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Duell an der Schneise – Handlung:
Die MIKRU-JON wird von fünf Globus-Raumern der Tryonischen Allianz eingekreist. Einer der Raumer, die PACADEMO, funkt das Schiff an. Deren Befehlshaber, ein Humanoid lemurischen Aussehens, stellt sich als Adentoco Porvistar vor und lädt Rhodan ein, ihn zu besuchen. Der „Einladung“ wird von den fremden Schiffen mit Fesselfeldern Nachdruck verliehen. Die MIKRU-JON wird in einen Hangar der PACADEMO gezogen. Bevor es zu einer Begegnung mit der Besatzung kommt, lässt Rhodan das Innere des Obeliskraumers tarnen. Die TARA-Roboter werden versteckt, die Raumlandesoldaten mimen auf „Unverdächtig“. Rhodan betritt mit Sergeant Sutter von den Young Boys und dem Konzept die PACADEMO. Die Empfangsdelegation setzt sich aus Vertretern von vier unterschiedlichen Völkern zusammen. In einem Konferenzraum werden Essen und Getränke gereicht. Adentoco Porvistar stellt seine Delegation als die Mitglieder der Völker Ator, Ana und Ashen vor. Rhodan errät daraufhin fast den 4. Namen des Volkes, dem Adentoco Porvistar selbst angehört, den Arki. In der Folge kommt es zu einigen diplomatischen Plänkeleien. Keine der Parteien will ihre Karten offenlegen. Die Tryonische Allianz erhebt allerdings Anspruch auf die Psi-Materie, die an der Außenhülle der MIKRU-JON verankert ist. Von TALIN ANTHURESTA scheinen die Gastgeber keine Kenntnis zu haben. Sie erbeuten jedoch immer wieder Psi-Materie, die in der Schneise materialisiert.
Zurück an Bord der MIKRU-JON stellt Rhodan erste Überlegungen hinsichtlich der genetischen oder vielmehr phonetischen Abstammung der 4 Völker an. Er vermutet, dass die Ator von den Hathor, die Ana von den Motana, die Ashen von den Shuwashen und die Arki von den Barkoniden abstammen.
Rhodan will mehr über die Tryonische Allianz erfahren und möchte sich in der PACADEMO umsehen. Mikru bekommt die Aufgabe, als Rhodan getarnt den Arki Adentoco Porvistar an Bord der MIKRU-JON zu empfangen und abzulenken. Derweil teleportieren Rhodan und Sutter mit Lloyd/Tschubai zunächst unbemerkt in den Globus-Raumer. Für die spätere Flucht platzieren sie neben Spionsonden auch einige Sprengkörper im Schiff.
In einem Mannschaftsquartier stoßen sie auf einen seltsamen Humanoiden, der nicht zu den Vertretern der vier anderen Völker zu passen scheint. Das Wesen scheint Angst zu haben. Um nicht entdeckt zu werden, teleportiert die Gruppe an einen anderen Ort. Schließlich werden ihre Aktionen doch von der Besatzung der PACADEMO bemerkt. Rhodan geht in die Offensive und sucht Adentoco Porvistar auf. Er setzt dem Arki ein Ultimatum, um die MIKRU-JON freizusetzen und abziehen zu lassen. Der Arki lässt die 3 Eindringlinge einsperren. Über einen Mikro-Roboter und den Informationen der Spionsonden erhalten die „Gefangenen“ die Information, dass der Flug zum Handelsstern JERGALL gehen soll. Die Tryonische Allianz scheint im Bunde mit der Frequenzmonarchie zu sein. Auch über die Schneise werden Informationen gesammelt. Demnach ist die Schneise ein sternarmes Gebiet von hoher Materiedichte im ehemaligen galaktischen Zentrum von Anthuresta. 10.000 Lichtjahre lang und mit 500 LJ Durchmesser.
Nach Ablauf des Ultimatums lässt Rhodan die Sprengkörper zünden. Die Gruppe gelangt zurück an Bord der MIKRU-JON. Sutter gelingt im Alleingang die Zerstörung der Hangarschotte, wobei er in den freien Raum gerissen wird und der Obeliskraumer kann die PACADEMO verlassen. Da tauchen mehrere Schlachtlichter der FM auf. Die MIKRU-JON kann gerade noch rechtzeitig den im Raum treibenden Sutter an Bord nehmen und die Flucht ergreifen.

Rezension:
Marc A. Herren setzt die Erlebnisse des Titelhelden aus seinem Roman 2563 fort. Der Roman war flott geschrieben und lebte von der Ungewissheit, wer oder was die Tryonische Allianz ist und auf welcher Seite sie steht. Die Rückblenden Scotty Sutters waren z.T. mit hintergründigem Humor geschrieben. Einige der Rückblicke waren etwas arg lang und dienten zuweilen auch der „Auffrischung“ früherer Ereignisse. Insgesamt hat es der Autor jedoch nicht übertrieben, zumal seine Rückblenden „echte“ Perspektiven darstellten und nicht nur bloße Abschreibe, wie sie zuweilen bei anderen Autoren und Gelegenheiten in diesem Zyklus schon öfter zu sehen und zu lesen waren.
Der Logikaufbau der Geschichte hinkte zuweilen etwas. Nicht so sehr, dass man sich daran stören konnte. Es fiel aber auf. Die MIKRU-JON hätte zumindest aufgrund überlegener Beschleunigung und Defensivsysteme einer Begegnung mit der Tryonischen Allianz anfangs aus dem Weg gehen können. Später, als zusätzlich sogar die Schiffe der FM zugegen waren, gelang dies weitgehend problemlos. Vom Telepathen Lloyd gab es zu wenig Informationen. Dabei hätte gerade ein Telepath wertvolle Erkundigungen einholen können. Seltsam, dass er zwar an jeder Aktion teilnimmt, Rhodan ihn aber nie direkt fragt, welchen Gedanken die Mitglieder der Tryonischen Allianz gerade nachgehen. Es gibt da nur die ominöse Auskunft, dass sich Lloyd schwer tut. Na ja, der Autor wollte die Karten eben nicht zu früh offen legen. Und über den Einsatz von Deflektorfeldern und Anti-Ortungsschirmen wäre auch noch zu reden.
Gefallen haben mir die Gimmicks, die Herren in seinem Roman einbaut, z.B. die intelligenten Gläser oder Fred. Schön, dass sich ein Science-Fiction-Autor auch Gedanken um die Details macht und nicht nur große Space-Opera schreibt.

 

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