Ansichten zu PR 2530

Handlung:

Sinnafoch, Steelion Hartok und der Okrill, die mit einer Space-Jet von Oxtorne geflohen sind, werden nach einem Schaden am Linearantrieb von der UHLM, einem Schiff der Mehandor aufgenommen. Der alte Springer-Patriarch Vandur weist Ihnen eine Kabine zu. Die 3 Schiffbrüchigen brechen aus und erobern die Zentrale. Sie nehmen 13 Mehandor als Geiseln, darunter auch den Sohn des Patriarchen. Bei einem missglückten Befreiungsversuch wird der Patriarch ebenfalls von Sinnafoch überwältigt. Die UHLM wird von den Springern auf Befehl Sinnafochs nach Oaghonyr, dem ehemaligen Sitz von ARCHETIMS HORT gesteuert. Während des Fluges nimmt Kithara, die Tochter des Patriarchen, Kontakt zu Hartok auf. Sie versucht den Oxtorner von der wahren Natur des Vatrox zu überzeugen. Wenige Lichtjahre vor dem Ziel setzt Steelion Hartok, dem Zweifel an seiner Gefolgschaft zu Sinnafoch entstanden sind, einen Funkspruch ab, der ein Raumschiff der Liga mit Reginald Bull an Bord über das Ziel informiert. Beinahe zeitgleich mit dem Mehandor-Raumer trifft die LEIF ERIKSON IV im Oa-System ein. Nach einem kurzen Wortgeplänkel zwischen Bull und Sinnafoch erscheint ein DC-Schlachtlicht der Frequenzmonarchie und eröffnet das Feuer auf das Liga-Schiff. Die LEIF ERIKSON IV muss sich zurückziehen. Sinnafoch und Hartok begeben sich zum Hangar, um die UHLM zu verlassen. Kithara verübt einen Anschlag auf Sinnafoch, der aber von dem Okrill vereitelt wird. Als Sinnafoch Kithara töten will greift Hartok zugunsten der Mehandor ein aber der Vatrox setzt seine Fähigkeit als Paraschleicher ein und entgeht dem Angriff des Oxtorners. Anschließend geht Sinnafoch von Bord und nimmt den Okrill mit.

 

 

Rezension:

Puh, ich habe mich durch diesen Roman gequält. Guter Anfang, schwaches Ende und ein katastrophal schlechter Mittelteil kennzeichnen diesen Roman. Um es vorwegzunehmen, so wie sich der Weg des Vatrox fortsetzt, so setzt sich auch der Weg der Ungereimtheiten fort.

Dabei fing alles gut an. Der Einstieg war sowohl sprachlich als auch inhaltlich ausgesprochen gut gelungen. Mit nur wenigen Sätzen hat mich Frank Borsch mit der Stimmung und der Mentalität des alten Springer-Patriarchen infiziert. Und dann – WUMM! – Sinnafoch, sein dummtreuer Paladin Steelion Hartok und ein Tier, das nicht als Tier beschrieben wird, erobern einen 3000m-Raumer in 2 Minuten. Hach, Science Fiction kann so herrlich sein, dachte sich wohl Frank Borsch an der Stelle, man muss gar nichts erklären, alles ist möglich und erlaubt. Irrtum, lieber Autor. Ist es nicht. So kann man vielleicht im 21. Jahrhundert Realzeit einen Autodiebstahl erklären aber nicht im 51. Jahrhundert diesen Unsinn.

Was folgte, war der schreckliche Mittelteil der Geschichte, in der sich alle Beteiligten, außer Sinnafoch, dumm, dümmer, am dümmsten anstellten. Von der schönen Charakterzeichnung des alten Springer-Patriarchen blieb nichts übrig. Das Ende war schwach, etwas melancholisch angehaucht aber noch akzeptabel.

Größtes Manko an der Erzählung ist, dass keinerlei Konsequenzen vom Autor aufgezeigt werden. Um die Geschichte noch einigermaßen plausibel rüberzubringen hätte der Autor die Wirkungen seiner Aktionen schildern müssen. Erstens, Bull tritt vor einen Liga-Ausschuss und muss sein Versagen erläutern. Zweitens, er übernimmt die Verantwortung für die mehr als Hundert Toten. Drittens, er wird als Ligaminister entlassen oder tritt freiwillig zurück. Viertens, die Kosten für den Einsatz, ebenso die Kosten der fabrikneuen Space-Jet, die er am Ende verschenkt, werden von seinem Konto abgebucht. Ohne Schilderung von Konsequenzen bleibt es leider eine sinnfreie Erzählung.

 

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