Ansichten zu 2502

Im zweiten Teil von Christian Montillons Doppelband geht die Flucht von Perry Rhodan und seinen Begleitern in den Katakomben der Endlosen Stadt vor den Truppen der Frequenz-Monarchie weiter. Von dem Halbspur-Changeur Ariel Motrifis erfährt Rhodan, dass sich die Andury, seitdem sie sich im System Andury-Aphanur niedergelassen haben, keiner Raumfahrt mehr bedient haben. Es gibt jedoch ein Museum, in dem ein Raumschiff als Relikt vergangener Zeiten eingelagert ist. Dieses Schiff ist das Ziel von Rhodans kleiner Gruppe. Die „Schollen“ der Endlosen Stadt werden zum Teil durch ein Transmitternetz miteinander verbunden, das auch von unseren Protagonisten genutzt wird. Unterwegs trifft die Gruppe nur auf wenige Flüchtlinge der Andury. Viele sind tot oder sind „gegangen“, wie Motrifis sich ausdrückt. Sie wechseln in die „Aphanur-Halbwelt.“ Auch Motrifis überlegt, diesen Schritt zu tun. Da er sich die Schuld an der Auslöschung der Andury durch die Frequenz-Monarchie gibt, hat er jedoch Angst vor den Reaktionen derer, die diesen Schritt bereits vollzogen haben. Vorher „bestimmt“ er Perry Rhodan jedoch zu seinem „Erben“. Er übergibt ihm seinen Controller der Kategorie A. Damit lässt sich ein Polyport-Hof programmieren. Zu einer Einweisung Rhodans in das Gerät kommt es jedoch nicht mehr. Mittlerweile ist auch der Frequenzfolgers Kharonis auf die Flüchtigen aufmerksam geworden und beteiligt sich persönlich an der Verfolgung. Beim Museumsschiff MIKRU-JON kommt es dann zum Showdown zwischen Rhodans Gruppe und dem Frequenzfolgers Kharonis mit seinem Begleiter Ptoriss. Kharonis und Ptoriss werden getötet und Rhodans Gruppe gelingt mit der MIKRU-JON die Flucht. 2 weitere Controller vom Typ A, die der Frequenzfolger bei sich hatte, nimmt Rhodan ebenfalls an sich. Motrifis gelangt, bereits im Sterben liegend, in die Aphanur-Halbwelt, wo die Überlebenden seines Volkes ihm verzeihen.

 

Soweit die Handlung …

Auch der 2. Teil von Montillons Doppelroman ist kurzweilig. Ich habe das Heft in einem Rutsch gelesen. Auch in diesem Roman bedient sich der Autor eines ähnlichen Stilmittels, wie im Band zuvor. Dort hatte Ariel Motrifis in Rückblenden aus der Geschichte seines Volkes erzählt. In 2502 setzt sich dies teilweise fort. Der Autor schildert die Gedanken- und Gefühlswelt von Motrifis. Anfänglich sind diese von seinen Schuldgefühlen beherrscht; er gibt sich die Schuld daran, dass die Frequenz-Monarchie den Weg nach Markanu gefunden hat. Daneben gibt der Autor über die Gedankenwelt von Motrifis auch wieder viele Informationen an uns weiter. Wir erfahren, dass in der Sonne Andury-Aphanur der „Leichnam“ der Superintelligenz APHANUR liegt. Dieser besondere Umstand ist wohl ursächlich für das Phänomen, dass die Halbspur-Changeure in 2 Kontinua gleichzeitig leben. In der Vergangenheit konnten die Halbspur-Changeure mehrmals bereits in die Aphanur-Halbwelt wechseln. Da dort die Zeit langsamer vergeht, waren sie in der Lage, Konflikten im normalen Kontinuum aus dem Weg zu gehen. Nunmehr scheint es allerdings keine Rückkehr aus der Halbwelt für die wenigen Überlebenden mehr zu geben.

 

Zum Ende der Handlung in der Endlosen Stadt schließt sich der Gruppe um Rhodan übrigens ein neues Mitglied an. Es ist ein Tier (?), das einem kleinen Tiger ähnelt. Mondra scheint eine besondere Affinität zu diesem Wesen zu haben. Sie bezeichnet es als Ramoz. Ich kann nur hoffen, dass dies nicht der Ersatz von einem gewissen kleinen Elefanten sein wird! Bäh!

 

Was bleibt sonst noch zu sagen? Ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass Icho Tolot auch mal anders, als nur kämpfend, in Erscheinung tritt. Immerhin hat sein Planhirn in dieser Folge den Weg zur Außenseite einer Scholle der Endlosen Stadt berechnen dürfen. Das kann mein Navi allerdings auch. Dazu brauch ich keinen 3,5 m großen Haluter. Auch in dieser Folge gab es mehrere Scharmützel mit dem Feind. Christian Montillon bedient sich dabei einer Sprache, die mir nicht gefällt. Zu beinahe jedem Opfer von Gewalt in seinem Roman reicht es dem Autoren leider nicht, den Hergang des Todes zu schildern, er reicht auch das eine oder andere Mal Schilderungen vom Zustand der Leiche nach. Schade, ein ansonsten guter Roman wird durch diese niveaulosen Schilderungen abgewertet. Der Zyklus ist erst 3 Hefte alt aber diese primitiven und geistlosen Darstellungen scheinen zu einem festen Bestandteil des Perryversums zu werden.

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