Ansichten zu Perry Rhodan Heft 3185

Die Einsamen von Halut – von Susan Schwartz
Auf seinem Weg durch die Milchstraße nähert sich FENERIK dem Planeten Halut. Der Planet hat in seiner Geschichte schon einiges erleiden müssen. Nun greifen die Mächte des Chaos nach dem Volk der Haluter. Die sind nicht gewillt, dem Treiben des Chaoporters tatenlos zuzusehen.
Entschlossen, der eigenen Spezies eine Zukunft zu geben, sind auch die Humidors. Die Atammas, wie sie sich selbst nennen, leben wenig beachtet in der Unterwelt von Halut. Mit ihren Wartungs- und Hilfsarbeiten, die sie für die Riesen von Halut verrichten, sind einige schon lange nicht mehr zufrieden. Die Atammas haben einen merkwürdigen Weg gefunden, aus dem Trott auszubrechen. Sie verüben Sabotageakte. Die sind exzellent geplant und noch besser durchgeführt. Der junge Haluter Matai Tum kommt dem Treiben auf die Schliche und deckt einen der Saboteure auf. Allerdings erkennt auch er nicht, dass der Atamma Wevar noch einen ganz speziellen Plan hat. Der greift nämlich auf eine Hinterlassenschaft der Upanishad-Schule MOJUG TORBED zurück und konstruiert einen Roboter mit parafähigen Gehirnzellen von Oogh at Tarkan.
Der terranische Kosmopsychologe Bothor Trittschank wird Augenzeuge der Ereignisse, als sich FENERIK Halut nähert. Er steht an der Seite von Blo Rakane, dem Anwalt Aller. Farbaud, der in Kontakt zu dem weißen Haluter tritt, bekundet Interesse an einer geologischen Auffälligkeit des Planeten. Einem Asteroiden, den die Haluter als „Berg“ bezeichnen.
Während sich im All Flotten von Halut und FENERIK gegenüberstehen, will der Quintarch den Asteroiden für FENERIK vereinnahmen. Außerdem macht er den Halutern ein Angebot. Schiffe der Audh sollen den Berg vorher untersuchen und Rakane willigt in die Untersuchung ein. Allerdings eskaliert die Situation. Es kommt zu einem Raumkampf. Letztlich landen Audh in der Nähe des Berges. Nun schlägt die Stunde von Wevar. Er schickt seine Konstruktion in den Einsatz. Die Parakräfte, die dabei entfaltet werden, setzen FENERIKS Truppen zu. Einmal mehr gibt das Serendipitätsprinzip des Chaoporters den Ausschlag in der Auseinandersetzung.
 
Autorin Susan Schwartz schildert in ihrem Roman Ereignisse, die sich in die bisherigen Geschehnisse nahtlos einfügen. FENERIK durchquert die Milchstraße und es ist offensichtlich so, dass niemanden an einer militärischen Auseinandersetzung gelegen ist. Trotz des Scharmützels, das die Autorin in ihrer Geschichte schildert. Aber das kann eben passieren, wenn auf beiden Seiten die Hände oder Tentakel auf den Feuerknöpfen ruhen. Ähnlich den Ereignissen, die zuvor im Solsystem passiert sind, nimmt FENERIK weitere Kräfte auf, die möglicherweise dazu beitragen sollen, die Motive und Ziele des chaotarchischen Machtinstruments irgendwann zu beeinflussen.
Die Story war nur mäßig spannend, weil sich schon auf den ersten Seiten herauskristallisierte, in welche Richtung sich die Geschichte entwickelt. Außerdem wirkte die ganze Story doch arg konstruiert. An einem bestimmten Punkt in der Historie des Planeten Halut überschneiden sich diverse Ereignislinien. Nach Jahrtausenden in relativer Abgeschiedenheit sehnt sich ein Volk nach Veränderung. Pünktlich zum Erscheinen FENERIKS wird eine Waffe fertiggestellt, die selbst Audh zusetzt. Und schließlich findet die Flucht von Gry O’Shannon genau hier ein (positives) Ende. Sollte Farbaud tatsächlich auf seiner Suche etwas anderes im Sinn gehabt haben, nämlich die flüchtige Terranerin einzufangen, gibt er sich gleichwohl schnell geschlagen. Er führt erneut das Serendipitätsprinzip für seine Entscheidung an und zieht mit den Atammas von dannen.
Die Story hat mich unterhalten aber das Prinzip wird arg strapaziert. Abgesehen davon, sollte nun nicht noch ein drittes, viertes Völkchen der Milchstraße seinen passenden Einzug in FENERIK erhalten. Und, vielleicht bilde ich es mir nur ein, aber Kosmopsychologen gibt’s in diesem Zyklus wie Sand am Meer. Jetzt gehen sogar die Haluter mit psychologischer Unterstützung in Konfrontationen. Und nach dem Konflikt müssen alle auf die Couch.