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Die zeitlose Welt – Handlung:
Auf der Welt Raqia unter der blauen Riesensonne Or, macht sich das Pflanzenwesen Aghinjan vom Volk der Nishai auf einen beschwerlichen Weg zu den Splitterbergen, um dort die Kristallweite zu erforschen. Um die Reisezeit zu verkürzen, begibt sich Aghinjan zu einem Konnexpunkt. Dort stehen Geschwindkapseln bereit, die sich für eine schnellere Fortbewegung nutzen lassen. Aghinjan trifft dort auf Munsguj, eine Nishai aus dem nördlichen Kraal Nuusnu. Munsguj bietet Aghinjan Samensporen an, wenn sie die Forscherin begleiten darf. Auch sie würde gern die Phantomweite erforschen.
Am nächsten Tag reisen die Beiden mit einer Geschwindkapsel auf die Splitterberge zu. Als Pflanzenwesen müssen sie öfters rasten und ihr Wurzelwerk in die Irdene Feste strecken, um Nahrung zu saugen. Auch tanken sie Licht der Lohenschütte Or über ihr Kraftauge. Aghinjan war schon mehrmals an der Kristallweite, diesmal möchte sie weitergehen als zuvor. Sie will ihren Fuß auf die Kristalle setzen. Munsguj hält das für bescheuert, andererseits will die Nuusnuin die Weite vermessen, um herauszufinden, ob die Kristallfläche expandiert, was gleichbedeutend mit einer Verringerung des Lebensraums der Nishai wäre.
An der Kristallweite angekommen machen sich die Nishai daran Markierungsmarken zu setzen. Nach einigen Jahren wollen sie wieder kommen, um zu sehen, ob und wie schnell die Kristallweite sich ausdehnt. Dann setzt Aghinjan ihren Tastfuß vorsichtig auf der Kristallweite ab. Langsam tastet sie sich vor. Auch Munsguj folgt Ihr nun. Als die Nacht hereinbricht glaubt Aghinjan Phantome zu sehen, Schemen, die über die Kristallwüste gleiten. Am nächsten Tag geschieht Unerwartetes. Ein Flugkörper aus Metall steigt aus dem Himmel ab und landet in der Kristallweite. Aus dem Flugzeug steigt eine Gestalt. Entgeistert müssen die beiden Nishai feststellen, dass der Besucher aus Kristallen besteht.
Chal’tin bringt Clun’stal zur zeitlosen Welt. Als das Beiboot inmitten einer Kristallwüste aufsetzt, steigt Clun’stal zögernd aus. Er ist unschlüssig, was er hier will. Schließlich betritt er das Kristallfeld. In einiger Entfernung beobachtet er zwei nicht kristalline Gebilde, offensichtlich organischen Ursprungs, blaue blattlose Bäume, die auf mobilen Ästen gemächlich durch das Kristallfeld wandern. Vor Clun’stal geraten die Kristalle in Bewegung und bilden schließlich einen Essa Nur, der sich als Udkigom vorstellt und als Mentor fungieren will. Das Kristallfeld dient als Erinnerungsspeicher. Da die Essa Nur sehr langlebig sind, können sie nicht alle Erinnerungen behalten. Sie müssen sie abwerfen wie Ballast. So legen sie ihre Erinnerungen in Kristallen ab und deponieren sie in den Kristallfeldern der zeitlosen Welt. Die Anfänge des Kristallarchivs reichen bis 10 Millionen Jahre in die Vergangenheit. Je heller ein Kristall strahlt, desto jünger ist die darin gespeicherte Erinnerung. Udkigom lehrt Clun’stal zuerst, sich an die jüngsten Ereignisse zu erinnern. Der Flug mit Chal’tin zur zeitlosen Welt, davor das Angebot auf dem Schiff der Ja’woor und davor sein Erwachen aus dem Solitärschlaf in TALIN ANTHURESTA und seine Begegnung mit dem Chronisten Rhodan.
Schließlich fordert Udkigom den Esnur auf, einen Kristall zu wählen, um die darin gespeicherten Erinnerungen abzurufen. Und Clun’stal erinnert sich. Genauer gesagt nimmt er an der Erinnerung eines Essa Nur teil. Die Erinnerung führt in die Vergangenheit. Dort kommt es zu einem Treffen zwischen den Essa Nur und Vertretern der Tryonischen Allianz. Die Humanoiden bieten den Essa Nur an mit der Tryonischen Allianz zu kooperieren. Da die Dienste der Kristallwesen auch auf Kriegsschiffen der Allianz geleistet werden sollen, lehnen die Essa Nur das Angebot ab.
Zurück aus der Erinnerung greift Clun’stal einen nur schwach leuchtenden Kristall. Die Erinnerung führt in die ferne Vergangenheit als die Anthurianer den Großen Gesang anstimmten und versteinerten. Der nächste Kristall den Clun’stal berührt leuchtet noch schwächer und führt noch tiefer in die Vergangenheit. Er nimmt an der Erinnerung eines Esnur teil, der sich Ghos’fajer nennt. Durch die Augen Ghos’fajers sieht sich Clun’stal selbst. Er arbeitet mit Ghos’fajer am Bau von TALIN ANTHURESTA. Beim Objekt 2861 kommt es zu Irritationen im Datenstrom. Ghos’fajer und Clun’stal fliegen los, um die Ursache des Fehlers zu finden. Die beiden Esnur landen in der Nähe einer kleinen Siedlung auf der Scheibenwelt 2861. Dort beobachten sie mehrere Kristallwesen, die ein merkwürdiges Verhalten zeigen. Clun’stal argwöhnt, das es keine Esnur sein könnten. Er und Ghos’fajer nehmen Kontakt auf. Als Clun’stal den Fremden auf den Kopf zusagt, das sie keine Esnur seien, werden er und Ghos’fajer entführt. Die Ebenbürtigen, wie sich die geflügelten Wesen nennen, die sich als Esnur tarnten, sperren die beiden Kristallingenieure in ein Gefängnis. Vorher nehmen sie ihnen die technische Ausrüstung ab. Clun’stal bemerkt in der Erinnerung ein seltsames Phänomen. Mehrmals zuckt durch die Bilder der Erinnerung ein schwarzer Blitz. Die Blitze scheinen häufiger und länger aufzutreten, je länger die Erinnerung andauert. Er hat vorerst keine Erklärung dafür.
Im Gefängnis der Ebenbürtigen spürt Clun’stal einmal mehr das besondere Vertrauen, das ihm Ghos’fajer entgegenbringt. Plötzlich begreift er, wer Ghos’fajer war. Sein Sohn! Clun’stal kann sich allerdings nicht erinnern, wann, auf welche Weise oder mit wem er diesen Sohn gezeugt haben könnte. Im Gefängnis treffen sie auf eine fremdartige Maschine. Die Maschine stellt sich als Kuum 0505 vor. Die Maschine erläutert die Intention der Ebenbürtigen. Diese stehlen Daten und Technologien und bringen sie über den Transferfeldgenerator auf ihre Welt. So ist auch Kuum 0505 hierher gelangt. Die Ebenbürtigen hatten allerdings keine Verwendung für die Maschine. Die beiden Kristallingenieure manipulieren die Maschine und benutzen sie zum Ausbruch. Auf der Suche nach dem Transferfeldgenerator entdecken sie ein gewaltiges Observatorium. Dort sind tausende Galaxien und Ziele gespeichert, die von den Ebenbürtigen heimgesucht werden. Es gelingt ihnen das Ziel TALIN ANTHURESTA in den Transferfeldgenerator zu programmieren. Anschließend wird die Information gelöscht. In der Erinnerung tauchen nun immer häufiger die schwarzen Blitze auf. Als Clun’stal und Ghos’fajer den Transferfeldgenerator betreten, wird Ghos’fajer von einem Energiestrahl getroffen. Die letzte Erinnerung ist die, dass sich sein Vater über ihn beugt und einen Kristall aus seinem Schädelsegment entnimmt. Clun’stal erkennt, dass er soeben den Tod seines Sohns erlebt hat.
Zurück aus dieser Erinnerung nähert sich der Wächter der zeitlosen Welt. Er hat einen besonderen Kristall, den Prüfstein, in der Hand. Der Kristall ist fast verloschen und der Wächter ist der Ansicht, dass darin die Erinnerung liegt, die Clun’stal wirklich sucht. Clun’stal berührt den Kristall und erlebt eine weitere Erinnerung. Er sieht, wie er sich selbst bewusst wird. Und er sieht, dass er von den anthurianischen Wissenschaftlern Fogudare und Tanfacher geschaffen wurde. Diese wollten eine intuitive Maschine schaffen. Doch die Maschine entwickelte eine überraschende Eigenschaft. Sie lebte! Clun’stal lebte. Nach diesen Erinnerungen verlässt Clun’stal die zeitlose Welt. Er reist weiter seinen verlorenen Erinnerungen nach.

Rezension:
Hach, herrlich. Es soll ja doch einige Fastverholzte unter der Leserschaft geben, die mit der Schreibweise Vandemaans nichts anfangen können und so manches negative Geplirre über dessen Romane von sich geben.
Bleibt aber festzuhalten, dass es derzeit keinen anderen Autoren im Team gibt, der in so unnachahmlicher Weise exotische Wesen, Kulturen und Schauplätze schildern kann. Das ist nicht immer ganz einfach zu lesen, wer sich aber darauf einlässt, der erlebt ein Abenteuer jenseits der üblichen Rhodan-Norm. Ich fühlte mich bestens unterhalten.

Stilblüte (Seite 17):
Wer ist der Chronist Perry Rhodan?, fragte Udkigom.
Ein verlässlicher Buchführer meiner Erlebnisse. Soweit ich begriffen habe, liegt bei ihm das Chronistensein in der Familie.

 

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