Ansichten zu PR 2519

Handlung:

Die JULES VERNE materialisiert im Holoin-Fünfeck. Im Gegensatz zum ersten Besuch des Schiffes ist die Ankunft dieses Mal problemlos. Atlan wird in der Steuer-Zentrale des Sonnentransmitters für einen Maghan gehalten. Die Wissenschaftler der ATLANTIS und der VERNE beginnen mit den notwendigen Justierungsarbeiten. Für die Arbeiten stehen nur 2 Wochen zur Verfügung. In dieser Zeit begibt sich die JULES VERNE auf einen Erkundungsflug zum Sternhaufen Bengar. Seit dem ersten Kampf um ITHAFOR ist bekannt, dass es dort Aktivitäten der Frequenz-Monarchie gibt. Die JULES VERNE sucht den Ortungsschutz von Sternen in der Nähe von Bengar auf. Insgesamt werden Aktivitäten von bis zu 8500 Schiffen der FM festgestellt. Man beobachtet aber auch im weiteren Umfeld erneut Konflikte zwischen Tefrodern und Gaids.

Um ihre Anwesenheit nicht zu verraten, beschließt Atlan die Beobachtungen um Bengar aufzugeben und stattdessen einer Flotte von Schlachtlichtern zu folgen, die zur Hades-Dunkelwolke fliegen. Die Flotte der Frequenz-Monarchie fliegt in die Dunkelwolke ein. Was sie dort tut, kann von der VERNE nicht erfasst werden. Man fliegt schließlich zum Planeten Chemtenz im Kraltmock-System wo man sich mit der NAUTILUS I und II trifft. Mitte Februar trifft dort über einen Situationstransmitter das erste Kontingent der Galaktischen Flotte, insgesamt 1600 Schiffe, ein. Ein Teil der Flotte fliegt weiter nach Gleam in Andro-Beta, einige Fragmentraumer verbleiben bei Chemtenz und der Rest fliegt zum Holoin-Fünfeck. Aufgrund der Entfernungen werden 20 bis 25 Tage vergehen, bis die Flottenkontingente ihre jeweiligen Ziele erreicht haben.

Zwischenzeitlich sind die Gaids auf das Holoin-Fünfeck aufmerksam geworden. Ein einzelnes Schiff wird vom Fallensystem vernichtet. Nur wenig später tauchen mehrere Hundert Schiffe der Gaids auf und dringen in das System ein. Den Wissenschaftlern der ATLANTIS gelingt es den Sonnentransmitter zu aktivieren. Vom Zhaklaan-System treffen 2000 Fragmentraumer ein. Bei den folgenden Kämpfen werden nahezu alle Gaidsschiffe vernichtet. Diese Schlacht ist kaum überstanden als eine Flotte von 500 Schlachtlichtern und weiteren 3000 Gaids-Raumern eintrifft.

 

Rezension:

Der Roman endet mit diesem Cliffhanger, nächste Woche geht’s wieder zur Stardustebene. Innerhalb von 6 Wochen steuerte Arndt Ellmer 3 Romane zur Serie bei und insgesamt den 4. zum aktuellen Zyklus. Damit hat er zusammen mit Christian Montillon fast die Hälfte, nämlich 9 der 20 Romane des Stardust-Zyklus verfasst. Die anderen 11 wurden von insgesamt 8 Autoren geschrieben. Viel schreiben muss zwar nicht zwangsläufig zu dem Ergebnis führen, dass auch die Qualität darunter leidet, zumal ich nicht weiß, welchen zeitlichen Vorlauf die Autoren haben. Ich muss jedoch feststellen, dass die beiden letzten Romane des Leserbriefonkels qualitativ nicht zu den besten Erzählungen zählen.

Die Beschreibungen der technischen Probleme der Wissenschaftler auf der Justierwelt offenbarten deutlich, dass der Autor sich bei diesem Thema deutlich unwohl gefühlt hat. Neben den etwas hilflos anmutenden Beschreibungen der Tätigkeiten der Wissenschaftler ließ auch der Spannungsbogen zu Wünschen übrig. Der war alá Star Trek aufgebaut: „Wir benötigen mehrere Monate, alles zu zerlegen, neu zusammenzubauen und zu justieren – Sie haben 2 Wochen dafür – Jawohl Atlan, für Dich schaffen wir das!“ Und plötzlich sind alle Probleme gelöst. Ich habe mehrmals im Heft hin und her geblättert aber ich habe die entscheidende Stelle mit der Lösung der Probleme nicht finden können. Da steht einfach nur, dass alles läuft. Der Autor muss sehr erleichtert gewesen sein, als er in seinem Roman diesen aus dem Exposé vorgegebenen Punkt erreicht hatte. Er vergaß zu beschreiben, wie die Probleme denn gelöst wurden.

Zu dieser Situation gesellten sich wieder mal Ellmer-typische Ungereimtheiten. Wir wissen nichts über die Antriebssysteme der Schiffe der Frequenzmonarchie. Wie schafft es die JULES VERNE in einem Abstand von 400 LJ diesen Schiffen zu folgen? Und wie schafft es die JULES VERNE, diese Schiffe zu orten? Stellt doch der Autor im gleichen Roman fest, dass sich die Schiffe der FM selbst mit dem Kantor-Sextanten nur aus großer Nähe orten lassen! Beim Treffen mit den beiden Kreuzern fehlte die HALUT, von der in Heft zuvor gesagt wurde, dass sie sich den Galaktikern anschließt. Sicherlich nur eine Kleinigkeit, trotzdem macht es keinen Spaß, wenn ganze Schiffe von einem Heft zum anderen einfach so verloren gehen. Nur der Kommandant Sturben Rager wird erwähnt.

Schön, dass der Autor endlich auch mal erklärt hat, was eine Hygienezelle ist. Auf diese Erklärung warte ich seit 2519 Wochen! 😉

Insgesamt hat mir die Andromeda-Ebene nicht besonders gefallen. Man springt mal hier, mal dort hin – Trafitron sei Dank – und sammelt Informationen. Nach 4 Heften gibt es aber kaum Zählbares zu berichten und ja, wir haben ein paar historische Schauplätze besucht. Zu meinem Puzzle sind kaum neue Teile hinzugekommen und verbinden lassen die sich eh nicht. Nun ja, ich hoffe, ich muss nicht bis 2549 oder 2599 warten, bis die Autoren mit ein paar Antworten aufwarten.

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