Ansichten zu PR 2526

Handlung:

Ein Teil der galaktischen Flotte, die Mitte Februar über einen Situationstransmitter das Kraltmock-System erreicht hatte, fliegt Gleam in Andro-Beta an. Der Schlachtkreuzer JESSE OWENS fliegt der langsameren Flotte voraus. Am 28. Februar 1463 NGZ erreicht das Beiboot der RICHARD BURTON III das Tri-System mit dem Planeten Gleam. Funksprüche der Galaktiker an den dort befindlichen Außenposten der LFT werden nicht beantwortet. Raumlandetruppen unter dem Kommando von Lethem Shettle werden auf Gleam abgesetzt, um in die Station Power Center vorzudringen und das Schicksal der Besatzung zu klären. Zu den Einsatzkräften gehört auch die Soldatin Anais Berkoff. Sie ist neu in der Elitetruppe der RICHARD BURTON.

Mit mehren Kampfgruppen dringen Shettle und Berkoff nach Power City vor, einer Wohnstadt, die über der Anlage errichtet wurde. Die Einrichtungen sind verfallen und von den Bewohnern, das ergeben die ersten Untersuchungen, erst vor kurzer Zeit fluchtartig verlassen worden. Mittlerweile verwandelt die sehr aggressive Flora und Fauna des Planeten das Gelände in einen Dschungel. Von der 300 Mann starken Besatzung Power Centers gibt es kein Lebenszeichen.

Die Soldaten stoßen in den subplanetaren Bereich der Anlage vor und treffen dort auf Spuren eines gewaltsamen Eindringens. Außerdem werden Plünderungen festgestellt. Anais Berkoff findet einen toten Maahk. In Höhe der Kommandoebene, 840 Meter unter der Oberfläche entdecken die Soldaten eine Botschaft Rhodans, die der Unsterbliche auf einem Speicherkristall gesprochen hat. Shettle und Berkoff können sich die Umstände, die Rhodan nach Gleam geführt haben, nicht erklären. Schließlich treffen die Raumlandetruppen auf einen Trupp Maahks, der wiederum einen einzelnen Maahk verfolgt. Es kommt zu diversen Scharmützeln. Der Trupp Maahks kann sich über einen portablen Transmitter absetzen, während der einzelne verfolgte Maahk auf geheimnisvolle Weise verschwindet. Im Kommandobereich von Power Center stoßen die Soldaten auf eine weitere Partei. Twonoser haben offensichtlich die Gelegenheit ergriffen, um in der Station zu plündern. Erneut stoßen die Galaktiker auf einen Trupp von Maahks. Ein einzelner dieser Wasserstoffatmer, der von den anderen verfolgt wird, bittet um Asyl. Er wird jedoch vor den Augen der Soldaten von den anderen Maahks getötet. Diese teilen Lethem Shettle noch mit, dass die Stationsbesatzung im Gewahrsam der Maahks sei. Shettle lässt die Maahks daraufhin abziehen. Eine Untersuchung der toten Maahks erbringt keinerlei Besonderheiten. Vermutet wird allerdings, dass es sich um Schattenmaahks handelte.

 

Rezension:

Der Roman setzt einen Teil der Geschehnisse aus Heft 2519 fort, als die galaktische Flotte Andromeda erreichte. Nachdem Michael Marcus Thurner zuletzt zwei mal die Ich-Form in seinen Erzählungen eingesetzt hat, verzichtet der Autor im vorliegenden Heft auf dieses Stilmittel. Im Vordergrund seines Romans stehen diesmal 2 Charaktere der Raumlandetruppen. Zum einen der Chef dieser Einheit, zum anderen eine junge Soldatin, die erst ihren zweiten Einsatz hat und entsprechend nervös ist. Abwechselnd lässt uns dabei der Autor jeweils einen Blick in die Psyche beider Handlungsträger nehmen. Damit nicht genug werden auch die Handlungen dieser beiden Figuren abwechselnd aus der Sicht der jeweils anderen Figur geschildert. Dieser Aufbau war sehr vielschichtig und hatte einen besonderen Reiz.

Dem Roman mangelte es allerdings an der Spannung. Daran ist das Exposé nicht ganz unschuldig. Im Roman „Die Gespenster von Gleam“ werden, wenn auch aus anderer Perspektive, einige Ereignisse geschildert, die wir Leser bereits kennen. Uwe Anton hat sie in seinem Heft 2522 bereits geschildert. Ich hatte anfangs noch die Hoffnung, dass in Michael Marcus Thurners Roman doch andere Erlebnisse geschildert werden, aber dem war nicht so.

Auffällig an diesem Roman ist noch, dass zum wiederholten Male in diesem Zyklus Soldaten im Vordergrund der Handlung standen. Ruft man sich das Vorwort zu jedem Roman des Stardust-Zyklus in Erinnerung, dann steht dort, dass die LFT in einer Periode des Friedens sich auf Forschung und Wissenschaft konzentriert. Insofern überrascht es mich, dann so viele Soldaten-Abenteuer vorgesetzt zu bekommen. Es ist natürlich zu früh, um bereits von einem Trend zu Militäry-SF bei Perry Rhodan zu sprechen aber auffällig ist es schon, dass der Stardust-Zyklus eine solch hohe Anzahl an Romanen hervorgebracht hat, in denen Soldaten nicht unerhebliche Anteile am Handlungsgeschehen haben. Im ganzen Traitor-Zyklus war nicht so viel über Soldaten zu lesen und das war schließlich die ultimative militärische Bedrohung schlechthin.

Bedenklich finde ich dann doch die eine oder andere Romanstelle, in der Soldaten Wissenschaftler anfordern, um ein Problem zu lösen. Schließlich hätten Diplomaten, Wissenschaftler und Techniker den Planeten untersuchen können. Und die hätten dann Soldaten zur Sicherung angefordert. Mal sehen, ob der „Rollentausch“ von den PR-Autoren weiter so gepflegt wird.

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