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Die Falle von MASSOGYV – Handlung:
Die MIKRU-JON ist den Schiffen der FM und der Tryonischen Allianz nur knapp entkommen. Rhodan hat den Obeliskraumer bewusst in ein Netz gesteuert, das auch schon für den Transport aus TALIN ANTHURESTA gesorgt hatte. Auch diesmal wird die MIKRU-JON über eine große Distanz versetzt. Der Zielort entpuppt sich als gewaltiger Hyperorkan. Am Rande eines Tryortan-Schlundes wird das Schiff dennoch nicht zerrissen. Das Netz scheint das Schiff vor den hyperenergetischen Gewalten zu schützen. Lloyd/Tschubai vermutet, dass es sich bei dem Netz um ein intelligentes Wesen handeln könnte. Es empfindet sich nach einigen von Lloyd aufgeschnappten sehr fremdartigen Gedanken als Netzweber.
Vorerst kann die Besatzung der MIKRU-JON allerdings nichts unternehmen. Rhodan nutzt die Ruhepause, um Schlaf nachzuholen. Er hat einen seltsamen, sehr intensiven Traum. In seinem Traum begegnet er Taurec, jenem Kosmokraten, der ihm seine Frau Gesil und seine Tochter Eirene genommen hat. Nach dem Erwachen verschafft sich Rhodan einen Überblick über das Polyport-Netz in Anthuresta. Die Funktionen des B-Controllers werden durch den Hypersturm nicht beeinträchtigt. Als der Sturm schließlich nachlässt, löst sich auch der Netzweber vom Schiff und entfernt sich. Es wird deutlich, dass die Versetzung durch das Netz über eine Entfernung von 15.000 LJ erfolgte. Man ist immer noch im Bereich des Restkerns der Galaxis. Dann ortet Mikru eine kugelförmige Sphäre der Ja’woor in der Nähe. Es ist unbekannt, ob es sich um das Schiff handelt, aus dem sie nur knapp entkamen als die Tryonische Allianz angriff.
Unterdessen schmiedet man auf Seiten der Frequenz-Monarchie einen Plan, um Rhodan in eine Falle zu locken.
Als Köder wird ein vermeintlich umkämpfter Polyporthof namens MASSOGYV-4 ausgeworfen. Man möchte Rhodan so rasch wie möglich in die Finger bekommen, um zu verhindern, dass der Terraner in Anthuresta Verbündete findet.
Doch genau dies scheint zu geschehen. Rhodan wird vom Schiff der Ja’woor kontaktiert. Ein Sha’zor möchte mehr über die Rolle Rhodans beim Zwischenspiel mit der Tryonischen Allianz in Erfahrung bringen. Die MIKRU-JON wird ins Innere des Schiffs der Ja’woor gesogen. Rhodan, das Konzept, Clun’stal und Wolf Lee werden in der Sphäre vom Sha’zor Murkad und dem Essa Nur Chal’tin empfangen. Chal’tin lädt die „Besucher“ in eine Stadt im Inneren der Ja’woor-Blase ein. Dort angekommen nimmt Murkad seinen Helm ab. Rhodan erkennt in dem Wesen einen Verwandten der Shoziden, denen er im Sternenozean von Jamondi und im Arphonie-Haufen begegnet ist. Rhodan lässt sich seine Überraschung nicht anmerken. Das Gespräch dreht sich zuerst um die Psi-Materie, die nach wie vor in einer Sonde an der MIKRU-JON angedockt ist. Seit Jahrzehnten taucht immer wieder Psi-Materie in Anthuresta auf, bevorzugt in einem Gebiet, das als Schneise bezeichnet wird und der Tryonischen Allianz zugeordnet wird. Die Psi-Materie ist als Energielieferant heiß begehrt. Rhodan erfährt auch mehr über die Verhältnisse in Anthuresta. Seit dem Erscheinen der FM, die die Völker unterdrückt, regt sich auch der Widerstand. Es hat sich eine lockere Allianz gebildet, deren Mitglieder sich gegenseitig unterstützen. Dazu zählen die Sha’zor, die Staubreiter und die Ja’woor. Dazu die Essa Nur, die sich allerdings nicht an militärischen Operationen beteiligen. Auch die Netzweber werden zuweilen zu Unterstützern des Widerstands, verfolgen offensichtlich jedoch auch eigene Interessen.
Rhodan berichtet im Gegenzug vom Kampf der Andromeda-Völker und des Galaktikums gegen die Frequenz-Monarchie. Er erzählt dem Sha’zor auch von den Polyporthöfen. Die Widerständler kennen diese Technologie nicht. Rhodan möchte einen Polyporthof erobern. Damit wäre es möglich, Verbindung in die Milchstraße und Andromeda zu schaffen. Die Besprechung wird unterbrochen, damit der Widerstand sich beraten kann. In der Pause schläft Rhodan erneut ein und wieder wird er von Träumen heimgesucht, in denen er Taurec begegnet. Taurec berichtet auch von Gesil und Eirene. Einer von beiden ginge es gut sagt Taurec, der anderen nicht. Rhodan vermutet, dass der Netzweber mit seinen Träumen in einem Zusammenhang steht. Zunächst vermutet er, dass der Netzweber ihm Erinnerungen stiehlt, erkennt dann aber, dass der Netzweber, der sich als Radyl-im-Abstrakten bezeichnet, an seinen Erinnerungen nur partizipiert.
Murkad teilt ihm schließlich mit, dass der Widerstand sich an der Eroberung eines Polyport-Hofs beteiligt. Begünstigt wird diese Haltung durch den Zuspruch des Essa Nur Chal’tin, der Rhodan vertraut. Chal’tin vermutet in Clun’stal einen seiner Vorfahren, die die Baumeister der ersten Stufe des Polyport-Systems gewesen waren. Chal’tin will mit Clun’stal die Geschichte der Essa Nur erforschen. Derweil sucht Rhodan mit dem B-Controller ein geeignetes Ziel. Da geht ein Funkspruch ein, dass der Polyporthof MASSOGYV-4 angegriffen wird. Rhodan vermutet eine Falle. Ein Teil des Widerstands soll dennoch MASSOGYV-4 anfliegen und sich so verhalten, als würde man den Hof erobern wollen. Dazu wird auch ein energetisches Abbild der MIKRU-JON geschaffen. Beim Kampf um MASSOGYV wird die falsche MIKRU-JON von der FM vernichtet. Satwa, Sinnafoch und die übrige Führungsriege der FM jubelt, kommt dann allerdings doch der Täuschung Rhodans auf die Spur. Bevor sich Sinnafoch weitere Gedanken dazu machen kann, wird von Kämpfen mit Jaranoc berichtet. VATROX-VAMU scheint anzugreifen.
Rhodan erobert derweil den Polyport-Hof ESHDIM-3. Mit einer List kann er den kommandierenden Vatrox dazu bringen, ihn in die Nähe des Hofs zu lassen. Mit dem B-Controller übernimmt Rhodan die Kontrolle. Die Staubreiter erobern schließlich den Hof.
Der Versuch Rhodans, mit NEO-OLYMP Kontakt aufzunehmen scheitert. Aber KREUZRAD in Far Away kann angewählt werden. Rhodan reist dorthin. Die Reise verläuft seltsam. Rhodan sinniert über die seltsamen Träume, die von Radyl-im-Abstrakten geschaffen wurden. Rhodan glaubt zu erkennen, dass ein Aspekt des Traums nicht ins Bild passte, Taurec. Der Kosmokrat schien keine Figur des Traums zu sein. Der Kosmokrat hat Rhodan beobachtet und seine Reaktionen auf das Verhalten des Netzwebers beurteilt. Wird Rhodan vom Kosmokraten tatsächlich beobachtet? Und stimmt es, was Taurec über Gesil und Eirene sagte?

Rezension:
Der Doppelband von Michael Marcus Thurner ist kein „echter“ Doppel, zumindest wird nicht die Geschichte der Vorwoche fortgesetzt. Ging es letzte Woche um die Stardustebene, beschäftigt sich der Autor diesmal mit Rhodans Abenteuern. Wie ich finde, sehr gelungen. Der Roman hat mich prima unterhalten. In erster Linie verantwortlich dafür waren das hohe Erzähltempo und die Träume des Protagonisten. Die Sprache, die der Verfasser dabei verwendet, hat mir sehr gut gefallen. Nach dem wirklich guten Roman der Vorwoche erneut eine überzeugende Geschichte des österreichischen Autors.
Weniger gefielen mir die Andeutungen zu Taurec. Dieser Part ist aber wohl nicht von Thurner zu verantworten sondern Teil der Storyline. Und wenn nicht in diesem Zyklus, dann wohl irgendwann später wird sich Uwe Anton wieder den Hohen Mächten zuwenden. Diverse Andeutungen, z.B. die „Reaktion“ der Kosmokraten auf den Verlust der Ritteraura, gab es bereits in verschiedenen Heften des Stardust-Zyklus zu lesen. Ich bin kein großer Freund des Zwiebelschalenmodells. Mal sehen was Uwe Anton im nächsten oder übernächsten Zyklus daraus macht.

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