Meine Eindrücke vom Garching Con 2009

Natürlich habe ich auch dieses Jahr den Garching Con, der 2009 zum mittlerweile 8. Mal ausgerichtet wurde, am vergangenen Wochenende besucht. Für mich ist der Besuch schon zu einer liebgewonnenen Tradition geworden. Seit 1998 habe ich keine Veranstaltung ausgelassen. Ich reiste am Freitag, den 17.07. mit dem Zug an. Garching ist seit einigen Jahren auch verkehrsmäßig super an München angebunden. Vom Hauptbahnhof fährt man mit der U-Bahn in knappen 30 Minuten bis ins Zentrum von Garching. Wie immer stieg ich im Hotel Hoyacker Hof ab. Schnell unter die Dusche und dann ab zum Bürgerhaus, das nur 2-3 min vom Hotel entfernt liegt. Ich war gegen 16:30 Uhr da und konnte dann auch gleich zum Con einchecken. Neben dem schön aufgemachten Con-Buch gab’s in der Con-Tasche zwei Bücher aus dem Fabylon-Verlag, darunter eines von Uschi Zietsch, viele Werbe-Flyer diverser Verlage und natürlich Werbung zu Perry Rhodan. Dazu 2 Ansteckbutton und das obligatorische Namensschild, damit mich die vielen Besucher auch mit Namen ansprechen konnten. Viele Händlertische waren bereits aufgebaut oder im Aufbau begriffen und ich hatte gleich den Eindruck, dass in 2009 bereits am Freitag deutlich mehr Fans anwesend waren, als in 2007. Nach einem 1. Rundgang durchs Foyer gab’s dann draußen das erste große Hallo. Die „norddeutschen Rhodan-Fans“ waren mittlerweile ebenfalls eingetroffen und zusammen mit Peter Bäuerle, Uwe Mühlau, Volker Nickolaus, Rainer Virchow habe ich dann das erste Bier gezischt. Überhaupt war ich froh, noch einen Stuhl bekommen zu haben, denn der Platz vor dem Bürgerhaus füllte sich zusehends. Es wurden dann sogar noch zusätzliche Biertische aufgestellt. Die nächsten Stunden verbrachte ich dann in gemütlicher Runde, bis ich zur Mitgliederversammlung der PR-Fanzentrale um 20:00 Uhr in den Ratskeller hinabstieg. Um 20:00 Uhr lief auch noch im großen Saal ein Programm von Robert Vogel über Stargate, Dr. Who u.a. Die Versammlung der PRFZ, u.a. mit Kassenbericht, Wahl des Vorstandes, Vorstellung der Vereinsaktivitäten, Vorstellung des neuen PRFZ-Logos stellte mit 34 (?) anwesenden Mitgliedern dann auch einen neuen Rekord auf. Weitere Einzelheiten sind sicher demnächst auf der PRFZ-Homepage nachzulesen. Um 21:30 Uhr war die Versammlung beendet. Der Platz vor dem Bürgerhaus hatte sich mittlerweile in eine Negasphäre verwandelt oder stand zumindest kurz davor. Also wurde drinnen weitergefeiert.

 

Der Samstag begann, wie kann es anders sein, mit der offiziellen Eröffnung. Stefan Friedrich vom Organisationsteam führte wie immer professionell durch die Veranstaltung. Das Grußwort sprach der 2. Bürgermeister von Garching, dessen Name mir momentan entfallen ist. Der hatte von Perry Rhodan noch nie was gehört, was er dann auch mehrmals betonte. Na ja. Nächster Programmpunkt war für mich der Vortrag von Dr. Torsten Enßlin vom Max-Planck-Institut für Astrophysik über „Planck und das frühe Universum.“ Der Vortragende stellte den Satelliten Planck vor und nahm uns mit auf eine Reise zum Urknall. Insgesamt ein sehr interessanter Vortrag, der auch ohne viele Fachbegriffe informativ war. Die anderen Programmpunkte des Vormittags habe ich übersprungen. Stattdessen habe ich bei diversen Händlern den eine oder anderen Euro gelassen. Zum Mittagessen saß ich mit den optisch auffälligsten Con-Besuchern zusammen. David Summerwine (den „echten“ Namen habe ich vergessen) präsentierte auf dem Con sein Valongatu Universum und er und seine Mitstreiter hatten sich in Star Wars Kostüme (Markus Thiede als Stormtrooper), bzw. in Fantasykostüme aus seinem Online-Roman geworfen. Natürlich ging es bei unseren Gesprächen um den augenscheinlichen „Nachteil“ der Fans des Perryversums. Es sind kaum Fans dazu zu bewegen sich auf Conventions in Kostüme zu werfen. Die Gründe dafür sind einfach. Perry Rhodan ist reine Literatur. Im Gegensatz zu Star Wars oder Star Trek gibt es keine visuellen Vorlagen, an denen man sich orientieren kann. Natürlich gibt’s die Zeichner und Illustratoren. Deren Werke sind jedoch über die Jahre recht unterschiedlich ausgefallen. Außerdem ist der Durchschnitts-PR-Fan, der zu Cons geht, mittlerweile im fortgeschrittenen Alter, soll heißen jenseits der 40 und damit wenig angetan von der Vorstellung, sich zu verkleiden. Anders ausgedrückt: Es ist nicht unser Ding, so aufzutreten. Da der Con auch von Presseleuten besucht wurde – es war auch ein Kamerateam von arte da, besteht natürlich die „Gefahr“, dass durch die optischen Ausreisser ein falscher Eindruck von den Perry-Fans in der Öffentlichkeit entsteht. So haben sich doch die einen oder anderen Con-Besucher auch geäußert. Aber mal ehrlich, etwas freaky sind wir natürlich auch. Ich fand die Kostüme gelungen. Vielleicht gibt’s ja auf dem Weltcon 2011 mal ein paar „jüngere“ Fans, die als PR-Charaktere auftreten. Ich würde das begrüßen.

 

Um 13:30 hatte ich mich dann rechtzeitig zum Kaffeeklatsch mit Frank Borsch eingefunden. Kaffe gab es nicht aber die 30 Minuten vergingen wie im Flug. Frank ist ein netter und angenehmer Plauderer. Ich hoffe, er hat es mir nicht übel genommen, dass ich Ihn auch ein bisschen zum Band 2500 kritisiert habe. Ich fand die Darstellung der Gewalt, bzw. die Sprache dazu ehrlich gesagt etwas vulgär. Aber das hatte ich ja auch schon in meinen Ansichten zu 2500 hier im Blog geäußert. Höhepunkt des Nachmittags waren dann die Präsentation von Band 2500 und die anschließende Fragestunde mit den Autoren zum neuen Stardustzyklus. Dazwischen gaben Klaus Frick und Uwe Anton einen Ausblick auf die kommenden Romane. Um 20:00 Uhr gings für mich weiter mit dem 2. Teil des Animationsvideos von Raimund Peter. Den 1. Teil am Nachmittag hatte ich wegen des Kaffeeklatsches mit Frank Borsch leider verpasst. Ich hoffe das Teil ist später auf dem Con-Video zu sehen. Das Video 2. Teil ist wirklich beeindruckend. Lediglich die Personen wirken hölzern. Zu Recht gab es anschließend „Standing Ovations“ für den Macher. Der anschließende kosmische Basar brachte für mich nichts Neues. Kurzweilig gings danach weiter mit einem Dalli(Perry)-Klick-Spiel. TiBis der PR-Serie wurde nach und nach aufgedeckt und zwei Rategruppen, nämlich Klaus Frick und Sabine Kropp als Redaktionsteam gegen Rainer Castor und Uwe Anton mussten gegeneinander antreten. Was soll ich sagen: Rainer ist „der“ Kenner der Serie! Lustig gings danach weiter mit Leo Lukas und Hartmut Kasper in der „Latenight.“ Anschließend hatten wieder die Bierkoniden das Kommando. Gegen 02:00 Uhr morgens bin ich dann ins Hotel zurück.

 

Vom Programm am Sonntag habe ich leider nicht mehr viel mitbekommen. Für mich ist der Samstag immer der Hauptveranstaltungstag und am Sonntag lasse ich es gemütlich ausklingen. Den Veranstaltern meinen herzlichen Dank. Ich wurde prima unterhalten und habe mich prima unterhalten auf diesen Con. Bis zum nächsten Mal!

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