Ansichten zum Magazin SOL 106

Die SOL wagt sich an das Thema Perry Rhodan-Verfilmung. Na gut, ein Wagnis ist es nicht. Gibt es doch über die Jahre verteilt unzählige Informationsschnipsel, die sich mit diesem Thema befassen. Kaum ein anderes Thema wird allerdings so häufig und so konträr diskutiert wie eine Verfilmung. Viele wollen eine Verfilmung, haben aber auch Angst vor einer filmischen Adaption des Perry Rhodan-Kosmos. Jeder hat ein anderes Bild im Kopf, wenn er die Romane liest. Das zu treffen, kann einem Filmemacher gar nicht gelingen. Abgesehen von Marktmechanismen, die mancher Fan gerne ausblendet. Schließlich ist Perry Rhodan die größte SF-Serie der Welt. Ein Film, daran gibt es keinen Zweifel, so argumentieren viele, kann daher gar nicht schlecht werden. Und bei so modernen Finanzierungsmöglichkeiten wie bspw. Crowdfunding, sind die nötigen Mittel auch leicht beschafft. Hollywood kann sich schon mal warm anziehen. Warum es aber immer noch keinen (guten) Film gibt, erzählt die SOL in ihrer aktuellen Ausgabe.
Andere Themen sind nicht weniger spannend. Nils Hirseland informiert einleitend über zahlreiche Projekte. Es gibt wieder einen Con. Diesmal in Braunschweig vom 26. bis 28. August 2022. Dazu Buch- und Heftprojekte. Eine weitere Fan Edition ist geplant. Ich bin gespannt.
Matthias Hettler reflektiert die Romane 3143 bis 3155 des laufenden Chaotarchenzyklus. In diesen Bereich fällt auch die Gründung des Dritten Galaktikums und der Autor nimmt das zum Anlass, in einer längeren Einleitung frühere Bündnisse in Erinnerung zu rufen. Sehr interessant. Manches hatte ich schon wieder vergessen.
Der Autor Sascha Vennemann wird in einem Interview vorgestellt. Er hat einen Beitrag zur Miniserie Atlantis geschrieben. Dann gibt es noch einen Rückblick zum PR-Online-Abend anlässlich des 60. Geburtstages der Serie. Das ist schon über ein halbes Jahr her und so habe ich mir mal die Notizen zu den Aussagen der Exposé-Autoren in Erinnerung rufen können.
Gerhard Huber bespricht nochmal den Garching- oder vielmehr TrudingCon 2018. Ich erinnere mich, damals war der ganze Stammtisch Nord vor Ort und wir hatten viel Spaß zusammen.
Wie eingangs schon erwähnt, bildet das Thema zu einer möglichen Verfilmung der Serie, bzw. Teilen davon, den Schwerpunkt. Vieles war mir bekannt, da ich die entsprechenden Kanäle, auf denen das Thema diskutiert wird, verfolge. Die diversen Ansätze, zu einer Verfilmung zu gelangen sind an und für sich schon interessant. Interessanter wären für mich jedoch die Gründe zu lesen, warum es immer wieder scheiterte. Christina Hacker spricht in ihrem Beitrag von einer unendlichen Geschichte, wenn es um die Verfilmung geht. Und das wird so wohl auch bleiben. Nicht ganz richtig allerdings, denn schließlich gab es schon eine Verfilmung. Kurt Kobler beschäftigt sich in seinem Artikel mit den gestohlenen Minuten aus PR – SOS aus dem Weltall. Sehr lesenswert!
Weitere hochinteressante Artikel ergänzen die SOL. Wie immer, sehr gut gelungen!
 

Ansichten zum Kinderbuch Perry Rhodan von Lie H. Ard

Perry Rhodan und sein Abenteuer auf dem Mond – von Lie H. Ard
In diesem Buch wird die Geschichte von Perry Rhodan und seinen mutigen Kameraden erzählt, die sich aufmachen, den Mond zu bereisen.
Aber es geht noch um viel mehr. Es geht um Abenteuer, um Entdeckungen und um eine Freundschaft, die alle Grenzen überwindet.
 
Soweit der Klappentext dieser Fan-Publikation der PRFZ. Das Buch ist 50 Seiten stark, HC im Format der Perry Rhodan-Hefte.
Wenn ein Perry Rhodan-Altleser mit 50 Jahren Leseerfahrung und noch höherem Lebensalter ein Kinderbuch in die Hand nimmt, dann muss es einen besonderen Anlass geben. Okay, ja, ich bin Sammler und ein so schön aufgemachtes Büchlein muss einfach seinen Platz in meiner Sammlung finden. Aber natürlich reizte es mich auch, wie es gelingen kann, Peterchens Mondfahrt, äh, Perrys Mondfahrt kindgerecht umzusetzen. Ein Mitglied des Stammtisches machte mich auf das Kinderbuch aufmerksam. Nun, da ich es in der Hand halte und gelesen, betrachtet und durchblättert habe, kann ich sagen, dass es mich als Erwachsener auch beeindruckt.
Eine Altersempfehlung ist in dem Buch nicht aufgenommen. Ich schätze, dass Kindern ab 3 Jahren daraus vorgelesen werden kann. In diesem Alter lassen sich besondere Ereignisse aufarbeiten. Monster im Schlafzimmer, Ängste im Kindergarten, was macht die Feuerwehr und eben auch eine Reise zum Mond. Die überwindet nicht nur räumliche Grenzen.
In diesem Kinderbuch geht es um Ängste überwinden. Die Angst vor Fremden und vor Unbekannten. Die Geschichte von Heft 1 „Unternehmen Stardust“ muss ich hier nicht wiederholen. Lie H. Ard hat sich durchaus einer komplexen Thematik angenommen. Der Konflikt der Großmächte, den Vorstoß ins Unbekannte, die Begegnung mit völlig Fremden, die Hilfe für einen Kranken und das Schließen von Freundschaften.
Wenn ich meine vorsichtige Einschätzung zum Vorlesealter nochmal überdenke, dann ist die geschilderte Welt in diesem Kinderbuch schon ein wenig komplex, um sie in diesem Alter komplett zu verstehen.
Dennoch, in einzelnen Abschnitten dieses liebevoll und abwechslungsreich gestalteten Kinderbuchs stecken starke Botschaften, die sicherlich verstanden werden. Die Illustrationen sind sehr süß für Kinder und sind thematisch angemessen.
Insgesamt ein sehr schönes Buch und eine wirklich tolle Idee der Autorin, nach über 60 Jahren die Geschichte, mit der die Perry Rhodan-Serie startete, nun auch für Kinder anzubieten!

Ansichten zum Magazin SOL 105

Von der 105. Ausgabe der SOL hat mich das Titelbild sofort angesprochen. Das Motiv ist dem Gemälde „Das Mädchen mit dem Perlenohrgehänge“ von Jan Vermeers nachempfunden. Ich hatte vor einiger Zeit den Film „Das Mädchen mit dem Perlenohrring“ gesehen. Der wiederum nach einem Roman entstandene Film, zeigt die Entstehung des Gemäldes. Ich bin kurz ins Impressum der SOL gesprungen. Die Illustration stammt von Dieter Bohn. Die SOL enthält auch einen Artikel von Dieter Bohn über „Alte Meister der Eastside“. Der Artikel verweist auf eine schon längere Tradition dieses und ähnlicher Bilder, die u.a. in der Facebook-Gruppe „Perry Rhodan visuell“ gezeigt werden. Die Diskussionsteilnehmer haben zu den „Hintergründen“ ein wenig herumgesponnen. Daraus ist nun ein humoriger Text mit schönen Abbildungen für die SOL entstanden. Die Illustrationen sind übrigens auch auf Leinwand gedruckt worden und harren darauf, ausgestellt zu werden. Vielleicht am Colonia-Con im Mai 2022. Es ist schon erstaunlich, auf welche Ideen Fans kommen. Ich finde das klasse!
Die SOL hat sich auch diesmal einen Schwerpunkt gegeben. Es geht um die Autorinnen von Perry Rhodan. Ich bin direkt in die Interviews mit Lucy Guth von Christina Hacker und mit Marlene von Hagen von Reiner Krauss gesprungen. Beide sehr informativ. Es folgen weitere Berichte bspw. über Marianne Sydow, deren Kreativität und Temperament von Bernhard Kempen dargestellt werden. Einen sehr breiten und umfassenden Bericht über Gastautorinnen mit dem Titel „Zu Gast beim Unsterblichen“ steuert auch Christina Hacker bei. Erstaunlich, was die SOL-Redakteurin da alles recherchiert hat.
Interessant wie immer fand ich auch die Reflexionen über den Chaotarchen-Zyklus mit den Heften 3131 bis 3142 von Matthias Hettler. Sein Einstieg diesmal ist das Techno Babbel. Das hat mir gut gefallen und in einzelnen Rezensionen habe ich das eine oder andere gelesen, dass ich auch so gesehen habe.
Eine weitere und sehr ausführliche Betrachtung von Romanen stammt von Marcus Regler. Er hat sich alle Kurzromane von Galacto City vorgenommen und gräbt das eine oder andere interessante Detail aus.
Den Gedanken zur PRFZ von Nils Hirseland ist zu entnehmen, dass es dem Verein gut geht Die Zahl der Mitglieder ist wieder über 1000 gestiegen. Das Engagement ist hoch und es finden viele Aktivitäten statt. Vom 26. Bis 28. August 2022 sollen in Braunschweig die 4. Perry Rhodan-Tage veranstaltet werden. In Präsenz! Ich bin gespannt.
Mein Fazit: Die PRFZ hat wieder eine hochinteressante SOL zusammengestellt!