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Der Howanetzmann – von Hubert Haensel – Handlung:

Der Planet Pean ist dem Untergang geweiht. Mondra Diamond muss hilflos mit ansehen, wie der Boden des Planeten an zahlreichen Stellen zu glühen beginnt und Waldbrände sich ausbreiten. Unterdessen werden Perry Rhodan und seine Begleiter von einem Peaner zurück an die Oberfläche geführt. Das Baumwesen gesteht die Niederlage ein. Der Versuch, die beiden Geistwesen QIN SHI und TANEDRAR zu vereinen, ist gescheitert. Als letzten Dienst wollen die Peaner die Menschen und den Mausbiber vor der Strahlung schützen und opfern sich dabei. Nemo Partijan scheint durch die Strahlung am schlimmsten betroffen zu sein. Rhodan und Saedelaere müssen den Wissenschaftler tragen. Schließlich gelangen die vier an die Planetenoberfläche und können die untergehende Welt mit der SCHRAUBE-B verlassen.

An Bord des Weltenschiffs müssen sie in Medotanks behandelt werden. Als Rhodan nach 3 Tagen weitgehend geheilt entlassen wird, ist der Tank von Partijan leer. Rhodan befürchtet das Schlimmste. Als er jedoch die Zentrale betritt, zeigt sich der Quintadim-Topologe bei bester Gesundheit. Rhodan und Diamond möchten nun endlich das Geheimnis des Stardust-Menschen erfahren und Partijan lenkt schließlich ein und berichtet von einem Ereignis aus seiner Kindheit.

Im Alter von fünf Jahren ist Nemo bereits in seinen Fähigkeiten ein weit entwickeltes Kind. Er wächst an Bord der NAUTILUS auf. Der 50-Meter-Kugelraumer wird von seinen Eltern betrieben, die als Prospektoren, als sogenannte „Glücksjäger“ zwischen den inneren Planeten des Stardust-Systems Jagd auf Howanetze machen. Die „Ausscheidungen“ der Howanetze, reinste Hyperkristalle, werden gesammelt und verkauft.

Eines Tages kommt es zu einem Unfall. Ein Howanetz wird von den Schutzschirmen der NAUTILUS angelockt. Als die Schirme versagen, lässt das Howanetz jedoch nicht vom Schiff ab, sondern umschließt für kurze Zeit Nemo. In der Klinik auf Aveda wird Nemo untersucht. Der Kontakt zu dem Wesen hat dazu geführt, dass winzige Hyperkristallsplitter mit seinem Rückenmark auf molekularer Ebene verschmolzen sind. Einerseits bereit es ihm Schmerzen, andererseits hat er von nun an eine besondere Affinität zu Hyperkristallen und der von ihnen ausgehenden Strahlung.

Noch vor seinem 20. Geburtstag promoviert Nemo Partijan mit einer Arbeit über die Howanetze. Seine Eltern sind stolz und überlassen ihn die NAUTILUS für ein Experiment. Ein Howanetz hüllt das Schiff ein und befördert es in den Hyperraum, wo es wie in einer Paratronblase eingehüllt verharrt. Für den Wissenschaftler eröffnet sich dank der Hyperkristalle in seinem Körper eine Landschaft mit mehrdimensionalen Einflüssen. Nach Rückkehr in den Einsteinraum prägt Nemo den Begriff Quintadim-Topologie, einer Wissenschaft, die das übergeordnete Kontinuum als eine Landschaft betrachtet, in der mehrdimensionale Einflüsse wirksam sind.

Unterdessen hat die LEUCHTKRAFT unter dem Kommando des Kaninchens Position am Singenden Schwarzen Loch bezogen. Der Planet Tolmar löst sich auf, die Hyperkristalle des Planeten werden in Energie umgewandelt und über Transmitterverbindungen zur Steuerwelt I in Escalian gesendet. In die Galaxis, die den Hohen Mächten lange verborgen war, kann nun wieder geortet werden. Der Kommandant lässt Kurs zu Sholoubwas Planet setzen.

Nemo Partijan hat durch das Weltenschiff eine Hypnoschulung erhalten. Er weiß nun, dass QIN SHI bei Sholoubwas Steuerwelt ein Bollwerk errichtet und vom Planeten Tolmar gigantische Energiemengen bezieht. Nemo hat an Bord außerdem ein Gerät entdeckt, das ähnlich dem ATG-Gerät der Terraner, das Weltenschiff in eine Labilzone versetzt, wo es für QIN SHI unsichtbar ist. Rhodan lässt Kurs zum Steuerplaneten setzen.

Am Zielort tut sich erstaunliches. Das BOTNETZ materialisiert und wird in Stellung gebracht. Zwischen den 48 Blütenblättern der Zeitrose entsteht ein Dimensionstunnel, dessen Ende nicht geortet werden kann. Auch die LEUCHTKRAFT ist nun vor Ort und damit an der Stelle, wo die Kosmokraten die Walze hatten sehen wollen. Der entscheidende Akt beginnt.

 

Rezension:

Das Kaninchen ist also der neue (und alte?) Kommandant der LEUCHTKRAFT. Ich bemerke immer mehr, wie ich in Verlegenheit gerate, wenn ich im Bekanntenkreis auf den aktuellen Stand der Perry Rhodan Serie angesprochen werde. Soll ich wirklich von dem Kaninchen erzählen und damit riskieren, für verrückt erklärt zu werden? Das soll einer gewissen Alice auch passiert sein.

Auf der anderen Seite hat das Kaninchen eigentlich immer weniger mit dem Wesen aus Lewis Carrolls Kinderbuch gemeinsam. Es erinnert mich vielmehr an das blutrünstige Kaninchen aus dem Film Ritter der Kokosnuss, das eine Höhle mit einer Inschrift von Josef von Arimathäa bewacht und den Rittern der Tiefe, ähem Tafelrunde, gehörig zusetzt. Doch zurück zum Roman.

Und wieder neigt sich ein Zyklus dem Ende entgegen. In den letzten 10 Romanen sollte der Expokrat es daher nochmal gehörig krachen lassen. Doch zunächst wird im vierten Roman in Folge auf das Duell QIN SHI gegen TANEDRAR eingegangen. Leider wird auch hier das Ergebnis offen gehalten. Anschließend zaubert der Expokrat ein Kaninchen aus dem Hut. Das selbige inspirierte mich zu den einleitenden Worten meiner Rezension.

Was ist sonst noch passiert? Wir erfahren die Ursache von Nemos Rückenbeschwerden. Die Ärztliche, vielmehr expokratische Schweigepflicht treibt Uwe Anton auf einen neuen und wie ich finde, unrühmlichen Höhepunkt. Jetzt werden schon banale Rückenbeschwerden über 80, 90 Hefte zu großen Geheimnissen stilisiert. Die Aufklärung hat der Autor Hubert Haensel immerhin in eine hübsche Geschichte verpackt. Inhaltlich wurde jedoch nur wenig geboten und packend war das Thema auch nicht. Dr. House wäre in 45 Minuten den Beschwerden auf den Grund gegangen. Warum das jetzt gefühlt 200mal länger gedauert hat, weiß nur Uwe Anton.

Am Ende des Romans ergehen sich Haensels Protagonisten in zahlreichen Spekulationen. Wieder einmal öffnet sich ein Tunnel irgendwohin und wir Leser ahnen es bereits. Rhodan und seine Begleiter werden sich bei der ersten sich bietenden Gelegenheit hineinstürzen.

 

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