Der Tryzom-Mann – von Michael Marcus Thurner – Handlung:
Nach dem Verlassen der Kunstwelt Wanderer steuert die NEÈFOR mit dem Dolan JASON an Bord das Madurantsystem und dem Planeten Thoo in der Canis-Major-Galaxie an. Der Flug gibt Opiter Quint die Gelegenheit mehr über Zau, den merkwürdigen Begleiter der USO-Agentin Mahnaz Wynter, zu erfahren. Zau vermittelt seine Geschichte auf sehr ungewöhnliche Weise. Opiter Quint ist „dabei“, als er Einzelheiten erfährt.
Die Geschichte nimmt ihren Anfang auf dem Planeten Lotron. Takerer haben auf dem Planeten ein genetisches Programm am Laufen. Unternehmen Tranat-System beschäftigt zahlreiche Takerer, darunter auch Numun und seine Frau Tavvu. Die Regeln sind hart. Die beiden können keine Kinder bekommen und werden auch vom genetischen Aufzuchtprogramm ausgeschlossen. In dieser Situation wendet sich der Genetiker Guvratosch an Numun und Tavvu. Er verspricht ihnen Kinder. Da das illegal ist, müssen alle mit Verfolgung durch den Geheimdienst Golamo rechnen. Laroschol, ein Agent der Golamo, ist Guvratosch schon lange auf den Fersen.
Numun und Tavvu kündigen ihre Arbeit und sind fortan von Guvratosch und dessen finanziellen Möglichkeiten abhängig. Der Wissenschaftler will eineiige Drillinge mit besonderen Fähigkeiten schaffen. Dazu setzt er auch Gen-Sequenzen einheimischer Spezies von Lotron ein. Die Drillinge sollen später zweigleisig denken können und Pedotransferer werden. Die Drillinge Anme, Mota und Zau werden geboren und Gen-Vater Guvratosch erforscht vom Tag ihrer Geburt an ihre Fähigkeiten. Er ist sehr ungeduldig und hat Angst davor, dass ihm die wissenschaftliche Anerkennung nicht mehr zu Lebzeiten zuteilwird, weil er bereits sehr alt ist. Numun ist sehr stolz auf seine Kinder und schützt sie vor dem Wissenschaftler, wo er nur kann. Vor Tavvu braucht Guvratosch keine Angst haben. Er hat sie heimlich Tablettenabhängig gemacht.
Als die Drillinge drei Jahre alt sind, zeigen sich die ersten Auswirkungen von Guvratoschs genetischen Eingriffen. Die Drillinge sind geistig überdurchschnittlich entwickelt. Anme ist ein Gedankentänzer und Mota entwickelt sich zu einem Pedotransferer. Und Zau kann beides, jedoch in geringerem Umfang. Doch plötzlich steht die Golamo vor der Tür und sie müssen fliehen. Guvratosch packt die Kinder in einen Gleiter und lässt die Eltern zurück, die von Laroschol getötet werden. Auf Porten, den vierten Planeten des Systems setzt Guvratosch seine Forschungen fort. Zau wird zunehmend rebellischer und die Drillinge widersetzen sich immer häufiger ihrem Gen-Vater. Widerwillig, und um die Drillinge zu besänftigen, nimmt er die Takererin Macinda zur Frau, die einen guten Einfluss auf die Kinder hat.
Zaus Fähigkeiten sind schwach. Er kann nur für zwei Minuten einen anderen Geist übernehmen. Sein Körper bleibt dabei stabil und wird nicht zu einer gallertartigen Masse, wie bei anderen Pedotransferern. Nur seine Körperkonturen verwischen. Macinda bringt Guvratosch dazu, die Kinder eine Zeitlang sich selbst zu überlassen. Er beschäftigt sich mit der Intelligenz-Steigerung der Lotron-Baumtänzer und verkauft die Züchtungen, die Gattrasch, um damit Geld zu verdienen. Guvratosch wird älter und arbeitet an einem Geheimplan. Dem Projekt Ruutosch. Wieder ist ihnen die Golamo auf die Spur gekommen. Macinda und Mota werden entführt und begehen in Gefangenschaft Selbstmord. Guvratosch, Anme und Zau siedeln auf dem Planeten Ceinnon.
Die Drillinge erfahren dunkle Details aus Guvratoschs Leben. Dennoch leben sie einige Jahre in Sicherheit, als erneut der Geheimdienst ihr Zuhause angreift. Guvratosch bleibt auf Ceinnon und opfert sich für Anme und Zau, die mit dem Raumschiff RUUTOSCH entkommen. Guvratosch gibt ihnen eine Botschaft mit. Er entschuldigt sich für seine Versäumnisse und bittet um Verzeihung, so wie er Zau verzeiht. Er schickt die RUUTOSCH auf einen Dilatationsflug 200.000 Jahre in die Zukunft. Dort sollen sie nach Ceinnon fliegen, der dann wahrscheinlich ein wichtiger Planet des takerischen Reiches ist. Die Gattrasch sind so konditioniert, dass sie Anme und Zau als Götter anerkennen werden.
Es kommt anders. 1533 NGZ endet der Flug und die Galactic Guardians bringen das Schiff auf. Anme opfert sich für seinen Bruder, der nach Lepso verkauft wird. Er ist der einzige Überlebende der Drillinge. Der Tryzom-Mann. Auf Lepso trifft er die USO-Agentin Mahnaz Wynter, die gegen ein Konsortium ermittelt. Nach einigen Umwegen gelangen beide zur USO und Monkey befördert Zau zum Agenten. Am Ende der Geschichte wird auch für Opiter Quint deutlich, von wo Zau stammt. Lotron ist der takerische Name für Terra!
Ein Detail seiner Geschichte hat Zau nicht verraten. Er war es, der die Golamo nach Ceinnon geholt hat. Er war zornig gewesen. Guvratosch hat seine leiblichen Eltern in Stich gelassen und hat Macinda und Mota auf dem Gewissen. Und doch sind da noch die letzten Worte Guvratoschs. „… so wie ich dir verzeihe, Zau …“.
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