Ansichten zu Perry Rhodan Heft 3274

Lichtung der Seligkeit – Ben Calvin Hary

Kmossen, der letzte Heddu, ist mit seiner WERKSTATT erschienen und bittet den Louwhanenstock Landanou um eine Audienz. Auch Soynte Abil und Vetris-Molaud intervenieren bei den Louwhanen. Den beiden Maghanen wird jedoch kein Gehör geschenkt. Der LEUCHTKRAFT wird lediglich ein zeitlich befristeter Aufenthalt im Gouttamsystem gewährt. Perry Rhodan, der sich auf der STIFT-W aufhält, überredet Ono Wolkenfahrt, ihn nach Atarmoun zu bringen. Der Terraner will selbst zum Louwhanenstock vordringen, um dort eingreifen zu können. Antanas Lato und Kemur begleiten ihn.

Während die WERKSTATT auf Atarmoun landet, sieht sich Perry Rhodan mit seinen Begleitern auf dem Planeten in der Nähe des Louwhanenstock Landanou um. Atarmoun erscheint als Oase des Friedens. Sie sehen sich in einer größeren Siedlung namens Lo-Yin um. Zahlreiche Besucher treiben Handel. Ein Regierungszentrum oder ähnliches kann Perry Rhodan zunächst nicht entdecken. Es gibt aber auch Sicherheitskräfte. Echsenartigen Kadangaru patrouillieren in den Straßen. Bemerkenswert ist die Brise, eine Art mentaler Druck, den alle Besucher verspüren. Kemur kann mit seinem Freffnat Spannungsspitzen anmessen. Wenn diese Entladungen auftreten, spüren die Besucher starke Gefühle, wie beispielsweise Wut. Es gibt auch Zonen, in denen die Brise verstärkt auftritt. Dort kommt es zu einer Begegnung zwischen Vrochonen und einigen Kadangaru. Plötzlich vermittelt die Brise das Gefühl von Hass. Als der mentale Druck vorüber ist, haben die Schergen Kmossens die Sicherheitskräfte getötet. Rhodan kann eine verletzte Soldatin der Kadangaru in die STIFT-W bringen, wo sie medizinisch versorgt wird.

Perry und seine Begleiter kommen hinter das Geheimnis der Truimou. Die Stöcke werden aus den Louwhanenstöcken geerntet. Anschließend werden die Stabgeschöpfe mit psionischer Energie aufgeladen und erhalten damit ihre paramechanischen Fähigkeiten. Beim Versuch, in den Louwhanenstock vorzudringen, werden sie von Kadangaru gestellt. Der Audienzsteward Taschuir tritt für Perry Rhodan und seine Begleiter ein. Er ist ein Sorgore. Auch aufgrund der geretteten Soldatin erhält Perry Rhodan eine Audienz beim Louwhanenstock Landanou. Der Unsterbliche trägt seine Geschichte vor und was ihm und den Milchstraßenvölkern das ES-Fragment bedeutet. Der Louwhanenstock will sich das ES-Fragment einverleiben. Mu Sargai ist zwar eine bekannte Größe aber längst nicht alle Louwhanen stehen hinter der Kosmokratin. Da erscheint Kmossen mit seinen Vrochonen. Der Heddu besteht auf seinen Kontrakt mit den Louwhanen. Es kommt zum Kampf. Perry Rhodan kann Taschuir retten. Dennoch ist der Sorgore noch nicht auf Seiten Rhodans. Der Terraner will die begonnene Einspeisung des ES-Fragments in den Stock aufhalten. Die beiden Mentalreservoire sind nicht kompatibel. Eine Katastrophe droht. Die beiden Maghane sollen in Rhodans Auftrag für Ablenkung sorgen.

Während die LEUCHTKRAFT die WERKSTATT angreift und von Atarmoun weglockt, birgt Perry Rhodan mit der STIFT-W die technischen Anlagen, in denen das ES-Fragment enthalten ist und in den Stock eingespeist werden soll. Letztlich wird er dabei von Taschuir unterstützt. Und auch die Schiffe der Louwhanen, die bislang die WERKSTATT unterstützten, wenden sich nun gegen Kmossen. Der Heddu muss fliehen. Mit ihrer wertvollen Fracht kehrt Perry Rhodan zur LEUCHTKRAFT zurück. Doch Kmossen hat noch nicht aufgegeben.

Rezension

Zunächst schildert der Autor die weitere Demontage der LEUCHTKRAFT. Das Schiff war unter seinen früheren Kommandanten Samburi Yura und Alaska Saedelaere eine unangreifbare Institution. Inzwischen kann selbst Waffenfeuer aus Thermokanonen die Walze beschädigen. Die „Kehrtwende“ kommt im letzten Viertel der Geschichte. Plötzlich schildert Ben Calvin Hary die Walze als Wundertüte. Unter seiner Schreibe entwickelt die LEUCHTKRAFT Fähigkeiten, wie sie sie in allen bisherigen Romanen nicht gezeigt hatte. Der Autor sprengt die Grenzen der Physik. Er erklärt dies mit Pararealitäten. Die mögen ja das Innere der Walze zu einem interessanten Schauplatz verhelfen. Sie jedoch außerhalb wirken zu lassen, hieße, die LEUCHTKRAFT kann alles und ist nicht an Naturgesetze gebunden. Das ist schon ein wenig ärgerlich, wenn so was aus dem Hut gezaubert wird.

Die beiden unsterblichen Kommandanten kommen auch nicht gut weg. Sie geben sich tatenlos, sie sind tatenlos und warten darauf, dass Rhodan einen Fehler macht und ihnen der Zufall in die Hände spielt. Von Vetris Molaud habe ich nichts anderes erwartet. Soynte Abil wird ebenfalls weiter demontiert. Beide Figuren braucht es nicht mehr in der Serie. Sie sind auserzählt. Zumindest können die Autoren mit beiden Figuren nichts mehr anfangen. Sie sind gerade noch gut genug, damit sie von Rhodan vor seinen Karren gespannt werden können. Der Exposé-Autor Wim Vandemaan, der gerne frühere Erzähllinien aufgreift, hat mit der MDI erneut einen Fehlgriff getan. Zeno Kortin hat er zurückgeholt und nun Soynte Abil. Er kann und konnte den beiden MDI kein Leben einhauchen. Ben Calvin Hary ist der neue Exposé-Autor ab Band 3300. Und er schreibt, als spiele diese Figur Soynte Abil keine Rolle mehr in seinen Plänen. Gut so!

Ansonsten bot die Geschichte bekannte Muster. Perry ohne Plan landet auf den Planeten, kann einem Wesen das Leben retten, stolpert in eine Umkleidekabine von Sicherheitskräften und wird dort von einem Sorgoren empfangen. Schließlich hält Perry endlich das ES-Fragment in Händen. Jetzt stört nur noch Kmossen. Insgesamt ein kurzweiliger Roman trotz der schwachen Figuren und der Wundertüte.


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