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Handlung:

Perry Rhodan ist nach Aveda zum Konzept Ras Tschubai/Fellmer Lloyd zurückgekehrt. Das Konzept teilt ihm mit, dass ES in großer Gefahr sei und ihn sprechen möchte. Das Konzept soll Rhodan per Teleportation zu ES bringen. Rhodan stellt die Bedingung, dass er ES nur zusammen mit Mondra und Tolot aufsuchen werde. Nach anfänglicher Weigerung akzeptiert Tschubai/Lloyd die Begleitung von Mondra. Für eine Teleportation ist Tschubai/Lloyd zu schwach. Mit der MIKRU-JON fliegen schließlich das Konzept, Rhodan, Mondra und ihr tierischer Begleiter Ramoz zu einer der auf Aveda etablierten Nebelinseln. Sie gelangen auf die Insel der Schmetterlinge und über ein Portal schließlich zur Kunstwelt Wanderer. Tolot bleibt auf Aveda zurück. Auf Wanderer herrschen eisige Temperaturen. Die Gebäude der Maschinenstadt sind von einer Eisschicht überzogen.

Die Besucher werden von Homunk begrüßt, der sie zu ES führt. Nach einem kurzen Vorgeplänkel, bei der ES auf den Verlust der Ritteraura eingeht und Rhodan eine Reaktion der Kosmokraten auf diesen Verlust prophezeit, kommt ES zum eigentlichen Thema. ES offenbart Rhodan, dass die SI im Sterben liege. Die Tatsache, dass die Mächtigkeitsballung der SI die Lokale Gruppe und die Fernen Stätten umfasse, droht die SI zu zerreisen, wenn Sie weiterhin beide Bereiche halten wolle. ES benötige in absehbarer Zukunft Bewusstseinssubstanz in großer Menge. Allerdings sei damit nicht die Stardust-Menschheit gemeint. Diese habe ES nur deshalb in Sicherheit gebracht, da die SI den Ausgang der Auseinandersetzung mit Traitor nicht vorhersagen konnte. Die derzeitige Schwäche von ES könnte zudem dazu führen, dass andere SIn Interesse an der MB von ES zeigen könnten und in einem Kampf um die MB hätte ES derzeit keine Chance. ES hat allerdings einen Plan, seinen Zustand zu verbessern und will Rhodan einige Erkenntnisse zukommen lassen. Dazu wird Rhodan aufgefordert einen Fiktivtransmitter zu betreten.

Die erste Station dieser erstaunlichen „Reise“ führt Rhodan in die Vergangenheit und in die Zeit der Auseinandersetzung mit den MDI. Rhodan ist an Bord der KC-38 im Jahr 2402 über dem Planeten Gleam in Andro-Beta. Zu jener Zeit ist ES mit einer Botschaft an Rhodan herangetreten. Dieser Orakelspruch wird Rhodan nun wieder in Erinnerung gerufen. Es geht um die Weissagung des Endes einer großen Rasse, die Rhodan bisher fälschlicherweise mit dem Ende der MDI fehl interpretiert hat.

Der zweite Teil der „Reise“ scheint Rhodan ebenfalls nach Gleam zu führen, allerdings in die Gegenwart. In der unterirdischen Station findet er die Leiche eines Maahks. Außerdem hat er eine unheimliche Begegnung mit nicht näher zu bestimmenden Eindringlingen. Er begegnet zudem einen Trupp terranischer Soldaten, die Rhodan jedoch nicht wahrnehmen können. Rhodan hinterlässt einen Speicherkristall mit einer Warnung an die Terraner vor den Eindringlingen. Anschließend kehrt Rhodan nach Wanderer zurück, wo währenddessen 45 Tage vergangen sind.

In einem weiteren Gespräch teilt ES mit, dass Far Away sich zu einem Brennpunkt der Ereignisse entwickeln werde, allerdings soll Rhodan sein Hauptaugenmerk vorerst auf Andromeda richten. Dort überdauerte die Frequenz-Monarchie auf 6 Hibernationswelten die Jahrmillionen seit der letzten Hyperdepression. In dieser Zeit des Schlafes wurde der FM von Unbekannten ihr zentrales Machtmittel, das PARALOX-ARSENAL gestohlen. Rhodan soll sich auf die Suche nach dem Arsenal machen, zuerst in Andromeda und wenn er dort nichts findet, in Anthuresta, der Stardust-Galaxis und der Ursprung des Polyport-Netzes. Ohne das PARALOX-ARSENAL sei ES nicht überlebensfähig!

Von Homunk bekommt die Gruppe um Rhodan, zu der nun das Konzept Ras Tschubai/Fellmer Lloyd gehört einen Controller. Über einen auf Wanderer befindlichen Polyport-Hof verlässt die MIKRU-JON die Kunstwelt und erreicht einen Polyport-Hof in Andromeda, wo offensichtlich Maahks gegen Maahks kämpfen.

 

Rezension:

Zum zweiten Mal in diesem Zyklus greift der Expokrat persönlich zu Blei und Tinte und liefert uns passend zur Jahreszeit den Winter auf Wanderer. Mit seinem 2. Beitrag zum Stardust-Zyklus schafft es Uwe Anton allerdings schnell, dass sich in mir die wohlige Wärme der Zufriedenheit ausbreitet, denn „Winter auf Wanderer“ ist durchgehend sehr gut geschrieben. Der Autor hat in seinem Roman die Gelegenheit ergriffen, sich direkt mit vielen offenen Fragen der Leser zum Umgang mit einer Superintelligenz und zum Verhalten einer SI auseinanderzusetzen. In Teilbereichen war dieses Vorgehen des Autors vielleicht etwas zu offensichtlich aber im Ergebnis hat Uwe Anton auf diese Fragen gute Antworten gefunden. Die Geschichte war durchgehend logisch aufgebaut und aus den bisher eher losen eingestreuten Puzzleteilen der vergangenen Romane formt sich nun ein klar umrissener Auftrag für den Hauptakteur der Serie: Rhodan soll das PARALOX-ARSENAL finden, das ES zum Überleben benötigt.

Der Expokrat wäre kein Expokrat, wenn er nicht gleichzeitig neue Rätsel einbauen würde, die in diesem Zyklus oder den folgenden Zyklen irgendwann eine Bedeutung erlangen könnten. Stichwort Ritteraura und die Reaktion der Kosmokraten. Fazit: Ein rundum gelungener Roman, der Lust auf mehr macht.

Noch eine Bemerkung meinerseits zum Zwiebelschalenmodell, das Uwe Anton in seinem Roman mal wieder in Erinnerung ruft. Wie der Name schon verrät, handelt es sich um ein Modell. Es ist in der Wissenschaft nicht unüblich, dass Modelle über kurz oder lang aufgrund neuerer Erkenntnisse entweder gekippt oder modifiziert werden. Es spricht also nichts dagegen, dass die Autoren dieses Modell mal über den Haufen werfen und ein Neues entwickeln!

 

Stilblüte (Rhodans Gedanken zu ES auf Wanderer, Seite 24):

Das war sozusagen der Beginn einer wunderbaren Freundschaft gewesen, der im Verlauf der Jahrtausende allerdings mitunter durch die eine oder andere Kleinigkeit belastet worden war.

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