Ansichten zu Perry Rhodan Heft 2986

Sonnenmord – von Leo Lukas – Handlung:
Während sich Menschen hin und wieder Psychologen bedienen, vertrauen sich Posbis Cycollogen an. So geht es auch einem schaffenden Künstler auf der Hundertsonnenwelt. Der Posbi, der so gerne Abenteurerparks kreiert, steckt in einer Schaffenskrise. Über die Jahre hat er sich immer mehr Subroutinen eingefangen, die ihn von seiner Berufung ablenken. Alle Versuche, sich selbst zu helfen, scheitern. Der Cycolloge, immerhin ein verdienter Plasmakommandant, schickt ihn in eine Region der Hundertsonnenwelt, in der sich gerade in letzter Zeit immer mehr Posbis zurückgezogen haben und dort Hilfe erfuhren.
Was der Posbi nicht wissen kann, die bewusste Region ist von Invasoren aus Sevcooris unterwandert. Die Fremden sind selbst Angehörige einer kybernetischen Zivilisation und beeinflussen die Plasmaanteile der Posbis der Umgebung mit Hilfe von Hypnosuggestion. Niemand kann das Schiff der Invasoren sehen.
Wegen des bevorstehenden Angriffs auf die Heimat der Posbis sind die GALBRAITH DEIGHTON VII und der Raumvater SOOZORD seit vier Wochen dorthin unterwegs. Die Fernortung zwingt die beiden Schiffe zu einem Zwischenstopp. Die Wracks vierer Schiffe werden entdeckt, von denen eines ein Notsignal ausstrahlt. Die Onryonen vermuten aufgrund verwirrender Ortungsergebnisse, dass die Schiffe vom Ort ihrer Gefährdung durch einen noch nicht näher erforschten Effekt in den Leerraum gelangt sind. Eines der Schiffe ist eine Space-Jet, die vor 219 Jahren zur LEIF ERIKSSON gehörte. Wie und weshalb das Schiff der ROMULUS-Klasse 300.000 Lichtjahre in den Leerraum gelangte, bleibt mysteriös. Eines der anderen Wracks ist ein Ringraumer der Zikkurer-Drills. Die beiden anderen Schiffe gehören unbekannten Zivilisationen an. Als die SOOZORD mit Perry Rhodan an Bord die seltsamen hyperphysikalischen Einflüsse um die Schiffswracks erkundet, wird ein temporaler Effekt gemessen, der den sofortigen Rückzug nötig macht. Die Wracks nehmen einen Raum ein, innerhalb dessen die Zeit langsamer läuft. Perry Rhodan verliert beinahe 8 Stunden. Der Kreuzer KARL PASCHER mit gemischter wissenschaftlicher Besatzung aus Onryonen und Terranern soll das Phänomen weiter untersuchen. Der Flug zur Hundertsonnenwelt geht weiter.
Dort eingetroffen stellt man erleichtert fest, dass die Thoogondu noch nicht eingetroffen sind. Perry Rhodan bleibt misstrauisch. Vielleicht sind die Posbis längst unterwandert? Ein Team soll sich auf der Hundertsonnenwelt umsehen. Die Wissenschaftlerin Orla Trant, die schon mal das Zentralplasma interviewen durfte, und Spartakus Galouye landen in Suntown. Dazu der Posbi Königssitz und der Swoon Erasteban Krolok. Zunächst können sie nichts feststellen. Dann werden sie auf den Kontinent K-Süd aufmerksam, wohin sich in jüngster Zeit sehr viele Posbis zu einer kreativen Auszeit zurückziehen. Dort angekommen, geraten die Team-Mitglieder unter dem hypnosuggestiven Einfluss der Fremden. Nur Königssitz, der seinen Plasmaanteil unterdrückt, sieht das Schiff der Fremden. Aus den Daten vermutet Perry Rhodan ein Schiff der Weißen Zeé aus Sevcooris. Zur gleichen Zeit erlischt plötzlich eine der 200 Atomsonnen. Später eine weitere. Als Mentalstabilisierter geht Rhodan in den Einsatz. Während das Team unter seiner Leitung in das Würfelschiff der Zeé eindringt, treffen Einheiten des Galaktikums und der LFG zur Unterstützung ein. Nicht zu spät, denn auch 2000 Einheiten der Thoogondu erscheinen und greifen an.
Es kommt zur Raumschlacht. Auf der Hundertsonnenwelt können Rhodan und seine Begleiter den Sonnenmord zunächst aufhalten. Eine Teileinheit der Zeé kann jedoch fliehen. Die Thoogondu steuern derweil eine ihrer riesigen Leerraumfähren in Richtung des Sitzes des Zentralplasmas. Auch dieses Vorhaben kann Anna Patoman mit der Flotte verhindern. Auch die Zeé in der Steuerzentrale der Atomsonnen können eliminiert werden. Nur einer der Würmer findet in einem Posbi einen neuen kybernetischen Wirtskörper. Dann trifft die HARL DEPHIN ein. Rhodan, der vermutet, dass Puoshoor den Angriff leitet, hat nun die Gegenspielerin vor Ort. Denn mit dem Flaggschiff der USO trifft auch Puorengir ein.

 

Rezension:
Insgesamt betrachtet erweist sich der Leo Lukas-Roman als kurzweilig. Anfangs sah es nicht danach aus. Dem sehr humorvollen Einstieg mit einem Posbi, der sich in einer Schaffenskrise befindet und daher einen Cycollogen aufsucht, garnierte der Autor mit zahlreichen Anspielungen auf menschliche Pendants in gleicher Lage. Dazu kam der Spott über soziale Medien. Nachdem Facebook und Co vom Österreicher ihr Fett abbekommen haben, führt Leo Lukas die Invasoren ein. Es dauerte ein wenig, bis ich die gegenläufige Entwicklung der Würmer mit ihren kybernetischen Implantaten verstanden hatte. Allerdings zog sich diese Handlungsebene für meinen Geschmack etwas zu lange hin.
Parallel dazu setzte der Autor mit der Entdeckung der Schiffswracks ein weiteres Rätsel. Zu diesem Zeitpunkt ist der Zyklus jedoch reich an noch ungelösten Fragestellungen. Die Aufklärung zu diesem bizarren Fall wird wahrscheinlich nicht vor Ende von Genesis erfolgen. So interessant dieser Einschub auch war, er wirkte etwas deplatziert, weil aufgesetzt. So stand es halt im Exposé und das merkte man sehr deutlich.
Wieder auf und bei der Hundertsonnenwelt fühlte sich der Autor wieder mehr in seinem Metier. Der Einsatz des bunt gemischten Teams, der Besuch auf der Welt der Posbis, der Empfang durch den Abgesandten der LFG und die Dialoge waren frisch und frech. Auch als Perry Rhodan dazu stieß, behielt der Autor die lässige, teils spöttische Schreibweise bei und integrierte den Unsterblichen in das Team so entspannt, geradezu salopp wie lange nicht mehr.
Dem lockeren Schreibstil ist es zu verdanken, dass man sich als Leser nicht allzu viele Gedanken um den Sinn der thoogondischen Mission und dem Abwehrverhalten der Galaktiker machte. Es läuft auf den seit lange erwarteten Showdown der beiden Thronfolger hinaus. Mit dem Titel Sonnenmord führte mich der Autor übrigens auf eine falsche Fährte. Zwar war mir schon seit längerem klar, dass es in diesem und dem nächsten Heft um die Hundertsonnenwelt gehen würde. Aber ich assoziierte damit auch den Angriff der Thoogondu vor Jahrzehntausenden, als sie Sonnen zerstörten, um ES mit den damit getöteten Völkern und deren gleichfalls manipulierten Bewusstseinen zu übernehmen.
Ob diese furchtbare Waffe noch eine Rolle spielen wird, bleibt abzuwarten. Der Roman indes bot gute Unterhaltung mit seinen skurrilen Figuren und den schnellen Abläufen in der zweiten Hälfte der Geschichte.

Ansichten zu Perry Rhodan Heft 2985

Die Kupferfarbene Kreatur – von Hubert Haensel – Handlung:
Der Gataser Tryopos Jünjyz ist einer der Überlebenden des Untergangs der BELLÖRCY. Der zweite Offizier wusste nichts von den Plänen seines Kommandanten. Nun befindet er sich an Bord der GALBRAITH DEIGHTON VII. Für den Jülziish ist die Begegnung mit Terranern neu. Die radikale Bewegung Ys’Terra Tös’syrn – Von Terra alles Übel, die ihn erst in diese Lage gebracht hat, ist ihm ein Begriff. Aber er gehört dieser Bewegung nicht an. Und nun, da er längere Zeit an Bord ist, sieht er die Terraner mit anderen Augen. Jünjyz war für die Navigation verantwortlich. Er erinnert sich, dass die Positronik der BELLÖRCY einen eigenen Kurs verfolgte. Einen Kurs, den auch der Kommandant offenbar nicht kannte. Sein Wissen gibt er an Perry Rhodan weiter.
Der Terraner vermutet mehr dahinter, zumal die Onryonen in der Nähe der BELLÖRCY ein riesiges Objekt ausgemacht haben, das den Halo der Galaxis in Richtung Leerraum verließ. Die onryonischen Linearraumdetektoren haben allerdings die Spur inzwischen verloren. Auf Rhodans Veranlassung werden Anstrengungen unternommen, das Objekt aufgrund der letzten Kursvektoren aufzuspüren. Tryopos Jünjyz, der sich um die Versorgung der geretteten Besatzungsmitglieder der BELLÖRCY kümmert, genießt inzwischen Rhodans Vertrauen. Obwohl der Gataser seine Verletzungen weitgehend überwunden hat, leidet er plötzlich unter sehr intensiven Gefühlsreizungen. Brennende Schmerzen überfallen ihn. Die Hypersensibilisierung kann es nicht sein, denn die Schiffe stehen weit abseits der Sterne. Jünjyz schiebt sein Befinden auf Einbildung zurück.
Abgelenkt wird er von der erneuten Entdeckung des fremden Objekts. Die BOX-11211, die SOOZORD der Onryonen und die GALBRAITH DEIGHTON VII nähern sich dem riesigen Gebilde, das antriebslos im Leerraum treibt. Ein etwa 30 Kilometer langer Zylinder von 1,5 km Durchmesser verbindet zwei große Disken, die Bug und Heck bilden. Sonden werden losgeschickt, da das Schiff auf Funk nicht reagiert. Die Sonden entdecken, dass das Schiff aus Pedgondit besteht. Letzte Zweifel werden ausgeräumt, als Sonden in das Objekt eindringen und von Balkenrobotern zerstört werden. Die Thoogondu haben das Objekt geschaffen. Der Heckbereich ist durch die Strahlung von Hooris-Kristallen verseucht. Ob sich noch eine Besatzung an Bord befindet, soll ein Team unter der Leitung von Perry Rhodan herausfinden. Mit Raumlandesoldaten und TARAS geht der Unsterbliche an Bord der Riesenhantel. Er wird von dem Posbi Sallnech, dem Mattenwilly Shlynder und Tryopos Jünjyz begleitet.
Kaum haben sie sich Zugang zum Schiff der Thoogondu verschafft, wird der Einsatztrupp von Balkenrobotern angegriffen. Die TARAS wehren die Angreifer ab. Anschließend wird das Schiff erkundet. Zerstörungen weisen auf einen Kampf an Bord hin. Das Schiff entpuppt sich als Trägerschiff für thoogondische Pentasphären, die damit den Abgrund zwischen den Galaxien überwunden haben. Thoogondu werden nicht an Bord angetroffen. Aber plötzlich zeigt sich den Galaktikern ein fremder Roboter, der die Gestalt eines Jülziish nachahmt und der Tryopos Jünjyz mit Namen anspricht. Er bezeichnet sich als die Kupferfarbene Kreatur des Zufalls. Jünjyz, der einmal mehr an Hitzewallungen leidet, ist von der Begegnung fasziniert, da vieles, was er in letzter Zeit erlebt hat, von Zufällen begleitet war.
Das Schiff der Thoogondu trägt den Namen PARRASTURD. Gesteuert wird es von der Neurotronik KERRUSGOND. Bei der Havarie des Schiffes ist das Triebwerk beschädigt worden und die Neurotronik hat ebenfalls Schaden erlitten. Sie hat die Funksprüche der BELLÖRCY abgehört und hält sich nun für die Kupferfarbene Kreatur des Zufalls. Die Beobachtung von Tryopos Jünjyz, der von einer Manipulation der Positronik seines Schiffes sprach, erweist sich als richtig. KERRUSGOND hat die BELLÖRCY beeinflusst. Inzwischen läuft aber die Selbstzerstörung der PARRASTURD an. Rhodan will vorher so viele Daten wie möglich sichern und gibt sich als Gäone aus. Während Sallnech in Kontakt mit der Neurotronik steht, müssen die anderen das Schiff mit dem Fluchttransmitter verlassen. Dann explodiert der Hantelraumer. Sallnech, Shlynder und Tryopos Jünjyz sterben dabei.
Das Angriffsziel des Giganten kann herausgefunden werden. Es ist die Hundertsonnenwelt der Posbis. Die drei Schiffe fliegen dorthin. Parallel lässt Rhodan Botschaften an Monkey versenden. Er will, dass Puorengir und Moothusach zur Hundertsonnenwelt gebracht werden.

 

Rezension:
Hubert Haensel schildert die Geschehnisse seines Romans aus Sicht des 2. Offiziers der BELLÖRCY. Die Gedankenwelt von Tryopos Jünjyz versprach Abwechslung. Den Gataser trieb es zwar in den Weltraum aber aus dem Lebensbereich seines Volkes ist er nie herausgekommen. Die Begegnung mit Terranern ist Neuland für ihn. Der Autor stellt seine Leser mit den Innenperspektiven seines Protagonisten allerdings vor keine großen Herausforderungen. Er ruft die üblichen Kreaturen ab und erzählt pflichtbewusst vom Ultraschallbereich der Sprache. Eine harmlose Rückblende auf die Nestwärme des Gatasers beschließt den Ausflug in die Fremdartigkeit des Alien. Alles andere hätte auch ein Terraner so gedacht oder so behandelt. Der Roman bot in der ersten Romanhälfte wenig Substanz. Hubert Haensel geht folglich nochmal zurück an Bord der BELLÖRCY und schildert deren Untergang nochmals mit Jünjyzs Erlebnissen. Dessen Orientierung an Bord des terranischen Schiffs vertreibt uns die Zeit bis zur Romanmitte. Und da Jünjyz, wie erwähnt, erstmals unter Terranern weilt, nutzt der Autor die Gelegenheit und baut viele inhaltliche Wiederholungen ein, um seinen Protagonisten (und den Lesern) die Welt zu erklären, wie sie gerade ist.
Auch die Gedanken, die Tryopos Jünjyz unaufhörlich wälzt, sind von einigen Wiederholungen geprägt. Und der Autor zeigt Liebe (oder Flucht) zum Detail. Einige Beschreibungen gerieten dabei unfreiwillig komisch, etwa wenn der Autor beschreibt, wie Perry Rhodan die Arme bewegt und welcher Finger welcher Hand an welchem anderen Körperteil reibt, klopft oder was auch immer macht.
Die zweite Romanhälfte versprach da mehr Spannung, da es nun an die Erkundung des fremden Schiffs ging. Große Überraschungen blieben allerdings aus. Die Geschichte mit der durchgedrehten Neurotronik, die die Identität des Zufalls angenommen hat, sprach mich nicht an. Wie der Autor schreibt, gibt es wohl nichts, was sich nicht auf einen Zufall reduzieren ließe und sei dieser noch so absurd. Das kann man jetzt für diesen Roman als einen genialen Schachzug empfinden oder wie ich als das Überstrapazieren der Kupferfarbenen Kreatur des Zufalls. Ungeklärt bleiben die Hitzewallungen von Tryopos Jünjyz. Ist es eine neue Stufe des Weltenbrands?

Ansichten zu Perry Rhodan Heft 2984

Projekt Exodus – von Susan Schwartz – Handlung:
Einen Monat nach Auslösung des Weltenbrands, es ist Ende Mai 1552 NGZ, treffen sich die Vertreter von über 400 galaktischen Zivilisationen auf Aurora, der zentralen Welt des Galaktikums. Das Halo-System, zu dem der Planet gehört, liegt im dünn besetzten Halo der Milchstraße. Der nächste Stern ist über 400 Lichtjahre entfernt. Die Auswirkungen der galaxisweiten Katastrophe sind hier noch nicht zu spüren. An Bord der GALBRAITH DEIGHTON VII unter dem Kommando von Anna Patoman trifft auch Perry Rhodan ein. Der Terraner hat einen Plan, den er den galaktischen Völkern vorstellen will. Die nächsten Tage werden nicht einfach werden. Er ist einer der Kardinalfraktoren. Viele werden ihn für die Auslösung des Weltenbrands verantwortlich machen. Schon im Vorfeld der entscheidenden Sitzung ist der Unsterbliche auf der Suche nach Bündnispartnern.
Die Posbis kommen in Frage. An Bord der BOX-11211 trifft sich Perry Rhodan mit Sallnech, dem führenden Wissenschaftler der Posbis, den Weltenbrand betreffend. Nach der Tiuphoreninvasion verfügen die positronisch-biologischen Roboter nur noch über 55.000 Schiffe. Diese könnten sie zur Verfügung stellen. Galaktiker würden damit vorrübergehend auf Welten der Posbis transportiert werden. Doch Rhodans Plan geht weiter. Er denkt an den kompletten Auszug aller Intelligenzwesen aus der Milchstraße.
Weitere Vertreter vor Ort sind die Gataser. Die BELLÖRCY fällt auch Rhodan auf, weil sie ungewöhnliche Triebwerksaufsätze zeigt. Kommandant des Schiffes ist Anüyü-Trü-Zyr. Zusammen mit seiner ersten Offizierin Pyolu Yuz pflegt der Gataser ein Geheimnis vor seiner Besatzung. Mehrere Fremdwesen aus dem Volk der Kooblenus sind an Bord. Und den Ornithoiden soll eine besondere Aufgabe zukommen.
Den ersten Vorsitzenden des Galaktikums, den Akonen Arval Las’Andossu, weiht Perry Rhodan im Vorwege in das Projekt Exodus ein. Auch wenn der Akone auf Perry Rhodans Seite steht. Ein Vorhaben wie dieses, das dazu dienen soll, Billiarden an Wesen zu evakuieren, übersteigt alles Vorstellbare. Und dabei sind das nur die Mitglieder des Galaktikums. Die vielen unbekannten Zivilisationen, die keine Raumfahrt entwickelt haben, sollen ebenfalls berücksichtigt werden. Viele von ihnen gilt es jedoch erstmal zu entdecken. Zusammen mit dem Vorsitzenden begrüßt Perry Rhodan auch Tropar Lendellec. Der Vertreter der Onryonen ist mit dem Raumvater SOOZORD angereist. Lendellec stellt in Aussicht, dass die On-Ökumene, die in den Linearraum entrückt ist, Galaktiker aufnehmen kann. Jedoch nicht von Dauer.
Anüyü-Trü-Zyr hat es geschafft, dass die drei Kooblenus zur Sitzung zugelassen wurden, obwohl sie kein Mitgliedsvolk des Galaktikums sind. Außerdem wurden ihnen die primitiven Pfeile und Bögen gelassen, da sie keine Gefahr darstellen. Am 24. Mai findet schließlich die Konferenz statt, an der 220.000 Intelligenzwesen teilnehmen. Viele Vertreter schildern zunächst die Folgen des Weltenbrands. Die Forschungslage wird ebenfalls debattiert. Als Perry Rhodan auftritt, kommt es zu Tumulten. Dennoch trägt er seinen Plan zur Evakuierung einer ganzen Galaxis vor. Die Hürden scheinen unüberwindlich. Und nur fortzugehen, hilft alleine nicht. Man muss auch wissen, wohin man geht. Und ob man dort willkommen ist. Perry Rhodan bleibt optimistisch. Es folgt der Auftritt der Kooblenus. Die Ornithoiden verschießen Pfeile in Richtung Perry Rhodans. Und zur Überraschung des Terraners und aller Beteiligten, verschwindet der Unsterbliche spurlos. Er wurde entführt.
Perry Rhodan materialisiert in einem Transmitter und in einem geschlossenen Raum. Er muss nicht lange warten. Seine Entführer sind Anüyü-Trü-Zyr und Pyolu Yuz. Die beiden Gataser gehören einer radikalen Vereinigung an, die Terra als das Übel bezeichnet. Sie wollen Rhodan nicht töten. Aber die BELLÖRCY wird mit Perry Rhodan weit in den Leerraum gesteuert und soll dort 500 Jahre verbringen, ehe ihm die Rückkehr erlaubt wird. Rhodan erkennt schnell die Schwäche des Plans. Denn die beiden Radikalen haben den Rest der Besatzung nicht eingeweiht. Rhodan schafft es, in das KOM-System einzudringen und die Besatzung zum Aufstand zu bewegen. Derweil haben auch die GALBRAITH DEIGHTON VII und die BOX-11211 dem Diskusschiff folgen können. Das verdanken sie der SOOZORD, die die Daten der Linearraumverfolgung an die anderen Schiffe übermittelte. Perry Rhodan kann befreit werden.
Anna Patoman informiert ihn über eine Entdeckung. Bei der Verfolgung haben die onryonischen Linearraumdetektoren ein riesenhaftes Objekt entdeckt, das aus dem oberen Halo der Milchstraße zu kommen scheint.
 
Rezension:
Der Roman von Susan Schwartz lässt mich insgesamt betrachtet etwas hilflos zurück. Ich bin unentschlossen, wie ich die geschilderte Hauptstory bewerten soll. Also konzentriere ich mich erstmal auf die Elemente, die ich bei der obigen Zusammenfassung schlicht ignoriert habe, obwohl sie jenen Teil des Romans betreffen, den ich als gut gelungen empfand.
Denn auch Susan Schwartz beschreibt in ihrer Geschichte die Auswirkungen des Weltenbrands. In Einschüben zur Hauptstory bringt sie beispielsweise Tagebuchauszüge einer jugendlichen Terranerin. Und sie schildert, wie der Weltenbrand über eine Welt hereinbricht, die an der Schwelle zur Industrialisierung steht. Sie schildert Eltern, deren Kleinkind nur noch schreit und dem nicht geholfen werden kann. Wie andere Autoren vor ihr kann Susan Schwartz dem Geschehnis einen eigenen Stil verleihen. Und die Schilderungen in diesen Szenen sind emotional und sehr drastisch. Sie zeigen schonungslos, was mit den Intelligenzwesen geschieht, wenn es kein Mittel gegen den Weltenbrand geben wird.
Im anderen Teil des Romans hingegen beschäftigt sich die Autorin mit dem Mittel gegen den Weltenbrand. Eigentlich ist es kein Mittel. Es ist eine Flucht. Der Gedanke gefiel mir. So kurz vor der Schwelle des Bands 3000 der Serie stehend, könnte Projekt Exodus das Tor für phantastische Geschichten öffnen. Und gleichzeitig ergibt sich die Chance, sich von Altlasten der Serie zu trennen.
Doch so wie Susan Schwartz die Hauptstory vorantrieb, scheint es den Autoren nicht wirklich ernst mit dieser Entwicklung zu sein. Die bajuwarisch-naive Vorstellung einer Evakuierung einer ganzen Galaxis erheiterte und verärgerte mich bei der Lektüre gleichermaßen. Die Hauptstory hat mir nicht zugesagt. Katastrophen dergestalt, wie sie momentan geschildert werden, erfordern natürlich rasches Handeln. Und zwangsläufig sind solche Handlungen von viel Lärm begleitet. Das Geschehen muss hektisch und unfertig wirken. Und diese Wirkung muss sich auf den Leser übertragen. Das tut es auch. Aber anders als es die Autorin wohl im Sinne hatte.
Denn die Handlungen, Beschreibungen und Figuren werden doch arg naiv in Szene gesetzt. Es sind diese hin und wieder auftretenden Hopplahop-Szenarien, die in jedem Zyklus zum Ende hin für Überraschungen sorgen sollen. Plötzlich ist der zur Verfügung stehende Raum knapp geworden, weil Sprosse ins Uferlose wuchsen und thoogondische Gedächtnismanipulationen uns vergessen ließen, was in der ersten Zyklushälfte geschah. Und nun soll ad hoc die Galaxis evakuiert werden. Nö, das wird so nichts.
Die Auswirkungen des Weltenbrands auf einzelne Individuen kann die Autorin packend und nachvollziehbar schildern. Bei den Maßnahmen dagegen, bzw. bei den Aktionen auf einer höheren, einer politischen Ebene, wirken die Geschehnisse, zumindest auf mich, provinziell. Es fehlte an Zündstoff. Genauer gesagt, war der Zündstoff da, bloß die Autorin wollte die Lunte nicht anzünden. Da kommen 220.000 Wesen aus allen Teilen der Galaxis zusammen, um sich von Perry Rhodan, dessen Name untrennbar mit der Katastrophe verbunden ist, einen Plan vorstellen zu lassen. Und Susan Schwartz belässt es bei ein paar Zwischenrufen. Und zwei radikalen Tölpeln. Das war mir zu wenig.