Archiv der Kategorie Perry Rhodan Merchandising

Perry Rhodan Vurguzz

Vurguzz ist ein alkoholisches Getränk, das aus der Vurga-Frucht gewonnen wird, die nur auf dem Planeten Vurga vorkommt. Das Getränk hat es in der Perry Rhodan-Serie zu einiger Berühmtheit gebracht. Verschiedene Web-Seiten haben sich des Themas Vurguzz angenommen. Die Ursprünge des Namens Vurguzz liegen demnach noch vor dem Start der Perry Rhodan-Serie. Dazu gibt es diverse Berichte aus Fandom-Kreisen.
Anlässlich des Weltcons 1999 wurden dann auch verschiedene Merchandising-Produkte zum Vurguzz herausgebracht. Da ist zum einen ein Poster im Format 59,5 cm x 42 cm.

pr_vurguzz_poster.jpg

Dazu ein Flyer im Postkartenformat, ein Tisch-Aufsteller und ein Aufkleber.

pr_vurguzz_flyer.jpg pr_vurguzz_aufst.jpg pr_vurguzz_aufkl.jpg

Außerdem gab es das Getränk selbst in einer Sonderabfüllung mit 20 Mini-Flaschen im Karton und als 0,5 Liter Flasche. Hier die Mini-Flasche, die größere Flasche siehe letztes Bild links.

pr_vurguzz_kl.jpg

Um das Getränk auch stilecht konsumieren zu können gab es im schmucklosen Karton auch noch 6 Gläser zu erwerben.

pr_vurguzz_glas.jpg

Auf dem folgenden Bild habe ich die Produkte nochmals zusammengestellt. Rechts sind 2 Varianten des Vurguzz von anderen Cons zu sehen. Leider habe ich vergessen, woher ich die habe.

pr_vurguzz_alle.jpg

Ganz unten im Bild sieht man noch ein Plastikröhrchen mit Vurguzz-Etikett, wie es zur Popkomm 1996 zu haben war. Während der Likör in den übrigen Flaschen im Lauf der Jahre seine Farbe und Konsistenz beibehalten hat, macht mir der Inhalt der Phiole etwas Sorgen. Der einstmals hellgrüne geleeartige Inhalt hat sich in einen dunkelgrünen Schleim verwandelt, der auf Bewegungen zu reagieren scheint. Komme ich in die Nähe bilden sich winzige Pseudopodien, die sich mir entgegenstrecken. Möglicherweise hält das Extrakt der Vurga-Frucht noch einige Überraschungen parat. Ich werde die Entwicklung beobachten!

Perry Rhodan Romanmanuskript

Ich zeige mal wieder ein Sammlerstück der anderen Art. Das vorliegende Romanmanuskript wurde von Clark Darlton für den Arthur Moewig Verlag verfasst. Nach dem Copyright-Eintrag im Impressum ist das Romanheft 1968 erschienen. Das Manuskript muss demnach Ende 1967/Anfang 1968 geschrieben worden sein. Es trägt den Titel „Unternehmen Frischfleisch“ mit der handschriftlichen Ergänzung „Gucky und der Vakupath“. Unter diesem Titel ist der Roman dann auch als Heft 336 in der Serie erschienen. Das Manuskript im DIN A4-Format ist mit Schreibmaschine geschrieben und umfasst insgesamt 78 Seiten einschließlich des Deckblattes. Die meisten Seiten sind einseitig beschrieben. Es gibt 3-4 Seiten, die auch auf der Rückseite beschrieben wurden. Entweder handelt es sich dabei um Absätze mit alternativen Texten oder um zusätzliche Absätze, die wohl dazu bestimmt waren in einem anderen Kapitel eingefügt zu werden.
Auf dem Deckblatt befinden sich zudem einige Textvorschläge des Autors für den Untertitel des Romans. Vorgeschlagen sind:

„Die CREST in einer fremden Galaxis verschollen – und Gucky weigert sich auf Jagd zu gehen“.

„Sie sehen aus wie Büffel, aber darf man sie auch töten …“.

„Ein Gehirn mutiert, und die Energiefelder bedrohen die CREST“.

„Gestrandet zwischen den Sternen“.

„Die Nahrungsmittel werden knapp, aber die CREST ist viele Millionen Lichtjahre von der Erde entfernt …“.

Die Vorschläge wurden allesamt verworfen. Stattdessen findet sich dieser Untertitel auf dem Romanheft:

„Er ist ein Unglücksmutant – er entfesselt die unheimlichen Kräfte seines Geistes auf einem Planeten, der friedlich war und ohne Gefahren“.

Die Bilder zeigen von links nach rechts das Deckblatt, die erste Seite des Manuskripts und das Titelbild vom Romanheft Nr. 336.

pr_manuskript336_d.jpg pr_manuskript336_1.jpg pr_roman_336.jpg

(© Pabel-Moewig Verlag GmbH, Rastatt; Clark Darlton; www.perryrhodan.net)

Mich hat nun interessiert ob es Unterschiede zwischen der Arbeit des Autors und der später veröffentlichten Romanversion gibt. Dazu habe ich das Manuskript mit dem Roman (1. Auflage) verglichen. Es gibt nur wenige Abweichungen. Es wurden natürlich Rechtschreibfehler korrigiert. Auch einige Änderungen im Satzbau lassen sich entdecken. Es gibt aber auch einige Textstellen, die abgewandelt im Roman erscheinen und es gibt Textstellen, die nicht in den Roman übernommen wurden. Die größten Unterschiede lassen sich am Ende des Romans erkennen. Die Absätze eines Kapitels, die der Autor zur Bekämpfung eines Atombrands geschrieben hat, sind zwar alle in den Roman übernommen worden aber vom Lektorat über zwei Kapitel verteilt worden. Der Autor ist recht schnell zu einem Ende dieser Bedrohung gekommen, während der Lektor wohl der Ansicht war, die Spannung sollte noch etwas länger aufrechterhalten werden. Diese Passagen sind mir allerdings etwas zu lang geraten, um sie hier abzubilden. Ich habe mir einige kürzere korrigierte Texte ausgesucht.

Beispiele für Korrekturen:

Seite 1 im Manuskript:
„Die Astronomische Sektion des Flakschiffes hatte feststellen können, dass der blaue Strahl nichts anderes war als eine Hyperstrahlung höchster Intensität“.

Auf Seite 5 im Roman wurde daraus:
„Die Astronomische Sektion des Flaggschiffes …“.

Das Lektorat hat den Lapsus des Autors ausgebügelt.

Seite 71 im Manuskript:
„Außerdem war es die Schuld der Terraner, wenn ein Atombrand ausbrach“.

Auf Seite 60 im Roman wurde daraus:
„Außerdem trugen die Terraner Schuld daran, dass ein Atombrand ausgebrochen war“.

Das Lektorat hat hier Satzbau und Zeit korrigiert, denn der Atombrand war bereits ausgebrochen.

Seite 16 im Manuskript:
„Manchmal kann ich nicht umhin, Ihren Ordnungssinn zu bewundern. Trotzdem, besten Dank.“ Er schaltete ab. „Wieviel Umkreisungen, Sir?“ fragte Oberst Akran. „Fünf“, erwiderte Rhodan. „Dann schicken wir die Expedition aus. Wir dürfen keine Zeit verlieren“.

Auf Seite 17 im Roman wurde daraus:
„Manchmal kann ich nicht umhin, Ihren Ordnungssinn zu bewundern.“ Er schaltete ab. „Wieviel Umkreisungen, Sir?“ fragte Oberst Akran. „Zehn“, erwiderte Rhodan. „Dann schicken wir die Expedition aus. Wir dürfen keine Zeit verlieren“.

Das Lektorat war hier wohl der Ansicht, dass sich ein Perry Rhodan nicht noch zusätzlich bedanken muss, nachdem er eh schon ein Lob ausgesprochen hatte. Warum dann allerdings 10 Umkreisungen angesetzt wurden, wenn doch die Zeit drängte, bleibt unklar.

Seite 56 im Manuskript:
„Die Konverter, die die Energie für die Kühlanlagen lieferten, drohten zu explodieren. Robotkommandos isolierten den Kühlraum und versiegelten ihn. Damit war fürs erste die Gefahr gebannt. Rhodan ergriff sofort die Initiative“.

Auf Seite 49 im Roman wurde daraus:
„Die Konverter, die die Energie für die Kühlanlagen lieferten, drohten zu explodieren. Rhodan ergriff sofort die Initiative“.

Das Lektorat war hier wohl der Ansicht, dass die sofortige Entschärfung der Gefahrensituation durch Robotkommandos die Spannung verringern könnte. Die beiden Sätze wurden dann einfach weggelassen.

Seite 11 im Manuskript:
„Rhodan warf ihm einen forschenden Blick zu. „Glaubst du, dass es Schwierigkeiten geben wird?“ Atlan nickte langsam. „Es wird sie geben, wenn die Leute weiterhin jeden Tag Trockengemüse und Dörrfleisch zu essen bekommen. Höchstens ab und zu einmal Konzentrate. Wasser haben wir ja Gott sei Dank. Auf die Dauer ist das zu eintönig. Die Leute brauchen frisches Gemüse und frisches Fleisch. Hoffentlich haben wir Glück.“

Er sah wieder auf den Bildschirm mit der gelben Sonne. Oberst Akran drehte sich um. „Wir gehen erneut in den Linearraum – für etwa dreißig Sekunden. Vier Lichtmonate. Ich schätze, dann werden die Beobachtungen leichter sein.“ Rhodan erwiderte: „Lassen Sie die CREST gefechtsbereit machen. Wir müssen mit allem rechnen und dürfen keinen Fehler begehen. Die Kontaktabteilung soll sich für einen Einsatz bereit machen. Wer immer unsere Opfer sein werden, sie werden mit unserem Plan nicht einverstanden sein. Aber schließlich leben wir Menschen schon seit zehntausenden von Jahren von Fleisch. Warum sollte sich das plötzlich ändern? Der Tod des einen bedeutet das Leben für den anderen. Das ist das Gesetz des Kosmos.“

„Leider“, sagte Atlan ruhig, „ist es ein überholungsbedürftiges Gesetz.“

Auf Seite 13 im Roman wurde daraus:
„Rhodan warf ihm einen forschenden Blick zu. „Glaubst du, dass es Schwierigkeiten geben wird?“ Atlan nickte langsam. „Es wird sie geben, wenn die Leute weiterhin jeden Tag Trockengemüse und Dörrfleisch zu essen bekommen. Höchstens ab und zu einmal Konzentrate. Wasser haben wir ja Gott sei Dank. Auf die Dauer ist das zu eintönig. Die Leute brauchen frisches Gemüse und frisches Fleisch. Hoffentlich haben wir Glück.“

Er sah wieder auf den Bildschirm mit der gelben Sonne. Oberst Akran drehte sich um. „Wir gehen erneut in den Linearraum – für etwa dreißig Sekunden. Vier Lichtmonate. Ich schätze, dann werden die Beobachtungen leichter sein.“ Rhodan erwiderte: „Lassen Sie die CREST gefechtsbereit machen. Wir müssen mit allem rechnen und dürfen keinen Fehler begehen. Die Kontaktabteilung soll sich für einen Einsatz bereit machen.

Hier hat das Lektorat doch stärker in den Roman eingegriffen. Die letzten Sätze von Rhodans Überlegungen zum Fleischesser Mensch und Atlans Antwort fallen komplett unter den Tisch. Da kann sich jeder selbst Gedanken machen, was den Lektor bewogen hat, diese recht harmlosen Überlegungen des Autors zu streichen.

Und noch ein letztes Beispiel, Seite 73 im Manuskript:
„Wozu sind Sie denn Chefkoch? Unter der Mannschaft kursiert ein wahres Wort: was der Seibersdorf so fabriziert, das ist noch keinem nicht passiert“.

Auf Seite 62 im Roman wurde daraus:
„Wozu sind Sie denn Chefkoch? Unter der Mannschaft kursiert ein wahres Wort: Was Seibersdorf so fabriziert, das hat noch niemand ignoriert“.

Der Lektor entpuppt sich hier als der etwas bessere Dichter!

Copyright der Abbildungen und der Texte aus Manuskript und Roman liegen beim Pabel-Moewig-Verlag GmbH Rastatt und Clark Darlton, www.perryrhodan.net. Die Veröffentlichung in meinem Blog erfolgt mit freundlicher Genehmigung des Verlags.

Perry Rhodan Krawatte

Neben einigen selbstgefertigten/bemalten Krawatten, die von Fans und Autoren zu diversen Anlässen getragen wurden gab es 2002 auch eine „offizielle“ Krawatte. Sie ist aus reiner Seide und die Auflage wurde angeblich auf nur 100 Exemplare limitiert. Die in dunkelblau gehaltene Krawatte ist mit zahlreichen blauen Perry Rhodan-Schriftzügen bestickt. Auf Vorder- und Rückseite gesellt sich noch der eine oder andere Schriftzug in Rot dazu.

pr_krawatte1.jpg pr_krawatte2.jpg 

Perry Rhodan Pappaufsteller

Der Pappaufsteller aus dem Jahr 1998 zeigt die Figur Perry Rhodan im Raumanzug der Galornen, gezeichnet von Renato Casaro. Die in der Mitte klappbare Figur ist ca. 180 cm hoch und an der Basis 77 cm breit. Auf der Rückseite befindet sich ein mit der Figur über 2 Klebestreifen verbundener 2. Karton, der seitlich abgeknickt werden kann und dem Aufsteller dadurch Stabilität und einen festen Stand verleiht.

pr_pappaufsteller01.jpg pr_pappaufsteller02.jpg

Perry Rhodan Freundschaftsbanner

Das „Pax Terra“ Freundschaftsbanner mit dem etwas moderner gestalteten Motiv vom Tibi 287 konnte ab Mitte 2001 erstanden werden. Eine Werbung ist im Heft 2076 zu sehen. Herausgeber ist die Firma Flaggen Pehl in Mittenwald. Das Banner ist aus 100% Polyester und bei 40 Grad waschbar. Die Maße sind ca. 89 cm x 153 cm. Dazu gibt es eine Aufhängung aus 3 zusammensteckbaren Plastikröhren und eine Schnur. Der damalige Verkaufspreis war 49,95 DM.

pr_banner.jpg pr_banner2.jpg

Das Teil wird übrigens immer noch angeboten. Mit den Suchbegriffen „Rhodan“, „Pax Terra“ und „Flagge“ oder „Banner“ wird man im Netz schnell fündig.