Perry Rhodan EXTRA Nr. 9

Bereits zum neunten Mal erscheint Perry Rhodan EXTRA. Die Nr. 9 enthält den exklusiven Roman „Gesänge der NACHT“ von Marc A. Herren, eine mehrfarbige Beilage mit Illustrationen der SOL von Günter Puschmann und eine Audio-CD mit der Novelle „Eine Nacht in Terrania“ von Frank Borsch, gelesen von Michael-Che Koch.

 

Gesänge der NACHT:

Die SOL ist im Bauch des Gesetzgebers auf den Rückflug zur Milchstraße. Der junge Mom’Serimer Milo, Kind von Lord Remo Aratoster, kommt in Kontakt zu einem merkwürdig alten Mom’Serimer namens Seramir. Der Alte möchte sein Volk einer neuen Bestimmung zuführen und er behauptet, dass Milo’s Weg eng mit dieser neuen Bestimmung verknüpft sei. Wieder auf der Erde unterrichtet die Kommandantin der SOL, Lee Kellind, Perry Rhodan über das Auftauchen des Propheten der Mom’Serimer. Rhodan nimmt sich der Sache an. Seramir teilt Rhodan mit, dass er mit den Mom’Serimern auf einen Planeten nahe des galaktischen Zentrums abgesetzt werden möchte. Rhodan willigt ein und die SOL fliegt den Planeten Pelarga III an, von den Mom’Serimern bereits als Neu-NACHT bezeichnet. Man entdeckt Hinterlassenschaften von TRAITOR. Die natürliche Intelligenz des Planeten wurde von TRAITOR nahezu ausgerottet. Mit den gespensterhaften Wesen, die sich durch Lichtsignale verständigen, kann durch Milo’s Hilfe schnell ein Kontakt hergestellt werden. Mittlerweile konfrontiert Rhodan den Propheten Seramir mit der Erkenntnis, dass dieser gar keine hellseherischen Kräfte besitzt. Als die Hinterlassenschaften TRAITORS aktiviert werden, kommt es zu einer gefährlichen Situation. Milo rettet dabei Perry Rhodan das Leben, kommt aber selber um. Ein Teil der Mom’Serimer siedelt sich schließlich auf Neu-NACHT an. Etwa 125000 bleiben allerdings auf der SOL.

 

In der Erzählung von Marc A. Herren dreht sich alles um den Wertbegriff „Vertrauen“. Die Figuren, die der Autor einsetzt, sind durchweg fein gezeichnet und glaubhaft. Trotz der sich abzeichnenden Tragik zum Ende des Romans hin, gleiten die Figuren nie ins klischeehafte ab. Der Part der Erzählung mit den TRAITOR-Hinterlassenschaften fand ich nicht ganz als gelungen aber insgesamt eine sehr schöne Erzählung. Insbesondere die Dialoge waren ausgezeichnet.

 

 

Eine Nacht in Terrania:

Am 31.12.1402 NGZ haben sich wieder einmal illustre Gäste zur Silvesterparty des Mausbibers eingefunden, unter anderem Perry Rhodan und Reginald Bull. Um Mitternacht wird mit Vurguzz angestoßen. Wie jedes Jahr hat Gucky von irgendeinem Planeten ein exotisches Tierchen als Trinkeinlage für den Vurguzz gesucht und gefunden. Diesesmal ist es ein kleiner Krake, der im Glas schwimmt. Rhodan wird vom Genuss der „Einlage“ schwindlig. Während Bully mit einer Brünetten flirtet verzieht sich Rhodan in den Garten. Nachdem sich der Schwindel gelegt hat und das brennen im Magen ein erträgliches Maß erreicht hat, hört er einen Hilfeschrei. Aus dem nahe gelegenen Gushun-See „rettet“ Perry Rhodan einen Außerirdischen, der wie ein Krake aussieht, vor dem Ertrinken. Der Fremde stellt sich als Mev vor. Da es ausgerechnet in der Silvesternacht in Terrania – der Stadt, in der die Lichter nie ausgehen – zu einem Brauch geworden ist, alle Lichter zu löschen, hat sich Mev verirrt. Rhodan beschließt, ihn zum Hotel zu begleiten.

Der Krake selbst ist von der Rettungsmission Rhodans wenig angetan. Er hält den Terraner für einen Krakenfresser und hat Angst davor, von ihm verspeist zu werden. In der Folge ergeben sich weitere absurde Situationen, in die Perry Rhodan mit dem jungen Kraken gerät. Die Erzählung endet damit, dass Gucky Mev mit auf die Party nimmt.

 

Sehr schöne SF-Humoreske. Wunderbar vorgetragen von Michael-Che Koch. Ich habe die CD in einem Rutsch durchgehört. Die kann man sich auch noch ein zweites Mal anhören, z.B. an Silvester?

 

Illustrationen der SOL:

Hier sieht man mal wieder schön, wie Romanhandlung, die visuelle Umsetzung durch die Illustratoren und die eigenen Vorstellungen differenzieren. Über die Größe der Hauptleitzentrale der SOL habe ich mir nie viel Gedanken gemacht. Mit der Größe eines Fußballstadions habe ich die Zentrale erst recht nicht in Verbindung gebracht. Im Roman von Marc A. Herren gibt es eine Stelle, in der die verschiedenen Besatzungsmitglieder in der Zentrale interagieren. Kommandantin, Ortung, Pilot etc. kommunizieren miteinander. Da entsteht der Eindruck, dass diese Personen nur wenige Meter auseinander sitzen. Die Impressionen dazu von Günter Puschmann wollen so gar nicht recht passen. Für sich allein betrachtet finde ich sie aber interessant.

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