Ansichten zu PR 2523

Handlung:

Ich Tolot, der auf Aveda geblieben ist, wird von Timber F. Whistler gebeten nach Katarakt zu fliegen. Dort ist zwischen den unbekannten Invasoren und dem Militär der Stardust-Union ein Patt entstanden. Den Invasoren ist es nicht gelungen den Planeten zu verlassen und gleichzeitig gelingt es den Stardust-Menschen nicht zu Amethyst-Stadt vorzudringen. Nun aber beginnen die Invasoren mit dem Bau einer unbekannten Maschine, deren Teile am Rand der Immateriellen Stadt materialisieren.

Auf Katarakt eingetroffen unternimmt Tolot einen Vorstoß zum Bauplatz des Objekts. Der Einsatz soll den Nachschub aus Amethyst-Stadt unterbinden und den Bau des Gerätes verhindern. Unterstützt wird er dabei von Raumlandesoldaten unter dem Kommando von Captain Eritrea Kush. Um den Gegner zu schonen werden dabei soweit möglich nur Paralysatoren eingesetzt. Der Vorstoß scheitert jedoch am heftigen Widerstand der Fremden.

Während Icho Tolot einen neuen Plan erarbeitet sind die Invasoren unter dem Kommando von Kardo Tarba weiterhin bemüht, die Stellung auszubauen. Die Fremden nennen sich selbst Jaranoc und dienen einer Macht, die sie als VATROX-VAMU bezeichnen. Dieser Macht sollen sie nähere Informationen zum Standort des Stardust-Systems mitteilen. Die Jaranoc haben selbst keinen Einfluss auf die wandernde Stadt. Bevor diese den Planeten verlässt, muss der Bau des Gerätes, das als Hyperdim-Perforator bezeichnet wird, abgeschlossen sein.

Icho Tolot ist unterdessen nach Aveda zurückgekehrt und begibt sich zur Stardust-Felsnadel. Die Wissenschaftlerin Lira Weiluner macht ihn darauf aufmerksam, dass nach dem Erlöschen des Sextadim-Schleiers um Far Away sich zwei der Kartuschen verändert haben. Die Kartusche, die Far Away darstellt hat keine gestrichelte Linie mehr, wohingegen die Kartusche, die das Stardust-System darstellt eine umfassende gestrichelte Linie bekommen hat. Tolot interessiert sich allerdings mehr für die Käfig-Transmitter. Er hofft, mit einem der Geräte nach Katarakt innerhalb der Stellungen der Invasoren zu gelangen. Nach einigen Versuchen gelingt es eine Gegenstation in der Nähe des Bauplatzes zu finden. Mit Eritrea Kush und einem Trupp Raumlandesoldaten materialisiert Tolot mit Deflektoren getarnt auf Katarakt. Das unbekannte Gerät ist mittlerweile fertig gestellt. Es handelt sich um ein Raumschiff von 540 m Länge. Fast zeitgleich mit der Ankunft des Trupps auf Katarakt verschwindet die Immaterielle Stadt in einem gewaltigen energetischen Ausbruch. Für kurze Zeit versagen die Anzugsysteme und die Invasoren erkennen die Eindringlinge und greifen an. Gleichzeitig starten sie den Hyperdim-Perforator. Das Schiff wird durchscheinend und verschwindet. Die Soldaten und Tolot ziehen sich zurück und springen per Transmitter nach Aveda.

Dort hat man inzwischen Schiffe der Frequenz-Monarchie geortet, die sich dem Stardust-System nähern. Als Icho Tolot die Kartusche, die das Stardust-System darstellt berührt, entsteht ein Sextadim-Schleier und riegelt das System ab.

 

Rezension:

Vielschreiber Christian Montillon – die Nr. 2523 ist sein 6. Roman im lfd. Zyklus – lässt mal wieder Icho Tolot von der Leine. Nicht, dass ich etwas dagegen hätte, schließlich war Tolot im Traitor-Zyklus zuvor zwar überall zugegen aber eigentlich nicht so richtig dabei. Im Stardust-Zyklus hingegen ist der Haluter sehr viel aktiver in die Geschehnisse eingebunden. Das gefällt mir. Etwas weniger gefällt mir allerdings, dass von dem intellektuellen Potential eines Haluters mit zwei Gehirnen, von denen eines leistungsfähiger als eine Positronik sein soll, nichts zu erkennen war. Präziser ausgedrückt, die beiden Aktionen die sich Tolot hat einfallen lassen, gingen gründlich daneben und in der ersten Szene mit der Stardust-Kartusche und der gestrichelten Linie rief ich ihm ein ums andere Mal ein „nun drück schon endlich drauf, du schwarzhäutiges Monster“ zu. Ein paar Seiten später hat er es dann endlich getan. Für diese Intelligenzleistung braucht’s allerdings keinen Haluter!

Die zweite Hauptperson in Montillons Roman gefiel mir dagegen sehr gut. Der Autor hat den Charakter von Eritrea Kush glaubwürdig herausgearbeitet. Der Roman war flott geschrieben und die recht schnellen Wechsel in der Betrachtung der Szenen durch die unterschiedlichen Akteure waren ebenfalls gut gelungen. Mir hat sich allerdings nicht ganz erschlossen, warum es die militärisch überlegene Stardust-Union zulässt, dass die Invasoren diesen Hyperdim-Perforator bauen und in Betrieb nehmen. Bei einem derart unkalkulierbaren Risiko hätte man auch ohne Rücksicht auf die Immaterielle Stadt mit allen Mitteln zuschlagen müssen. Aber der Hyperdim-Perforator wird wohl noch für den weiteren Handlungsverlauf benötigt …

 

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