Ansichten zu Perry Rhodan Heft 3081

Horror – von Susan Schwartz / Christian Montillon
Perry Rhodan hat es nach Gatas verschlagen. Er hat dort die unglaubliche Geschichte einer der Expeditionen der Gataser erfahren, die es aus seinem Zweig des Dyoversums in diesen Teil verschlagen hatte. Der Unsterbliche sucht nach einer Möglichkeit, wieder nach Yenren zurückzukehren. Es kommt zu einer unverhofften Begegnung. Die Sagarssen, ein intelligentes Volk von Gorssgaden, einer Nachbarwelt von Gatas, haben eine Expedition entsendet. Die Sagarssen haben vor langer Zeit bemerkt, dass der Nachbarplanet, den sie Perazess nennen, langsam aber sicher seine Biosphäre verliert. Nun sind sie nach mehrmonatigen Flug auf Gatas/Perazess angelangt.
Die Sagarssen entdecken die Statuen und in ihrer Nähe Perry Rhodan und seine Begleiter. Es kommt zum Erstkontakt. Die Sagarssen berichten auch, dass der Mond, der Gatas umkreist, in alten Berichten nicht erwähnt wird. Zudem hat der Mond eine sehr geringe Masse. Er muss hohl sein. Man beschließt gemeinsam, dem Mond einen Besuch abzustatten. Dort angekommen, dringen Perry Rhodan, sein Team und einige Sagarssen gemeinsam in die Hohlwelt vor.
Diese beherbergt in ihrem inneren eine Biosphäre. Perry Rhodan begegnet einem Staubfürsten, der dem Unsterblichen einen Einblick in die Genese des anderen Zweigs des Dyoversums gibt. Perry Rhodan hat die Hoffnung, dass in der Begegnung der Schlüssel für die Rückkehr von Terra und Luna liegt.
 
Der andere Zweig des Dyoversums hat sich in den bisherigen Romanen als lebensfeindlich herausgestellt. Nicht nur die erhöhte Hyperimpedanz hemmt das Leben an einer Verbreitung. Nun erfährt man auch, dass es Mächte gibt, die mit Xenobots das Leben selbst angreifen. Ganz am Anfang, als Rhodan die Zerozone durchquerte und Terra entdeckte, stand auch die Aussage, dass es so etwas wie Superintelligenzen und Hohe Mächte hier nicht gäbe. Daran hat auch dieser Roman nichts geändert. Und doch sind die Mächte, auf die Perry Rhodan hier trifft, mit ähnlichen Machtmitteln ausgestattet und setzen diese auch ein. Und sie tun es schon lange. Hunderte von Millionen Jahren sind es gewiss. So lässt sich die Aussage des Staubfürsten interpretieren. Wahrscheinlich sogar länger. Sie haben Gefallen gefunden, an niederen Intelligenzwesen auf der anderen Seite und experimentieren mit ihnen. Die Staubfürsten legen damit ein Verhalten an den Tag, das sie nicht von SIen unterscheidet. Und als wäre das nicht genug, haben die Staubfürsten Gegenspieler. Die Schweigschauern sind es, die das Leben vernichten. Perry Rhodan vernimmt diese Informationen und interpretiert sie auf seine Weise. Nach seiner Auslegung entwickelt sich das höhere Leben auf dieser Seite des Dyoversums in die Breite, statt in die Höhe.
Als Leser sehe ich es ein wenig anders. Für die Breite gibt es keine Fakten. Für das Verhalten der höheren Mächte schon. Und das unterscheidet sich nicht von den in der Höhe entwickelten Entitäten aus dem Universum, dem Rhodan entstammt. Die Idee mit dem Dyoversum an sich ist faszinierend. In der Ausgestaltung geht etwas von der Exotik dieser Idee verloren, weil sich auf dem Level, bei dem es interessant zu werden schien, es sich doch zu bekannt anfühlte.
Der Roman selbst brachte eine gute Mischung an abwechslungsreichen Themen mit sich. Die Erforschung der Hohlwelt, der Erkenntnisgewinn und die Chance darauf, die Erde ins angestammte Universum zurückzuführen, sind zu nennen. Perry Rhodan erhält den Schlüssel, um das Transfergetriebe in Terra zu starten.

Ansichten zu Perry Rhodan Heft 3080

Sternfinder – von Christian Montillon / Susan Schwartz
Als Perry Rhodan die Stele auf Yenren im Yomira-System untersuchte, konnte er durch das Material die Silhouette einer Stadt erkennen. Die gleiche Kreatur, die er während der Tastung gesehen hatte, näherte sich ihm. Obyn an seiner Seite machte die gleiche Beobachtung. Und dann veränderte sich die Umgebung. Der Unsterbliche wurde an einen anderen Ort versetzt.
Perry Rhodan steht zusammen mit Obyn, Rico und Mulholland auf der Oberfläche eines atmosphärelosen Planeten. Rico streift Obyn seinen SERUN über, so dass die Yenranko überleben kann. Der Roboter identifiziert den Planeten. Es ist Gatas, der den Stern Verth in der galaktischen Eastside umkreist.
Auch hier steht eine Stele. Und der Planet beherbergt kein Leben. Ein gigantischer Mond führt zu extremen Gezeiten. Perry Rhodan und seine Begleiter finden in einem nahen Gebirge Schutz. Dort entdecken sie eine Schlucht, in der 6084 überlebensgroße Statuen stehen. Es sind die Abbildungen von Jülziish, die in den Himmel starren. Bei ihren weiteren Untersuchungen erhalten die Forscher Einblick in eine unglaubliche Tragödie.
Sie beginnt in ferner Vergangenheit, als sich die CHYLLITRISS unter dem Kommando von Eylczenc–Trü-Klybz von Gatas aus aufmachte, eine von 78 neuen Kolonien zu gründen. Doch der Flug, der drei Jahre dauern sollte geriet zu einem Drama, als eine der Transitionen aus unbekannten Gründen fehlschlug. Der Zielort entpuppte sich als lebensfeindliche Welt und entsprach nicht den Daten, die zuvor gesammelt wurden. Die Gataser ahnten nicht, dass ihnen eine noch unglaublichere Odyssee bevorstehen würde.
Perry Rhodan dämmert, dass ihn diese Geschichte zu den geheimnisvollen Staubfürsten führen soll.
 
Ganz am Ende des Romans steht eine Aussage der Figur Mulholland: „Das zwingt zu einiger Grübelei“, lässt das Autorenduo den Mutanten sagen. Für mich ist dieser Satz die Essenz dieser Geschichte. Als Leser war ich während der Lektüre ständig am Nachdenken. Wer ist diese geheimnisvolle Macht und welche Ziele verfolgt sie?
Die Art und Weise, wie Christian Montillon und Susan Schwartz ihre Erzählung angelegt haben, befeuerte natürlich solche Gedanken. Beide Handlungsebenen waren außerordentlich reizvoll. In der einen sind wir hautnah dabei, wenn die Gataser zu einer neuen Welt aufbrechen. Pioniergeist beseelt diesen Teil des Romans. Und solche Abenteuer mag ich. Vom Abenteuer wandelt sich dieser Teil dann allerdings schnell zu einem Überlebenskampf und letztlich zu einer Tragödie, die am Ende dennoch etwas Positives vermittelt.
In der zweiten Handlung darf ich als Leser die Forscher begleiten, die es auf eine Welt voller Rätsel verschlagen hat. Auch diese Art von Geschichten mag ich sehr. Der Roman endet, wie auch sein Vorgänger, mit einem Cliffhanger. Ich bin gespannt, wie es weitergeht.

Ansichten zu Perry Rhodan Heft 3079

Yenren – von Susan Schwartz / Christian Montillon
Die galaktische Tastung wurde wissenschaftlich ausgewertet. Es konnten zwei Punkte ausgemacht werden, von denen das Phänomen ausging. Ein Punkt liegt in der galaktischen Eastside und ist unerreichbar. Der andere ist etwa 1000 Lichtjahre von Terra entfernt. Perry Rhodan bricht an Bord der ORATIO ANDOLFI dorthin auf. Das ORION-Bündnis trägt Früchte. Die Topsider sind mit der CHOLEMCO dabei. Das Ziel ist der Planet Yenren im Yomira-System.
Dort leben die einheimischen Yenranko. Die echsenartigen Wesen sind in vier Stämme zergliedert, die sich untereinander feindlich gegenüberstehen. In der Oase Attu-Yo, die den Yacol gehört und die eine Stele beinhaltet, die wahrscheinlich außerirdischen Ursprungs ist, entbrennt ein Konflikt mit einem der anderen Stämme. Die Yakur haben die Oase besetzt. Die Veteranin Obyn, die davon träumt, die vier verfeindeten Stämme des Planeten zu einigen, ist dort angelangt. Dann werden die Parteien von der Lichthand berührt. Für Obyn ergibt sich eine Chance, mit den Anführern der Yakur zu verhandeln. Denn seit der Berührung durch die Lichthand verhalten sich alle Yenranko friedlich.
Der Flug der ORATIO ANDOLFI verläuft nicht ohne Schwierigkeiten. Die CHOLEMCO ist bereits vor Ort, als Perry Rhodan eintrifft und in eine Krisensituation gerät. Der Terraner will eine Eskalation verhindern. In Obyn erkennt der Unsterbliche eine Seelenverwandte. Die Yacol und der Terraner sehen etwas, das ihren Begleitern verborgen bleibt. Und die Untersuchung der Stele führt zu einem überraschenden Ereignis für die Forscher.
Mit dem zweiten Band eines vorher bekannten Viererblocks ist das so eine Sache. Die Perry Rhodan-Serie folgt in ihrem Aufbau etwas zu häufig für meinen Geschmack bekannten Pfaden. Funktionierenden Pfaden, was nicht unerwähnt bleiben soll. Aber es sind eben bekannte Abläufe, die, wenn sie wiederholt auftreten, meinen Lesegenuss trüben können. Vom zweiten Band dieses „Vierers“ habe ich daher keine „Enthüllungen“ erwartet, die das Geschehen in diesem Zyklus entscheidend voranbringen würden. Im Gegenteil, es würde zunächst auf die Bremse getreten werden. Der Unfall auf dem Flug und auch der Konflikt mit den Opfern folgten diesem allzu bekannten Pfad.
Ich stieg darüber hinweg und suchte andere Elemente in der Geschichte, um mich unterhalten zu lassen. Und fand sie. Das Autorengespann hat es durchaus verstanden, ein paar Szenen in diese Erzählung einzuweben, die mir gefielen. Da war die Vorbereitung auf den Abzug Terras aus diesem Teil des Zwillingsuniversums. Einmal das Gespräch mit dem Werftmitarbeiter und dann die begonnenen Umzüge. Auch die unterschiedlichen Wahrnehmungen der Tastung kamen hinzu. Auch die Schilderungen in der Oase Attu-Yo überzeugten mich. Insbesondere die Figur Obyn war harmonisch entworfen. Ihre Beobachtungen, die Dialoge, die Figurenentwicklung und letztlich ihre Tat als Kriegerin waren stimmig. Das finale Geschehen war kurz aber packend.