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Handlung:

Die NAUTILUS I fliegt die Heimat der Charandiden, den Planeten Thirdal an. Kurz vor dem Ziel trifft man auf ein Raumschiff der Gaids. Die NAUTILUS weicht diesem aus, in der Hoffnung nicht entdeckt worden zu sein. Ein Einsatzkommando wird mit einem Shift auf dem Planeten abgesetzt. Es besteht aus der Chonossonerin Francinn Teseus-Chan, einer Biologin, mit einer Schwäche für Zahlenmystik, dem Kamashiten Perme Umbrar und Gucky, der den Expeditionsleiter mimt. Sie sollen Kontakt zu den Charandiden – den Sternenhorchern – aufnehmen, um Informationen zur Situation in Andromeda zu erhalten. Einer der Charandiden hat mittlerweile mit seinen psionischen Fühlern eine Entdeckung gemacht. Ein dunkles Feuer, ein Ort der Verlockung, das es unbedingt zu erreichen gilt.

Unterdessen hat das zuvor geortete Schiff der Gaids ebenfalls Kurs auf Thirdal genommen. Die NAUTILUS wird von Ihnen aufgefordert, das System zu verlassen, da man in ein Sperrgebiet eingedrungen sei. Die Versuche der NAUTILUS mit den Gaids eine Einigung zu erzielen scheitern. Bei dem folgendem Scharmützel wird das Schiff der Gaids so schwer beschädigt, dass es auf Thirdal notlanden muss.

Gucky teleportiert zum Ort der Notlandung und entführt den Kommandanten, um ihn zu verhören. Er erfährt allerdings nichts. Die Gaids sind unwissend und befolgen nur Befehle. Um Kontakt zu den Charandiden herzustellen nimmt der Kamashite einen Extrakt der Drogenpflanze Third zu sich. Dabei gerät er in die Gefahr nicht mehr aus dem mentalen Netz der Charandiden entlassen zu werden.

Auch Gucky nimmt die Droge ein. Es gelingt ihm in Kontakt zu den Charandiden zu kommen. Mit der Unterstützung durch die mentalen Fähigkeiten des Ilts entdecken sie in Andromeda ein Netzwerk unbekannter Art, das dem Netzwerk aus Third-Pflanzen ähnelt. Einer der Knoten dieses Netzwerks übt eine starke Anziehungskraft aus. Diesen Ort wollen die Charandiden unbedingt erreichen. Mit Guckys Psi-Kräften gelingt Ihnen der Sprung zu dem unbekannten Ziel. Der Kamashite und Gucky können das mentale Netz verlassen. Die NAUTILUS verlässt Thirdal und steuert das 115.000 Lichtjahre entfernte Chemtenz-System an.

 

 

Rezension:

Mit „Die Tauben von Thirdal“ steuert Leo Lukas seinen 2. Roman zum Stardust-Zyklus bei. Der Schreibstil des Autors ist in diesem Roman – anders als sonst – eher konservativ ausgefallen. An die mit Leichtigkeit und Humor dargebotene Nr. 2504 kommt er nicht heran. Im Vergleich zu Rainer Castors Machwerk der Vorwoche hingegen schwingt sich der Roman von Leo Lukas in ungeahnte literarische Höhen auf. Die Zahl der Charaktere ist begrenzt und zudem kommen echte lebende, denkende, fühlende und handelnde Personen zum Einsatz, von denen man mehr erfährt als nur einen Auszug aus der Personalakte über Alter, Gewicht und Herkunft.

Nein im Ernst: Der Roman erklimmt natürlich keine literarische Höhen – dafür bleibt die Erzählung einfach zu konventionell – es fehlen schlicht die Spannungselemente und die Abfolge der Ereignisse ist einfach zu brav geraten. Die Akteure geraden zu keiner Zeit unter Druck. Allerdings gelingt es dem Autor Figuren zu erschaffen, die dem Leser nicht völlig egal sind.

In Erinnerung bleibt mir eine Aussage zum Wesen Guckys. Leo Lukas schreibt „… die übrigen Sozialkontakte des Mausbibers erschöpften sich meist in oberflächlichem Geblödel.“ Zugegeben, ich habe diese Darstellung etwas aus dem Zusammenhang gerissen. Nichtsdestotrotz trifft genau dieser Halbsatz auch meine Eindrücke zur Figur des Ilts.

 

Spekulation:

Das Andromeda umspannende Netz mit ca. 20 Knotenpunkten, zwischen denen es Bewegungen gibt erinnert an das Polyportnetz. In Andromeda soll es ja 22 Höfe geben (Info aus Heft 2501).

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