Articles for the Month of Juni 2012

Ansichten zu PR 2653

Arkonidische Intrigen – von Hubert Haensel – Handlung:
Unter dem Eindruck der Beeinflussung seines Geistes erinnert sich der Arkonide Tormanac da Hozarius an seinen Werdegang. Auf Iprasa unterzieht sich der junge Arkonide den Prüfungen zum Erringen der ARK SUMMIA. Er absolviert die Aufgaben mit Bravour. Tormanac ist ehrgeizig und schließlich geht auch sein sehnlichster Wunsch in Erfüllung. Über einen fünfdimensionalen Aktivierungsprozess soll nun auch bei ihm der dritte Grad der ARK SUMMIA abgeschlossen werden. Während der Prozedur geht etwas schief. Nach langer Zeit erlangt Tormanac wieder das Bewusstsein. Seine Eltern sind zugegen und ein Mediziner eröffnet ihm, dass es nicht gelungen sei, seinen Extrasinn zu aktivieren. Sein Vater Legatem da Hozarius macht die Mediker von Iprasa verantwortlich, ohne allerdings am Ergebnis etwas ändern zu können. In den letzten hundert Jahren hat es ähnliche Fälle gegeben.
Die Familie kehrt zur Kristallwelt zurück. Der Khasurn soll Tormanac den nötigen Rückhalt bieten. Nur wenige Wochen später kündigt ihm sein Vater einen wichtigen Besucher an. Cregon, so heißt der Arkonide, soll in den kommenden Jahren die Erziehung von Tormanac übernehmen. Cregon ist hochgewachsen, durchtrainiert und trägt einen langen schwarzen Mantel. Der Mann verbirgt sein Gesicht hinter einem Diffusorfeld. Tormanac ist von dem Fremden beeindruckt. In ihm regt sich allerdings auch Widerstand gegen die Entscheidung des Vaters. Nach dem dritten Grad der ARK SUMMIA und einer erfolgreichen Aktivierung hätte sein Vater ihn als gleichberechtigt anerkannt. Nun musste er um seine Anerkennung kämpfen. Als er den Raum verlassen will, versperren ihm Roboter den Weg. Daraufhin provoziert er Cregon und schlägt diesem ein Spiel vor. Gewinnt Cregon, würde er mit ihm gehen ohne nachzudenken. Cregon geht auf die Herausforderung ein. Seine Aufgabe ist es, so eröffnet es ihm Tormanac, ein Familiensymbol, den Kristallstern des legendären Imperators Hozarius XIX, zu finden und aus dem Khasurn zu entführen. Der Kristallstern gilt als verschollen, soll sich aber im Stammsitz der Familie befinden. Drei Tage und Nächte hätte Cregon Zeit für diese Aufgabe.
Cregon beginnt in den Bibliotheken des Trichterbaus mit seiner Recherche. Tormanac da Hozarius beobachtet jede Aktivität des Fremden. Nach drei Tagen, die vereinbarte Zeit ist fast abgelaufen, wähnt sich Tormanac bereits als Sieger. Er hält sich in seinen privaten Räumen auf, als er einen Eindringling wahrnimmt. Es ist Cregon, dem es irgendwie gelungen ist, alle Sicherungssysteme zu überwinden. Er fordert Tormanac auf, ihn zu begleiten. Am Zielort würde er verraten, ob er den Stern gefunden hat. Der Gleiterflug bringt die beiden Arkoniden zu einem nationalen Heiligtum. Eukolards Kunstwerk sind riesige aus Stein herausgearbeitete Köpfe der berühmtesten Arkoniden. Cregon eröffnet dem jungen Arkoniden, dass er seine Aufgabe erfüllt hat. Der jüngste männliche Hozarius-Spross trägt den Kristallstern, den er zurückgeben muss, wenn er erwachsen ist, in der Regel mit dem Bestehen der ARK SUMMIA. Indem er Tormanac vor Ablauf der vereinbarten Frist aus dem Khasurn entführt hat, entscheidet Cregon das Spiel für sich. Er lässt das Diffusorfeld fallen und Tormanac blickt in zwei weiße künstliche Augen ohne eine rötlich gefärbte Iris.
In den nächsten Jahren ist Tormanac in der Ausbildung bei Cregon, der eine hohe Position in der Tu-Ra-Cel innezuhaben scheint. Mehrere Einsätze führen die beiden Arkoniden auch in die Dashkon-Sternwolke, die Tausende von Jahren in einem Hyperkokon gelagert war. Nach dem Rücksturz in den Normalraum durch die Erhöhung der Hyperimpedanz, hat sich die Dashkon-Sternwolke als Siedlungsgebiet der Arkoniden entwickelt. Die Siedler zeigen ihren Unmut gegen die Einmischung des Imperators in die inneren Angelegenheiten der Siedlungswelten. Sie propagieren ihre Freiheit von Arkon und keine Macht dem Adel. Ein Zwischenfall mit einem Händler liefert Tormanac endlich den lang gesuchten Hinweis auf die wahre Identität von Cregon. Sein Lehrer ist eine Legende, ein Kralasene, einer der gefürchtetsten Bluthunde des Imperators. Es ist Shallowain.
Bei einem Einsatz auf Jakallan, einer Siedlungswelt in der Dashkon-Sternwolke, wird Tormanac von Polizeikräften paralysiert und später unter der Wirkung eines Wahrheitsserums verhört. Dadurch erfahren die Polizisten auch von seinem Begleiter, einem Kralasenen. Nachdem er von Shallowain herausgehauen wird, werden beide Ziel eines Attentats. Dahinter steckt der Ragnaari-Kharsurn, der der Ansicht ist, die beiden hätten sich nicht in die Angelegenheiten des Planeten einzumischen.
Im dritten Jahr seiner Ausbildung gelangt Tormanac als Assistent der TRC-Beraterin Joresska nach Aurora. Hier erfährt er, dass Bostich die politische Säuberung der Dashkon-Sternwolke angeordnet hat. Tormanac entdeckt Unstimmigkeiten im Büro der TRC-Beraterin. Shallowain wurde entführt und befindet sich in Gefahr. Er fordert Hilfe an und bekommt Unterstützung von zwei Kralasenen, die mit ihm zusammen Joresska eine Falle stellen. Joresska wird bei der Festnahme getötet und Shallowain hat sich vor dem Eintreffen der Retter selbst getötet. Aus den Aufzeichnungen, die Shallowain vor seinem Tod mit seinen künstlichen Augen gemacht hat, bekommt Tormanac Einblicke in den Ragnaari-Kharsurn und der Interessengruppe Ark’Tussan, die die Politik von Imperator Bostich ablehnen.
Die Aufzeichnungen offenbaren eine Abspaltungs- und Separatismusbestrebung, die offen betrieben wird und eine Untergrundbewegung, deren langfristige Planung die Ablösung des Imperators ist. Tormanac hatte viel von Shallowain gelernt. Er würde sein Wissen einsetzen, um die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

Rezension:
Wenn ich gehofft habe, dass die Fortsetzung der Arkoniden-Thematik durch Hubert Haensel nun endlich die Geschehnisse um QIN SHI in der Milchstraße in den Vordergrund rücken würde, was bei Susan Schwartz letzte Woche noch nicht zu lesen war, so wurde ich enttäuscht. Hubert Haensel liefert uns den ersten Teil der Lebensgeschichte von Tormanac da Hozarius. Und nächste Woche, das zeigt nicht nur die Vorankündigung, sondern auch der Romanverlauf, geht’s weiter mit Teil 2. Die Herausnahme des Tempos aus einem Zyklus, der durch seine starren Viererblöcke, den großen Zeitabständen zwischen den Handlungsebenen und den Fehlern beim Spannungsbogen ohnehin keine flotten Abläufe aufweist, überrascht dann doch. Zudem warten die aktuellen Hefte mit einem Motiv auf, das zwar in seinem Detaillierungsgrad zu den wenigen gut entwickelten Szenarien der Serie gehört, das aber leider auch eine Spur zu häufig ausgebreitet wird.
Der Roman selbst war in der ersten Hälfte gut geschrieben. Hubert Haensel entwickelt seine Geschichte zielstrebig und mit angemessenem Tempo. Anders als Susan Schwartz in der Vorwoche richtet Hubert Haensel sein Augenmerk ausschließlich auf seine Figur Tormanac da Hozarius und verzichtet auf Nebenhandlungen. Die Charakterisierung des Arkoniden konnte gefallen. Sein ungestümes Wesen, das ihn als jungen Erwachsenen auszeichnet, hat er wohl auch im Alter nicht ablegen können. Das erklärt nun auch sein unüberlegtes Eindringen in die Unterwelt Travnors und das Ausschlagen der Warnungen seines Leibwächters.
Im letzten Drittel zieht der Autor das Tempo etwas an. Dadurch, dass er allerdings nun recht häufig die Schauplätze wechselt, wirkt die Handlung nun überhastet. Der Autor verliert ein wenig den roten Faden. Die Handlungsabläufe geraten plötzlich unübersichtlich und manche Entwicklung zu sprunghaft. Insbesondere die Erlebnisse auf Aurora mit der TRC-Beraterin und der Entführung Shallowains werden vom Autor viel zu schnell abgewickelt. Hier wäre mehr Text zum Hintergrund dieser Aktionen wünschenswert gewesen.
Der Autor hat sein Ziel, die Figur Tormanac da Hozarius in den Dunstkreis von Bostich zu bringen, erreicht. Ob dazu ausgerechnet Shallowain aus der Versenkung geholt werden musste, erschließt sich mir nicht. Zumal die Figur gleich darauf wieder abtritt. Zumindest erscheint es so.
Fazit: Der Roman konnte mich nicht gänzlich überzeugen. Zum Ende hin verlor die Erzählung an Rhythmus und im Zykluskontext betrachtet kommt die Arkonidengeschichte zur Unzeit.

 

Ansichten zu PR 2652

Traum der wahren Gedanken – von Susan Schwartz – Handlung:
Der Arkonide Tormanac da Hozarius besucht mit seinem Leibwächter Ghlesduul, einem Naat, die arkonidische Welt Travnor. Dort herrscht die Familie Akkat, die ihren Macht und ihren Reichtum auf die Schürfung und Veredelung von Hyperkristallen zurückführt. Tormanac da Hozarius ist enger Berater Bostichs und sucht auf dem Planeten Verbindungen der dort herrschenden Arkoniden zur Ark´Tussan. Dieser Geheimbund ist Bostich ein Dorn im Auge.
Schon kurz nach seiner Ankunft wird ein Attentat auf Tormanac verübt. Da er stets mit einer solchen Gefahr rechnen musste, hat er seine unbekannten Gegner überlistet und seine Anwesenheit in einem Gleiter, der ihn vom Raumhafen zum Hotel bringen soll, vorgetäuscht. Tatsächlich wird der Gleiter zum Ziel einer Bombenexplosion. Tormanac kommt mit seinem Begleiter in einer privaten Residenz der Akkat-Familie unter. Noch bevor sich der Berater mit Mapoc da Akkat, dem Herrscher Travnors, trifft, wird ein zweites Attentat auf ihn verübt, das er nur mit Hilfe Ghlesduuls überlebt.
Auch an anderer Stelle Travnors braut sich Ungemach zusammen. Die Unither, die als Arbeiter auf dem Planeten für die Arkoniden arbeiten, werden immer häufiger mit Entlassungen und Lohnkürzungen, bei gleichzeitig steigenden Preisen und schlechteren Arbeitsbedingungen konfrontiert. Nachdem die Bildung von Betriebsräten gescheitert ist, wird die Gründung einer Gewerkschaft beschlossen. Der vorläufige Sprecher, der Unither Kormph, soll die Forderungen der Arbeiter an die Arbeitgeber übermitteln.
Tormanac da Hozarius wird schließlich von Mapoc da Akkat zum Essen eingeladen. Danach kommt es zu einem privaten Gespräch der beiden Arkoniden, in der Mapoc andeutet, zum Kreis der Ark´Tussan zu gehören. Darüber hinaus macht er ein Angebot an Tormanac, ihn mit führenden Vertretern der Gruppe Ark´Tussan, zusammenzubringen.
Der Sprecher der Unither trifft sich mit Anelag da Akkat, dem Bruder des Herrschers von Travnor. Anelag leitet die Konzerne. Kormph hat sich viel vorgenommen. Allerdings kommt er kaum zu Wort. Unverhohlen wird ihm mitgeteilt, dass der Konzern die Produktion zu 90 Prozent auf den Travnor-Mond Travsheyn verlagern wird und die Unither dorthin umgesiedelt werden sollen. Anschließend lässt Anelag den Unither von zwei Zalitern vor die Tür setzen. Auf dem Rückweg wird Kormph von vier Robotern paralysiert und in ein unterirdisches Höhlensystem unterhalb eines Trichterbaus entführt. Die Roboter legen den Unither in ein mit Flüssigkeit gefülltes Becken. Der Unither spürt, wie die Flüssigkeit in ihn hineindiffundiert.
Ghlesduul hat inzwischen den Attentäter anhand einer DNA-Analyse identifiziert. Es ist der Arkonide Herm Porlt, ein Angestellter des Konzerns. Kurzerhand entführen Tormanac und der Naat den Arkoniden. Ghlesduul kann dem Mann unter Zwang Informationen entlocken. Tormanac erfährt so von einem unterirdischen Höhlensystem, von einem Becken der wahren Gedanken, dem Geneseplasma und den Badakk.
Kormph trifft sich mit den anderen Unithern und vermittelt seinem Volk die Umsiedlungspläne. Er verspricht strategisch vorzugehen und weitere Verhandlungen mit dem Akkat-Konzern führen zu wollen. Als Kormph wieder alleine ist, spürt er, dass ihn die unbekannte Macht zu früh aus dem Becken entlassen hatte. Wahrscheinlich sollte er zunächst erst mal die Massen der Unither beruhigen. Nun drängt es Kormph zurück in das Becken der wahren Gedanken, um den Prozess abzuschließen.
Anhand der Aussage Herm Porlts dringt Tormanac trotz der Bedenken seines Leibwächters in das Höhlensystem ein. Er wird von einer Gruppe Badakk und ihrer Roboter entdeckt und paralysiert. Anschließend wird er in das Becken gelegt und er spürt, wie sich die ölige, gallertartige Flüssigkeit um ihn legt und in ihn hineinsickert.

Rezension:
Susan Schwartz liefert mit dem Roman exakt 1000 Wochen nach ihrem Einstand mit Heft 1652 einen weiteren Gastbeitrag zur Serie.
Die Milchstraßenebene hielt ich vor einem halben Jahr für ein kurzes Intermezzo ohne Langzeitcharakter. Geschildert wurden die Entführung des Solsystems und die Lage im Galaktikum. Obwohl die vier Romane recht gelungen waren, traute ich allenfalls der JULES VERNE noch einen weiteren Auftritt in diesem Zyklus zu. Die Konzentration der Superintelligenz QIN SHI auf das Solsystem und auf den Korpus ARCHETIMS begründen eigentlich kein weiteres Interesse an der Milchstraße, zumal zuletzt angedeutet wurde, dass QIN SHI durch ES verwirrt wurde. Nun kommt Uwe Anton doch noch mit weiteren Romanen aus der Milchstraße. Doch statt der erwarteten Rettungsmission der JULES VERNE wird uns die Infiltration der Arkoniden kredenzt.
Doch halt, welche Geschichte erzählt uns Susan Schwartz eigentlich? Ging es um den Versuch einer Superintelligenz namens QIN SHI, Einfluss auf ein Volk der Milchstraße zu nehmen? Oder wurden die Ereignisse zur Gründung einer unithischen Gewerkschaft geschildert? War vielleicht der Versuch der Ark´Tussan sich an Bostich ranzumachen der Inhalt dieses Romans?
Legt man nur den Romantitel zu Grunde dann ging es eigentlich um QIN SHI. Leider räumt Susan Schwartz dieser Angelegenheit weniger als 5 Prozent ihrer Erzählung ein. In der Schule hieße das „Thema verfehlt“. Knapp zwei Drittel der Geschichte beschäftigen sich mit der arkonidischen Lebensart, garniert mit dem Element der Ark´Tussan. Und der Rest war einigen zwar liebenswerten aber naiven Gesellen, äh Genossen aus dem Volk der Unither gewidmet.
Die Dialoge waren insgesamt gut gelungen. Auch die Charakterisierung der Figuren war weitestgehend widerspruchsfrei. Bei der Darstellung des Arkoniden Tormanac da Hozarius bin ich etwas unschlüssig, ob die Autorin diesen Eindruck, den die Figur hinterlässt, tatsächlich beabsichtigt hat. Auf der einen Seite ist es sicherlich Ziel der Autorin gewesen, dass ihre Hauptfigur gewisse Sympathien beim Leser erzeugt, damit man mit der Figur mitfiebern kann. Auf der anderen Seite geriet der Berater dadurch sehr umgänglich für einen Arkoniden und seine Beziehung zu seinem Leibwächter ist auch eher untypisch für seinen Status.
Wären die letzten vier Romane, die immerhin die Halbzeit des Zyklus markierten eine Bombe gewesen, dann wäre die übliche Vorgehensweise, nämlich nach Höhepunkten etwas die Fahrt aus der Geschichte zu nehmen, noch verständlich gewesen. Da aber die letzten Hefte eher auf Knallfrosch-Niveau lagen, war mir dieser Roman, so gut die arkonidischen Figuren auch geschildert wurden, insgesamt eine Spur zu belanglos geraten.

Ansichten zu PR 2651

Rettet die BASIS! – von Leo Lukas – Handlung:
Die Superintelligenz QIN SHI hat die Werft APERAS KOKKAIA passiert und sich den dort aufhaltenden Intelligenzwesen gezeigt. Der mentale Druck geht zurück ohne vollständig zu verschwinden. Die Entität ist nach wie vor in der Nähe. Aus ihrem unerschöpflichen Bewusstseinsreservoir hat die SI frühere, in ihr aufgegangene, Entitäten ausgespien, die nun an verschiedenen Orten die Werft infiltrieren.
An Bord der kleineren BASIS-Kugel, die lt. Raphael als Versorgungseinheit für die größere BASIS-Kugel mit dem Multiversum-Okular dient, ist die Situation nach dem Tod von Samburi Yura angespannt. Raphael teilt den Anwesenden mit, dass die Phanes-Schaltung in die nächste Phase eingetreten sei. In der Folge erlischt der blaue Schutzschirm, der bisher beide BASIS-Teile vor den Angriffen der Xylthen geschützt hat. Nunmehr müssen die BASIS-Kugeln mit eigener Energieversorgung Paratronschirme aufbauen. Deren Schutzwert gegen Angriffe der Werft und der Kristallkugeln ist unbekannt.
Nemo Partijan hat zwischenzeitlich die Überreste der Kosmokratenbeauftragten analysiert. Seiner Ansicht nach handelt es sich um eine Kopie. Er bezeichnet das Wesen als Pseudo-Enthonin. Dies würde die Reaktion des Anzugs der Universen erklären, der seinen eigentlichen Träger in der Nähe vermutet hat, durch die Pseudo-Enthonin allerdings verwirrt wurde. Rhodans Gedanken überschlagen sich, er vermutet, dass Delorian eigene Pläne verfolgt und durch die Aktivitäten von QIN SHI in Zugzwang geraten war.
Die Lichtzelle, mit MIKRU-JON in ihrem Hangar, dockt an die BASIS-Kugelzelle an. Mikru meldet das Verschwinden von Quistus und dem Báalol Rynol Cog-Láar. Gucky kann zwar noch vor QIN SHI warnen, wird aber ebenso wie Rhodan und Nemo Partijan von der SI in das Innere der Werft versetzt. Rynol findet sich mitten in einer Prozession von kleinwüchsigen Humanoiden. Er erinnert sich an Beschreibungen Rhodans zum Volk der Oracca, die von QIN SHI betrogen wurden. Der Báalol wird vom Zug der Oracca mitgerissen, die mit einem Sprechgesang vom Aufstieg in höhere geistige Sphären den Sänger beeinflussen. Als Cog-Láar schließlich gegen ein Gestänge mit Drahtseilen gestoßen wird und diese in Schwingungen geraten, kann sich der Báalol dem Einfluss des Gesangs widersetzen. Er spielt auf dem Gestänge ähnlich wie auf seinem Kitharon.
Nemo Partijan materialisiert in einem Wasserbassin. Nachdem er an die Oberfläche getrieben wurde, meldet ihn sein SERUN Waffenfeuer in einiger Entfernung. Durch in der Luft schwebende Quallenwesen, die ihn trotz SERUN empfindlich verletzen, kann sich Nemo einen Weg bahnen. Der Wissenschaftler beobachtet Xylthen, die offensichtlich Mann gegen Mann kämpfen. Auch den Iothonen kann Nemo ausmachen. Er will den Kraken unbedingt erledigen, den er für alle Verbrechen der jüngsten Vergangenheit verantwortlich macht. Quistus kann den Wissenschaftler von seinem Vorhaben abbringen. Die Medusen hatten es geschafft, ein Gift in Nemos Körper einzubringen, das ihn beeinflusst hat.
Gucky wird in einem kugelförmigen Areal, das von einem 5-D-Schirm umgeben ist, von einer Horde Insektoiden gejagt. Der Ilt hat Mühe, sich der Angreifer zu erwehren. Er schnappt die Information auf, dass QIN SHI nicht nur geschwächt sei sondern auch verwirrt. Schuld an QIN SHIS Verwirrung hätte eine andere Superintelligenz mit Namen ES.
Perry Rhodan wird ebenfalls von den Konzepten QIN SHIS bedrängt. In einem Strategiespiel soll er um sein Leben spielen. Der Unsterbliche gewinnt und erhält wertvolle Informationen von seinen Gegenspielern. QIN SHI erschafft Anomalien, um diese Machtinstrumente als Transportsystem und Waffe zu benutzen. Auf lange Sicht will sich QIN SHI dem Zugriff der Hohen Mächte entziehen. Die Worte Delorians kommen Rhodan in den Sinn: „Ich tue das, was du schon immer tun wolltest, dich aber nie getraut hast!“ Arbeitete sein Sohn ebenfalls an einem Plan, sich den Hohen Mächten zu entziehen? Hatte er sich mit dem Feind verbündet? Wenn ja, was war schief gelaufen? Rhodan gerät in Gefahr, von QIN SHI aufgenommen zu werden. Er wird von Gucky gerettet. Alle Entführten können zur BASIS-Zelle zurückkehren.
In der Werft beobachtet Kaowen eine verhängnisvolle Entwicklung. Die Eindringlinge, die von seinen Leuten als Vertreter früherer Völker im Machtbereich QIN SHIS identifiziert wurden, verschwinden wieder und die SI dringt in die Anomalie ein, um sie zu stabilisieren.
Rhodan hofft auf eine Verbindung zwischen der Anomalie und dem Solsystem. Aber Raphael kann diesbezügliche Fragen nicht beantworten. Raphael will das Multiversum-Okular vorerst in Sicherheit bringen. Beide BASIS-Teile verfügen über Triebwerke, die ihnen eine Transition aus dem Stand heraus ermöglichen. Bevor Raphael verschwindet, übergibt er Ennerhahl die Kommando-Codes für die kleinere BASIS-Zelle. Der Bordrechner der Versorgungseinheit nennt sich RYAN. Er rät dazu ebenfalls zu verschwinden. Als die große Kugelzelle die Transition an einen unbekannten Ort vollzieht, entsteht eine hyperphysikalische Schockfront, die schwere Schäden in der Werft verursacht. Rhodan und Ennerhahl springen mit der Versorgungseinheit zum Standort des Kalten Raums.
Protektor Kaowen hat sich aus der Werft auf sein Flaggschiff RADONJU gerettet. Die Werft steht vor dem Untergang. Kaowen war auf ganzer Linie gescheitert.

Rezension:
Was letzte Woche Uwe Anton nicht geschafft hat, liefert Leo Lukas ab. Einen kurzweiligen Roman mit zahlreichen Einfällen und Entwicklungen. Betrachtet man nur den Einzel-Roman, und vernachlässigt den Zyklusüberbau, dann gibt sich Leo Lukas erkennbar mehr Mühe, um eine abwechslungsreiche und mit zahlreichen Aktionen gespickte Geschichte abzuliefern. Das gelingt, weil Leo Lukas die Figuren geschickt in unterschiedliche, anfangs getrennte und unterhaltsam geschriebene Erzählebenen versetzt, die zum Showdown dann wieder zusammengeführt werden.
Der Autor verwendet insbesondere in den Dialogen eine recht flapsige Tonart. Diese Umgangssprache macht den Roman zwar leichter lesbar, passt aber nicht immer zu den Figuren. Insbesondere die Figur Kaowen erhielt dadurch einen anderen Wesenszug, als bisher geschildert. Der Protektor wirkte durch die Sprache umgänglicher. Dabei war der Xylthe bei seinen bisherigen Auftritten eher brutal und unnahbar. Nun erlaubt ihm Leo Lukas auch den einen oder anderen Scherz mit seinen Untergebenen.
Die Fähigkeiten, die Nemo Partijan zuletzt im Kalten Raum an den Tag legte, werden zwar nicht erklärt aber Leo Lukas gibt uns zumindest einen Hinweis. Alle Personen, die sich QIN SHI einverleiben möchte, weisen entweder ein starkes Psi-Potential auf oder tragen einen Vitalenergiespeicher. Der Wissenschaftler hat also etwas, dass ihn auch für QIN SHI interessant macht. Zudem entwickelte Nemo gegen das Gift der Medusen eine überraschende Immunität.
Der Roman hat mir als Einzelwerk gut gefallen. Natürlich kann man die Entwicklungen, die in diesem Roman ihren Lauf nehmen nicht einfach unter dem Tisch fallen lassen, wenn man eine Rezension schreibt. Der Zyklusaufbau offenbart doch einige Schwächen. Nicht alle Fortschritte, die die Handlung in diesem Roman nahm, erschienen mir folgerichtig. Da wird doch etwas zu stark gekünstelt, um in das Geschehen etwas an (Pseudo)Spannung einzubringen. Dazu gehört u.a. der „Rückzug“ des Multiversum-Okulars. Die beiden Teile müssen also irgendwann in den nächsten Wochen und Monaten ohne einander auskommen, bzw. irgendwann wieder zusammengeführt werden. Warum beide Teile sich nicht zusammen absetzen, hat sich mir jetzt nicht wirklich erschlossen.