Ansichten zu Perry Rhodan Heft 3183

Im Primordialen Korridor – von Michael Marcus Thurner
Zwei Terraner suchen nach wie vor einen Weg, um aus FENERIK zu entkommen. Alaska Saedelaere und Gry O’Shannon sind im Primordialen Korridor unterwegs. Sie wissen nur wenig darüber. Der Korridor soll eine Art Fluchtweg sein. Die Erbauer, die beiden Chaotekten Perneter Horizont und Haretemir Horizont, sollen darüber aus FENERIK verschwunden sein. Die Wände des Korridors spiegeln Szenarien aus vergangenen Zeiten wieder.
Nach tagelangem Marsch erreichen die beiden Terraner eine Ausbuchtung, der später weitere folgen. Sie treffen schließlich auf Tshekdar. Der Doomoide verspricht, ihnen mehr über die Erbauer des Korridors zu verraten. Alaska und Gry müssen jedoch vorsichtig sein. Tshekdar ist gerissen. Sie treffen auf verschiedene Spezies. Unter anderen auch auf Yodoren. Der Pakt mit Tshekdar endet unvermittelt. Alaska und Gry werden von ihm und seinen Kumpanen aus dem Primordialen Korridor gestoßen.
Was das heißt, erfahren die beiden Terraner alsbald. Sie sind in die Vergangenheit gereist und beobachten den Bau FENERIKS. Beide geben sich als Qualitätsmanager aus. Sie treffen auf den Oblus. Das Wesen wurde im Inneren eines Braunen Zwergs mit Strahlung aufgeladen. Seine Oberfläche zeigt die gleichen Muster, wie sie Alaskas Cappin-Fragment aufweist. Der Maskenträger ist das einzige Wesen, das den Oblus ungeschützt betrachten kann. Das bringt ihn Anerkennung bei den hiesigen Spezies ein.
Als Perneter Horizont eintrifft, um den Fortschritt des Baus zu begutachten, erhalten Alaska und Gry eine Audienz. Der Chaotekt vom Volk der Osyrnen verrät ein wenig über den Bau. Die Informationen versetzen den beiden Terranern einen kleinen Schock. Sie sind 4 Millionen Jahre in der Vergangenheit! Die beiden Chaotekten sollen als Schlusssteine eine zeitlose Heimat im Fundament FENERIKS finden. Perneter lässt durchblicken, dass er dieses Schicksal nicht will. Er möchte einen Blick auf Alaskas Fragment werfen, weil er sich dadurch erhofft, die Prozesse die er und Haretemir auslösen, besser verstehen zu können.
Doch auch Perneter hintergeht Alaska. Gry O’Shannon kann ihn mit der abyssalen Dispersion vor einem Angriff des Chaotekten retten. Sie erpressen Perneter. Entweder er schickt sie wieder in die Zukunft, oder sie verraten ihn. Der Chaotekt ermöglicht ihnen die Reise wieder an den Ausgangspunkt. Dort überwältigen die beiden Terraner Tshekdar und seine Kumpanen und lassen sich zu Perneter in dieser Zeit bringen. Für den Osyrnen sind vier Millionen Jahre vergangen. Er will nun einen Blick auf das Cappin-Fragment werfen und Alaska lüftet die Maske.
 
Es sind zwei sehr unterschiedliche Romane, die ich an diesem Wochenende aus dem Perryversum gelesen habe. Mit Atlantis Band 12 durfte, nein, musste ich das Finale der Miniserie lesen, das von Ungereimtheiten und abgedrehten Szenarien nur so strotzte.
Dagegen mutet dieser Roman von Michael Marcus Thurner beinahe schon altbacken an. Als ruhigen Gegenentwurf zu den Zeitreiseverwirrungen in Atlantis ist auch die Zeitreise zu betrachten, die von den beiden Protagonisten in Thurners Geschichte absolviert wird. In einem Rutsch vier Millionen Jahre in die Vergangenheit, um ein wenig zum Bau FENERIKS zu erfahren und anschließend zurück an den Ausgangspunkt, wo sie die Bande um Tshekdar überwältigen können. So einfach kann eine Zeitreise sein. Dazwischen menschelt es etwas zwischen Alaska und Gry. Ein schöner, ruhig erzählter Roman, der Atlantis 12 um Lichtjahre schlägt. Das ist selbstverständlich nur meine Meinung. Andere sehen es vielleicht anders herum. Das Gute ist, Perry Rhodan bedient an diesem Wochenende unterschiedliche Leserinteressen.
Interessant ist, dass Saedelaere und seine Begleiterin auf ihrer Wanderschaft im Korridor auch auf Yodoren treffen. Die sind als Hilfsvolk der Kosmokraten bekannt. Der Maskenträger scheint sie nicht zu kennen. Jedenfalls macht er sich keine Gedanken darüber. Es stellt sich die Frage, ob die Yodoren ein Hilfsvolk sind, das seine Dienste beiden Hohen Mächten anbietet? Oder sind es hier nur einzelne Vertreter, die vom Weg abgekommen sind? Oder sind die Yodoren der Milchstraße vom Weg abgekommen? Oder sind alle auf dem richtigen Weg? Ich bin gespannt, wie es weitergeht.