Archive für August 2010

Ansichten zu PR 2555


Kante des Untergangs - Handlung:

Nachdem Rhodan den Kontakt zu den Gnostikern im Basis-Lager aufgenommen hat, kommt es zu einer Zusammenarbeit. Die Daten des frerinischen Wissenschaftlerteams von Ihren Expeditionen an den Rand der Welt und von Ihren Raketenabschüssen werden von der Ortungsspezialistin der Raumlandestaffel Gesine Pitzesch ausgewertet. Zudem werden für die zu erwartende nächste Expedition die Geräte der Gnostiker verbessert und Rhodan verspricht, die Expedition zu begleiten und über die Frerin zu wachen.

Am nächsten Tag bricht der aus 27 Luftkissenfahrzeugen bestehende Verband der Frerin zum Rand der Welt auf. Ein LUPUS-Shift, CYGNUS-Gleiter, die TARAs und die Raumlandesoldaten begleiten unsichtbar die Expedition. Auch das Apostel der Frerin, Orcizu, ist mit dabei und führt die heilige Reliquie mit sich, von der die Galaktiker annehmen, dass es ein Gefäß für Psi-Materie darstellt. Alle Teilnehmer leiden unter einer bleiernen Müdigkeit, die umso stärker wird je näher man dem Rand der Welt kommt. Nur das Kristallwesen Clun’stal Niemand ist von den Einflüssen der deflagrierenden Psi-Materie unbeeindruckt. Der Gnostiker Licafa versucht vergeblich, das Apostel zur Umkehr zu bewegen. Als Rhodan schließlich eingreift und den Raumlandesoldaten befiehlt, die Schwebepanzer mit Prallfeldern am weiteren Vordringen zu hindern, setzt Orcizu die Reliquie ein. Die enthaltene Psi-Materie wird freigesetzt und für einen kurzen Moment scheint es so, als ob der Prozess der Auflösung am Rand der Welt zum Erliegen kommt. Doch dann bricht das Inferno umso stärker los. Mit Mühe können die Galaktiker einen Teil der Luftkissenfahrzeuge und deren Besatzungen aus der Gefahrenzone retten.

Das Ende der Scheibenwelt scheint gekommen. Rhodan bittet die MIKRU-JON im Umfeld des Handelssterns Psi-Materie einzusammeln. Mit einer größeren Menge, als jene, die in der Reliquie enthalten war, soll erneut der Versuch gemacht werden, die Welt zu retten. Da Rhodan unsicher ist, ob dieser Plan gelingen kann, will er alle Bewohner Frerinos auf den Handelsstern TALIN ANTHURESTA evakuieren. Er fliegt nach Frer, um den dort befindlichen Transferkamin zu aktivieren. Beim Eindringen in die zentralen Gebäude der Pontifikalklause lüftet Rhodan das Geheimnis um den Pontifex. Dieser ist seit langem tot und mit kybernetischen Elementen ausgestattet worden und wird von den anderen Klerikern gesteuert. Auch die Generalvikarin entpuppt sich als Cyborg. Sie stellt Rhodan und dem Konzept eine Falle, doch das Kristallwesen kann die beiden befreien. Mittlerweile hat die MIKRU-JON genügend Psi-Materie gesammelt und kann damit den Auflösungsprozess um die Scheibenwelt stoppen. Eine Evakuierung ist damit nicht mehr nötig. Während die Frerin unter der Apostulischen Trifamilie einer neuen Zukunft entgegensehen, verlassen die Galaktiker an Bord der MIKRU-JON die Scheibenwelt.

 

 

Rezension:

Vom Schreibstil her gefiel mir der zweite Teil von Leo’s Doppelband sogar noch etwas besser als 2554. Die Tripolarität der Gesellschaft Frerinos wird von Leo Lukas weidlich genutzt um sich sprachlich zu verlustieren. Eine Erzählung, die mir ausnehmend gut gefiel, wäre nicht das dümmliche Ende gewesen. Störend wirkten auch die im Roman eingestreuten Technik- und Historienabrisse, die so überhaupt nicht zur übrigen Erzählung passten. Diese Einschübe zum Thema Psi-Materie, Funktionsweise HÜ-Schirm u.a. entstammten wohl 1:1 der Datenbank von Rainer Castor. Durch diese im Dozentenstil eingebrachten Textteile ging ein ums andere Mal der Erzählfluss der eigentlichen Geschichte verloren und musste mühsam wiedergefunden werden.

Das Ende der Geschichte ist langweilig und flach, flacher noch als die Scheibenwelt. Nur kurz steigt die Spannung etwas an, als Rhodan und Co in das Zentrum der Priesterkaste vordringen. Aber dann passiert es: Schlagartig gehen dem Exposé und dem Autor die Ideen aus. Seitdem die Psi-Materie als die Ursache und als die Lösung aller Probleme in diesem Zyklus entdeckt wurde, musste man allerdings mit diesem banalen Ende rechnen.

Uneins bin ich mir alleine über Leo Lukas Verhältnis zum Problemlöser Nr. 1. In beiden Romanen lässt er ein ums andere Mal ein paar Sätze zur Psi-Materie fallen, die ich zuerst als Sarkasmus interpretiert habe. Der Autor schien sich der Unzulänglichkeit des „Wundermittels“ Psi-Materie als beherrschendes Element der Storyline bewusst zu sein. Auf der anderen Seite könnte es aber sein, dass der Autor lediglich die Leser verarscht. Denn am Ende dieser Geschichte ist zu lesen (Seite 57) als Rhodan Mikru anfunkt: „Hol uns hier ab und rette im Vorbeifliegen diese Welt“ und eine Seite weiter: „Wie leicht, nüchtern und unspektakulär sich das hinschrieb …“

 

Ansichten zu PR 2554


Die lodernden Himmel - Handlung:

Der Frerin Orcizu wird auf der Scheibenwelt Frerino als neutraler Beisitzender an das Gericht von Frer berufen. Am Ende des ersten Verhandlungstages wird er auf dem Nachhauseweg gekidnappt. Seine Entführer entpuppen sich als eine Bewegung der Opposition von Frerino. Sie wollen Orcizu überreden, während des nächsten Verhandlungstages die Öffentlichkeit über eine Gefahr, die der Scheibenwelt droht, zu informieren. Obwohl die Gruppe starke Argumente vorbringt, weigert sich Orcizu und wird daraufhin hypnotisiert. Am 2. Verhandlungstag ist er drauf und dran den Hypnosebefehlen Folge zu leisten. Er kann jedoch die Wachen im Gericht dazu bringen auf ihn zu schießen. Er überlebt schwerverletzt und entstellt. Wieder genesen wird er als Neutrum seiner 3-geschlechtlichen Spezies mit Sebyri, einer Agentin der geistlichen Macht, der so genannten Pontifikalklause und Fortela, einem Schauspieler verheiratet. Die Machthaber Frerinos proklamieren eine permanente Remissionierung mit dem zum Apostel beförderten Orcizu als Leitfigur. Unter dem Deckmantel dieser Scheinehe soll die Agentin Kontakt zu den Gnostikern aufnehmen. Die Machthaber haben ebenso wie die Gnostiker erkannt, dass der Scheibenwelt Gefahr droht. Im Randsektor der Scheibenwelt kommt es zu Energieeinbrüchen. Der Agentin Sebyri gelingt der Kontakt zu den Gnostikern. Orcizu erkennt in Licafa einen seiner Entführer.

Trotz unterschiedlicher Ansichten wird eine gemeinsame Expedition an den Rand der Scheibenwelt geplant. Orcizu gibt dazu die Befehle und lässt neben umfangreichem Material auch eine heilige Reliquie herbeischaffen. Eine erste Expedition, die das gemeinsame Basislager verlässt erleidet unter den chaotischen Bedingungen am Rand der Scheibenwelt schwere Verluste. Zwischenzeitlich ist die Heilige Reliquie im Lager eingetroffen, ein schlanke Kegel mit halbkugeligem Kopf, ca. 25 cm groß und einem Material, das purem Gold glich. Orcizu hebt die Reliquie über seinen Kopf und übt auf alle Anwesenden einen hypnotischen Zwang aus. Sie müssen ihm zu Willen sein.

Rhodan, Diamond und Tschubai/Lloyd sind unterdessen noch an dem Ort, an dem der Riesenwal Fogudare getötet wurde. Von Mikru kommt die Information, dass von der JULES VERNE keine energetischen Aktivitäten mehr ausgehen und der Funkkontakt abgerissen ist. Mikru hat zudem zwei 150 km durchmessende kugelförmige Nebelgebilde entdeckt, die den Handelsstern TALIN ANTHURESTA umkreisen. Rhodan beschließt die Gruppe aufzuteilen. Mit Tschubai/Lloyd und dem Kristallwesen Clun’stal Niemand und einem Trupp Soldaten will Rhodan die Scheibenwelten erkunden. Mondra soll mit Pral und Akika versuchen, das Feld, das die VERNE paralysiert, abzuschalten.

Rhodan lässt sich von seinem B-Controller die Ziele anzeigen. Dabei gibt der Controller bei einigen Zielen die Kennzeichnung „Segment nicht sicher“ aus, ohne das näher zu erläutern. Rhodan wählt eine dieser Welten an. Nach Durchgang durch den Transferkamin, der weniger als 1 Sekunde dauert, ortet der Trupp unbekannte hyperenergetische Impulse. Auf dem Weg dorthin werden Erkundigungen über die Scheibenwelt eingeholt. Sie wird von den Bewohnern Frerino genannt. Unterwegs erkunden sie auch eine Art Museum. Dort finden sie Hinweise auf die Geschichte der Frerin. Chaon, der Gott der Unordnung wollte das Volk der Frerin ins Verderben zerren, doch Anthun, der Gott der Ordnung griff ein und brach in einer gewaltigen Schlacht Chaons Macht und brachte das Volk der Frerin nach Frerino in Sicherheit.

Auf ihrer Erkundung entdecken Rhodan und seine Leute schließlich das Lager der Frerin und nehmen Kontakt zu Orcizu und Licafa auf.

 

Rezension:

Der dritte Doppelband in Folge. Analog zu Frank Borschs Doppelband stellt uns auch Leo Lukas eine Scheibenwelt vor. Die Vorschau auf den zweiten Teil verrät, dass Frerino auch nächste Woche Handlungsort sein wird. Bleiben noch 19.998 Scheibenwelten zum Erkunden. Wie lange geht doch gleich nochmal der Zyklus?

Na ja, Scherz beiseite. Eigentlich eine tolle Spielwiese, die sich da für die Autoren auftut. An 1 Ort befinden sich sage und schreibe 20.000 unterschiedliche Welten, 20.000 Möglichkeiten zum Austoben, 20.000 Chancen für tolle SF. Hoffentlich heißt es nicht zum Schluss: Und 20.000 mal ist nichts passiert! Bislang wurden uns 2 Zivilisationen vorgestellt, die eine auf dem Stand des 19. Jahrhunderts irdischer Technologie, die andere auf dem Stand des 20. Jahrhunderts. Schön geschrieben aber irgendwie nicht das, was ich von den 20.000 Welten erwartet habe, die einen 10.000.000 Jahre alten Handelsstern umkreisen. Interessant waren im vorliegenden Roman die geschilderte Theokratie und die Dreigeschlechtlichkeit der Bewohner.

Der Roman von Leo Lukas war dazu stilistisch gut geschrieben und hatte eine Vielzahl an netten Einfällen. Da der vorhergehende Doppelband aber als Lückenfüller, bzw. Tempoverzögerer herhalten musste, hätte hier schon ein bisschen mehr an Handlungsfortschritt sein dürfen.

 

Ansichten zu PR 2553


Die Stadt in der Mitte der Welt - Handlung:

Kruuper hat F’har dazu überreden können, den Vorstoß in die Mitte der Stadt so früh wie möglich zu unternehmen. Während der immer noch bewusstlose Sinnafoch im Hause des Erfinders zurückbleibt gelangen F’har, sein Gehilfe L´hete, Kruuper und Philip nach einigen Schwierigkeiten zumindest in den Äußeren Kreis der Stadt. Dort stellt sich ihnen allerdings erneut der alte Widersacher Kritt´han in den Weg. Er beschuldigt F’har in aller Öffentlichkeit des Verrats. F’har würde Wesen aus einer anderen Welt versteckt halten. Als F’har daraufhin Philip für ein Ablenkungsmanöver aus seinem Versteck entlässt, eskaliert die Situation. Die Kreiswahrer und Wächter der Stadt versuchen sich vor dem Ungeheuer in Sicherheit zu bringen. Kruuper nutzt die Situation und dringt bis zum Transferkamin vor. Dieser ist jedoch versiegelt und kann nicht genutzt werden. Aus einer Bedienkonsole kann Kruuper einige Schaltmodule bergen. Zurück in der Werkstatt des Erfinders kombiniert Kruuper die Module mit dem C-Controller. Bevor er die Schaltungen testen kann, erscheint Kritt´han vor dem Haus und fordert ein neues Duell.

Der bewusstlose Sinnafoch offenbart einen weiteren Teil seiner Vergangenheit. Er bekommt die Aufgabe, einen von den Xerxen besetzten Planeten zu befreien. Dies gelingt ihm schließlich wenngleich er beim Einsatz getötet wird. Nach seiner Wiedergeburt erwartet ihn ein neuer Einsatz als Frequenzfolger und Befehlshaber einer Flottille.

Mit Hilfe von Kruuper kann F’har die „Geschwungene Linie“ so modifizieren, dass er das Duell gegen Kritt´han gewinnt. Doch der Widersacher hat das Duell nur dazu genutzt das Versteck der 3 Fremden zu enttarnen. Die „Geschwungene Linie“ kann jedoch den Ring der Wächter überwinden, in dem sie sich dank der Verbesserungen von Kruuper und der Unterstützung eines Antigravprojektors in die Luft erhebt.

Während des Fluges erwacht Sinnafoch. Kruuper teilt ihm mit, dass er mit dem modifizierten Controller eine Station mit einem weiteren Transferkamin am Rand der Scheibenwelt entdeckt hat. Das ursprüngliche Ziel, der Handelsstern JERGALL, kann als Ziel programmiert werden. Sinnafoch, Kruuper und Philip verlassen das Land D´Tarka.

 

Rezension:

Puh! Ich bin froh, diesen Roman hinter mich gebracht zu haben. Über diesen Roman eine Zusammenfassung zu schreiben war schwer. Die Story ist langatmig, wirr geschrieben und mit hanebüchenen Einfällen gespickt. Es ist insbesondere sehr ärgerlich, dass die beeindruckende Umgebung mit den 20.000 Scheibenwelten und einem uralten Handelsstern in diesem Doppelband von Frank Borsch regelrecht abgestraft wird. Jegliche Faszination für diesen Schauplatz geht durch diesen Doppelband verloren.

Dabei geht der Autor das Thema schreibtechnisch eigentlich gut an. Die Charaktere der Scheibenweltbewohner waren fein gezeichnet und gefielen mir. Der „Rückblick“ in die Vergangenheit Sinnafochs brachte Aufklärung über dessen Charakter und Infos über die FM. Leider hat der Autor bisweilen vergessen, dass er einen SF-Roman zu schreiben hatte. Die fliegende Dampfmaschine und die Aufrüstung des Controllers versprühten den Charme einer Folge von Robbi, Tobbi und das Fliewatüüt.

Mal sehen, wie sich Leo Lukas im nächsten Roman schlägt. Der bringt uns die zweite von 20.000 Welten etwas näher.

 

Ansichten zu PR 2552


Totenspiel - Handlung:

An Bord des Handelssterns FATICO sieht Sinnafoch nur einen Ausweg. Er will die Hibernationswelten in Anthuresta erreichen. Nur dort kann aus seinem biologischen Erbgut ein Klon von ihm erstellt werden, wohin sein Vamu im Falle seines Todes flüchten kann. Er programmiert den Handelsstern JERGALL als Ziel seines Transfers. Der C-Controller gibt ihm etwas überraschend die Auskunft, dass die Transportportale FATICOs auch einen Schlachtturm und ein Feindschiff erfasst haben. Bei dem Feindschiff handelt es sich um die JULES VERNE. Sinnafoch programmiert auch für diese beiden Schiffe JERGALL als Zielort und instruiert die dortige Besatzung, das Terranerschiff gebührend in Empfang zu nehmen. Gemeinsam mit Kruuper und Philip tritt der Vatrox die Reise nach Anthuresta an.

Während des Transfers verliert der Frequenzfolger das Bewusstsein. Er erlebt die Zeit seiner ersten Wiedergeburt auf Hibernation-6 und in der Folge einen Einsatz als Frequenzanwärter an Bord des Schlachtlichts DEKTEROM in der Galaxis Kaskallen, die zu den 11 Galaxien des Polyport-Netzes gehört und von der Frequenz-Monarchie zurückerobert wird. Im Einsatz mit dem Frequenzanwärter sind auch Soldaten aus dem Volk der D´Tar.

Der immer noch bewusstlose Sinnafoch, Kruuper und Philip erreichen nach Ende des Transfers nicht wie erwartet den Handelsstern JERGALL. Stattdessen finden sich die 3 so unterschiedlichen Wesen auf einem unbekannten Planeten inmitten einer Graslandschaft wieder. Auf dem Planeten herrschen ähnliche Bedingungen wie im Handelsstern FATICO. Für Kruuper ist das ein Problem, da die Ressourcen seines Raumanzuges begrenzt sind. Er versucht vergeblich mit Sinnafochs Controller einen Transferkamin zu lokalisieren und zu aktivieren.

Zur gleichen Zeit im Land D´Tarka rüstet sich der geniale Erfinder F’har aus dem Volk der D´Tar mit seinem Gehilfen L´hete zu einem Wettstreit mit seinem Widersacher Kritt´han. Der Wettstreit wird mit 2 Dampfmaschinen im Zentrum der Stadt ausgetragen. F’har tritt mit der „Geschwungene Linie“ gegen die „Ruhm des Kreises“ von Kritt´han an. Überraschend verliert F’har das Duell und rast mit seinem Gefährt aus der Stadt. Da macht er eine Beobachtung. Eine blaue Röhre aus Licht steht für kurze Zeit am Horizont und verschwindet dann. F’har lenkt seine Maschine in diese Richtung. Dort angekommen entdeckt F’har 3 Fremde. Er schmuggelt Sinnafoch, Kruuper und Philip mit seiner Maschine in die Stadt D’Tarm. Wie es sich herausstellt glauben die Bewohner des Landes D´Tarka, dass ihre Welt eine Scheibe ist. Im innersten Kreis der Stadt D’Tarm soll es einen Transferkamin geben. F´har wird von Kruuper überredet, die 3 Fremden dorthin zu bringen.

 

Rezension:

Auch Frank Borsch startet mit einem Doppelband in die 2.Halbzeit des Stardust-Zyklus. Danach kommt noch ein Doppel von Leo Lukas. Geht das jetzt so weiter?

Das „Totenspiel“ gefiel mir recht gut. Direkt nach dem Halb-Zyklusauftakt wird nach Expokraten-Philosophie meist erst mal das Tempo herausgenommen. Mithin ein undankbarer Job für Frank Borsch. Zwar brachte der Roman keinen Fortschritt in Bezug auf die eigentliche Handlung aber die Geschichte über den Erfinder und die Abrisse der Vergangenheit Sinnafochs hat der Autor gut rüber gebracht. Erfreulich auch, dass der Autor die Figur des Philip zurückhaltend eingesetzt hat. Die Entwicklung des Okrills hat mir in den vergangenen Heften, wie mehrfach erwähnt, nicht sonderlich zugesagt.

 

Ansichten zu PR 2551


Das Wunder von Anthuresta - Handlung:

Im Inneren des Handelssterns TALIN ANTHURESTA erwacht ein Kristallwesen nach langem Schlaf. Es gibt sich den Namen Clun’stal und weil es ohne seinen Herrn Fogudare ein Nichts, ein Niemand ist, nennt es sich Clun’stal Niemand. Als das Kristallwesen für kurze Zeit die mentale Präsenz seines Herrn und Meisters Fogudare spürt, kehrt ein Teil seiner Erinnerung zurück. Der Meister hört sich jedoch verwirrt an. Clun’stal vermutet, dass die Psi-Materie möglicherweise außer Kontrolle geraten ist und Unbekannte, die er in TALIN ANTHURESTA entdeckt, dafür verantwortlich sind. Das Kristallwesen beschließt, die Fremden aufzuspüren. Die ersten Kontakte verlaufen anders, als sich Clun’stal das vorgestellt hat. Clun’stal sieht größere Ähnlichkeiten zwischen den Fremden und Fogudare, als vorher angenommen. Als er sich einem der Fremden telepathisch öffnet, teleportiert dieser jedoch in Panik und zieht dabei Körpermasse von Clun’stal mit.

Rhodan und Mondra stehen noch immer in der Halle mit dem alten Transferdeck. Seit Ihrer Ankunft und der Anzeige der 20.000 Welten im Controller hat sich das Konzept nicht vom Fleck gerührt. Doch plötzlich kehren die Hyperkristalle zurück und hüllen das Konzept ein. Durch den Kontakt bricht der Metabolismus von Tschubai/Lloyd zusammen. Als Mondra und Rhodan schon glauben, dass das Konzept tot ist, richtet sich Tschubai/Lloyd auf und teilt mit, dass sie Clun’stal Niemand helfen müssen. Die Gruppe kehrt ins Basis-Lager zurück. Dort taucht überraschend Mikru auf und teilt mit, dass die MIKRU-JON die VERNE verlassen hat. Mikru hat die Psi-Folie Thora in sich aufgenommen. Sie teilt mit, dass eine weitere Psi-Folie anwesend ist. Die Folie ist von Ramoz und sehr mächtig. Mikru kann schließlich auch diese Folie in sich aufnehmen. Mikru ist nun stark genug, um auch die Psi-Folie Kantor zu besiegen.

Clun’stal Niemand kann das Konzept von seinen friedlichen Absichten überzeugen. Er führt die Gruppe um Rhodan in eine riesige Halle, in der gigantische, 50 Meter große versteinerte Wale stehen. Um eines der steinernen Wesen entsteht eine Wolke aus Psi-Materie und sickert in den Körper ein. Fogudare erwacht zum Leben. Doch Fogudare ist wahnsinnig und greift die Gruppe an. Rhodan löst schließlich auf Bitte von Clun’stal eine Schaltung aus, die den Wal tötet.

 

Rezension:

Der Roman von Michael Marcus Thurner lebt anfangs noch von der Spannung, die in der 2. Hälfte von Heft 2550 aufgebaut wurde. Leider kann der Autor diesen Spannungsbogen nicht aufrechterhalten. Thurner hat es schlicht verpasst, die Elemente seines Doppelromans in die richtige Reihenfolge zu bringen. Zudem krankt die Story an zu vielen Nebenschauplätzen (Mikru, Drrdin, Chucan Tica, Psi-Folien, Thalia etc.). Für diese einzelnen Stränge musste in 2551 erst eine Lösung erarbeitet werden. In der Folge kam die Haupthandlung um den Handelsstern und die Entdeckung der 20.000 Welten zu kurz. Thurner hat die Entdeckung der 20.000 Welten an das Ende von 2550 gelegt. Dumm nur, dass alles was danach kam, eher zweitrangig war. Besser wäre es gewesen, die Einführung von Fogudare und sein Erwachen an das Ende von 2550 zu stellen und vielleicht ein bisschen mehr über die Anthurianer auszusagen und die Entdeckung der Scheibenwelten an das Ende von 2551 als Cliffhanger zu stellen.

 

Stilblüte (Seite 30):

Doch Frauen hatten eine eigene Sichtweise. Eine, die mir manchmal fremder erschien als jene von Superintelligenzen oder Kosmokraten.