Ansichten zu PR 2622

Die Rebellen von Escalian – von Uwe Anton – Handlung:
Nach seiner Gefangennahme auf Klion durch Jezzel und Truyen Conscure findet sich Alaska Saedelaere auf dem Planeten Crepoin wieder. Er hat seine Erinnerungen zumindest teilweise verloren. Er kennt seinen Namen aber er kann sich nicht an seine Mission oder die letzten Ereignisse erinnern. Namen wie Eroin Blitzer oder Rhizinza Yukk tauchen in seinen Gedanken auf, ohne dass er jedoch einen Bezug zu diesen Gedächtnisfragmenten herstellen kann. Er lebt in einem Lager zusammen mit anderen Bürgern Escalians. Allen gemein ist, dass sie Jyresca sind. Sein bester Freund ist Swift, ein blauhäutiger Humanoide. Bei dem täglichen Vortrag durch einen Harmoniewächter werden berauschende Getränke an die Unharmonischen ausgegeben. Dank seines Aktivators kann Alaska die Flüssigkeit jedoch gefahrlos trinken. Diesmal scheint jedoch die Wirkung des Getränks eine andere zu sein. Die Jyrescao verhalten sich zunehmend aggressiv. Es kommt zu Streitigkeiten. Der Harmoniewächter will sich in Sicherheit bringen, als ein gewaltiges Raumschiff das Lager überfliegt und Gleiter mit Bodentruppen absetzt. Ein Trupp Soldaten kommt direkt auf den Terraner zu. Die Unbekannten behaupten, nach ihm gesucht zu haben. Aber nicht nur Alaska wird an Bord des Raumschiffs gebracht, sondern mit ihm auch alle Jyrescao.
Kaum an Bord wird der Terraner zur Herzogin gebracht. Er hält die Frau für Rhizinza Yukk, da sie ihr sehr ähnlich sieht. Allerdings ist die Frau deutlich jünger. Sie stellt sich ihm als Carmydea Yukk vor. Sie klärt Saedelaere über die Ereignisse auf, die seit seiner Gefangennahme auf Klion passiert sind. Auch Gardeleutnant Pridon und Eroin Blitzer sind an Bord der SHEYAR. Rhizinza Yukk ist die Großmutter von Carmydea. Sie besitzt keinen Status als Herzogin. Seit dem ominösen Verschwinden ihrer Großmutter hat die Familie Yukk dieses Privileg verloren. Carmydea Yukk möchte den Namen der Familie wieder herstellen. Nach dem Vorfall vor dem Anwesen der Yukk auf Klion haben die Mitglieder der Familie den geheimen Stützpunkt aufgesucht, in den sich Rhizinza, Eroin Blitzer und Pridon zurückgezogen hatten. Aber auch die Harmoniewächter trafen dort ein. Beim Kampf wurde Rhizinza schwer verletzt. Dem Rest der Familie gelang die Flucht in den Raum.
Carmydea berichtet auch, dass sie einer Rebellenorganisation angehört, den Jyrescaboro, den Wächtern der Jyrescao. Sie selbst ist ebenfalls eine Unharmonische, da sie bei ihrer Geburt keinen Escaran erhalten hat, da die SI TANEDRAR im Aufbruch war. Sie hat allerdings gelernt, den Stallgeruch der Escalianer zu simulieren und ihre Familie unterstützt sie. Die Jyrescaboro setzt sich für die Unharmonischen ein und ermöglicht ihnen ein selbständiges Leben abseits aller Repressalien, ohne allerdings Feinde des Reiches zu sein. Da die Jyrescaboro ständig verfolgt werden, haben sie zwei Geräte entwickelt. Das Escaloor vermag eine Escaran-Anwesenheit vorzugaukeln, während das Esca-Jyrlant einen Harmonischen in die Lage versetzt, einem Jyresca unvoreingenommen gegenüberzutreten. Das Gerät überwindet den Bann der Harmonisierung.
Carmydea Yukk möchte mit Alaskas Hilfe die Anomalie untersuchen, in der ihre Großmutter gefangen war. Wenn Saedelaere ihr hilft, will sie ihm im Gegenzug helfen, seinen Verstand wieder herzustellen, seine Erinnerungen zurückzubekommen. Der Terraner willigt ein und überzeugt Carmydea, dass er seine Erinnerungen vor der Untersuchung der Anomalie zurückhaben muss. Die SHEYAR fliegt zu einer Vergnügungswelt namens Ementa. Dort rekrutieren sie den Piloten Rizinze Baro, einen Kandran mitsamt seinem Schiff. Baro gilt als bester Pilot von Escalian und soll eine weitere Anomalie untersucht haben. Rizinze Baro lässt sich auf dem Deal ein. Vorher muss Saedelaere ein riskantes Glücksspiel gewinnen.
Der Flug der SHEYAR geht weiter zum Planeten Pean. Dort soll es der Legende nach Wunderheilungen gegeben haben. Der Besuch dort soll Saedelaere helfen. Der Terraner landet mit einem Beiboot auf Pean, nur begleitet von Eroin Blitzer und Swift. Nach einiger Zeit wird die Gruppe getrennt. Alaska Saedelaere trifft auf eine Siedlung und auf ein baumartiges Wesen, das er für einen Peaner hält. Plötzlich aktiviert sein SERUN den Schutzschirm. Ein Thermostrahl verfehlt den Terraner nur knapp und streift das fremdartige Wesen.

Rezension:
Der Auftakt des Romans ist Uwe Anton gut gelungen. Statt einfach an die Ereignisse der Vorwoche anzuknüpfen befördert er seinen Protagonisten Alaska Saedelaere und damit den Leser in ein völlig unbekanntes Terrain. Das war es dann leider aber auch schon an positiven Aspekten dieser Geschichte. Zwar bietet der Rest der Erzählung noch einige interessante Zutaten und Handlungsorte, allerdings spult der Autor das Geschehen wenig spektakulär ab. Fesselnd konnten mich die Ereignisse zu keiner Zeit.
Nun hat es also mal wieder die Figur Alaska Saedelaere erwischt. Mal wieder stolpert ein Hauptdarsteller ohne im Vollbesitz seiner geistigen Fähigkeiten zu sein, durch die Handlung. Dieses – in negativen Sinne – probate Mittel der Autoren befreit im vorliegenden Roman Uwe Anton davon, sich mehr Gedanken zum Ablauf seiner Geschichte, zum Handeln seiner Figur und deren Ziele zu machen. Ein willkommenes, ja beabsichtigtes Nebenprodukt des Gedächtnisverlustes ist natürlich auch die Notwendigkeit, die Figur auf dem Laufenden zu halten und ihr, und damit dem Leser, all die schönen Ereignisse der vergangenen Wochen noch mal vorzukauen. Leider sind die Wiederholungen wenig originell verpackt. Geradezu steif wirken diese Rückblicke. Auch mit den Nebenfiguren geht der Autor recht oberflächlich um. Die Figur Swift scheint keine Charaktereigenschaften zu besitzen und Eroin Blitzer entwickelt sich bei Uwe Anton zu einer Plaudertasche.
Die wirklich wichtigen Inhalte werden vom Autor wohl erst nächste Woche präsentiert.

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