Ansichten zu Perry Rhodan Heft 3092

Erdkern – von Susan Schwartz / Christian Montillon
Perry Rhodan und seine Begleiter sind in die Station der Staubfürsten vorgedrungen. Ein Ableger dieser Macht, das Staub-Faktotum, prüft die Eindringlinge. Letztlich lässt es sich überzeugen. Nicht zuletzt aufgrund des Staubkonzesses, das Perry Rhodan mit sich führt. Eine Vereinbarung wird geschlossen. Der Träger des Staubkonzesses wird die Zero-Drehscheibe aktivieren. Das Staub-Faktotum wird sich um den reibungslosen Ablauf kümmern. Das Stichwort wird Odysseus sein. Wenn Perry Rhodan mit seinen Begleitern zur Oberfläche zurückgekehrt ist und die Menschheit über eine Rückkehr entschieden hat, wird Iwán/Iwa Mulholland das Stichwort an das Staub-Faktotum senden.
Vor Perry Rhodan liegt noch eine schwere Aufgabe. Er muss die Terraner überzeugen, mit Terra und Luna in den angestammten Zweig des Dyoversums zurückzukehren. Die Vanothen wollen den Rücktransfer Terras mit allen Mitteln verhindern. Eine Abstimmung ergibt, dass sich die Mehrheit der Bevölkerung für den Rücktransfer entschieden hat. Die beiden Schwestern Oona und Fany Anckerstrom sind sich uneinig. Oona möchte gerne auf Terra bleiben. Und Fany möchte bei ihrer Schwester bleiben, aber sie möchte, dass Terra hier bleibt. Sie hat Albträume, die von Tag zu Tag immer schlimmer werden. In Perry Rhodan sieht Fany den Urheber allen Übels. Sie muss Perry Rhodan töten. Fany ahnt nicht, dass sie seit ihrer Kindheit vom Vano Porphyrio Dana manipuliert wurde. Der niemand anderer ist, als der Mäzen Milton Chu. Die TLD-Agentin Sulola Joop gibt sich als Vanothin zu erkennen und schult die Schwestern in ihren Mutantengaben. Fany kommt hinter die Manipulation von Milton Chu. Sie ist verletzt, doch die Schuld gibt sie dennoch Rhodan. Am Tag vor dem Rücktransfer verübt sie ein Attentat auf Perry Rhodan. Sie scheitert. Es kommt zu Verständigungen der bis dahin unversöhnlichen Gegner. Letztlich leitet Perry Rhodan den Rücktransfer ein, der vier Tage dauern wird.
 
Der Roman des Autorenduos Susan Schwartz und Christian Montillon ist (beinahe) der Abschluss der Thematik Mythos Erde. Terra und Luna kehren heim. Welche Schwierigkeiten dabei vielleicht noch zu überwinden sind und in welcher Zeit das Gespann das heimatliche Solsystem erreicht, spielt erstmal keine Rolle. Dieses Ergebnis, die Rückkehr, war zu erwarten gewesen. Erwartet wurden in diesem Roman von mir auch diverse Hindernisse, die von den Helden überwindet werden müssen, damit die Rückkehr eingeleitet werden kann.
In weiten Teilen ähnelte die Geschichte einem Drama. Drama deshalb, weil es einzelne Akte und Szenen gab, die aufeinander aufbauten, Und die Zuspitzung der Ereignisse zum Finale hin. Drama aber insbesondere deshalb, weil die Handlung hauptsächlich durch Dialoge vorangetrieben wurde. Zunächst musste das Faktotum überzeugt werden. Der Ableger der Staubfürsten führt mit Anzu ein Gespräch. Die Prüfung der Transmitterspezialistin fällt negativ aus. Doch Perry Rhodan kann das heilen. Zum Glück für alle Teilnehmer, denn das Faktotum wollte sie töten. Wie das Faktotum überzeugt wurde, ist mir irgendwie nicht in Erinnerung geblieben. Hängengeblieben ist mir lediglich der Hang des Faktotums zu einer Symmetrie von Ereignissen. Dieses Element wird später von den Autoren wieder aufgegriffen, als die den vergleichenden Historiker auf dieser Seite zurücklassen und Anzu auf Terra bleibt. Die Dialoge zwischen Tergén und Anzu transportierten viele Emotionen.
Der Entscheidungsprozess der Menschheit wurde ebenfalls über Dialoge abgehandelt. Figurenpaarungen verfolgten die Entscheidung aus der Distanz. Ein besonderer Akt in dem Drama nahm Fany ein. Sie kommt zwar hinter die Manipulation von Milton Chu. Letztlich ist sie jedoch nicht mehr Herrin ihrer Gedanken und setzt ihre zerstörerischen Pläne in die Tat um. Das Ende überrascht. Aussöhnung wird groß geschrieben. Mit Rico bleibt nur eine bekannte Figur auf der anderen Seite des Zwillingsuniversums.
Salopp würde ich meine Eindrücke der Geschichte so ausdrücken: Viel Drama aber wenig dramatisches.