Ansichten zu Perry Rhodan Atlantis 05

Die Kralasenin – von Michelle Stern
Im Grxlira-System sind Perry, Sichu und Caysey in die Tentakel der Maahks gefallen. Das Talagon wurde, so scheint es, vernichtet, als die Maahks das Unitherschiff zerstörten. Auf Galkorrax, einem Stützpunkt der Methans treffen die Gefangenen, die sich zuletzt mit Biomolplast ein anderes Aussehen gegeben haben, überaschenderweise auf Atlan, der in Begleitung seines Mentors Tarts ist. Der Kristallprinz bewegt sich frei zwischen den Maahks. Mehr noch, er gibt ihnen Anweisungen. Und sein Befehl lautet, die Gefangenen zu töten. Das kann Rowena, die an der Seite Atlans auftaucht, verhindern. Die Arkonidin will immer noch an das Talagon gelangen. Es ist offensichtlich nicht zerstört worden. Nur Caysey weiß, wo es versteckt ist.
Die Hinrichtung wird aufgeschoben und Rowena soll mit Unterstützung durch Tarts die Gefangenen verhören. Perry Rhodan bekommt eine Droge, die jedoch durch den Zellaktivator neutralisiert wird. Im Verhör durch Rowena gewinnt der Terraner immer mehr den Eindruck, dass Rowena an das Talagon gelangen will und nicht Atlan. Perry bringt die Arkonidin dazu, ihm ein wenig mehr über sie zu erzählen. Es ist die Lebensgeschichte einer Kralasenin.
Rowena da Gonozal, so ihr voller Name, ist eine Großcousine Atlans. Sie hat einen schweren Lebensweg hinter sich. Nach vielen belastenden Ereignissen, die vom Spiel der Kelche geprägt sind, hat es sie an die Seite Atlans geführt. Zusammen mit dem Kristallprinzen erhält sie nach einer siegreichen Schlacht gegen die Maahks einen geheimnisvollen Funkspruch. Ein Maahk namens Geektor ist in Besitz einer Ultimaten Waffe gelangt. Das Talagon. Der Maahk könnte damit den Krieg gegen die Arkoniden entscheiden. Die Verheerungen, die durch das Öffnen des Talagons ausgelöst werden, würden jedoch auch Milliarden Maahks töten. Geektor widersetzt sich damit seinen Vorgesetzten.
Auf Geheiß Atlans erarbeitet Rowena einen Plan, damit die beteiligten Parteien schadlos aus der Situation kommen. Das Talagon soll gestohlen und anschließend vernichtet werden. Die Schlacht im Grxlira-System dient der Ablenkung. Doch Rowena wandelt einen bestimmten Teil des Plans ab. Um das Talagon, von dem nicht bekannt ist, wer es geschaffen hat, zu vernichten, muss es hinter dem Ereignishorizont eines Schwarzen Lochs gebracht werden. Die Umstände verlangen, dass ein Lebewesen diesen Plan ausführen muss. Und Atlan hat entschieden, dies selbst zu tun. Rowena will Atlans Opfer verhindern und bringt das Talagon zur Erde, wo sie mit Quartam da Quertamagins Hilfe das Artefakt in die Zukunft schaffte.
Nun ist das Talagon aber wieder durch Perry Rhodan in der Vergangenheit gelandet. Was wird Rowena tun?
 
Bereits im ersten Kapitel des Romans von Michelle Stern erfahren wir, dass Rowena mit Atlan vertraut ist. Mit ihm gemeinsame Sache macht. Aber auch in bestimmten Angelegenheiten in Opposition zu ihm steht. Diese Eingangsszene stimmt den Leser schon mal ein. Nämlich darauf, zu erfahren, wie dieses Verhältnis entstanden ist, ob es so verstanden werden kann, wie es da geschrieben steht und wie sich das mit dem bisherigen Verlauf der Romane zur Atlantis-Miniserie verträgt. Die Autorin kehrt zum Ende ihrer Geschichte zu jener Szene zurück, mit der sie ihren Roman begann. Das war ein schön aufgebauter Bogen, der mir gut gefallen hat.
Es gibt einige Textstellen, die recht gut ausdrücken, wie der Roman auf mich wirkt. Rowena betritt den Raum, in dem Caysey gefangen gehalten wird, um die Atlanterin, die sie für eine Barbarin hält, zu verhören. Caysey schläft und wacht dann auf. Sie zeigt keine Angst und Rowena muss daran denken, dass dies das ungewöhnlichste Verhör sei, das sie jemals führte. Auch das „Verhör“, in dem sie Perry dessen Geheimnisse entreißen will ist ziemlich ungewöhnlich. Denn eigentlich entreißt Perry ihr alle, na ja fast alle, Informationen, die uns bislang fehlten. Übertragen auf den Roman insgesamt heißt das für mich, dass die Geschichte auch sehr ungewöhnlich ist. Aus gnadenlosen Feinden, nämlich Maahks, Atlan, Rowena, Perry und Co. werden Verbündete. Einige wissen zwar davon nichts, aber das ist zunächst egal. Da wir erst bei Band 5 sind, wird bezgl. der Urheberschaft des Talagons noch was auf uns zukommen.
Die scheinbaren Widersprüche der ersten Bände werden aufgelöst. Allerdings gelingt das auch nur, weil sich manche Figuren schon etwas „verbiegen“ müssen. Nicht alle „Entscheidungen“, die von den Figuren getroffen werden, kann ich nachvollziehen. Rowena gibt gegenüber Rhodan doch ohne Druck ein bisschen zu viel von sich preis. Die Geschichte hat auch, zumindest für mich, ein paar Längen. Das „Spiel der Kelche“ spricht mich nicht unbedingt an. Da geht es mir wie Sichu Dorksteiger, die den Arkoniden einen verdammten Kollektivnarzissmus vorwirft.
Letztlich, wenngleich mit ein paar Abstrichen, ergibt sich aber ein stimmiges Ganzes.

 

Ansichten zu Perry Rhodan Atlantis 04

Der Raumschiffsfriedhof – von Olaf Brill
Den Zeitreisenden ist mit Caysey die Flucht von der Venus geglückt. Einmal mehr konnten sie die Verfolgerin, die Arkonidin Rowena, abschütteln. Mit der LT-IV, einem schrottreifen Ultraleichtkreuzer, gelingt eine Transition. Mit der BEST HOPE, wie das Schiff getauft wurde, versuchen Perry, Sichu und Caysey an den Ort zu gelangen, an dem die Raumschlacht stattgefunden hat, dem der Kreuzer nur mit Müh und Not entkommen konnte. Das Talagon hat Perry Rowena wieder abnehmen können. Was Rhodan nicht weiß, Rowena wendet sich in ihrer Not an Atlan. Er soll ihr helfen.
Die BEST HOPE schafft mit diesem einen Sprung 50 Lichtjahre. Dann fallen erneut alle Systeme aus. Mit Mühe kann Sichu dem Schrotthaufen erneut Leben einhauchen. Aber sie brauchen dringend Ersatzteile und auch Caysey benötigt Medikamente. Die Begegnung mit den Venusrobben hat der schwangeren Atlanterin geschadet. Als die stellare Navigation wieder halbwegs funktioniert, rückt das System eines Blauen Riesen, der bei den Maahks Grxlira genannt wird, ins Blickfeld von Rhodan. Der Terraner vermutet, dass es einen Grund geben muss, warum diese Koordinaten in der Bordpositronik gespeichert wurden. Dort könnte Atlan zu finden sein. Grxlira ist sieben Lichtjahre entfernt. Mehr schafft die BEST HOPE sowieso nicht mehr. Logbuchaufzeichnungen verraten Perry und Sichu ein wenig mehr über eine Verschwörung. Die Schlacht, in der Atlan angeblich starb, war eine Falle. Und Atlan soll nicht gestorben sein.
Die BEST HOPE schafft den Sprung ins Grxlira-System. Dort entdecken sie einen Raumschiffsfriedhof. Maahk-Walzen und arkonidische Kugelraumer in großer Anzahl konzentrieren sich auf ein begrenztes Raumvolumen. Während sich die drei orientieren ahnen sie nicht, dass sie schon länger beobachtet werden. Seit sie die Transition in 7 Lichtjahren Entfernung gebracht hat, sind sie ins Blickfeld dreier Unither geraten, die als Schrottsammler das Trümmerfeld plündern. Das Talagon ist ein starker Hyperstrahler und verspricht für die Unither zur fetten Beute zu werden.
Doch das sind nicht die einzigen Schwierigkeiten, die auf die Besatzung der BEST HOPE lauern. Über allem schwebt die Gefahr, dass Maahks und Arkoniden zurückkehren und nach den Resten der Raumschlacht sehen wollen.
 
Vier Romane, vier verschiedene Autoren. Auch in Olaf Brills Geschichte stehen wieder Perry, Sichu und Caysey im Mittelpunkt. Diesem Trio stellt der Autor allerdings ein weiteres Trio gegenüber. Eines, das sich aus Unithern zusammensetzt, die mit ihrem Raumschiff den Schiffsfriedhof plündern. Drei unterschiedliche Charaktere, die sich da zusammengefunden haben. Glongg, der gerne den Anführer spielt, auch wenn es diese Position gar nicht gibt und die drei ihre Entscheidungen gemeinsam treffen. Per Losverfahren werden dann die Aufgaben verteilt. Mekkhur, der jüngste und unerfahrenste des Trios, zieht dabei meist das schlechteste Los und ist überzeugt, dass Glongg das Losverfahren manipuliert. Und dann ist da noch Gilthenk, der jede Sekunde erwartet, dass Arkoniden oder Maahks zurückkehren, und sie für ihre Plünderungen bestrafen. Im Personenkasten des Romans steht, dass die drei selten einer Meinung sind.
Das trifft das Handeln, wie es Olaf Brill dann im Roman schildert, eigentlich nicht. Denn auch wenn sie unterschiedlicher Meinung sind, was nicht so deutlich wird, handeln sie doch zielgerichtet und vor allem gemeinsam. In die Beschreibungen der Schrottsammler lässt der Autor den einen oder anderen Hintergrund zu diesem Volk einfließen. Insbesondere welche Eigenheiten die Unither an den Tag legen. Dies erlaubt es Rhodan, bei dem Konflikt die eine oder andere Entscheidung zu treffen.
Das Konfliktpotential wird vom Autor sehr geschickt und auch interessant aufgebaut. In dem er Perry einen Maahkraumer nach Informationen durchsuchen lässt, Sichu ein arkonidisches Schiff nach Ersatzteilen, trennt er das Trio. Caysey bleibt mit dem Talagon auf der BEST HOPE. Jeden der drei hetzt der Autor nun einen Unither hinterher. Drei interessante Schauplätze mit drei unterschiedlichen Duellen bahnten sich an. Mit den Beschreibungen der Unither und diesen Konfrontationen tobt sich der Autor aus.
Doch schlagartig bricht diese Konstellation wie ein Kartenhaus in sich zusammen. Denn der Autor lässt nun die Maahks aufmarschieren. Und das bedeutete auch das abrupte Ende der Auseinandersetzung zwischen den beiden Trios. Vielleicht wäre es besser gewesen, die Vorgeschichte der Schrottsammler und die Reparaturen an der BEST HOPE nach der 1. Transition etwas kürzer zu gestalten. Dann hätte der Konflikt mit den Unithern etwas länger angedauert und hätte Möglichkeiten eröffnet, dieses Thema nicht ganz so schlagartig zu beenden. Offen ist dabei auch geblieben, welche Idee denn Caysey zum Schutz des Talagon hatte, als sie Besuch von Gilthenk bekam. Denn dass das Talagon vernichtet wurde, glaube ich nicht.
Der Autor legt am Ende allerdings noch mal nach. Denn ein alter und zugleich junger Freund Rhodans erscheint mit einer weiteren bekannten Person auf ungewöhnlichen Terrain. Ein unterhaltsamer Roman, der die Auseinandersetzung der so unterschiedlichen Figuren-Gruppen etwas vorschnell beendet.
 

Ansichten zu Perry Rhodan Atlantis 03

Fluchtpunkt Venus – von Sascha Vennemann
In Arkonis ist es Perry Rhodan und Sichu Dorksteiger gelungen, eine Leka-Disk der Arkoniden zu stehlen und mit Caysey zusammen in den Weltraum vorzustoßen. Doch die Verfolger sind nicht weit. Sie benötigen dringend ein überlichtschnelles Raumschiff. Rhodan hat auch schon einen Plan, wie er an eines gelangen kann. Doch zunächst müssen die Verfolger abgeschüttelt werden. Die Flüchtenden manipulieren einen Roboter, der auf einem Asteroiden in einer großen Explosion vergeht, während auf der Leka-Disk der Energieverbrauch gesenkt wird, um nicht geortet werden zu können. Der Bluff gelingt.
Danach nutzt Perry Rhodan mehrmals den Swing-by-Effekt, um ihr kleines Schiff ohne verräterischen Energieausstoß zur Venus zu manövrieren. Auf Atlantis hatten sie eine Begegnung mit einem Arkoniden, der aus einer verlorenen Schlacht zurückkehrte, in der Atlan angeblich starb. Sein Schiff war die LT-IV. Die ist inzwischen zum Abwracken zur Venus gebracht worden. Wenn sich in der Positronik noch die Koordinaten der Schlacht befinden, dann muss dort mit der Suche nach dem Kristallprinzen begonnen werden. Rhodan will die LT-IV kapern.
Rowena durchschaut den Bluff der Flüchtenden und begibt sich ebenfalls zur Venus. Das Talagon führt sie mit sich. Sie will es niemanden anvertrauen. Perry, Sichu und Caysey werden auf der Venus vor Herausforderungen gestellt. Die Tier- und Pflanzenwelt stellt sich gegen sie und die LT-IV wird bereits ausgeschlachtet. Wird dieses Schiff überhaupt nochmal abheben, geschweige denn eine Transition durchführen können?
Die drei trennen sich. Caysey soll Rowena aufhalten, Sichu in der Venusfestung die Positronik umprogrammieren, damit sie ungestört von einem Traktorstrahler starten können und Perry will die LT-IV flugfähig machen. Werden diese Ziele erreicht?
 
Mit Sascha Vennemann greift ein Autor in die Serie ein, der bislang keinen Perry Rhodan-Roman geschrieben hat. Er hat allerdings Erfahrung mit der Bastei-Serie Sternenfaust gesammelt, die ich auch eine Zeitlang gelesen habe.
Gastautoren der Hauptserie bekommen nicht selten für ihren Beitrag ein Exposé vorgelegt, das den Schwerpunkt eher auf die Figurendarstellung legt und weniger auf technische Beschreibungen und schon gar nicht auf den kosmischen Überbau der Serie. Da in den Miniserien die Hohen Mächte kaum eine Rolle spielen und für den Technikeinsatz nicht selten klare Grenzen gesetzt werden, sind sie ganz gut für Autoren geeignet, den Rhodan-Kosmos erstmals zu betreten.
Sascha Vennemanns Geschichte setzt nahtlos an die Ereignisse des zweiten Bandes an. Auch der strukturelle Aufbau des Romans folgt der bisherigen Tradition. Der Terraner, die Ator und die Atlanterin werden abwechselnd geschildert. Obwohl inzwischen der dritte Autor diese Figuren einsetzt, werden die Hauptdarsteller homogen fortgeschrieben. Mit dem einen oder anderen Ausreißer. Als Perry die Atlanterin nach ihrem Einsatz gegen Rowena zurechtweist, habe ich schon ein wenig die Stirn gerunzelt. Vennemann lässt das Mitgefühl, das dem Unsterblichen im ersten Moment abging, dann zumindest gedanklich bei Rhodan zurückkehren, der sich selbst schalt, ob er zu hart reagiert hat. Allerdings ist Rhodan auch nicht gewillt, auf Caysey zuzugehen und den Konflikt aufzulösen. Beschreibt der Autor hier erste Anzeichen dafür, dass Caysey sich stärker emanzipiert, d.h. von ihren Begleitern loslöst? Oder dichtet Sascha Vennemann dem Titelträger Eigenschaften an, die da gar nicht hingehören?
Im weiteren Ablauf des Romans, müssen sich die drei Hauptpersonen verschiedenen Herausforderungen stellen. Dass sich Sichu und Perry trennen, ist durchdacht. Dass Perry die Atlanterin in den Kampf gegen Rowena schickt, ist unklug. Er selbst hatte bei seinem ersten Aufeinandertreffen mit der Arkonidin erhebliche Schwierigkeiten, sich durchzusetzen. Sie wird als erfahrene Kämpferin beschrieben. Und nun schickt Rhodan die schwangere Atlanterin ohne Erfahrung gegen Rowena los, damit sie ihm (Rhodan) mehr Zeit verschafft? Das war nicht glaubhaft.
Allerdings hatte der Autor nun die Möglichkeit, diese Situation, die er selbst heraufbeschworen hatte, durch gute Einfälle bei dieser Auseinandersetzung zu lösen. Die arkonidischen Siedlungen auf der Venus wurden, so steht es in der Geschichte, von einem außerordentlich starken Sturm bedroht. Und auch die aggressive Fauna stand für den Autor parat, um Rhodans, resp. des Autors Entscheidung, die unerfahrene Schwangere gegen eine Kämpferin in den Ring zu schicken, doch noch plausibel lösen zu können. Leider nutzte er beide Elemente nicht. Cayseys Einsatzanzug, den ihr Rhodan verpasst hatte, musste zudem mit geringen Energiereserven auskommen. Aus welchem Grund auch immer, verpasste der Autor dieses Manko auch dem Anzug von Rowena. Gleichzeitig fliegen und Schutzschirm aufbauen ging nicht und so konnte Rowena von Caysey besiegt werden.
Dass Rhodan nun erneut die Arkonidin zurückließ, ist beinahe schon ein Running-Gag innerhalb der Perry Rhodan-Miniserien. Ihr Funkarmband ließ er ihr auch. Oje! Interessant hingegen die versuchte Heilung, die von den Venus-Robben an der Atlanterin versucht wird.
Für Perrys Einsatz greift der Autor zu einem bewährten Mittel. Was Perry nicht schafft, muss eben ein anderer für ihn erledigen. RCO könnte durchaus als Basis für den späteren Rico dienen. Sichu ist hingegen auf sich allein gestellt. Für ihre Maßnahmen, die Venuspositronik zu infiltrieren und sie für ihre Zwecke umzuprogrammieren, lässt sich der Autor einiges einfallen.
Lediglich bei der Befreiung aus der misslichen Situation leistet sich der Autor einen Fehler. Denn es ist unklar, wie die Selbstschussanlagen in der Anlage der Venuspositronik die Roboter ausschalten. Paralyse kann es nicht gewesen sein. Dann also Energiegeschütze. Doch das steht da nicht. Bleibt noch die Frage, warum vier Kampfroboter es nicht schafften Sichu Dorksteiger auszuschalten. An einer anderen Stelle, etwas später, schreibt der Autor explizit darüber, dass Kampfroboter, die in der Station herumlaufen würden, betäubt würden. Die armen Roboter!
Gefallen hat mir die Idee des Autors, die Leka-Disk mittels Swing-by-Effekt auf Kurs Venus zu bringen. Alleine die zeitlichen Abläufe muss man hier allerdings ausblenden. Rowena hatte den Bluff mit der Zerstörung nicht geschluckt. Warum sie die Schiffe nicht angewiesen hat, genauer hinzuschauen, bleibt ihr Geheimnis. Inzwischen surft Rhodan um Jupiter herum, um Schwung zu holen. Zeit eigentlich genug für Rowena, ihn auf der Venus gebührend zu empfangen. Tut sie aber nicht.
Insgesamt bleibt nach wie vor offen, auf welcher Seite die verschiedenen Parteien stehen. Kors da Masgadan glaubt, auf Atlans Befehl zu handeln. Und Rowena will gar den Kristallprinzen um Hilfe bitten. Es könnte also sein, dass Rhodan gerade einen schönen Plan des jungen Atlan irgendwie torpediert.
Der Roman lies keine Langeweile aufkommen. Die Ungereimtheiten lassen sich nicht so ohne weiteres ignorieren. Die Figurendarstellung, Sichus Gedanken und auch Cayseys widersprechende Gefühle passten und belebten den Roman.