Ansichten zu PR 2631

Die Stunde der Blender – von Marc A. Herren und Christian Montillon – Handlung:
Nach dem Misserfolg bei Cruny wendet sich die Weltengeißel nun dem Pytico-System zu. Protektor Kaowen ist es egal, dass dabei eine Welt der Dosanthi entvölkert werden soll. Ihm geht es nur darum, QIN SHI von seinen Fähigkeiten zu überzeugen. Diesmal soll die Aktivierung gelingen. Er lässt jedes verfügbare Raumschiff ins Pytico-System entsenden und den Planeten Meloudil abriegeln.
Auf Meloudil lebt mittlerweile auch der Dosanthi Tokun Gavang wieder. 90 Jahre nachdem er seine Fähigkeit als Agal-Atimpal verloren hat, ist er weiterhin im Verzweifelten Widerstand tätig. Er ist zwar kein Dauererregter mehr, dennoch ragt er aus der Masse der ordinären Dosanthi aufgrund seiner strategischen Fähigkeiten hervor. Sein Calanda erreicht beinahe wieder frühere Stärke. Der Dosanthi pflegt gute Kontakte zu den Badakk und Xylthen. Für die Xylthen ist der Aufenthalt auf Meloudil zumeist die letzte Station ihrer Laufbahn.
Die Badakk melden die Materialisation eines unbekannten Objekts am Rande des Systems. Tokun Gavang hat über die Kanäle des Widerstands Kenntnis vom Einsatz der Waffe gegen Cruny und ahnt Schlimmes. Die Xylthen äußern sich auf seine Nachfragen zurückhaltend aber endlich liegen verwertbare Ortungen vor. Die mondgroße Weltengeißel nähert sich Meloudil! Angesichts der Bedrohungslage überlegt Gavang, die Bevölkerung aufzufordern, sich dem Verzweifelten Widerstand anzuschließen. Auch die Xylthen sind bedroht. Sie wurden von der QIN-SHI-Garde nicht informiert. Zapfenraumer beginnen mit der Abriegelung des Planeten. Tokun Gavang dringt zum Befehlshaber der Xylthen vor. Terahyr will ebenfalls mit seinen Leuten flüchten aber die Zapfenraumer, die den Planeten abriegeln, haben mit einem Überrangbefehl alle gelandeten Schiffe auf Meloudil lahmgelegt.
Die CHANDORY mit Perry Rhodan an Bord fliegt zum Pytico-System. An Bord wird fieberhaft nach der Ursache geforscht, das zum Versagen der Blender-Bojen nach 32 Stunden Einsatz geführt hat. Regius stellt derweil andere Überlegungen an. Wenn QIN SHI die Dosanthi angreift, dann profitiert der Widerstand von diesem Vorgehen, denn der Feind wird dadurch geschwächt. Schließlich trifft der Iothone eine Entscheidung. Er lässt die Rettungsmission abbrechen und will zum Asteroidenversteck zurückkehren. Rhodan schafft es jedoch, den Anführer zur Vernunft zu bringen und die Mission fortzusetzen.
Rhodan bekommt vom Anzug der Universen den Hinweis, dass die Hyperkristalle in den Bojen versagt haben. Die Techniker sollen bessere Kristalle verwenden und Redundanzen einbauen. Im Zielgebiet werden die modifizierten Sonden ausgeschleust. Da Kaowen mit dem Widerstand rechnet, läuft die CHANDORY trotz verbesserten Ortungsschutzes Gefahr entdeckt zu werden.
Der Einsatz der Bojen zeigt Wirkung. Erneut kann die Weltengeißel nicht aktiviert werden. Kaowen ist geschockt. Reparat Vetela vermutet auf Meloudil das Hauptquartier des Verzweifelten Widerstands. Er lässt mit Genehmigung Kaowens Truppen landen, die auf seinem alten Widersacher Tokun Gavang Jagd machen. Gavang sieht in den gelandeten Schiffen die Rettung. Er überredet die Xylthen dazu, mit ihm und einigen Mitstreitern eine der gelandeten Einheiten zu erobern. Gleichzeitig lässt er eine Botschaft über die zivilen Kommunikationsnetze verbreiten. Er ruft zusammen mit dem alten Xylthen Terahyr die Bewohner Meloudils zum Widerstand auf.
Vier Stunden vor Ende der 37-Stunden-Frist, die die Weltengeißel im Einsatz sein kann, fällt die erste Boje aus. Nach und nach versagen weitere Bojen. Rhodan sieht nur einen Ausweg. Er fliegt mit einem Beiboot, gesteuert von einem xylthischen Piloten dicht an die Weltengeißel und aktiviert den Controller. Sein anthurianischer Ur-Controller zeigt tatsächlich eine Einheit des Polyport-Netzes in unmittelbarer Nähe an. Rhodan gibt den Neustartbefehl ein und tatsächlich verschwindet die rot glühende Sphäre der Weltengeißel und gibt den Blick frei auf einen Handelsstern. Von der 16,5 km durchmessenden Kugel ragen Stacheln bis in 117 km Höhe auf. Das Metall des Giganten wirkt verbrannt und hat zahlreiche Risse.
Für Kaowen bedeutet die Abschaltung der Weltengeißel ein Fiasko. Er vermutet seinen Gegner Perry Rhodan hinter der Aktion. Die Signale des Controllers konnten immerhin lokalisiert werden. Sofort lässt der Protektor das Feuer auf diese Koordinaten eröffnen. Doch der xylthische Pilot kann das Beiboot aus der Gefahrenzone steuern und zur CHANDORY lenken. Fünf Minuten vor Ablauf der Frist endet der Neustart des Handelssterns, was fünf Minuten Tod für Meloudil bedeutet.
Auf dem Planeten kommt es unterdessen zum Kampf zwischen den alten Widersachern Vetela und Gavang. Der Dosanthi schleudert seine ganze Aggression auf den Xylthen. Dieser ist jedoch durch einen Crum geschützt. Das Tier hat das Ogokoamo von Vetela abgleiten lassen. Da kommt Terahyr zu Hilfe und tötet Vetela.
Die CHANDORY macht sich auf den Rückflug in das Asteroidenversteck. Rhodan erwägt nach einem Polyport-Hof zu suchen, um Hilfe aus Anthuresta anzufordern. Und Kaowen wird von QIN SHI zum Rapport befohlen.

Rezension:
Es ist zwar keine Premiere aber sehr selten. Zwei Autoren haben zusammen einen Roman zur Serie geschrieben. Im Infotransmitter vom 16.01.2012 gibt Christian Montillon ein paar Auskünfte. Demnach haben die beiden Autoren den Roman in zwei Handlungsebenen geteilt – auf einem Planeten und über ihm. Christian Montillon schrieb die eine und Marc A. Herren die andere Handlungsebene.
Marc A. Herren könnte demnach die Planetenebene geschrieben haben und Christian Montillon die Ebene mit Perry Rhodan. Für diese Teilung spricht, dass die Figur Tokun Gavang letzte Woche von Marc eingeführt wurde und Christian die beiden Perry-Abenteuer davor geschrieben hat. Dagegen spricht, dass die Figur Tokun Gavang, ihre Aktivitäten und die Geschehnisse auf dem Planeten ein Stück weit anders als letzte Woche beschrieben wurden. Zwar war schon im letzten Roman ein gewisser Verlust in der Anziehungskraft dieser fremdartigen Spezies festzustellen, diese Woche hätte man in der einen oder anderen Passage den Begriff Dosanthi aber auch durch Terraner ersetzen können. Exotisch war das nicht mehr. Insbesondere die Dialoge tragen in der Planetenebene überwiegend menschliche Züge. Es könnte also sein, dass nicht Marc sondern Christian die Planetenebene schrieb und die Figur Gavang deshalb nicht so konsequent fortgeführt wurde.
Auch die Rhodan-Ebene hatte eine unrunde Stelle. Die von Perry Rhodan in Erinnerung gerufene Lehren aus der französischen Revolution und die damit verbundene Umstimmung des Anführers der Widerständler waren ein bisschen holprig geschrieben. Abgesehen von diesen Stellen und unabhängig davon, wer denn nun welches Kapitel geschrieben hat, war der Roman aber insgesamt ein gutes Gemeinschaftswerk. Trotz wiederkehrender Elemente aus den letzten 3 Heften konnte die Geschichte auch spannungsmäßig überzeugen.

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