Articles for the Month of September 2014

Ansichten zu Perry Rhodan Heft 2771

Pilger der Gerechtigkeit – von Wim Vandemaan – Handlung:

Auf Allema, dem vierten Planeten von Fracowitz Stern, ist eine Ordische Stele installiert worden. Der Allema-Bund, der im Jahr 1517 NGZ insgesamt 145 Welten umfasst, pflegt zwar keine Freundschaft mit den Onryonen, hat aber auch keinen Widerstand geleistet. Der Kommandant des Onryonen-Clusters im System ist gemäßigter Natur. Die Terraner haben es Boyton Holtorrec angetan. Und so verzichtet er zunächst auch auf ein schützendes Kastell für die Stele. Allema hat auch andere Besucher. Neben einem Tesquiren halten sich auch Abgesandte von Tefor in der Hauptstadt Manores auf, dem früheren Land’s End. Die Umbenennung erfolgte aufgrund der lemurischen Vergangenheit, denn der Planet hieß früher Manores. Die Absichten der Tefroder werden schnell klar. Der Allema-Bund soll sich dem Tamanium anschließen. Auch ein Fragmentraumer der Posbis, die BOX-57333, befindet sich auf dem Raumhafen, dem Port Ho-Nan, an dessen Rand die Stele errichtet wurde.

Und noch weitere Besucher sind auf dem Weg. Attilar Leccore fliegt mit dem Nomadenschiff WARZENSCHWEIN ebenfalls nach Allema. Der TLD-Chef verfolgt den Plan, die Ordische Stele zu rauben. Damit der Raub nicht zu schnell bemerkt wird, soll die Stele gegen eine Kopie getauscht werden. Beteiligte seines Plans sind Ganschkaren, deren Aufgabe die Gestaltung der Kopie sein wird und die TROMMEL, ein Schiff der Grossarts, die den Austausch vornehmen sollen. Für Ablenkung wird der Plasmakommandant der BOX-57333 sorgen. Unterstützung hat Leccore auch durch einen Wertschätzer des Bankhauses Fracowitz, eines der mächtigsten Kreditinstitute der Liga. Findar Hospallen ist in den Plan des TLD eingeweiht.

Zunächst muss jedoch die Stele untersucht werden. Der Untergrund, auf dem die Stele platziert wurde, ist bereits entsprechend präpariert worden. So wird sie sich leicht entfernen lassen. Die Nomaden geben sich als Pilger der Gerechtigkeit aus, die von der Stele Recht zugesprochen bekommen wollen. Boyton Holtorrec persönlich inspiziert die WARZENSCHWEIN, kann aber außer widerspenstigen Besatzungsmitgliedern keine Gefahr entdecken. Die Nomaden dürfen landen. Inzwischen ist auch der Tefroder Keshkord Vaylender aktiv geworden. Er und seine Begleiter gehen als Erste zur Stele und klagen den Anspruch Tefors auf das Fracowitz System ein. Die Stele weist diesen Anspruch zurück und begründet ihr Urteil z.T. auf terranische Rechtsprechung. Die Tefroder sind konsterniert, während der Allemat Tanacross den Rechtsspruch amüsiert aufnimmt. Auch Vertreter vom Sender Augenklar treten an die Stele. Sie klagen das Atopische Tribunal selbst an. Wie nicht anders zu erwarten, wird die Klage abgewiesen.

Als die Wahlmeisterin der WARZENSCHWEIN ihr Ansinnen vorträgt und Entschädigung für eine unberechtigte Durchsuchung von Onryonen an einer Gruppe von Nomadenschiffen verlangt, spricht ihr die Stele Entschädigung zu. Durch das Bankhaus Fracowitz werden 190 Millionen Galax von einem Konto der Onryonen an die Nomaden überwiesen. Das belegt, dass die Onryonen schon seit Jahrzehnten auch in anderen Bereichen tätig sind. Wie Findar Hospallen treffend bemerkt: Geld ist eine Waffe!

Auch Leccore nimmt in der Gestalt eines Grossart an einer Rechtsprechung der Stele teil. Dabei untersucht er mit seinen speziellen Sinnen die Pyramide. Er ist sich sicher, dass sie ein Bewusstsein enthält. Dann setzt der TLD-Chef seinen Plan um. Der Onryone Boyton Holtorrec wird an Bord des Posbi-Schiffs gelockt, wo Leccore ihn überwältigt und seine Gestalt annimmt. Die WARZENSCHWEIN verlässt den Planeten und nimmt Fahrt auf. Leccore übernimmt das Kommando des Raumvaters CLOSSOY. Die BOX-57333 und die TROMMEL starten ebenfalls. Die Box meldet Schwierigkeiten und geht auf Kollisionskurs zur TROMMEL. In dem Moment lösen die Nomaden einen Aagenfelt-Blitz aus. Während sämtliches technisches Gerät ausfällt und die Onryonen blind sind, nimmt die TROMMEL den Austausch der Stele vor. Die Kopie wird abgesetzt und die Stele von den Grossarts mittels Großtransmitter in die WARZENSCHWEIN transferiert, die in den Linearraum wechselt und verschwindet.

Die Onryonen erkennen den Austausch nicht und kommen zu dem Schluss, dass die Stele angegriffen wurde. Die Box und die TROMMEL werden von den Onryonen angegriffen und vernichtet. Die Nomaden übergeben die Stele an einen Flottentender der LFT. Das Bewusstsein der Stele erkennt, was passiert. Aber es wehrt sich nicht. Es ist unbesorgt, auch was das Ziel der Reise angeht. Es wird das Licht der Gerechtigkeit an jedem Ort ausgießen. Denn von diesem Licht ist es erfüllt.

 

Rezension:

Autor Wim Vandemaan setzt mal wieder seinen besonderen Stil ein, um eine flotte, in Teilen humorige Geschichte abzuliefern. Nicht alle Wortschöpfungen haben sich mir beim Lesen sofort erschlossen. Einiges habe ich erfolgreich nachschlagen können. Andere höchst eigenwillige Kreationen der deutschen Sprache und Grammatik habe ich dann einfach nur genossen.

Einige Handlungselemente sind richtig schräg angelegt und im Verhalten seiner Charaktere wird die eine oder andere spleenige Idee umgesetzt. Betrachtet man den Hintergrund der Geschichte, dann gibt es keine großen Unterschiede zum Drachenblut-Kommando vor 2 Wochen. In beiden Romanen geht es um das von den Atopen eingesetzte Instrument der Stelen. Mit List und Tücke wollen die Galaktiker etwas gegen die Pyramiden unternehmen. Monkey hat eine Stele vernichtet, Leccore eine gestohlen. Die Herangehensweise von Vandemaan an den Stoff ist hingegen gänzlich anders als die Art von Rainer Castor. Castors Roman war militärisch geprägt, Vandemaans Roman stellt die Figuren in den Vordergrund und obwohl einige Situationen ins Absurde abzugleiten drohen, fängt der Autor das spielend wieder ein. Die allgegenwärtige Bedrohung wird nicht aufgeweicht.

Lesenswert waren wie immer die zahlreichen Wortwitze und –spielereien, die die zuweilen skurrilen Charaktere von sich gaben. Insbesondere die lakonisch vorgetragenen Sprüche während der Inspektion des Nomadenschiffs durch die Onryonen waren gelungen. Nicht zu vergessen die hydraulisch-positronische Prothese mit Selbstbewusstseinspartikeln. Einfach köstlich.

Wie eigentlich immer kann Vandemaans Roman durch eine abwechslungsreiche Story überzeugen. Die Szenen an der Stele, die Inspektion des Nomadenschiffs, die Innenansichten des Bankhauses und alle anderen Handlungsorte sind detailreich ausgestaltet ohne überfrachtet zu wirken und die Handlung wird konsequent vorangetrieben. Kein Kapitel, das nicht irgendeine Überraschung bereithielt.

Fazit: Sehr gelungene Unterhaltung.

 

Ansichten zu Perry Rhodan Stardust Heft 8

Anthurs Ernte – von Andreas Suchanek – Handlung:

Auf Horatio, einer Kolonie der Stardust-Union, erwirtschaften sich die Kolonisten ihren Lebensunterhalt mit der Jagd auf einheimische Maden, deren Fleisch eine begehrte Delikatesse ist. Die Maden durchlaufen mehrere Stadien einer Metamorphose. In den einzelnen Stadien sind die Maden sehr gefährlich. Madenjäger müssen daher immer auf der Hut sein. Doch Gorsten Resnac hat andere Probleme. Jaroc sind auf Horatio gelandet und machen ihrerseits Jagd auf ihn. Seine Freunde sind bereits getötet oder paralysiert und von den Invasoren verschleppt worden. Resnac kann sich in die Siedlung Elisabethtown retten aber auch dort ist er nicht sicher.

Nach ihrer Rückkehr aus der Vergangenheit setzt Kerat Tinga seine Begleiter auf einer Welt von Far Away ab. Er will so schnell wie möglich zu Whistler zurückkehren. Die Proteste von Perry Rhodan und Eritrea Kush ignoriert der Jaranoc. Immerhin verständigt er ein Schiff der Stardust-Union und die FUNKENREGEN nimmt die beiden Gestrandeten an Bord. Dort erfahren sie, dass bereits acht Welten der Union von den Amöbenschiffen angegriffen wurden. Virenfähren setzen Jaroc ab und machen Jagd auf Menschen. Ein Funkspruch von Horatio trifft ein und für Kush und Rhodan ist klar, dass sie der Kolonie helfen werden.

Im Orbit um Horatio befinden sich zwei Amöbenraumer. Kristalljäger und Virenfähren sind auf der Oberfläche im Einsatz. Die zuständige Administrationsbeauftragte von Horatio zeigt sich widerspenstig. Man befände sich mitten in der Erntesaison, eine Evakuierung käme nicht in Frage. Mehul Tondesi, der Pilot der FUNKENREGEN und Rhodans Begleiter bei der Begegnung mit dem Netzweber stammt von Horatio. Er macht den Vorschlag, sich an Vermis X. Horatio, den mächtigsten Patriarch des Planeten zu wenden. Kush, Tondesi und Rhodan landen mit einem Shift auf der Kolonialwelt, da die FUNKENREGEN wegen der Stärke der Amöbenraumer nicht eingreifen kann. Derweil werden Schiffe zur Evakuierung angefordert.

Rhodan und die Admiralin werden von Tondesi zum Patriarchen gelotst. Der ist mit seinen Söhnen auf der Jagd und will sich von der Admiralin nichts vorschreiben lassen. Auch Rhodan kann ihn nicht dazu bewegen, die Jagd abzublasen. Noch während die Diskussion in Gange ist, greifen Jaroc an. Ein Sohn von Vermis wird verletzt und die Gruppe bricht in unterirdische Stollen ein, die von den Maden gegraben wurden. Dort müssen sie sich nicht nur gegen die Jaroc sondern auch gegen angreifende Maden wehren. Tondesi wird von den Invasoren verschleppt.

In Elisabethtown macht Gorsten Resnac eine überraschende Entdeckung. Ein Metamorphosestadium der Maden sind riesige fliegende Geschöpfe, die als Behemoth bezeichnet werden. Sie emittieren starke elektromagnetische Strahlung und stören sogar Hypertechnik. Als Kristalljäger die Stadt angreifen, wenden sich die Tiere gegen die Angreifer. Die Flugmaschinen der Invasoren stürzen ab. Im allgemeinen Tumult entdeckt Resnac einen Menschen, der einen Kristalljäger entsteigt und den Jaroc Befehle gibt. Es ist Anthur, der die Invasion befehligt. Nachdem Anthur zahlreiche Menschen paralysiert hat, lässt er sie zu den Amöbenschiffen transportieren.

Wieder greifen fliegende Behemoth an. Als sie beschossen werden, kommt es zu verherrenden Explosionen, die große Teile des Planeten zerstören. Resnac und Tondesi treffen sich in der Gefangenschaft. Dort erfahren sie auch, dass die Maden Mutationen früherer Biospeicher der Pahl-Hegemonie darstellen.

Rhodan und Kush können endlich den Patriarchen überzeugen, Horatio zu evakuieren. Es gibt kaum noch Überlebende. In der Krankenstation erhalten Kush und Rhodan eine niederschmetternde Diagnose. Anthur hat einen Virus ausgesetzt und beide haben sich infiziert. Auch Rhodan leidet trotz Zellaktivator unter den Auswirkungen. Die aus der Vergangenheit mitgebrachten Tagaris-Blumen werden untersucht, doch die Wissenschaftler sind zunächst machtlos.

 

Rezension:

In seinem Beitrag zum Stardust-Zyklus setzt Andreas Suchanek den gleichen Stil ein, der auch die bisherigen Romane gekennzeichnet hat. Rhodan und Kush sind im Team unterwegs und sind weitgehend auf sich gestellt. Zuletzt wurden die beiden von Tinga unterstützt. Diesmal werden sie von Tondesi begleitet. Obwohl Rhodan und Kush diesmal stärker als zuletzt in die Geschehnisse eingreifen können, sind sie weitgehend machtlos. Ohne dieses Zweierteam scheint auch der Rest der „Neuen Menschheit“ weitgehend planlos zu sein. Dazu kommt, dass Anthur den beiden Hoffnungsträgern stets einen Schritt voraus ist. Und die Überlegenheit der Amöbenschiffe lässt auch ein direktes militärisches Eingreifen nicht zu, wobei hier noch nicht mal der Versuch gemacht wird, da die FUNKENREGEN das einzige Schiff der Stardust-Terraner ist, dass die Kolonie anfliegt. Neben dem beschriebenen Verbot des Einsatzes hyperenergetischer Geräte wendet sich dann auch noch die Fauna des Planeten gegen Bewohner und Helfer. Und als wäre das alles nicht genug, sind die Bewohner trotz Invasion und Verschleppung von Familienangehörigen und Freunden vor ihren Augen nicht bereit, die Erntesaison abzubrechen.

Damit war die Saat bereitet, das dynamische Duo Kush/Rhodan auf Maden, Madenjäger, Invasoren und den Rest der Welt loszulassen und etwas Schwung in die vorgezeichneten Abläufe zu bringen. Doch weit gefehlt. Dem Autor Suchanek gelingt es zu keiner Zeit, dem Unsterblichen Perry Rhodan so etwas wie Leben einzuhauchen. Während um ihn herum geschossen und entführt wird, lässt Suchanek den Helden eine Diskussion über seine politischen Erfolge der Vergangenheit führen. Und auch Kush bekommt vom Autor keine Gelegenheit, ihr Potential als Kämpferin auszuspielen. Die Admiralin darf hin und wieder fluchen, erbost mit dem Fuß aufstampfen oder hin und wieder die Augen verdrehen. Dazu darf dann schon mal Rhodan seine Partnerin beruhigend an den Arm greifen.

Derweil geht um die beiden maßlos enttäuschenden Helden herum der ganze Planet zugrunde. Die Handlung um den Madenjäger Gorsten Resnac konnte noch am ehesten überzeugen. Die Auftritte Rhodans und Kush hingegen muteten seltsam teilnahmslos an. Rhodan hätte ein selbstbewussteres Auftreten verdient gehabt. Stattdessen führt er langwierige Debatten im Wüstensand. Als dann kurz darauf die Kristalljäger angreifen wirkt das Szenario eher wie ein Kammerspiel als eine bedrohliche Kampfszene. Während Rhodan und Kush träge die Angreifer beobachten und die Planetenbewohner darüber debattieren, welche Waffen sie einsetzen wollen, erzielt der Gegner seine Erfolge.

Auch Rhodans Gedanken sind pomadig. Der berühmte Sofortumschalter rafft nichts. Rhodan und Kush erfahren, dass die Jaroc in der Gegenwart mehrere Welten überfallen haben. Das deckt sich mit den Erkenntnissen der Zeitreise, denn dort haben die Terraner erfahren, dass es immune Jaroc gab, die in Tiefschlaf versetzt wurden. Auf dem Madenplaneten indes verwirren die Jaroc Rhodan, der sich nicht erklären kann, woher die Fremden plötzlich kommen.

Die Figur des Anthur hat sich geändert. An der Seite von Rhodan konnte der Helfer des Generex noch eine undurchsichtige Fassade aufrechterhalten. Suchanek verpasst dieser Figur einige neue Wesenszüge. Abgesehen davon, dass er seine Gefangenen quält, zeigt sich die Figur auch seltsam klatschsüchtig.

Fazit: Der Autor lässt seine Hauptfiguren weitgehend lustlos in einer simplen Story agieren.

 

Ansichten zu Perry Rhodan Heft 2770

Die Para-Paladine – von Christian Montillon – Handlung:

Nach längerer Abwesenheit kehrt Vetris-Molaud mit seinem Flaggschiff VOHRATA nach Tefor zurück. Im Schlepptau befindet sich auch ein Schiff der Sternbaronie Phan, das Niaben da Thoctar nach Tefor bringt, wo der Vertrag der Zugehörigkeit der Phanarkoniden zum Tamanium unterzeichnet werden soll. Die Landung verläuft nicht ohne Zwischenfälle. Ein Attentat überschattet die Ankunft des Maghan. Rebellen der Phanarkoniden sind dafür verantwortlich. Doch sie können die Unterzeichnung des Beitritts nicht verhindern.

Während das ganze Volk dem inszenierten Spektakel zujubelt, geht eine kleine Gruppe von Menschen auf einer Insel der subplanetaren Stadt Bylunet anderen Beschäftigungen nach. Die Tefroder sind Schüler der Mutantenschule von Apashem. Yaalon Tua ist schwacher Telekinet, es sei denn er hat einen tauben Tag, dann kann er seine Kräfte nicht einsetzen. Balgen Orgudd ist ein Kurzdistanz-Teleporter. Bis zu 9 Meter kann der Tefroder überwinden. Ejery Vyndor ist eine Hypno und Traumschlafinduktorin und Dienbacer ist Positronikleser, der die Befehle einer Positronik lesen und in die Steuerung eingreifen kann. Eine unbekannte Größe ist Assan-Assoul. Er kann die Fähigkeiten anderer Mutanten adaptieren, sie zu seinen machen. Wenn er dies tut, sind die anderen geschwächt. Aber die Leiterin der Mutantenschule, Shanu Starcuut, die in der Lage ist zu erkennen, ob andere Tefroder Parafähigkeiten haben, vermutet, das Assan-Assoul noch mehr kann. Auch der Maghan ist sehr an den neuen Mutanten interessiert. Er schickt Lan Meota zu einer Inspektion und die Schüler dürfen dem Schmerzteleporter ihre Fähigkeiten demonstrieren. Eine der Frauen des Tamaron, Amyon Kial hat für die Mutanten den Begriff Para-Paladine geprägt. Meota gefällt dieser Begriff sehr gut und er wendet ihn bei seinem Besuch der Schule an.

Auch anderenorts ist man an der Mutantenschule interessiert. Der Terraner Guy Granduciel ist ein Starkoch auf Tefor. Doch insgeheim gehört er zum TLD, ebenso wie sein Manager Ossos-B4, ein Barniter. Die beiden werden von Meires-Pharrem, einem Hotel-Manager enttarnt. Der gibt sich als Geheimdienstler Vrithams zu erkennen. Das Sternenreich ist noch unabhängig und möchte nicht in das Tamanium eingegliedert werden. Meires-Pharrem gibt den beiden TLD-Agenten alle Informationen zur Mutantenschule. Und so plant Granduciel seinen nächsten Auftritt in Bylunet.

Auf Tefor läuft auch seit einem Monat die Ordo-Konferenz zur Aufteilung der Galaxis in Domänen. Da die meisten Milchstraßenvölker die Konferenz boykottieren, sind kaum Ergebnisse erzielt worden. Nur wenige Vertreter kleiner Sternenreiche sind angereist, weil sie sich Vorteile durch die Domänenbildung erhoffen, wie beispielsweise die Asporcos, die Aufnahme beim Tamanium suchen, um nicht der Domäne der Arkoniden zugeschlagen zu werden. Der Tesquire Dhayqe, der die Konferenz leitet, überrascht Vetris-Molaud mit der Aussage, das demnächst die Umsiedlung der Onryonen in eine eigene Domäne beginnen soll. In Larhatoon und anderswo stehen Transporter bereit, um die Onryonen in die Alten Sternenlande, der Southside der Galaxis zu bringen.

Die beiden TLD-Agenten beschatten Yaalon Tua, der eine Wohnung in Bylunet hat. Bei einer Begegnung verhält sich der Mutant sehr seltsam. Die TLD-Agenten entdecken, dass ein Jaj die Identität von Tua angenommen hat. Sie geben der Gläsernen Insel einen anonymen Hinweis, in der Hoffnung, dass der Tipp ihnen später vielleicht mal einen Vorteil verschafft. In der Schule hat Shanu Starcuut den Jaj bereits durchschaut und der Gestaltwandler wird von den Para-Paladinen angegriffen. Gemeinsam können sie den Jaj überwinden. Die unbekannte Fähigkeit erlaubt es Assan-Assoul, in die Physiologie des Jaj einzugreifen und den Angreifer in seine Ursprungsgestalt zu zwingen.

Vetris-Molaud ist über die Aktion des Atopischen Tribunals nicht erfreut und lässt Dhayqe das auch deutlich wissen. Den Einsatz hat Richter Matan Addaru Jabarim befohlen. Der Jaj sollte die Schule angeblich gegen einen Angriff schützen. Der Maghan hat nun einen ersten Auftrag für die Para-Paladine. Er schickt Lan Meota und die Schüler ins Torbusystem, 1000 LJ von Arkon entfernt. In den Trümmern einer vor 50.000 Jahren zerstörten Welt soll eine weitere Meisterstatue von Zeno Kortin gefunden und geborgen werden. Es soll mehrere dieser Statuen geben. Der Tamaron benötigt sie alle, damit sie ihr Geheimnis freigeben.

Die beiden TLD-Agenten erstatten Attilar Leccore Bericht. Der Chef des TLD will die Mutanten und insbesondere Assan-Assoul im Auge behalten.

 

Rezension:

Bereits zum 11. Mal kommt ein Roman in diesem Zyklus aus dem Computer von Christian Montillon. Damit schreibt der Autor so viel wie kein anderer Team-Autor und ist zudem Exposé-Autor. Hinzu kommen weitere Arbeiten, wie z.B. für NEO und die drei ??? Kids. Zeichnen sich Romane von Vielschreiber Montillon deshalb häufig durch Wiederholungen aus, die den Roman strecken sollen und die besser in einem Glossar aufgehoben wären, als in der eigentlichen Geschichte, hält sich der Autor im aktuellen Roman erfreulicherweise zurück. Es gibt diese allseits bekannten Erläuterungen, sie fallen aber kurz aus.

Zum wiederholten Male widmet sich der Autor auch der Figur Vetris-Molaud. Die Gastautoren Kinkel mit Band 2757 und Haefs mit Band 2758 hatten eine beeindruckende Biographie dieser Figur abgeliefert. Schon der Folgeband 2759 von Montillon konnte zu dieser Figur keine neuen Akzente setzen. Und auch im aktuellen Roman sind die Kapitel, die der Autor dem neuen Bösewicht der Galaxis widmet, wenig erquickend. Das (unvermeidliche) Attentat wirkte beinahe schon wie eine Karikatur. Und auf den ersten 20 Seiten glorifiziert der Autor wenn schon nicht das Regime, dann doch seine Methoden. Das Schaulaufen, die Präsentationen, die massenmedialen Inszenierungen, das Buhlen um die Anerkennung des Diktators und anderes schien dem Autor wichtiger zu sein, als seine Geschichte voranzutreiben. Selbst in den Momenten, die der Autor der Figur Vetris-Molaud alleine widmet, weicht der Autor nicht von dieser Darstellung ab. Nur kurz wird mit dem Blick auf die Berichterstattung einer terranischen Reporterin auch die andere Seite reflektiert, dann zeigt der Autor seine Figur wieder als treusorgender Ehemann, so als könne diese Szene die Gräueltaten des Massenmörders abmildern. Montillons Darstellung der Figur konnte erneut nicht an die Beiträge der Gastautoren heranreichen. Und auch die subtilere Beschreibung Vetris-Molauds und seines Regimes durch Uwe Anton konnte mehr überzeugen.

Die Kapitel, die Christian Montillon den Para-Paladinen und den TLD-Agenten widmet, gerieten besser. Mit der Hereinahme des Jaj gelang dem Autor zudem eine gut gelungene Anknüpfung an den Psi-Hunger des Richters, der sich nun offensichtlich für die Mutanten der Tefroder zu interessieren beginnt. Das birgt Konfliktpotential unter den Verbündeten und macht den scheinbar unaufhaltsamen Durchmarsch der Tefroder für den Leser wieder etwas erträglicher.