Avatar – meine Ansichten zum Film

Handlung:

Der querschnittsgelähmte Marine Jake Sully reist zum Planeten Pandora. Dort erwarten ihn unvorstellbar schöne und farbenreiche Landschaften aus üppigen Regenwäldern mit fantastischen Pflanzen und Tieren – manche wunderschön, andere furchterregend. Doch Pandora ist nicht unbewohnt: Die Na’vis sind die Ureinwohner des Planeten und leben im Einklang mit der Natur, die sie umgibt. Pandora ist reich an dem für den Menschen sehr wertvollen Rohstoff Unobtainium. Da der Mensch in der Atmosphäre Pandoras nicht existieren kann, wurde ein wissenschaftliches Projekt initiiert, bei dem genetisch manipulierte Hybride aus menschlicher und Na’vi-DNA erschaffen wurden: die so genannten Avatare. Ein Avatar wird von einem Menschen mental gesteuert, indem das menschliche Gehirn und die Gefühlsrezeptoren über eine spezielle Technologie mit dem Avatar-Körper verbunden sind. Leiterin des Projekts ist die Wissenschaftlerin Dr. Grace Augustine, die Jake zunächst skeptisch gegenüber tritt. Bei Jakes ersten „Ausflug“ mit seinem Avatar-Körper auf Pandora trifft er die junge und schöne Na’vi Frau Neytiri, die ihn sofort fasziniert. Durch sie lernt er nach und nach das Leben und die Kultur der Na’vis kennen. Er verschweigt ihr, dass er eigentlich mit dem Auftrag gekommen ist die Umsiedlung der Na’vis ihres Stammes vorzubereiten. Doch je mehr Zeit Jake mit den Na’vis verbringt, desto mehr gerät er in einen Konflikt, mit sich selbst und mit seiner Außenwelt. Er muss sich entscheiden, auf wessen Seite er steht – in einem Kampf, der über das Schicksal einer ganzen Welt entscheidet.

 

Soweit zum Inhalt …

Rendsburg verfügt seit einiger Zeit nun auch im KinoCenter-Rendsburg über ein Digital-3D-Kino. Das Elektra bietet ca. 250 Plätze. Zum Kartenpreis von 6,00 EUR kommt noch eine Ausleihgebühr für die Brille von 2,00 EUR und ein Überlängenzuschlag von 0,50 EUR hinzu, so dass der Spaß 8,50 EUR kostete.

Mit 3D-Filmen habe ich bereits Erfahrung. „Ice Age 3“ und „Oben“ habe ich bereits in diesem Format gesehen. Für „Avatar“ wurde aber eine revolutionäre Weiterentwicklung der 3D-Technik angekündigt und die hat es in sich. Während die vorhin genannten Animationsfilme im Grunde genommen 2D-Filme sind in die bei passender Gelegenheit ein 3D-Effekt eingebaut wurde, ist Avatar durchgehend in 3D. Beeindruckt hat mich vor allem die Tiefenschärfe. Zumindest, solange das Bild unbewegt bzw. nur in langsamer Bewegung ist. Bei schnellen Kameraschwenks oder schnellen Bewegungen der Objekte verliert auch Avatar an Schärfe. Hier stoßen die 24 Bilder pro Sekunde eines Kinofilms an ihre Grenzen. Gerade diesen Film hätte ich daher gerne mit einer höheren Framerate gesehen. Mit dem Sitzplatz kann man übrigens auch experimentieren. Sitzt man zu weit hinten, hat man die Leinwand voll im Blick und die Bewegungen lassen sich besser verfolgen. Sitzt man etwa mittig im Kino, wirken die 3D-Effekte noch beeindruckender, allerdings nimmt dann auch die Bewegungsunschärfe zu. Ich hatte meinen Sitzplatz quasi in der ersten Reihe des letzten Drittels, was einen guten Kompromiss darstellte. Die Szenen, in denen das 3D-Erlebnis wirklich atemberaubend war, liegen dennoch alle in den langsamen Filmsequenzen. In den schnellen Actionsequenzen, die beispielsweise bei den diversen Gefechten in der Luft abliefen, ist der 3D-Effekt hingegen kaum wahrnehmbar. Auch die Veränderung in der Größe von Objekten oder Personen, die sich nähern oder entfernen ist in der neuen Technologie noch fehlerbehaftet. Insbesondere wenn dabei gleichzeitig der Blickwinkel geändert wird, weil sich die Kamera zusätzlich seitlich bewegt. Manchmal sieht es dann so aus, als würden die Menschen übergangslos deutlich kleiner oder größer, z.B. in den Szenen, in denen Jake mit seinem Rollstuhl zwischen den Apparaturen der Station hindurchrollt oder ganz am Anfang des Films, als er aus der Tiefschlafkapsel geholt wird. Soweit meine Eindrücke von der 3D-Technik Avatars. Diese Wahrnehmungen sollen allerdings keine Erbsenzählerei sein. Den Rest des 2 Stunden 45 Minuten langen Films saß ich nämlich mit offenen Mund im Kino. Dieses Erlebnis hat sich voll gelohnt.

 

Der Star des Films ist ganz klar der Planet. Was hier von James Cameron entwickelt wurde ist wirklich phantastisch. Ich denke, ich muss mir den Film auf jeden Fall ein weiteres Mal ansehen, um die ganze Pracht und die vielen Details noch besser würdigen zu können. Das einzige was mich an diesem Film in einigen Szenen gestört hat, war die Musik. Den Score empfand ich teilweise nervig. Die schauspielerische Leistung tritt bei diesem Film etwas in den Hintergrund. Einige der Charaktere sind mir denn allerdings zu klischeehaft, allen voran der Narbengesichtige Chef der Marines. Wenn der mit dem Kaffeebecher in der Hand seine Angriffsbefehle gibt dann ist mir das einfach zu flach. Kritisiert wurde ja auch im Vorfeld, dass die Story zu dünn sei. Das finde ich nicht. Das Drehbuch ist sicherlich nicht der ganz große Wurf, dennoch braucht sich die Story vor den Effekten nicht zu verstecken. Der Film hat eine klare Botschaft. Sie ist einfach, und kann von jedem verstanden werden. In der Vorführung, in der ich saß, waren auch viele Jugendliche und Kinder. Und die waren, dass konnte ich den gelegentlichen Äußerungen entnehmen, voll auf der Seite der Na’vis. Na also, die Botschaft ist angekommen!

 

Fazit: Der Film ist eine Augenweide. Avatar ist einer der seltenen Filme für mich, den ich 2x im Kino ansehen werde. Das war zuletzt für mich 2003 HDR3. Und noch etwas. Der Film entfaltet seine Pracht nur auf einer Großbildleinwand. Wer darauf wartet den Film auf DVD oder Blu-Ray anzusehen, verpasst etwas, selbst dann, wenn er zuhause Beamer und Leinwand hat.


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