Ansichten zum Magazin SOL 99

Die SOL erscheint letztmalig! Mit zweistelliger Heftnummer! Bevor die hundertste Ausgabe demnächst erscheint, werfe ich noch ein Blick in die Nummer 99.
Die aktuelle Ausgabe des Magazins der Perry Rhodan-Fanzentrale zeigt das Konterfei von Walter Ernsting alias Clark Darlton. Der Autor wäre dieses Jahr 100 Jahre alt geworden. Der Schwerpunkt der Berichte widmet sich daher diesem Schriftsteller. Über Walter Ernsting sind in der Vergangenheit bereits zahlreiche Publikationen veröffentlicht worden. Beim EDFC, beim TCE und auch vom Moewig-Verlag selbst. Dennoch hat die SOL-Redaktion bemerkenswerte Artikel zusammengestellt, die unglaublich viele Facetten des Schriftstellers Walter Ernsting aufweisen. Auch dem Kenner bietet sich mit der Artikelauswahl etwas Neues. Die unterschiedlichen Autoren lassen in ihren Rezensionen und Erinnerungen auch (selbst)kritische Aspekte nicht außer Acht. So kann man in den Begegnungen, die sie mit Walter Ernsting hatten, auch etwas über die Artikelverfasser selbst erfahren.
Ansonsten bietet die SOL wieder eine große Auswahl an Beiträgen. Die Interviews, Hintergrundberichte und Rezensionen sind allesamt lesenswert.

Ansichten zum Magazin SOL 98

Das Titelbild der 98. Ausgabe der SOL fällt sofort auf. Es unterscheidet sich sehr von den letzten Ausgaben. Stefan Böttcher hat die Illustration beigesteuert. Mal was anderes, dieser verwaschene Look. Trifft aber nicht meinen Geschmack. Die Gedanken des Vorsitzenden der PRFZ, Nils Hirseland, betreffen diesmal den Con der PRFZ. Das Haus der Jugend in Osnabrück steht für die Ausrichtung der Perry Rhodan-Tage nicht mehr zur Verfügung. Das ist sehr schade. Ich mochte diese Veranstaltung, die ich gerne besuchte. Und ich mochte das Umfeld. Hotels und Gastronomie fußläufig erreichbar. Die drei Cons waren jeder für sich klasse. Nun machen sich die Veranstalter Gedanken über einen anderen Veranstaltungsort. Vielleicht in 2021. Wenn es so kommt, wird 2021 ein großes CON-Jahr. Denn Corona-bedingt sind auch andere PR-Events (Colonia- und Garching-Con) nach 2021 verlegt worden. Hoffentlich klaut man sich da nicht die Fans untereinander. Man munkelt auch, dass der Wiener Stammtisch wieder Lust auf die Ausrichtung eines Cons habe. Das wird eng in 2021. Auch die Autoren und andere Star-Gäste können nicht überall aufschlagen.
Matthias Hettler wirft einen Blick auf die Hefte 3045 bis 3058. Darin erfahren wir Leser vom Dyoversum. Der Rezensent nimmt dies zum Anlass und geht in seiner Einleitung auf dieses Konzept etwas näher ein, bzw. holt er etwas weiter aus, um das Bild des Universums, wie es die Serie zeichnet, ein wenig zusammenzufassen. Dieser Einstieg gefiel mir. Seine Romanbetrachtungen sind sehr ausgewogen. Er analysiert viel und zieht Verbindungen zwischen den Geschichten.
Norbert Fiks hat einige Anmerkungen zum Titelbild des ersten Perry Rhodan-Romans. Mein erster Gedanke war, dass da nicht viel Neues zu lesen sein wird. Weit gefehlt. Ich finde es überaus interessant und auch vergnüglich, wenn der Autor hier Fakten liefert, die mir noch nicht bekannt waren.
Roman Schleifers Interviewreihe ist mir natürlich bekannt und die meisten Antworten, die Christian Montillon auf seine Fragen gibt, kenne ich als fleißiger Leser der Perry Rhodan Online Community natürlich schon. Aber Roman selbst steht auch Rede und Antwort und schiebt auch noch ein informatives Interview mit Madeleine Puljic hinterher.
Schwerpunkt dieser SOL-Ausgabe ist dann das Merchandising. Da ich selbst Sammler bin, bereitet es mir immer ein Vergnügen, wenn über mein Hobby berichtet wird. Christina Hacker hatte sich die Quartettspiele der Serie herausgepickt und liefert das eine oder andere Detail, das ich noch nicht kannte. Peter Scharle ist ein Sammler, der in der Überschrift an einen anderen großen Sammler, an Helmut Freisinger, erinnert. Der Kölner verstarb vor einigen Jahren. Peter Scharle weist darauf hin, dass man sich zu Lebzeiten Gedanken machen sollte, was mit seiner Sammlung geschehen soll. Es wäre einfach schade, wenn liebevoll zusammengetragene Merchandising-Artikel aus mehreren Jahrzehnten in Müllcontainern entsorgt würden. Ansonsten berichtet Peter über die Figuren, die im Laufe der Zeit erschienen sind und geht auf ein paar andere seltene Stücke ein, die sich in seiner Sammlung befinden. Sehr schön.
Helmut Anger stellt das Sammelkartenspiel vor. Dabei ist es ihm ein Anliegen, nicht nur die Sammler anzusprechen, sondern auch die Spieler. Er berichtet nicht nur davon, wie die Entwicklung verlaufen ist und welche Karten es gibt. Er geht in einem längeren Bericht auch darauf ein, wie das Sammelkartenspiel gespielt wird. Gerhard Huber präsentiert, wie könnte es anders sein, die Plüschfiguren zur Serie. Der aktive Fan ist ja immer mit einem Gucky von Mühleck auf diversen Veranstaltungen unterwegs.
In die SOL-Ausgabe hat sich mal wieder eine klassische Risszeichnung eingeschlichen. Stalkers Psi-Pressor präsentiert sich großformatig und in Farbe. In Farbe erscheinen auch die Videos von Ben Calvin Hary im Youtube-Kanal der Serie. Hary stellt sich in der SOL einem Interview der Redakteurin. Schwerpunkt des Gesprächs sind allerdings nicht die Videos sondern der Aktivitäten von Ben Calvin Hary als Autor.
Nochmal Gerhard Huber begibt sich auf eine illustratorische Reise mit der SOL durchs Perryversum. Zusammen mit Robert Fels lässt er einige Impressionen zu diesem legendären Schiff Revue passieren. SOL-Redakteurin Christina Hacker wirft einen wie immer kurzweiligen Rückblick auf die letzten NEO-Romane. Und Thomas Harbach rezensiert zwei Planeten-Romane von Ernst Vlcek, die in den 60ern des vorigen Jahrhunderts erschienen sind. Das Magazin endet mit einem Streifzug durch die Literatur zur Herkunft und Verwendung des Wortes „robot.“ Norbert Fiks hat den Artikel verfasst.
Wie ich finde, wieder eine sehr lesenswerte Ausgabe des Magazins.

Ansichten zum Magazin SOL 97

In den letzten Tagen habe ich häppchenweise die 97. Ausgabe der SOL gelesen. Sehr interessante Artikel füllen die mehr als 60 Seiten des Magazins. Das Layout mit eingebetteten Grafiken, Hintergrundillustrationen und einem schönen Schriftbild, zwei- oder dreispaltig, gefällt mir sehr gut. Es ist kaum zu glauben, dass das von Fans gemacht wird. Das ist schon außerordentlich professionell.
Den Schwerpunkt bildet die NEO-Serie. Und das Magazin enthält ein umfangreiches Interview mit Alfred Kelsner, einen der Titelbildzeichner der Perry Rhodan-Serie. Der Künstler hat zudem das Titelbild dieser SOL-Ausgabe gestaltet. Geführt wurde das Gespräch von Björn Beier. In der Einleitung steht, dass Björn mit Alfred Kelsner über dessen Leben und Schaffen gesprochen hat. Und das muss man wörtlich nehmen. Kindheit, erste Malversuche an der Tapete im Elternhaus, Schule, Kontakt zu Comics und der Faszination, die Hans-Rudi Wäscher auf den jungen Alfred Kelsner ausgeübt hat. Daran reihen sich viele kleine Anekdoten und Einblicke in den Menschen Alfred Kelsner. Wie er mit Willi Voltz in Kontakt kam, zu Perry Rhodan stieß und wie er die Welt als Rentner erlebt. Kurzum, ein tolles Interview.
Matthias Hettler und Christina Hacker beleuchten wie immer mit sehr unterschiedlichen Ansätzen die letzten Romane in den beiden Hauptserien. Matthias Hettler reflektiert die Romane von 3031 bis 3044. Das Supramentum hat es ihm besonders angetan. Er steigt mit einem längeren Abriss über künstliche Lebensformen in der Serie in seine Besprechungen ein. Die einzelnen Heftbesprechungen werden von Inhaltsanalysen dominiert. Bei Christina Hacker hingegen liegen Freud und Leid mit den Romanen aus NEO, die sie bespricht, dicht beieinander. Sie lässt ihren Emotionen freien Lauf. Das gefällt mir.
Weitere Rezensionen steuert Markus Regler bei. Er behandelt die verlorenen Jahrhunderte und hier die letzten drei Romane der eBook-Reihe. Die Besprechungen sind umfangreich und die Eindrücke, die Markus Regler aus den Romanen gewinnt, treffen häufig auch meine eigenen Anschauungen.
Was ist sonst noch erwähnenswert? PRFZ-Mitglieder und Aktive im Fandom haben die Möglichkeit, sich für einen Online-Chat registrieren zu lassen. Und es wird auf ein exklusives Event im April in Leverkusen hingewiesen, für das man sich bewerben kann.
Wie eingangs erwähnt, bildet die NEO-Serie einen Schwerpunkt. Von daher sind auch etliche Berichte enthalten, die hinter die Kulissen der Serie blicken. Klaus Frick beleuchtet die ersten Schritte zur neuen Serie, Dieter Schmidt zeigt die Arbeit eines Lektors und Michael Tinnefeld und Nils Hirseland sind als Fans 2011 einem Aufruf des SF-Clubs Black Hole Galaxie gefolgt, die Serie neu zu schreiben. Und mussten verblüfft feststellen, dass der Verlag im gleichen Jahr die NEO-Serie an den Start brachte. Seit NEO 100 ist Peter Dachgruber technischer Berater des NEO-Exposé-Teams. Wer schon immer mal wissen wollte, wie denn Raumschiffe gestaltet werden, sollte diesen Artikel lesen. Und dann sind da ja noch die grünen Sterne. Gleich zwei Artikel widmen sich diesem unmöglichen Thema.
Kai Hirdt, Exposé-Autor der Miniserie Mission SOL wirft nochmal einen Blick zurück auf die erste Staffel „seiner“ Serie. Und macht ein, zwei Anmerkungen, wie es mit der 2.Staffel, die im März 2020 startet, weitergeht. Der Autor war am gestrigen Abend auch bei unserem Stammtisch Nord in Itzehoe dabei und eines unserer vielen Gesprächsthemen war natürlich auch Mission SOL. Ich bin gespannt, wie es mit der 2. Staffel weitergeht.
Mit der SOL, dieser SOL hier, geht’s auch weiter. In diesem Jahr erscheint die 100. Ausgabe. Und auch darauf freue ich mich.