Ansichten zu PR 2514

Handlung:

Das Vamu des Frequenzfolgers Sinnafoch erwacht in einem Klonkörper zu neuem Leben. Ein Kunstgeschöpf, der Referror-8211, begleitet den Prozess des Erwachens und Erinnerns. Einer der zwei Herrscher der Frequenz-Monarchie, VATROX-CUUR, gibt Sinnafoch den Auftrag das Distribut-Depot ITHAFOR einzunehmen. Mit einer Flotte von 2400 Schiffen kehrt Sinnafoch an den Ort seiner letzten Niederlage zurück.

Zwischenzeitlich erhält Reginald Bull eine offizielle Depesche des Galaktikums. Der Vorsitzende des Galaktikums, der arkonidische Imperator Bostich I., bittet um eine Unterredung in Galakto-City, dem Hauptsitz des Galaktikums auf dem Planeten Aurora. Mit Lech Hallon und Gucky fliegt Bull mit der JULES VERNE zu dem Treffen. Aurora liegt auf halber Stecke zwischen Arkon und Terra und beherbergt ca. 40 Millionen Mitglieder der verschiedensten galaktischen Völker.

Neben verschiedenen Gesprächen mit Abgesandten galaktischer Völker hat Bully auch Besuch von Báalols. Nach dem Gespräch mit Bostich kommt es am nächsten Tag zu einer Dringlichkeitssitzung des Galaktischen Rates, dem maßgeblichen Exekutivgremium, ein von der Vollversammlung der galaktischen Völker gewählter 12-köpfiger Ministerrat.

Bull informiert den Rat über die bisherigen Erkenntnisse der LFT. Der Rat beschließt die militärische Unterstützung durch das Galaktikum und entsendet eine Flotte nach ITHAFOR. Außerdem wird zur Unterstützung der JULES VERNE, die nach Andromeda fliegen soll, eine weitere Flotte zusammengestellt.

Am 30. Januar 1463 NGZ greift die Flotte von 2400 Schiffen der Frequenz-Monarchie unter dem Kommando Sinnafochs das Distribut-Depot an. Der galaktischen Flotte gelingt es den Angriff nicht nur zurückzuschlagen, es gelingt auch den Frequenzfolger Sinnafoch zusammen mit zweihundert Besatzungsmitgliedern gefangen zu nehmen. Eine genetische Analyse des Frequenzfolgers ergibt, dass es sich tatsächlich um Sinnafoch handelt, der 14 Tage zuvor bereits einmal den „Tod“ gefunden hatte.

 

Rezension:

Wie immer nach Zeitsprüngen in der Serie dürstet es mich nach Informationen, wie sich die politischen, wirtschaftlichen, sozialen und militärischen Strukturen der MS-Völker entwickelt haben. Arndt Ellmer liefert mit „Ein Fall für das Galaktikum“ einige Antworten zu diesen Themen. Die Antworten bringen allerdings nur wenig Überraschendes zu Tage. Die Verhältnisse im Galaktikum werden vom Autor beinahe idealtypisch geschildert. Alle Völkervertreter sind auf Schmusekurs zueinander gegangen. Dieses Szenario wäre 10 oder 20 Jahre nach TRAITOR nicht außergewöhnlich gewesen. Aber 116 Jahre später erhoffe ich mir doch ein bisschen mehr Würze im Zusammenwirken der Völker des Galaktikums. Zugegeben, dies waren die ersten Eindrücke von Aurora. Vielleicht wird es ja noch interessanter.

Der Roman selbst ist solide geschrieben und war flott zu lesen. Mit der Figur des Reginald Bull kommt der Autor gut zurecht. Auch die Schilderungen Sinnafochs sind gelungen. Immer dann, wenn es keine komplexen Problemstellungen zu lösen gilt, kann mich der Autor überzeugen. Das ist jetzt nicht hämisch gemeint, manch anderer der Autorenkollegen hat schon einfachere Romane in diesem Zyklus in den Sand gesetzt. Da kann ich die einfache aber verlässliche Arbeit von Arndt Ellmer lieb gewinnen. Sprachlich weisen seine Romane immer wieder mal recht eigenartige Fehler auf. Es ist beinahe so, als würde der Autor noch während des Schreibens eines Satzes die Zielrichtung ändern. Statt den einen Gedanken erst mal zu Papier zu bringen und ihn anschließend zu ändern, findet die Korrektur scheinbar unmittelbar und offensichtlich nicht in letzter Konsequenz statt. Dadurch finden sich wiederholt recht eigenwillige Ausdrücke im Roman wieder. Insgesamt jedoch hat mich die Erzählung überzeugt.

Im nächsten Heft wird ein weiterer Handlungsschauplatz aufgemacht. Es geht nach Andromeda. Glaubt man den Leserumfragen, dann ist der MDI-Zyklus nach wie vor einer der beliebtesten der Serie. Das ist natürlich dem Autoren Arndt Ellmer auch bekannt. Beinahe schelmisch lässt er seinen Protagonisten Reginald Bull am Ende seines Romans Gedanken zu den Meistern der Insel und zu Multiduplikatoren anstellen. Persönlich hoffe ich, dass es hier nicht zu einer Wiederbelebung dieses alten Themas kommt. In der Stardustebene haben wir bereits genügend Reminiszenzen an alte Zeiten.

 

Leave a reply