Ansichten zu Terranischer Club Eden – 60 Jahre Perry Rhodan

TCE – 60 Jahre Perry Rhodan – Herausgeber Andy Schmid u. Joe Kutzner
Der Terranische Club Eden (TCE) hat das Jubiläum zu 60 Jahre Perry Rhodan auf seine Art gefeiert und mal eben einen Band herausgegeben, in der alle, ja wirklich alle (!), die irgendwie mit Perry Rhodan in Verbindung stehen, zu Wort kommen. Und zu Bild. Bildern, um genau zu sein. Es sollen 1250 sein! Als Rezensent muss ich hier, was die Statistik angeht, scheitern. Glücklicherweise haben die Herausgeber selbst eine Statistik erfasst. 536 Seiten umfasst der Wälzer. 85 Texte von PR-Redaktion, PR-Autoren, Grafikern und aus dem Fandom füllen den Band. Da bleibt mir nur noch, das Teil mal eben auf die Küchenwaage zu legen. Satte 0,78 Kilogramm bringt das Buch vom TCE auf die Waage. Als Fan bin ich unglaublich beeindruckt. Natürlich nicht nur vom Gewicht, sondern vor allem vom Inhalt.
Ich habe das Buch schon länger zu Hause und lese täglich darin. Am Anfang habe ich gezielt Artikel aus dem Inhaltsverzeichnis angesteuert. Danach bin ich dazu übergegangen, darin zu blättern, Bilder zu betrachten, die Geschichten dazu zu entdecken und einzelne Kapitel zu lesen. Immer wieder entdecke ich Neues. Einfach phantastisch!
Die Originalausgabe bringt es auf eine Auflage von 300 Exemplaren und ist inzwischen ausverkauft. Es wird eine 2. Auflage mit 144 Exemplaren geben, die Anfang Februar erscheint. Diese Info habe ich dem Web-Auftritt des TCE entnommen. Da heißt es zugreifen, wer das Buch noch nicht hat!
Auf Seite 247 befindet sich übrigens eine ausklappbare Risszeichnung von Gregor Sedlag, die einen Fiktivtransmitter des Galaktischen Rätsels zeigt. Ein farbiges Risszeichnungsposter des Fiktivtransmitters im Format A3 ist dem Band zusätzlich beigelegt.

Ansichten zu Jerry Carbon – Bomben, Gangster und Mutanten

Bomben, Gangster und Mutanten – von Kurt Kobler
Ein Jahr nach dem vereitelten Atomkrieg steht die Erde vor einer neuen Herausforderung. Die Individualverformer (IVs) bedrohen den Planeten. Darüber macht sich Jerry Carbon in New York jedoch zunächst keine Sorgen. Der FBI-Agent hat in der Großstadt an der Ostküste auch ohne außerirdische Invasoren genug zu tun. Das Verbrechen schläft nie. Nach einer viel zu kurzen Nacht ist Jerry Carbon wieder im Einsatz. Nur kurz denkt er an die Stunden zurück, als Atomraketen auf New York im Anflug waren. Er genehmigte sich mit seinem Partner Bill Dekker einen Single Malt. Nicht der letzte, denn die Sprengköpfe zündeten nicht. Und nun, ein Jahr später, fällt plötzlich der Strom aus, die Kommunikation bricht zusammen und hunderte Unfälle ereignen sich auf den Straßen. New York versinkt im Chaos, Bill ist verschwunden und aus dem Polizeihauptquartier werden unsinnige Befehle gegeben.
Jerry schwingt sich in seinen blauen E-Type und macht sich auf dem Weg ins Rathaus. Das ist jedoch von Polizisten abgesperrt. Als Jerry seine FBI-Marke zeigt, geht in den Cops eine seltsame Veränderung vor. Sie scheinen in ihm einen Feind zu erkennen und eröffnen das Feuer. Der Agent entkommt. Da die offiziellen Kanäle verstummt sind, zapft Jerry „verlässliche“ Quellen an. Der Gangster Roberto Volge bringt ihn auf die richtige Spur. Die IVs stecken hinter dem Chaos. Und die haben auch einen Angriff auf das GCC von Homer G. Adams durchgeführt. Carbon versucht das Finanzgenie zu finden und trifft dabei auf Rod Nyssen von der Dritten Macht.
Die Bedrohung ist größer, als es sich der FBI-Agent vorgestellt hat. In New York ist eine Atombombe versteckt. Die IVs werden die Bombe zünden, wenn ihre Pläne scheitern. Glücklicherweise ist Rod Nyssen nicht alleine nach New York gekommen. Die Mutanten Betty Toufry, Anne Sloane und Son Okura sind auch in der Stadt. Die drei haben inzwischen Bill Dekker aus der Patche geholfen. Nun machen sich die beiden Gruppen auf zum Versteck der Bombe. Und auch Roberto Volges Bande mischt mit. Gangster, Mutanten und FBI-Agenten nehmen den Kampf gegen die IVs auf.
 
Zu dieser Fan-Fiction schreibt der Autor Kurt Kobler noch ein paar Erläuterungen und Danksagungen in den Anhang. Klaus N. Frick von VPN und Michael Schönenbröcher vom Bastei Verlag haben ihm die Erlaubnis zu diesem Fanroman erteilt. Die Originalnamen der Jerry Cotton-Serie durften auf Bitte des Bastei Verlags nicht verwendet werden. Eigentlich egal, denn man weiß sofort, wer hier gemeint ist. Die Aufmachung des Tibi mit der sehr lustigen Abwandlung der bekannten Bastei-Logos weist bereits den Weg. Die Geschichte ist eine Hommage an zwei der bekanntesten Serienhelden der deutschen Literatur. Kurt Kobler selbst schreibt im Anhang, dass er mit einem Augenzwinkern versucht hat, den Stil der frühen Jerry Cotton-Romane zu treffen.
Ich selbst habe in den 70ern auch einige der Jerry Cotton-Romane gelesen. So richtig erinnern kann ich mich nicht. Aber auch das spielt keine Rolle, denn Kurt Kobler schafft eine tolle Atmosphäre. Genau so stelle ich mir die Jerry Cotton-Romane der 70er vor. Apropos Augenzwinkern. Wer hier eine Parodie erwartet oder eine seichte Story, wird überrascht werden. Kurt Kobler mixt die Genres Krimi und SF gekonnt zu einer unterhaltsamen Geschichte. Die Mischung ist gelungen und der Aufbau durchdacht. Selbstverständlich mit humorigen Einlagen aber vom Tenor her ist die Story durchaus ernst. Es wird hier nicht geblödelt sondern die Figuren müssen sich einer Bedrohung stellen und agieren mit handfester Action. Klar, bei zwei Telekineten gibt es die eine oder andere Flugeinlage. Aber der Autor nimmt die Szenen selbst ein wenig auf die Schippe. Die Geschichte ist kurzweilig und ein gelungenes Crossover. Erstaunlich, wie flüssig sich die Geschichte lesen lässt. Das wirkt sehr professionell.
Mir hat der Roman viel Spaß gemacht. Ich kann diesen Fanroman sehr empfehlen.
 

Ansichten zum Magazin SOL 104

Ausgabe 104 des Magazins der Perry Rhodan Fan-Zentrale hat wieder viele interessante Artikel an Bord. Der Schwerpunkt der Beiträge ist jedoch Klaus Bollhöfener gewidmet. Denn der PR Marketingchef ist in den Ruhestand gegangen. Und da Klaus Bollhöfener maßgeblich am Aufbau der PRFZ beteiligt war, deren Redaktion er auch jahrelang geleitet hat, lag es auf der Hand ihn im Interview zu Wort kommen zu lassen. Zahlreiche Weggefährten steuerten zudem Anekdoten bei. Ich selbst bin Klaus Bollhöfener unzählige Male auf Cons und anderen Veranstaltungen begegnet. Ein super sympathischer Mensch, mit dem ich interessante Gespräche geführt habe.
Norbert Fiks beschäftigt sich in einem weiteren Artikel mit dem Roman „Reich im Mond“, zu dem vor Jahren schon diverse Statements aus Autorenkreisen zu lesen waren. Dieser vor 70 Jahren erschienene Roman wurde als Inspirationsquelle für die Rhodan-Gründer K.H. Scheer und Clark Darlton angesehen. Hermann Ritter hatte dazu vor Jahren einen Beitrag auf der Perry Rhodan-Homepage verfasst. Norbert Fiks Artikel geht nun mehr in die Tiefe und er setzt sich kritischer mit dem Roman auseinander. Eines kann er allerdings auch nicht klären. Ob nämlich dieses Werk die Perry Rhodan-Serie am Anfang beeinflusst hat. Ich finde das auch gar nicht wichtig. Scheer und Darlton waren sicherlich von vielen inspiriert. Es zählt, was sie daraus gemacht haben. Nämlich die größte SF-Serie der Welt.