Ansichten zu PR 2703 Directors Cut

Die, die überlebt haben … – von Bernd Perplies – Handlung:

Wenige Tage nach dem Besuch von Sichu Dorksteiger erwacht Tasso Cormac aus dem künstlichen Koma, in das die Ärzte ihn versetzt hatten. Die Bilder der Katastrophe beherrschen seine Gedanken. Trotz der Beruhigungsmittel und der Behandlung, die er erfährt, werden die albtraumhaften Bilder ihn noch Jahre verfolgen. Neben der Trauer um die Menschen, die bei diesem sinnlosen Akt der Gewalt ihr Leben verloren haben, empfindet der Waffenleitoffizier auch zunehmend Zorn auf die Onryonen.

Der behandelnde Arzt kündigt Cormac den Besuch von zwei Frauen an. Die Chefwissenschaftlerin der LFT, Sichu Dorksteiger und zu Cormacs Überraschung Ana Spiteri. Auch sie hat überlebt, war jedoch aufgrund eines Fehlers unter falschen Namen in der Klinik eingeliefert worden. Dorksteiger informiert Tasso Cormac über den Einsatz der SEMT-Haube, was dieser ihr nicht übel nimmt, sondern froh ist, etwas zur Aufklärung beitragen zu können.

Danach verabschiedet sich die Wissenschaftlerin, die sich auf die Suche nach der Blackbox macht. Tasso Cormac und Ana Spiteri kommen sich näher und planen gemeinsam ihre Zukunft.

 

Rezension:

Bernd Perplies ist der einzige der vier Autoren zum Zyklusauftakt, der seinen Roman fortsetzt. Die anderen Autoren haben einen Blick zurückgeworfen. Perplies beschreibt eine Szene nach dem Ende von 2703. Im Roman hatte schon Sichu Dorksteiger die Mutmaßung angestellt, dass es eine weitere Überlebende geben könnte. Das hatte sie aus den Erinnerungen Cormacs gefolgert. Die Auflösung präsentiert der Autor exklusiv in dieser Kurzgeschichte und beschert seiner Figur Tasso Cormac zugleich ein persönliches Happyend.

Und ein paar Gedanken zu diesem speziellen E-Book:

Das E-Book „Luna im Visier“ stellt, zumindest zum jetzigen Zeitpunkt, ein Novum dar. Den vier Autoren zum Zyklusauftakt wurde die Gelegenheit gegeben eine Facette ihres Romans näher zu beleuchten. Alle Kurzgeschichten können sich sehen lassen. Aus Marketingsicht scheint das E-Book zumindest bei mir ebenfalls zu funktionieren. Ich habe Heft 2700 insgesamt 3-mal gekauft. Aufgrund meiner Zugfahrt zum Garching-Con habe ich den Jubi-Band bei Amazon für meinen Kindle erworben. Zurück vom Con habe ich das Heft nochmal am Kiosk erstanden und in Form des Perry Rhodan Kompakt dann ein drittes Mal erstanden. Den Klaus wird es freuen. Ach ja, ich wurde nicht gezwungen.

Dennoch kann diese Art des Vertriebs insbesondere die reinen E-Book-Leser, die den Zyklus per Abo beziehen, nicht zufriedenstellen. Schließlich hätten sie zum gleichen Preis auch den erweiterten Umfang erhalten können. Sollte dieses E-Book in dieser Form fortgesetzt werden, könnten sich diese Leser zu recht brüskiert fühlen.

Der Leser der papiernen Ausgabe schaut ebenfalls dumm aus der Wäsche. Ohne E-Book-Reader kann er dieses Extra nicht genießen und auch hier könnten sich diese Leser, die ja immer eine langfristige Bindung an die Serie haben, ob mit oder ohne Abo, ebenfalls brüskiert fühlen. Natürlich kann man jetzt den Einwand machen, dass niemand gezwungen wird, sich dieses E-Book zuzulegen. Schließlich gibt es diese Art des Vertriebs beim Film schon seit Ewigkeiten. Allerdings darf nicht übersehen werden, dass Filme eben nicht in Abos wöchentlich in Serie konsumiert werden. Luna im Visier quasi parallel herauszubringen empfinde ich als unglücklich.

 

Leave a reply