Ansichten zu Mad Max Fury Road

Nach etwas mehr als fünf Jahren ist es mal wieder an der Zeit, auch in der Rubrik Filme und Heimkino einen Beitrag zu verfassen. Das Filme sehen habe ich nicht vernachlässigt, eher das Gegenteil ist der Fall. Ich schaue so viele Filme, dass ich keine Zeit finde, darüber zu schreiben. Allerdings ist der Kinobesuch immer seltener geworden. Wenn ich im Jahr 4 oder 5-mal ins Kino gehe, ist das viel.

Von daher habe ich mir Mad Max Fury Road im Heimkino gegönnt. Mit dem Teil 1 vor über 30 Jahren machte ich seinerzeit auch erstmalig Bekanntschaft mit etwas „härteren“ Filmen. Immerhin war der erste Teil seinerzeit indiziert worden und im Freundeskreis so angesagt, dass man daran nicht vorbeikonnte.

Ein paar Jahrzehnte später hat sich mein Filmgeschmack etwas geändert. Für Fury Road schien da kein Platz zu sein. Am Rande bekam ich jedoch mit, dass der Film überwiegend positive Kritiken bekam. Also habe ich den Film ins Programm genommen.

Die Story ist schnell erzählt. Mad Max (Tom Hardy) irrt mit seinem Fahrzeug durch eine Einöde, wird von durchgeknallten Mitgliedern einer Bande gefangen und für einen ebenso durchgeknallten Tyrannen und seiner Gefolgschaft als lebende Blutbank gehalten. Ein paar Frauen flüchten mit Furiosa (Charlize Theron) in einem Kampfwagen vor diesem Tyrannen und Mad Max schließt sich ihnen auf seiner Flucht an. Der Rest ist eine zweistündige Verfolgungsjagd, die auch kein echtes Ende bereithält.

Das macht aber irgendwie gar nichts. Dieser Film verlangt keinen durchdachten Handlungsaufbau und keine Pointe zum Schluss. Eine hemmungslose Materialschlacht ist angesagt und wird auch geliefert. Als wohltuend empfand ich den zurückhaltenden Einsatz von CGI-Effekten und auch die Schwerkraft durfte wieder mitspielen. Der Film wirkt auch nicht so durchgestylt und glattgebügelt wie andere Filme seiner Art. Die Figuren kommen zu kurz, aber auch das stört mich nicht. Tom Hardy wirkt in einigen Szenen nicht besonders helle, aber Charlize Theron bügelt das wieder aus.

Auch von der Bildqualität her kann der Film auf Blu-ray überzeugen. Er ist knackig scharf und hat eine tolle Tiefenwirkung. Die zwei Stunden spektakuläre Materialschlacht in einem bizarren Endzeitszenario haben mir Spaß gemacht!

 

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