Ansichten zu Perry Rhodan Heft 3067

Die Ägidenwelt – von Michael Marcus Thurner
Der Haluter Icho Tolot ist mit seinem Team auf die Villanova-Terraner gestoßen. Es ist unklar, was das für Wesen sind. Der Unsterbliche hält sie für Imitationen, die mit den positronischen Komponenten in ihren Gehirnen bestimmten Verhaltensmustern folgen. An Bord der KAWA DANTROFF bricht man zur Ägidenwelt auf. Die dortigen Herrscher, Tipa 8-Riordan und Alaska 9-Saedelaere empfangen die Besucher aus der Milchstraße in der Hauptstadt Neu-Terrania. Die Welt der Imitate oder vielmehr Klone entpuppt sich als sehr absonderliche Welt. Tolot und seine Begleiter kommen schnell dahinter, dass die Villanova-Terraner durch ihre „Programmierung“ eingeschränkt sind. Außerdem werden selbständige Entwicklungen und Gedanken unterdrückt. Ein in der Nacht ablaufender Zyklus kalibriert die Bevölkerung. Und die Wesen haben blinde Flecken, so dass sie zu bestimmten Themen keine Auskunft geben können, weil sie diese nicht erkennen.
Allerdings gibt es auch Villanova-Terraner, die sich ihre eigenständigen Gedanken bewahren können. Und die den Aufstand gegenüber ihrem Schöpfer und die bestehende Ordnung planen. Auf der Ägidenwelt gibt es die Nebelinsel. Im dortigen Forschungszentrum lebt ein Cairaner. Icho Tolot stößt mit seinem Team zu dieser Insel vor, um das Rätsel der Villanova-Terraner zu klären.
 
Der Roman lässt mich mit gemischten Gefühlen zurück. Einerseits fühlte ich mich gut unterhalten, andererseits sind die Motive der Figuren schwammig ausgearbeitet. Oberflächlich betrachtet haben alle Parteien, bzw. die sie vertretenden Figuren Beweggründe, die sie so handeln lassen, wie es der Autor beschrieben hat. Aber es bleibt das Gefühl, dass die Bedingungen, die dieses Handeln auslöst, ein wenig aus der Luft gegriffen wurden. Wie schon zu Band 1 dieses Doppels formuliert, haben Zwischenstopps dieser Art Tradition in der Serie. Ein an sich ereignisloses aber notwendiges Handlungselement, nämlich der Rückflug in die Milchstraße, wird auf diese Weise aufgepeppt. Tradition haben auch die Kolonien der Terraner in den Weiten des Universums. Auch dieser Tradition wurde nun eine weitere Episode hinzugefügt.
Das Geschehen, das Michael Marcus Thurner in seinem Roman schildert, ist bunt, bizarr und teils befremdlich. Eine Welt aus Puppen, die an Fäden hängen. Einige machen sich selbständig.
Zu Band 3066 schrieb ich auch etwas über das Zain-Konstrukt. Annba erschien mir überflüssig und das geheimnisvolle Aussehen würde auf Dauer nicht reichen. Echte Fortschritte in dieser Beziehung macht die Geschichte von Michael Marcus Thurner auch nicht. Annba bleibt bei den Klonen. Um was genau zu tun? Tolot vertraut dem Zain-Konstrukt. Warum, bleibt unklar. Am Freitag hatte ich an einem Online-Forumstreffen, organisiert von Roman Schleifer, teilgenommen. Hartmut Kasper (Wim Vandemaan) war auch dabei. Er verriet, dass die Zain-Konstrukte noch eine größere Rolle spielen werden. Ich bin gespannt, ob und wann es dazu kommt. Allerdings glaube ich nicht, dass die Villanova-Terraner nochmal eine Rolle spielen werden.
 

Leave a reply