Articles for the Month of September 2014

Ansichten zu Perry Rhodan Stardust Heft 7

Die Pahl-Hegemonie – von Rüdiger Schäfer – Handlung:

Perry Rhodan, Eritrea Kush und Kerat Tinga sind mit Hilfe der Meergrün-Stadt ca. 185.000 Jahre in die Vergangenheit gereist, um mehr über die Pahl-Hegemonie zu erfahren. Ihr Spindelschiff NEARBY bringt sie nach Far Away. Kaum angekommen, werden sie Zeuge einer Raumschlacht und kleine Amöbenschiffe kesseln das Schiff ein. Ein Jaroc meldet sich und fordert Zutritt an Bord. Da gibt es erneut Ortungsalarm und mehrere große Amöbenschiffe erscheinen, die zur Überraschung von Rhodan nicht nur die NEARBY, sondern auch die kleineren Amöbenschiffe angreifen.

Obwohl die Machtverhältnisse unklar sind, ergreift die NEARBY zugunsten der kleineren Schiffe ein und kann den Angriff abwehren. Dar Togas, der Anführer der kleinen Amöbenschiffe bedankt sich. Er ist ein Rebell und die Angreifer sind die Schiffe des Generex gewesen. Dar Togas schlägt einen Treffpunkt in der Nähe vor und dort erfahren die Zeitreisenden die Geschichte der Hegemonie von Pahl. Dieses Sternenreich ist zum Zeitpunkt der Geschehnisse, also 184.982 Jahre in der Vergangenheit, schon etliche tausend Jahre alt. Entwickelt hat sich der Völkerbund im Kugelsternhaufen Pahl, der wie Far Away zu Anthuresta gehört. Die Jaroc wurden zur führenden Zivilisation. Sie stießen auch nach Far Away vor, zu jener Zeit Sarc genannt, und fanden den Kugelsternhaufen entvölkert vor. Gleichzeitig wurde auch ein anderes Reich auf Sarc aufmerksam. Die Enklave von Tau provozierte die Hegemonie von Pahl mehrmals, bis es schließlich zum Krieg kam. Ein Feldherr der Jaroc, Las Quar, erlangte schnell einen legendären Ruf. Doch nach einiger Zeit blieben die Erfolge aus. Las Quar gab die Schuld der Regierung und führte einen Putsch durch. Gerade als er sich in seiner Rede als zukünftiger Herrscher Generex an alle Bürger der Hegemonie wendet, wird ein Anschlag auf ihn ausgeführt.

Dar Togas unterbricht seine Geschichte, da er eine wichtige Mission ausführen muss. Er bittet Tinga, Rhodan und Kush, ihn zu begleiten. Die Absicht ist klar. Er erhofft sich Hilfe von der NEARBY, deren technischen Mittel ihn beim Angriff der Schiffe des Generex beeindruckt haben. Während des weiteren Fluges berichtet der Jaroc weiter von den Ereignissen. Las Quar hat den Anschlag schwer verletzt überlebt. Seine Lebenserwartung ist trotz intensiver medizinischer Betreuung gering. Die Bürger der Hegemonie werden über den Gesundheitszustand des Herrschers getäuscht, der unbarmherzig nicht nur gegen die Enklave von Tau sondern auch gegen die eigenen Bürger vorgeht. Insgeheim verfolgt der Generex einen Plan. Wissenschaftler haben einen Virus geschaffen. Der HMI-Virus soll die Enklave von Tau besiegen. Aber nicht nur das, es soll auch die Hegemonie von Pahl auslöschen. Auf Jaroca, der zu dieser Zeit Delm hieß, gab es eine Pflanze, deren Wirkung eine Immunität herbeiführte. Ausgewählte Jaroc wurden immunisiert und sollten im Kälteschlaf die Zeit überdauern, bis alles Leben in Pahl und Sarc ausgelöscht war. Außerdem wurden auf dem Nachbarplaneten von Delm, Tark, Amöbenschiffe und Material eingelagert.

Der Generex setzt das HMI-Virus frei und Billionen Wesen sterben. Während der Todeskampf andauert verbindet sich der Generex mit der Positronik Sirio, die ihm als Partner dient. Sirio eröffnet dem Generex, dass er sterben wird. Er verabreicht sich selbst das HMI-Virus, das ihn seinem Körper mutiert, ihn aber am Leben lässt.

Schließlich erfahren die Zeitreisenden vom Plan Dar Togas. Der Jaroc möchte Delm vernichten. Während Kush darauf drängt in die Gegenwart zurückzukehren, da man ja weiß, dass der Plan Togas fehlgeschlagen ist, denn in der Zukunft existiert Delm/Jaroca noch, folgt Rhodan seinem Instinkt. Sie landen auf Delm, wo tatsächlich einen Offensive der Enklave von Tau dazu führt, dass die Rebellenschiffe von Togas vernichtet werden. Zuvor bekommt Rhodan jedoch noch einen Datenträger von dem Jaroc mit der Geschichte des Generex. Kerat kann einige Blumen ernten, die Rhodan als Tagaris erkennt, jene Blume, mit der einen Immunität zum HMI-Virus erlangt werden kann. Dieser Erfolg ist auch nötig, denn Rhodan ahnt, was in der Phiole gewesen ist, die Anthur im Schrein auf Jaroca an sich nahm.

Zurück an Bord der NEARBY wird eine letzte Datei zur Geschichte des Generex freigeschaltet. Das Flaggschiff des Generex, die MOKRA hat sich selbst infiziert und verändert sich. Sirio versetzt das Schiff und den Generex in einen Tiefschlaf. Die weitere Entwicklung ist unbekannt. Die NEARBY erreicht wieder die Meergrün-Stadt, um mit ihr in die Gegenwart zu gelangen.

 

Rezension:

Wie schon der Vorgängerroman ist der Storyaufbau der Fortsetzung geradlinig. Rüdiger Schäfer bietet den Zeitreisenden, bzw. seinen Lesern einen Einblick in die Geschichte der Hegemonie von Pahl. Die Rückblicke sind in drei Abschnitte geteilt. Zuerst berichtet Togas seinen Zuhörern direkt, später per Funk und am Ende wird dann noch eine Datei, die Whistler im Bordrechner der NEARBY hinterlegt hat, freigeschaltet. Unterbrechungen erfährt die Geschichte lediglich durch ein paar Dialoge zwischen diesen Abschnitten und einer klitzekleinen Planetenexkursion am Ende. Der Autor entschloss sich zudem, die Pausen zwischen den Geschichtsexkursionen mit dem Gefühlsleben der drei Besatzungsmitglieder der NEARBY zu füllen. Die Empfindungen von Rhodan und Kush wirkten z.T. aufgesetzt oder künstlich, da sie augenscheinlich nur als Füllmaterial dienten.

Glichen im Vorgängerheft die beschriebenen Emotionen der Figur Whistler noch einer Achterbahnfahrt, so trifft diese Beschreibung nun auch auf Rhodan zu. Die Figur wird sehr unstet beschrieben. Allerdings sind die Probleme, die der Autor mit dieser Figur hat, zum Teil hausgemacht. Rhodan ist die meiste Zeit nämlich nur Beobachter oder Zuhörer, es bietet sich kaum eine Gelegenheit zum Handeln. Wie schon erwähnt versucht der Autor die Geschichte des Generex etwas aufzulockern, indem er die Figur Rhodan einige Gemütsbewegungen durchleben lässt. Leider mit wenig Erfolg. Die wenigen Gedanken, die Schäfer seine Hauptfigur anstellen lässt, passen häufig nicht. Der Autor kann zu keiner Zeit die beschriebenen Aufregungen schlüssig herleiten. Infolgedessen lässt er die Figur selbst das eine oder andere Mal darüber sinnieren, woher die plötzlichen Gefühlsschwankungen herkämen. Anfangs drückt der Autor dem Serienhelden den Stempel des ständig nörgelnden und Nerv tötenden Warners auf, worunter insbesondere Kerat Tinga zu leiden hat. Dann folgen die Phase des Zauderers und schließlich die Phase des kleinen bockigen Kindes. Tinga zeigt etwas mehr Selbstbewusstsein und scheint die Rolle des treuherzigen Paladins ablegen zu wollen. Und Eritrea ist lediglich Stichwortgeberin. Zwar ist es grundsätzlich eine gute Idee, den Geschichtsvortrag hin- und wieder zu unterbrechen aber diese Pausenfüller konnten nicht überzeugen.

Wichtige Themen vernachlässigt der Autor stattdessen. Beispielsweise die Gefahr, dass Rhodan und Co. absichtlich oder unabsichtlich die Zeitlinie ändern. Alleine das Eingreifen zugunsten der Rebellen hätte der Autor nutzen können, um sich stärker als er das in seinem Roman tat mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Spätestens als Rhodan seinen Instinkt nachgeht und auf Delm landet, wird die Gefahr einer Veränderung der Vergangenheit akut. Im Vorfeld der Landung sind nebenbei erwähnt die Streitereien zwischen Rhodan und Kush deutlich überzeichnet.

Fazit: Ein Roman mit einer simplen Story, die man so oder so ähnlich schon häufiger lesen konnte. Dem Autor ist es nicht gelungen, diesen an sich vertrauten Inhalten eigene neue Impulse zu geben.

 

Ansichten zu Perry Rhodan Heft 2769

Das Drachenblut-Kommando – von Rainer Castor – Handlung:

Im März 1517 NGZ rückt Ekhas, der Zentralplanet der Ekhoniden, in den Focus des Atopischen Tribunals. Seit Monaten umkreist das Schiff des Tesqiren Toqoyd den Planeten. Koll-theym, der Aar-tua-Athor der Ekhoniden verweigert dem Fürsprecher des Tribunals die Landung. Die 500 Schiffe der Heimatflotte unter dem Kommando von Magg-or sind in Alarmbereitschaft. Nur wenige Lichtjahre vom Naral-System entfernt sammeln sich onryonische Raumschiffe. Am 14.März kündigt Toqoyd die Lieferung einer Ordischen Stele an. Koll-theym informiert das Galaktikum und den Residenten der LFT und bittet die USO über einen Verbindungsmann um Beistand.

Im Hauptquartier der USO ist Lordadmiral Monkey bereit, die Ekhas-Koalition gegen das Atopische Tribunal zu verteidigen. In Quinto-Center steht das neue Flaggschiff YART FULGEN zum Einsatz bereit. Der 3000m Würfelraumer mit zusätzlichen robotgesteuerten Modulwürfeln der VALET-Klasse ist mit modernsten Triebwerken ausgestattet. HAWK V-Konverter wurden installiert und ein Hypertakt-Triebwerk. Neu sind die Librationszonen-Trugbildprojektoren, kurz LTP genannt, die den onryonischen Linearraumtorpedos Scheinziele vorgaukeln sollen. Ein Test ist allerdings noch nicht erfolgt und auch sonst ist man sich darüber im Klaren, dass die Onryonen auf dem Gebiet der Halbraumtechnologie einen Vorsprung haben. Deren Schiffe bewegen sich auf einem hohen Niveau des Transpositorischen Raums und damit näher am Hyperraum als galaktische Schiffe.

Das Unternehmen zum Abfangen der Ordischen Stele läuft unter dem Namen Kommando Drachenblut. Der Name wird von der altterranischen Nibelungensage abgeleitet. Monkey kontaktiert den Kontaktmann auf Ekhas. Der genaue Termin der Lieferung muss herausgefunden werden und die Installation wenn möglich verzögert werden. Koll-theym erteilt Toqoyd Landeerlaubnis und macht für den Tesqiren eine Stadtführung. Außerdem bekommt er auf seine Bitte hin Funkkontakt zum Raumvater WEEONER. Der Onryone Notoi Kevcenner verhandelt mit ihm den Standort der Stele. So bekommt der Ekhonide schließlich auch das Datum. Am 18. März soll die Ordische Stele eintreffen. Während des Gesprächs kann der Standort der WEEONER angepeilt werden.

Die YART FULGEN startet unter dem neuen Kommandanten Visco da Ghozar, einem Arkoniden, dem 1. Offizier Porraan, einem Posbi in Menschengestalt und mit Monkey zum Einsatz. Auch die Wissenschaftler, die den LTP entwickelt haben sind dabei, darunter auch der Laosoor Vazquarion. Auch eine Gruppe telepathisch-suggestiv-befähigter Mooffs sind an Bord. 100 Fragmentraumer der Posbis, ebenfalls mit Hypertakttriebwerken ausgestattet, begleiten die YART FULGEN.

Beim ersten Angriff auf die WEEONER und ihre 100 Begleitschiffe werden die LTP getestet. Der Angriff endet beinahe in einem Desaster, denn die Linearraumtorpedos der Onryonen fallen nicht auf die Täuschziele herein. Gerade noch rechtzeitig können die Schiffe der Galaktiker den Linearraum verlassen und mit Transitionen entkommen. Die Mooffs werden der Sabotage überführt. Obwohl friedfertig und keineswegs dem Tribunal freundlich gesinnt, sehen sie als kleines Volk durchaus Vorteile durch das Tribunal für sich.

Monkey befiehlt einen zweiten Angriff. Mittlerweile hat die Onryonenflotte mit der WEEONER das Naral-System erreicht. Nun funktionieren die LTP und mit neuer Kampftaktik können die Fragmentraumer ohne eigene Verluste die Onryonische Schiffe allesamt vernichten. Als letztes Schiff wird die WEEONER zerstört. Die Ordische Stele treibt von der Patronit-Kugel weg und wird von der YART FULGEN attackiert. Als die Stele explodiert, triumphieren alle Besatzungsmitglieder, nur um sich im gleichen Moment wie von einem Schlag getroffen zu krümmen. Alle haben das Gefühl, ein grauenhaftes Verbrechen begangen zu haben.

 

Rezension:

Rainer Castor beginnt seinen Roman beinahe im Stile einer Dokumentation. Fast hat man den Eindruck, einen Reiseführer aufgeschlagen zu haben, und darin ein Kapitel zur Hauptstadt der Ekhoniden zu lesen. Im Stil ungewöhnlich, da die Beschreibungen weder einen Erzähler, bzw. Beobachter hatten noch in einen Rahmenhandlung eingebettet wurden. Dieser Einstieg war gelungen weil er etwas anders daherkam. In der Folge platziert der Autor weitere derartige Einschübe, die dann allerdings an Qualität verloren. Die eigentliche Geschichte ist schnell erzählt. Kommando Drachenblut handelt davon, die Installation einer Ordischen Stele zu verhindern. Dies gelingt auch. Die Folgen der Vernichtung einer Stele werden jedoch nur in den unmittelbaren Auswirkungen auf die Besatzungsmitglieder der beteiligten Schiffe kurz angerissen.

Die im Roman geschilderten technischen Fortschritte der Galaktiker erweisen sich bei näherer Betrachtung als völlig bedeutungslos. Der Erfolg der von der USO angeführten Operation ist nicht auf den LTP zurückzuführen sondern wird durch die konsequente Nutzung von Transitionen und der individuellen Stärke der Bewaffnung herbeigeführt. Und noch zwei Elemente begünstigen den Erfolg. Anders als zuletzt führen die Onryonen keine Cluster von zehntausenden von Schiffen an den Ort des Geschehens, noch bedrohen sie die Planeten des Naral-Systems mit der Vernichtung. Obwohl diese Taktik den Onryonen zuletzt stets Vorteile einräumte, wäre eine solches Szenario natürlich hinderlich für Castors Pläne gewesen. Von daher schreibt der Autor eine wenig elegante Lösung für dieses Problem.

Ein Spannungsbogen ist nur in Ansätzen vorhanden. Die wenigen Aktionen, Dialoge und andere Handlungselemente werden durch die teils ausufernden dargebrachten Informationen so massiv unterbrochen, dass der Lesefluss unweigerlich ins Stocken gerät oder ganz abreißt. So benutzt der Autor beispielsweise das Gespräch zwischen dem Tesqiren und dem Staatsoberhaupt der Ekhoniden zu einem Rundumschlag in Geschichte und Politik. Zuerst springt Castor tief in die ekhonidische Vergangenheit, streift anschließend TRAITOR und anderes Ungemach, widmet sich dem Zerfall der galaktischen Eastside, bewertet Bündnisse unterschiedlichster Art und bringt die wenigen Erkenntnisse zum Atopischen Tribunal in einer Zusammenfassung in geradezu monströser Montillonscher Art und Weise auch noch in diesem Dialog unter.

Querlesen war also angesagt und während meine Augen suchend über die Seiten glitten, in der Hoffnung, an irgendeiner Stelle einen Hauch von etwas Neuem zu erspähen, kontert der Autor. Es gab nämlich durchaus einige Textstellen, die den Informationshammer der Glossarähnlichen Kapitel etwas auflockerten. Dem Oxtorner an der Spitze der USO werden ein paar Gefühle verpasst und die Wissenschaftler der USO tragen ebenfalls zur Auflockerung bei. In deren Dialogen verwendet der Autor eine gestelzte Ausdrucksweise, gepaart mit flapsigen Bemerkungen. Dadurch sind die Gespräche sehr kontrastreich und machen noch am meisten Spaß.

Anders als in früheren Romanen von Rainer Castor wirken die Figuren in diesem Roman lebendiger. Die technischen Beschreibungen gerieten für meinen Geschmack allerdings zu umfangreich. Wie schon in einer früheren Rezension geschrieben ist die PR-Serie eine Space Opera. Häufig kommen technische Beschreibungen daher zu kurz und wenn sie, wie im vorliegenden Roman dann eingebaut werden, erschlagen sie einen. Grundsätzlich ist es in Ordnung wenn Rainer Castor in seinen Romanen die Schwerpunkte Technik und Wissenschaft setzt. Da er selten schreibt, wirken seine Geschichten beinahe schon anachronistisch.

An der einen oder anderen Stelle wäre eine stärkere Zügelung angebracht gewesen. Der Erzählfluss litt doch sehr unter der hohen Informationsdichte, zumal die vielen Details weder die Geschichte selbst noch den Zyklus entscheidend voranbrachten.

 

Ansichten zu Perry Rhodan Heft 2768

Der Unglücksplanet – von Oliver Fröhlich – Handlung:

Nachdem Perry Rhodan an Bord der RAS TSCHUBAI gelangt ist, sucht er seinen Doppelgänger auf. Pseudo-Rhodan ist nach wie vor davon überzeugt der echte Rhodan zu sein und verdächtigt den wahren Rhodan, die Besatzung des Schiffes getäuscht zu haben. Der echte Rhodan will wissen, wie gut die Kopie tatsächlich ist und ob auch der Zellaktivator Pseudo-Rhodans perfekt kopiert wurde. Die Untersuchungen von Wissenschaftlern ergeben nicht den geringsten Unterschied. Rhodan überlegt, ob es möglich sein könnte, das der Schwarze Bacctou, sofern man ihm eine andere Person vorsetzen würde, auch diese perfekt kopieren könnte, z.B. einen Richter. Dann könnte die Kopie als Pilot für den Flug in die Jenzeitigen Lande dienen.

Doch zunächst muss das Vorhaben Atlan zu finden, vorangetrieben werden. Quick Silver überlässt ANANSI eine Art Stadtplan von Pha Gashapar. Über das Brevizonen-Exzerpt und der bekannten Koordinate von Rhodans Haus in Terrania ermittelt die Semitronik einen Zugang zur Stadt Allerorten auf einer Welt in Larhatoon. Der Zugang ist seit Jahrhunderten nicht genutzt worden. Die RAS TSCHUBAI fliegt zu der namenlosen Welt.

Das System zeigt sich als Trümmerwüste. Etliche der ehemals neun Planeten sind zerstört. Auch der dritte Planet zeigt schwere Verwüstungen. Ein Kreuzer der MINERVA-Klasse fliegt den Planeten an. Die EDMOND PONTONAC soll Bull und seine Begleiter Toio Zindher und Quick Silver dort absetzen und anschließend auf deren Rückkehr warten.

Auf dem Planeten selbst leben die Sigulator. Einst beherrschten sie die Raumfahrt, wurden jedoch immer wieder von Katastrophen in der Entwicklung zurückgeworfen. Zuletzt wurde durch den Einschlag eines Asteroiden ein Großteil der Bevölkerung getötet. Mit dem Asteroiden kamen Riesenspinnen auf den Planeten, die Khazzyr, die die Überlebenden angriffen und sich mit hoher Geschwindigkeit vermehrten. Nun leben nur noch wenige tausend Sigulator. Goman Gonen Goer ist einer von ihnen, ein Huzzadhi, der täglich sein Leben im Kampf gegen die Khazzyr riskiert.

Als die EDMOND PONTONAC in die Atmosphäre von Sigulatwelt eintaucht, findet gerade ein Kampf statt. Die Besatzung greift trotz der unklaren Situation ein, lähmt einige Khazzyr und die Sigulator, darunter Goman Gonen Goer. An Bord erfährt Bull von dem Kämpfer die Geschichte von Sigulatwelt. Als die Khazzyr aus der Paralyse erwachen, gelingt ihnen zusammen mit anderen Khazzyr außerhalb des Schiffes beinahe die Zerstörung des Kreuzers. Die Khazzyr entwickeln in der Gruppe starke telekinetische Fähigkeiten und stören die Energie der technischen Ausstattung. Goman Gonen Goer führt die EDMOND PONTONAC zu einem Mausoleum, in dem der Zugang in die Stadt Allerorten vermutet wird. Im Gegenzug sollen die Terraner die Sigulator umsiedeln.

Reginald Bull, Quick Silver und Toio Zindher finden tatsächlich den Zugang. Ein Vertreter des Protokolls Wissenserwerb und Wissensverwaltung der Stadt Allerorten verweigert jedoch den Zutritt. Als die Khazzyr angreifen, bleibt dem Wächter jedoch keine Wahl, als alle passieren zu lassen. Nachdem Bull mit seinen Begleitern verschwunden ist, werden alle Sigolater gerettet und auf einen unbewohnten Planeten gebracht. Die EDMOND PONTONAC bleibt beim Unglücksplaneten zurück und die RAS TSCHUBAI erreicht den Repulsorwall zur Verschlossenen Domäne Shyoricc.

 

Rezension:

Autor Oliver Fröhlich beginnt seinen Roman mit einem längeren Dialog zwischen Rhodan und Pseudo-Rhodan. Auch wenn sich die beiden Rhodans beim Gespräch letztlich im Kreise bewegen, war diese kleine Unterhaltung ausgesprochen gut gelungen, zumal inspirierende Dialoge des Serien-Helden ansonsten ziemlich rar gesät sind. Von daher war dieser Einstieg sehr gut gelungen. Mit den Erkenntnissen aus der Unterredung und der anschließenden Untersuchung wird allerdings einmal mehr nur mit äußerst winzigen Informationshäppchen der mögliche weitere Kurs angedeutet.

Zwischenzeitlich blendet der Autor auf den noch namenlosen Planeten der Sigulator und in den grausamen Alltag seiner Figur Goman Gonen Goer. In der Folge wird der desillusionierende Überlebenskampf der Planetenbewohner begleitet. So etwa nach zwei Dritteln des Romans war dann einigermaßen klar, dass von der Suchaktion nach Atlan in diesem Roman nichts mehr zu lesen sein wird. Die eintreffenden Terraner müssen noch die eine oder andere Schwierigkeit überwinden und dann war die Geschichte auch schon zu Ende. Die Schilderungen der Planetenzivilisation gelang Oliver Fröhlich ebenfalls mit einer sehr lebendigen Sprache. Am Ende verliert die Geschichte trotz des Spannungshöhepunktes dennoch an Fahrt, weil die ganzen Schwierigkeiten irgendwie den Eindruck hinterließen, dass nur noch ein ganz bestimmtes Ergebnis zum Schluss erreicht werden soll: Bully ist auf der Suche nach Hinweisen auf Atlans Aufenthaltsort und Perry steht vor der Verschlossenen Domäne Shyoricc.

Fazit: Ein unterhaltsamer Roman, dessen Ende aber keine Überraschungen bereithielt.