. Pünktlich zum Erscheinen FENERIKS wird eine Waffe fertiggestellt, die selbst Audh zusetzt. Und schließlich findet die Flucht von Gry O’Shannon genau hier ein (positives) Ende. Sollte Farbaud tatsächlich auf seiner Suche etwas anderes im Sinn gehabt haben, nämlich die flüchtige Terranerin einzufangen, gibt er sich gleichwohl schnell geschlagen. Er führt erneut das Serendipitätsprinzip für seine Entscheidung an und zieht mit den Atammas von dannen.
Die Story hat mich unterhalten aber das Prinzip wird arg strapaziert. Abgesehen davon, sollte nun nicht noch ein drittes, viertes Völkchen der Milchstraße seinen passenden Einzug in FENERIK erhalten. Und, vielleicht bilde ich es mir nur ein, aber Kosmopsychologen gibt’s in diesem Zyklus wie Sand am Meer. Jetzt gehen sogar die Haluter mit psychologischer Unterstützung in Konfrontationen. Und nach dem Konflikt müssen alle auf die Couch.