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Tor nach Terra – Handlung:
Im Sol-System schreibt man den 26.April 1463 NGZ. Der Kristallschirm ist aufgebaut. Das Feuerauge nähert sich mit geringer Beschleunigung dem Schirm und wird diesen am 28. April erreichen. Atlan und Gucky sind nach einem Gewaltflug mit der JV-1, die ATLANTIS im Schlepptau, auf Terra eingetroffen. Es wird vermutet, dass VATROX-CUUR die Psi-Materie im Feuerauge möglicherweise nicht mehr korrekt programmieren konnte, so dass der Angriff auf die Sonne verzögert wird. Die Verantwortlichen lassen auch die Nebelkuppel untersuchen, die vor einiger Zeit auf Terra aufgetaucht ist. Atlan nimmt mit der JV-1 an den Untersuchungen teil. Er hat die vage Hoffnung, dass es durch die Nebelkuppel eine Verbindung nicht nur ins Stardust-System sondern auch eine Verbindung nach Wanderer geben könnte. Er vermutet auch, dass sich die Superintelligenz ES vielleicht die Psi-Materie des Feuerauges zur eigenen Stärkung einverleiben möchte. Der Durchgang scheint jedoch nicht vollständig geöffnet. Atlan und Gucky dringen mit der ATLANTIS in die Nebelkuppel ein, um eine Möglichkeit zu erkunden, den Durchgang von dieser Seite zu öffnen.
Im Solsystem sammeln sich immer mehr Menschen in den ehemaligen Tankstellen, die seinerzeit bei der Bedrohung durch TRAITOR eingerichtet wurden. Unklar bleibt, ob die Menschen diesmal irgendetwas bewirken können. Unterdessen werden im Sol-System Maßnahmen ergriffen, um die Bedrohung durch das Feuerauge abzuwenden oder der Gefahr zu entgehen. Das Parlament diskutiert den Ausweichplan Neo-Sol. Dieser sieht die Versetzung der Planeten Venus, Terra mit Luna und Mars zu der 328 LJ entfernten planetenlosen Sonne Neo-Sol mittels Situationstransmitters vor. Auf einen ausgehöhlten Asteroiden sind dazu von einer alten lemurischen Plattform namens ZEUT-42 die Anlagen zur Erschaffung eines Situationstransmitters installiert worden. Bully hofft jedoch, diesen Plan nicht in die Tat umsetzen zu müssen. Er lässt von der gleichfalls ins Sol-System gebrachten Plattform ZEUT-80 einen Situationstransmitter in Flugrichtung des Feuerauges aufbauen. Ziel des Transfers ist das 172 LJ entfernte Antares-Riff, ein Gebiet von extrem turbulenten Hyperstürmen. Der Plan misslingt. Das Feuerauge durchbricht den Ring des Situationstransmitters. In der Folge kommt es zu hyperenergetischen Ausbrüchen und Strukturschocks, die auch auf den Kristallschirm auftreffen.
Schließlich bekommt das Feuerauge Kontakt zum Kristallschirm. Es kommt zum erwarteten Resonanzaustausch. Das Objekt verschwindet, taucht dann allerdings einige Stunden später aber immer noch außerhalb des Schirms wieder auf. Es scheint einige Dutzend Gramm Psi-Materie verloren zu haben und setzt seinen Angriff fort. Nach jedem Kontakt mit dem Schirm verschwindet das Feuerauge für einige Stunden, taucht dann aber wieder auf.
In der ATLANTIS kommt es bei der Besatzung zu Halluzinationen. Es werden Schmetterlinge beobachtet und andere Visionen. Für einen kurzen Moment sieht Atlan 2 silberfarbene Kugelschiffe. In einer weiteren Vision sieht er die Altmutanten, Ilts und andere Gestalten auf der Insel Talanis. Er bekommt auch für einen Moment die Präsenz von VATROX-VAMU zu spüren. Atlan beobachtet die Aktivitäten der von ES ausgespuckten Wesen und ihre Schulung der Stardust-Mutanten. Er wird auch Zeuge der Vertreibung von VATROX-VAMU. In einer weiteren Vision sieht Atlan seine Unterseekuppel, über der ein unbekanntes Kugelraumschiff schwebt. Das Schiff ist jedoch nicht die ATLANTIS.
Schließlich durchbricht die ATLANTIS den Dunstschleier und driftet über Atlans Unterseekuppel, die sich allerdings nur wenige Meter unter der Wasseroberfläche befindet. Zusammen mit dem Laosoor Tovi betritt Atlan die Kuppel und wird dort von Rico begrüßt. Zu Atlans Überraschung ist auch ein VARIO-1000 in der Kuppel. Der im Nacktmodus operierende Roboter ist wohl durch Manipulationen von ES in die Kuppel gelangt. Der VARIO sieht sich als Relaisstation und liefert einige Informationen zu den Toren des Himmels, die geöffnet werden sollen und das dieser Prozess durch das Erscheinen des Geistwesens VATROX-VAMU verzögert wurde. Atlan, wie immer misstrauisch, lässt den VARIO durch Gucky telekinetisch desaktivieren.
Im Sol-System ist indessen das befürchtete Szenario eingetreten. Nach mehreren vergeblichen Anläufen materialisiert das Feuerauge innerhalb des Systems zwischen den Bahnen von Neptun und Uranus. Ein Psi-Sturm rast durch das System. Die Globisten an den Tankstellen können jedoch überraschend die Gewalten in den Hyperraum ablenken. Die Strukturlücken im Kristallschirm schließen sich. Als Reginald Bull anordnet, den nunmehr wertlosen Kristallschirm abzuschalten, passiert nichts. Der Schirm ist nach wie vor präsent, obwohl die LORETTA-Tender die Energiezufuhr eingestellt haben. Wie es scheint wird der Schirm von der scheinbar verschwundenen Psi-Materie gespeist, die bei den Eindringversuchen des Feuerauges verschwunden ist. Das System ist isoliert. Der Plan Neo-Sol kann unter diesen Umständen nicht durchgeführt werden. Auch die Polyport-Verbindungen Von GALILEO sind blockiert. Die zentralen Planeten hüllen sich in Paratronschutzschirme. Das Feuerauge setzt seinen Flug auf Sol fort und wird dort am 15. Mai 1463 eintreffen.
Atlan und Gucky werden von den ES-Mutanten besucht. Diese teilen mit, dass vom Palast die Nebelkuppeln auf den Planeten des Stardust-Systems und auf Terra abgeriegelt wurden, um den Psi-Sturm im Sol-System nicht nach Stardust durchschlagen zu lassen. Andererseits dient die Verbindung nach Sol dazu, aus dem Psi-Korpus von ARCHETIM Energie an ES zu liefern. Dazu dient ein Parablock aus Funkenleuten und den ES-Mutanten. Der Zapfstrahl bändigt auch in gewisser Weise die Psi-Materie des Feuerauges. Zumindest eine Transition in die Sonne wird damit verhindert. Nicht jedoch der Normalflug zu Sonne. Als Ribald Corello mit einigen anderen Alt-Mutanten einen Zugriff auf das Feuerauge wagt, werden er, Balton Wyt und John Marschall getötet. Nach Guckys Aussage sind sie endgültig tot. Eine Rückkehr in ES wird es nicht geben. Die Lage wird immer schlimmer. Der Parablock verliert an Substanz und ES an Kraft. Atlan begibt sich nach Wanderer. Die Maschinenstadt ist unter einem Eispanzer erstarrt. Als Atlan den zentralen Platz erreicht, trifft er auf den geschwächten Homunk. Der berichtet Atlan von seinem Kontakt zu Rhodan im verborgenen Raum von NEO-OLYMP und der Dringlichkeit der Suche nach dem PARALOX-ARSENAL. Atlan ergreift die Initiative und schlägt Homunk vor, mit dem Vamu aus den Krathviras zu versuchen ES zu stärken. Als Transportmittel sollen die Silberkugeln dienen. Bevor Homunk erstarrt übergibt er Atlan einige Zusatzaggregate für die Silberkugeln. Atlan kämpft sich durch die Kälte von Wanderer und erreicht mit letzter Kraft Talanis. Dort ereilt ihn ein mentaler Todesschrei. Diesmal sind Zwiebus, a Hainu und Rorvic gestorben.

Rezension:
Meine umfangreiche Zusammenfassung des Heftinhalts suggeriert eine umfangreiche Handlung mit vielen interessanten Details. Allerdings darf die Zusammenfassung nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Roman von Rainer Castor über weite Strecken unlesbar war. Hatte ich zu seinem letzten Roman (2568) noch resümiert, dass er den darin gezeigten Stil pflegen sollte und bei der einen oder anderen Beschreibung vielleicht etwas kürzer treten sollte, zeigt das vorliegende Heft eine in Teilen gegenläufige Tendenz zu seiner im Heft 2568 gezeigten Leistung.
Insbesondere in der ersten Romanhälfte bricht das wandelnde PR-Lexikon mit ihm durch. Jede halbwegs brauchbare Aktion und jeder halbwegs annehmbarer Dialog wird von Castor dazu benutzt um frühere Geschehnisse der PR-Serie in Erinnerung zu rufen oder um über die verschiedenen Zustandsformen von Psi-Materie zu referieren. Das ganze garniert der Autor mit Ausflügen in die Zeitabenteuer Atlans. Ein Erzählfluss kommt damit erst gar nicht zustande. Im zweiten Heftabschnitt wird es etwas besser aber auch hier hämmert der Autor seine Historienabrisse in die dürftige Geschichte.
Die Handlung erbrachte nur einen geringen Fortschritt. Der Vorschlag von Atlan mit dem Vamu war längst überfällig, das ES friert wussten wir bereits und das nach dem PARALOX-Arsenal gesucht werden soll, ebenfalls. Wenn’s denn nur einer tun würde! Die Suche meine ich.

 

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