Articles for the Month of Oktober 2020

Ansichten zu Perry Rhodan Heft 3087

Lausche der Stille! – von Oliver Fröhlich
Der cairanische Junge Aipu konnte von den Terranern und Halutern befreit und in Sicherheit gebracht werden. Seine Mutter Dupa Emuladsu, die an diesem Plan mitgewirkt hatte, wird von Nuanit Takkuzardse unter Beobachtung gestellt. Dennoch gelingt es dem TARA-Psi, sie ebenfalls zu befreien. Mutter und Sohn sind wieder vereint und das Einsatzteam sucht einen sicheren Zufluchtsort. Man erhofft sich Antworten von Aipu. Der Junge hat geheimnisvolle, mysteriöse Botschaften über die Superintelligenz HATH’HATHANG von sich gegeben. Er meinte, er sei das letzte Ereignis vor dem Horizont. Die Neige der HATH’HATHANG. Nun will das Team erfahren, was es damit auf sich hat. In Aipu schlummern Erinnerungen, die er nun von sich gibt.
Es ist die Geschichte der Hirtin Hathang aus dem Volk der Nou und einem Berg, der zu den Sternen reisen wollte. Hathang war eine Außenseiterin. Für ihre Anschauungen erntete sie bei anderen ihres Volkes im besten Fall Gleichgültigkeit. Häufig jedoch Geringschätzung. Bei ihrer Geburt soll es geschneit haben und die Flocken sollen ihren Körper umtanzt haben. Der Schnee soll aus dem Stillen Berg, einem Vulkan, gestiegen sein. Vor Äonen soll ein Himmels-Ei an der Stelle niedergegangen sein, an der sich jetzt der Stille Berg erhob. Die Hänge des Bergs gelten als Heiliges Land. Und Hathang genießt die Stille des Berges, an dessen Hängen sie ihre Herde gerne führt.
Eines Tages nimmt der „Berg“ Kontakt zu Hathang auf. Die Hirtin erfährt von dessen Wunsch, zu den Sternen zu reisen. Angefüllt mit neuem Wissen und neuen Ideen kehrt Hathang in ihr Dorf zurück und führt ihr Volk in die Zukunft. Organoide verbreiten sich und Jahrtausende später entsteht die Superintelligenz HATH’HATHANG.
 
Oliver Fröhlich steuert nach über einjähriger Pause seinen dritten Roman zum laufenden Zyklus bei. Man kann seinen Roman als klassische Geschichte beschreiben. Die Erzählungen, die die Entstehung einer Superintelligenz beschreiben, gehören seit Jahrzehnten zum immer wieder gerne gelesenen Repertoire des Weltraumepos Perry Rhodan. Über ES, ARCHETIM, SETH-APOPHIS, KAISERIN VON THERM und andere höhere Entitäten sind phantastische Geschichten geschrieben worden. Sie sind fester Bestandteil des Perry Rhodan-Kosmos. Mehr noch, sie bilden das besondere Kosmologie-Modell der Serie. Es sind fast immer herausragende Geschichten gewesen, die im Gedächtnis bleiben. Unerreicht in dieser Kategorie ist Heft 850, BARDIOC, von William Voltz.
Auch Oliver Fröhlichs Roman enthält großartige Momente, die in Erinnerung bleiben. Alleine dieses Wörtchen „Erinnerung“ wird vom Autor auf vielfältige Weise in der Geschichte verarbeitet. Das geht über die Wiederbelebung früherer Erlebnisse und Erfahrungen hinaus. Der Autor hat in Band 3030 die Lebensgeschichte von Sallu Brown geschrieben. Eine schöne Idee ist es hier, diese Lebensgeschichte mit der von HATH’HATHANG zu kombinieren. Der TARA-Psi nimmt aus der Ich-Perspektive an den Geschehnissen teil. Es gibt Parallelen. Die Außenseiterrolle, die sowohl Sallu als auch Aipu, als auch Hathang einnehmen. Und natürlich die Erinnerungen, die sowohl Aipu als auch Sallu belasten. Oliver Fröhlich gelingt eine Entwicklung von Sallu. Der will die Stille, die er so lange hat ertragen müssen, nicht mit alten Erinnerungen füllen. Sallu sieht sich am Ende die Bilder seiner Frau Aura ein letztes Mal an, um sie dann zu löschen. Starkes Ende für eine tolle Story.
 

Ansichten zu Perry Rhodan Heft 3086

Aipus Spur – von Arndt Ellmer
Bouner Haad und insbesondere Tenshuun konnten die Strafaktion der Cairaner nicht verhindern. Allerdings wurde Tschirmayn nicht 450.000 Lichtjahre in den Leerraum versetzt, wie von den Cariranern geplant, sondern in den Halo der Milchstraße. Nun versucht der Einsatztrupp aus Terranern, TARA-Psi und den drei Halutern einen Weg aus dem Sternenrad zu finden, um endlich die gewonnenen Informationen an die Liga und andere Galaktiker zu übermitteln. Das Kleinraumschiff, der Schlitten, wie ihn die Haluter nennen, kann eine Lichtschleuse durch den Weißen Schirm nicht alleine bewältigen. Wie schon beim Eindringen in das Sternenrad muss ein geeignetes Raumschiff gefunden werden, das den Schlitten huckepack durch den Schirm transportiert.
Ein erster Versuch scheitert an den Kontrollen der Cairaner. Ein Schiff der Shenpadri scheint die Lösung zu sein. Doch nur der Haluter Madru Bem wird mit dem Schlitten den Ausbruchsversuch wagen. Die anderen bleiben im Sternenrad. Die Gruppe kommt wieder in Kontakt zu Dupa Emuladsu. Die Cairanerin ist überzeugt davon, dass ihr nur die Eindringlinge bei der Suche nach ihren Sohn Aipu helfen können. Das ist nicht unproblematisch. Bouner Haad hat zwar Aipu gesehen, als er Tenshuun befreite. Doch nun ist das Zentrum für die Steuerung des Hyper-Schubs noch stärker bewacht. Und die Jägerin Nuanit Takkuzardse ist der Gruppe dicht auf den Fersen. Und eine robotische Amme verbreitet merkwürdige Botschaften.
 
Der dienstälteste Autor beschäftigt sich erneut mit dem Sternenrad. Nichts gegen dieses interessante Machtmittel an sich, darin kann man noch einige spannende Geschichten ansiedeln. Aber „nur“ Aipus Spur zu folgen war für meinen Geschmack etwas dünne für diesen Handlungsort. Gut, es werden diverse Begrifflichkeiten zum Ende hin fallengelassen, die vielleicht später noch an Bedeutung gewinnen könnten. Nur sind es eben bloße Erwähnungen und kein Einbinden in eine spannende Handlung. Die Geschichte war bodenständig. Schwerpunkt waren viele Emotionen, Mutter-Kind-Beziehungen, Kindheitserinnerungen, mechanische Kindermädchen, etc. Bei „diesem“ Handlungsort will ich jedoch Exploration genießen. Die Figuren sollen sich explorativ verhalten. Diesen phantastischen Handlungsort untersuchen und erkunden. Davon enthielt die Geschichte nichts.
Der Roman von Arndt Ellmer beginnt etwas sperrig für meinen Geschmack. Die Dialoge wirkten etwas zu aufgesetzt, bzw. zu theatralisch. Bildeten die Figuren durch die erlebten Abenteuer zuletzt eine eingeschworene Gemeinschaft, platziert der Autor nun, wie ich finde ohne erkennbaren Anlass oder in Bezug auf ein bestimmtes Ereignis, ein paar gekränkte Beziehungselemente.
So mancher Gedanke der einen oder anderen Figur erscheint aus der Luft gegriffen und nicht immer plausibel im Kontext der Geschehnisse. In der zweiten Romanhälfte setzt Arndt Ellmer in seiner Handlung mehrfach auf das Element des Verwirrspiels. Wer bekommt die Gruppe zu fassen? Dupa Emuladsu oder Nuanit Takkuzardse? Wer verfolgt welche Pläne? Zu einer Geheimniskrämerei gestaltet der Autor auch das Spiel mit den Täuschungsmöglichkeiten der SERUNS. Einige der Aktionen sind mir dabei zu sprunghaft geraten. Letztlich wurden die „Handlungsziele“ wohl erreicht. Auf der Zielgeraden des Zyklus fehlte mir allerdings, wie im ersten Absatz erwähnt, eine dem phantastischen Szenario folgende atmosphärisch dichte und aufregende Handlung mit Wow-Effekten. In dieser Phase des Zyklus will ich Staunen. Mal sehen, ob das Oliver Fröhlich mit seinem Roman nächste Woche schafft.
 

Perry Rhodan 3D Glasmodelle

3D Glasmodelle MARCO POLO und SOL
Die Perry Rhodan Fanzentrale (PRFZ) vertreibt seit September 2020 ein neues offizielles Lizenzprodukt der Perry Rhodan-Serie. Es handelt sich um 3D-Glasmodelle. Angeboten werden zwei berühmte Raumschiffe der Serie. Die MARCO POLO und die SOL. Gestaltet wurden die Modelle von Raimund Peter. Der Österreicher ist seit Jahren im Fandom eine feste Größe mit seinen Raumschiffsmodellen, die ich schon auf diversen Cons bestaunen konnte. Bekannt sind auch seine Computeranimationen.
Die vorliegenden Modelle werden von der Firma 3D-Glas aus Graz in Glasblöcke gelasert. Das 3D-Glasmodell der MARCO POLO hat eine Größe von 50 x 50 x 50 mm. Es kostet 37,50 EUR. PRFZ-Mitglieder zahlen 30,50 EUR.
Das 3D-Glasmodell der SOL hat eine Größe von 50 x 50 x 80 mm und kostet 44,50 EUR (PRFZ-Mitglieder 37,50 EUR). Beide Modelle werden in einem stabilen Karton geliefert, der innen mit schwarzem Samt ausgekleidet ist. Da klappert nichts.
Als Zubehör lässt sich ein passender Leuchtsockel in der Größe 70 x 60 x 20 mm ordern. Betrieben wird er über drei AAA-Batterien, die im Lieferumfang enthalten sind. Alternativ lässt sich ein Netzteil (4,5V nicht im Lieferumfang) anschließen. Mit dem Netzteil habe ich das noch nicht testen können, sondern zunächst die Batterien eingesetzt. Ich habe aber auch drei AAA-Akkus probiert, die die gleiche Lichtleistung erbringen. 1 Sockel kostet 21,50 EUR (PRFZ-Mitglieder 14,50 EUR).
Ein Lichtsockel ist auf jeden Fall empfehlenswert. Je dunkler der Aufstellungsort der Glasmodelle ist, desto weniger „Eindruck“ hinterlässt so ein Glasmodell. Viel Umgebungslicht oder eine erleuchtete Vitrine bringen das Lasermodell zum Strahlen. Je dichter die Leuchtquelle ist, desto intensiver und detaillierter erscheinen die Raumschiffe. Von daher ist so ein Sockel eigentlich unverzichtbar. Es muss dabei nicht unbedingt dieser Sockel sein. Der Markt hält eine große Auswahl, in verschiedenen Designs, auch mit wechselnden Farben, parat.
So beleuchtet sind diese 3D-Glasmodelle ein echter Hingucker. Mir gefallen sie sehr gut. Das sind schöne und repräsentative Schmuckstücke meiner Sammlung. Ich würde mich freuen, wenn es zu den Modellen mal einen Werkstattbericht im SOL-Magazin geben würde. Die Glasmodelle können im SPACE SHOP der PRFZ bestellt werden.
Hier ein paar Bilder. Die Reflexionen sind den Aufnahmen geschuldet. In Natura sehen die Modelle noch besser aus.