Ansichten zu Perry Rhodan Heft 3020

Die Stunde des Orakels – von Michelle Stern
Die Shoijona der Pesha hat Perry Rhodan und seine Begleiter empfangen, die ihre Tarnung fallengelassen haben. Todoyhu ist eine neugierige Vertreterin der Ayees. Sie ist von Zemina Paath fasziniert. Aber sie ist auch misstrauisch. Denn sie befürchtet, dass die Unsterntage erneut ausgelöst werden. Und sie vermutet, dass Rhodan einiges vor ihr verbirgt. Er soll sich Eyshu stellen, dem Orakel, das vom Mond Vira auf den Kontinent Shiommaa niedersteigen wird. Das Orakel hat einen hohen Stellenwert für die Ayees. Todoyhu verdankt ihre Stellung nicht alleine ihrem Vorgänger sondern auch dem Orakel, die zusammen die nächste Shoijona berufen. Für die Reise wird erneut ein Luftschiff verwendet. Die SHAYED soll sie zum Orakel bringen.
Shashay und Dunyuu machen die Reise nicht mehr mit. Sie verabschieden sich von Perry Rhodan, nicht ohne ihn noch vor der Pilotin Nobash zu warnen, die für Diamanten alle an die Cairaner verraten würde. Die Reise ist erneut von Zwischenfällen geprägt. Das Schiff muss beschädigt landen und Cairaner bieten ihre Hilfe an. Sehr zum Verdruss Rhodans erscheint sogar Paiahudse Spepher. Der oberste Cairaner würde nur zu gerne selbst das Orakel sehen. Mit einem Trick gelingt es Perry Rhodan, die Cairaner zu täuschen und mit Todoyhu zum Orakel vorzustoßen. Dort erwartet den Unsterblichen eine Überraschung. Das Orakel gibt sich Rhodan als YLA zu erkennen und ist der festen Überzeugung, auf Terra niedergestiegen zu sein.
 
Eigentlich will ich weniger spoilern in meinen Rezensionen. Allerdings will ich mir es auch nicht nehmen lassen, den einen oder anderen Inhalt etwas näher zu betrachten und zu resümieren. Ohne die Aufdeckung, dass YLA das Orakel ist, geht das hier leider nicht. Michelle Stern schreibt über die „Stunde“ des Orakels. Herausgekommen ist dann, zeitlich betrachtet, die „Minute“ des Orakels. Mehr Lesezeit von der ersten Erwähnung des Namens bis zum Romanende nahm das Ereignis nicht ein.
Die 62 Seiten davor waren leidlich interessant. Perry Rhodan und seine Begleiter reisen erneut mit einem Luftschiff und geraten erneut in Schwierigkeiten. Die Fauna Iyas zeigt sich einmal mehr sehr aggressiv und bringt die Besatzung der SHAYED in Gefahr. Neu war, dass dies womöglich auf einen Einfluss der Cairaner hin geschah. Die selbsternannten Hüter der Ayees boten dann auch bereitwillig ihre Hilfe an und hielten auch nicht mit ihrem eigentlichen Ziel hinterm Berg. Sie interessieren sich für das Orakel. Die Cairaner sind nun ein paar Jahrhunderte die Hüter der Ayees. Sollten sie das Orakel tatsächlich nicht kennen? Und sollte es ihnen ihre Technologie nicht erlauben, dieses Rätsel ganz alleine zu lösen? Angesichts der Erklärungen von Todoyhu, welche Rolle das Orakel bei der Berufung der Shoijona spielt, wundert es daher, dass die Cairaner, sofern sie die Fauna tatsächlich beeinflusst haben, diesen Weg gegangen sind.
Erneut bekommen wir die Cairaner etwas näher geschildert. Sie bestechen die Ayees mit Diamanten und scheinen über Bohrungen nach etwas zu suchen. Und das Sternenrad wird erwähnt und stellt zumindest für den einen Cairaner einen interessanteren Ort dar, als Iya. Die Cairaner ziehen, nach allem was bisher bekannt ist, zwar alle an einem Strang. Aber der Einzelne ist ziemlich gewöhnlich, beinahe schon langweilig. Das Fluidum des Geheimnisvollen geht bei diesem Fremdvolk ziemlich verloren. Allerdings ist das aber auch eine Momentaufnahme. Oder die Cairaner sind tatsächlich nicht so wichtig. Der Zyklus ist noch lang.
Zurück zum Roman. Die Autorin wusste die Geschichte bis zur eigentlichen Begegnung mit dem Orakel zu befüllen. Vom Hocker hat mich die Geschichte nicht gerissen, auch wenn mit dem Trick Rhodans und dem nicht abgesprochenen Eingreifen der Ayees das eine oder andere neue Element enthalten war.
Und dann eben das Orakel, das sich als YLA zu erkennen gibt. Für mich war weniger interessant, dass YLA durch ihr besonderes Auftreten gegenüber Rhodan andeutet, eine Gefangene zu sein. Und auch nicht, dass sie der festen Überzeugung ist, auf der Erde zu stehen. Für mich war stattdessen interessant, dass es überhaupt YLA ist. Dieser Avatar hat eine bewegte Vergangenheit. Und eigentlich ging ich davon aus, dass es YLA gar nicht mehr gibt. Sicher, in Heft 2979 hatte sie einen Kurzauftritt. Schon damals war ich etwas verwirrt. Denn Heft 2873 bekundete m.E. das Ende von YLA:
„Ich bin 236-COLPCOR“, sagte die neue YLA ohne jede weitere Erklärung über das Geschehen. „Ich bin Lunas Herz. Ich bin die belebte Totenmaske TAFALLAS. Ich will die Ungeborenen weiden und ihre Zeit. Lass mich gehen, Erbe.“
Und dann ging sie/er/es. Vorher hatte Matan Addaru YLA zur neuen Pilotin seines Schiffes bestimmt, um in die Synchronie einzufliegen. Er scheiterte und YLA wurde schon da beinahe zerstört. Später im Solsystem auf dem Höhepunkt der Auseinandersetzung mit den Tiuphoren kam es dann zur Neubildung des Schiffes, mit YLA und dem Korpus TAFALLAS. Später nimmt Tifflor die COLPCOR in Schlepp, schließt die Perforationszone und wechselt ins Thez-Universum.
Und nun ist YLA wieder da. Eine Erklärung wird es dafür wohl nicht geben. Die hätte schon in Heft 2979 erfolgen müssen. Oder es ist nicht YLA. Ich bin auf die weiteren Reaktionen Perry Rhodans gespannt.
 

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