Ansichten zu PR 2537

Handlung:

Die JULES VERNE hat die MIKRU-JON eingeschleust. Die Besatzung des Museumsschiffes hat den Vorfall mit dem Feuerauge gut überstanden. Atlan und Rhodan begegnen einander nach langer Zeit wieder. Erste Informationen werden ausgetauscht. Die JULES VERNE fliegt den vereinbarten Sammelpunkt mit den Raumschiffen der Allianz an. Die Vertreter von Tefrodern und Gaids kommen an Bord. Rhodan schildert seine Erlebnisse im Polyport-Netz. Grek 11, der den Flug der MIKRU-JON mitgemacht hat, stellt eine Flotte von 2500 Schiffen der Maahks für die weiteren Operationen gegen die FM zur Verfügung. Außerdem sind die Maahks im Besitz von Befehlskodes der FM gelangt. Man einigt sich darauf, einen massiven Schlag gegen die Hibernationswelten der FM zu führen. Das Vorhaben soll nach Rücksprache aller Beteiligten mit Ihren Vorgesetzten angegangen werden. Solange diese Bedenkzeit anhält will Perry Rhodan weitere Erkundungen vornehmen. An oberster Stelle stehen bei ihm die Handelssterne. Mit seinem B-Controller hat er die Standorte der 3 ausgebrannten Handelssterne ermitteln können. Der 4. und noch aktive Handelsstern hat das Sicatemo-System verlassen. Man beschließt, zuerst einen der 3 ausgebrannten Handelssterne anzufliegen. Die Untersuchungen ergeben einen grob kugelförmigen Körper mit Auswüchsen und einer maximalen Größe von ca. 250 km. Der ausgebrannte Handelsstern wechselt abrupt die Position. Unklar bleibt, ob dies am B-Controller Rhodans liegt. Dieser kann mit dem Controller allerdings auch keine Reaktion hervorrufen. Man beschließt die Untersuchungen abzubrechen und stattdessen den noch aktiven Handelsstern anzufliegen.

 

In seiner „Welt“ ist der Maeddont Pü S’Karbunc einer der Auserwählten seines Landstrichs, der das Portal zur Welt der „Anderen“ durchschreiten soll. Das Portal öffnet sich nur alle 77 Vollperioden. Pü S’Karbunc weigert sich anfangs an diesem Ritual teilzunehmen, was ihn den Spott seiner 6 Co-Maeddones einbringt, wird aber von seinem Vorfahr, von dem er sich abgespalten hat, dazu überredet. Auf einen Saurus reitet S’Karbunc durch das Portal. In der Welt der Anderen werden derweil Humanoide Kinder auf diese Ankunft vorbereitet. Die Kinder sollen zusammen mit den Maeddont auf den Echsenwesen reiten, um ihren Seelenpartner zu finden. Als das Mädchen Satwa in Körperkontakt zu Pü S’Karbunc kommt und sie mental kommunizieren, erkennen Beide, dass sie füreinander bestimmt sind. Die beiden so unterschiedlichen Wesen gehen auf die Walz. Von Ihrem Instruktor wird ihnen erklärt, dass sie an einem mörderischen Auswahlverfahren teilnehmen. Sie müssen sich gegen andere Paare durchsetzen, um die Finale Runde zu erreichen. Die Aufgaben, die ihnen dabei gestellt werden sind grausam. Anfangs ist der Psi-begabte S’Karbunc der treibende Partner aber Satwa verliert im Laufe der Zeit ihre Skrupel und dominiert mehr und mehr den Partner. Je weiter das Paar kommt, desto mehr Informationen erhalten sie. Die Welt, wie sie sie kennen sind nur winzige Bereiche des Handelssterns FATICO, der unter dem Kommando des Vatrox Vastrear steht. Das absolvierte Programm soll dazu dienen, für den Frequenzfolger Ratgeber zu produzieren. Damit sich die Ratgeber in die Psyche von Fremdvölkern versetzen können, werden sie aus deren genetischen Material geklont. Satwa ist eine Tefroderin, der Symbiont Pü S’Karbunc stammt aus Anthuresta. Die „Abschlussprüfung“ des Paares besteht darin, den Völkern Andromedas und der Milchstraße eine Warnung zukommen zu lassen, eine Art Demonstration der Macht der FM. Sie entwickeln den Plan, die Sonne Sicatemo in eine Supernova zu verwandeln. Der Text der Botschaft wird von Satwa geschrieben. Für den gelungenen Plan werden beide Ordonnanz Vastrears. Sie bekommen eine neue Aufgabe, einer Schlüsselperson der Führungsebene der Milchstraße, am besten einen Zellaktivatorträger eine Falle zu stellen. Bevor die Falle zuschnappt, tötet Satwa den Leiter des Zuchtprogramms und um ihre „Einzigartigkeit“ zu bewahren und um zu verhindern, dass sie eines Tages von einem ihrer Klone ersetzt werden könnte, zerstört sie auch die genetischen Archive.

 

Die Allianz hat mittlerweile um den Standort des aktiven Handelssterns eine Flotte von Raumschiffen zusammengezogen. Die JULES VERNE ortet im Zentrum des roten Zwerges ein Objekt mit einer Ausdehnung von 2000 km. Statt massiv anzugreifen wird ein Kommandounternehmen mit Rhodan ausgesandt. Die MIKRU-JON tarnt sich als Fähre eines Schlachtlichts und die Besatzung als Darturka. Mit den Befehlskodes gelangt man tatsächlich in den Handelsstern.

 

Satwa verfolgt unterdessen auch den Plan, Vastrear zu töten. Der Frequenzfolger eröffnet Ihr jedoch, dass die Angriffe mit den Psi-Fähigkeiten des Symbionten S’Karbunc bei einem Vatrox zwecklos seien. Ihm übrigen habe er eine genetische Sicherung einbauen lassen, die es ihm erlaubt das Klon-Pärchen jederzeit zu töten. Vastrear teilt Satwa mit, dass ihre Falle zugeschnappt sei. Ein Kommandounternehmen der Galaktiker ist in einem mit 5-D-Feldern gesicherten Hangar FATICOs gefangen.

 

 

Rezension:

Die Geschichte, die Leo Lukas mit dem Pärchen Pü S’Karbunc und Satwa erzählt hat mir besser gefallen als die Geschehnisse in und mit der JULES VERNE. Der Autor hat es geschickt verstanden, den Leser über die Herkunft, das Aussehen und den Bestrebungen seiner Protagonisten in dem Handelsstern anfangs im unklaren zu lassen. Erst nach und nach streut der Autor die Informationen, die sich schließlich zu einem Bild formen. Zum Ende hin wird mir die Entwicklung Satwas etwas zu schnell abgehandelt. Hier hätte der Autor durchaus ein paar Seiten mehr investieren können. Überflüssig fand ich auch die Erwählung Mirona Thetins als Satwas „Vorbild“. Aber da in diesem Zyklus in der Andromeda-Ebene in jeder Ecke und jeden Roman mindestens 1 Bezug zum MDI-Zyklus eingebaut werden muss, werde ich wohl oder übel damit leben müssen. Ergänzend sei gesagt, dass es in diesem Roman nur so von alten MDI-Geschichten wimmelt. Wie gesagt, ich find’s etwas übertrieben.

 

Die Handlungsebene um Rhodan und Atlan war nicht schlecht geschrieben, hat mich aber nicht vom Hocker gerissen. Die Zeiten, wo ich solche Kommandounternehmen „voll geil“ fand sind auch schon 20-30 Jahre vorüber. Aber schlecht war die Geschichte nicht. Einige Humoreinlagen von Lukas haben gezündet, andere nicht. Die „Tanzeinlage“ fand ich skurril aber angesichts des Psychostresses der Akteure vor dem Einsatz war diese Einlage nachvollziehbar. Die Dialoge, die der Autor zwischen Atlan und Rhodan führen lässt, wirken auf mich sehr hölzern. Ein ums andere Mal wird deutlich, dass die Autoren doch beträchtliche Probleme haben insbesondere die unsterblichen Hauptakteure in überzeugender Weise zu schildern. Die Nebencharaktere kommen bei Lukas voll zur Geltung. Hier „spielt“ der Autor mit der Sprache. Sobald jedoch die Unsterblichen eingebracht werden, werden die Dialoge zäh und verliert die Geschichte an Fahrt.

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