Ansichten zu Perry Rhodan Heft 2964

Späher im Dakkarraum – von Uwe Anton – Handlung:
Auf dem Weg zum Shod-Teleskop 37 in den peripheren Bereichen des Konglomerats werden Atlan und seine Begleiter angegriffen. Ziel des Paslaimonen Galbusai, der die Angreifer anführt, ist das Amulett von Fitz Klem. Mit Hilfe Tamareils kann die Attacke abgewehrt werden. Die Roboterin sorgt schließlich auch für Tarnung, denn insbesondere Atlans Kommandokleid erregt Aufsehen in dem Vielvölkergemisch des Konglomerats. Das Teleskop befindet sich in einer verbotenen Zone. Mollikord führt Atlan und die anderen durch Wartungsschächte in die Nähe des Ziels. Nach Überwindung einiger Hindernisse erreicht die Gruppe das Innere des geschützten Bereichs.
Hier fallen sie zunächst nicht auf. Sie gelangen dank Mollikord zu einer riesigen, mindestens 300 Meter hohen Halle. Das Shod-Teleskop ist darin in einem fast ebenso hohen Gebäude untergebracht. Vom Shod-Teleskop 37 weiß Atlan, dass es Cetus beobachtet, eine Kleingalaxis der Lokalen Gruppe. Zum Teleskop gehört auch ein Archiv, das die Beobachtungen speichert. An beidem ist der Arkonide brennend interessiert. Gemeni in Fernkleidern betreten oder verlassen unablässig das Gebäude. Die Eingänge werden von Robotern gesichert, die auch die Besucher protokollieren. Atlan beschließt, sich Zugang mit einem Bluff zu verschaffen. Er gibt vor, ein Sondergesandter im Auftrag des Bhals zu sein und eine geheime Inspektion durchzuführen. Die Täuschung funktioniert und man gelangt ins Innere. Ein Haodh bringt sie in die Steuerzentrale des Teleskops. Als sie zum Archiv vordringen, werden sie vom Ersten Späher Skedhner angehalten. Doch erneut kann Atlan die Gemeni täuschen.
Das Archiv zeigt sich als Kopfgroße Kugel. Um es auszulesen, bedarf es Fernkleider der Haodhs. Atlan lässt zwei der besonderen Anzüge bringen. Er und Tamareil legen sie an. Überraschenderweise kommt der Roboter mit dem Fernkleid zurecht. Atlan und Tamareil werden in den Raum der Späher vorgelassen. Atlan und die Olkonorin machen eine merkwürdige Erfahrung. Sie betreten einen würfelförmigen Raum. Nach und nach entfaltet sich der Würfel zu einen 4D-Hyperwürfel, einen 5D-Würfel und schließlich zu einem 6D-Würfel. Atlan verliert sich nur deshalb nicht, weil ihm seine Ritteraura Halt gibt. Und der Arkonide spürt die Präsenz Tamareils, die nach Gruelfin Ausschau hält und hofft, in dem Medium einen Pedotransferer zu begegnen. Doch ihre Hoffnung erfüllt sich nicht. Atlan kann einen vagen Blick auf einen leuchtenden Punkt in Cetus tun. Er erkennt aber nicht, um was es sich handelt. Zuvor schon hatte er vom Ersten Späher erfahren, dass die Gemeni ihre Aufgabe noch nicht erfüllt haben. Auch sie sind noch nicht fündig geworden nach dem was sie suchen.
Der Aufenthalt im Raum der Späher zerrt an den Kräften der Beiden. Als sie die mehrdimensionale Umgebung verlassen, lösen sie eine Katastrophe aus. Bei der Rückkehr Tamareils in ihren Körper stößt der Roboter eine unbekannte Energie aus. Es kommt zu einer verherrenden Energiewelle. Mehrere Gemen sterben und der Erste Späher wird schwer verletzt von Atlan und seinen Begleitern gerettet. Der Unsterbliche hat das Chaos genutzt und das Archiv an sich genommen. Große Teile des Gebäudes stürzen ein und während Rettungskräfte tätig sind, führt Mollikord Atlan und die anderen in eine ruhige Lagerhalle.
Der Paslaimone berichtet Atlan dort das wenige, das er über GESHOD weiß. Es sind Schreckensversionen und Legenden der peripheren Völker, aus denen Mollikord erzählt. GESHOD ist eine sporadische Superintelligenz. Nur in der Phase Shod ist GESHOD aktiv und kann über den Dakkarraum auf die Bewusstseine anderer Lebewesen zugreifen, sie manipulieren oder unterwerfen und ihre Technik vereinnahmen. Wenn die SI hingegen schläft, sind die Gemeni die Statthalter GESHODS und verwalten ihre Sternenterritorien. Sie bezeichnen sich als die Zeitliche Eskorte. Atlan stellt zugleich die Überlegung an, ob die Gemeni Gefallen daran gefunden haben, die Herrscher zu sein, wenn die SI schläft und vielleicht diesen Zustand beibehalten wollen. In der Zitadelle des Konglomerats gibt es den Resonanzraum. Der soll den Zustand GESHODS anzeigen können.
Ausgerechnet Tamareil bezweifelt einige Inhalte in Mollikords Geschichten, wonach GESHOD ganze Völker beeinflusst und Planeten ausrottet. Die Olkonorin nimmt mit ihrer besonderen Gabe Zugriff auf das Archiv. Sie findet heraus, dass die Superintelligenz ES Silos angelegt hat und die Gemeni dringend deren Inhalt benötigen. Bevor sie mehr in Erfahrung bringen kann, dringt Shapandh in die Halle ein und nimmt sie gefangen.
Mit Bhal Adburn geht Atlan einen Handel ein. Der Gemen erkennt in Atlan einen fairen Widersacher und glaubt ihm, dass die Katastrophe im Teleskop keine Absicht war. Atlan nutzt die Eigenart der Gemeni aus, die sehr am Verhalten anderer Völker interessiert sind, und schlägt ihm ein Duell vor. Gewinnt Atlan, gibt er das Kommandokleid zurück und erhält freie Passage durch einen Shod-Spiegel. Außerdem muss Klem sein Amulett hergeben. Die Gemeni glauben darin einen Schlüssel erkannt zu haben, der die Silos öffnet, in denen sich Proto-Eiris von ES befinden soll. Atlan denkt zugleich daran, dass ES ein Hintertürchen zur Rückkehr geplant hat.
Atlan gewinnt das Duell und Adburn steht zu seinem Wort. Mollikord bleibt zurück, aber Atlan, Fitz Klem und Tamareil gehen durch den Shod-Spiegel nach Cetus. Während der Passage hat Atlan das Gefühl, sich zu verlieren aber der Roboter kann alle zusammenhalten. Am Zielort werden sie ohnmächtig.

 

Rezension:
Die Atlan-Ebene sagt mir aktuell zu. Der Roman von Uwe Anton ist eigentlich unspektakulär und bot dennoch gute Unterhaltung. Dass ich das so empfand lag auch daran, dass der Autor nicht die Geschehnisse der letzten Romane hochspülte sondern seine  Story weitgehend ohne Reminiszenzen gestaltete. Die beiden Rückblicke, die er dann doch einbaute, dienten dazu, Atlans besondere Erlebnisse in dieser Geschichte mit Erfahrungen aus seinem langen Leben zu untermalen. Uwe Anton greift dabei auf die Schwarze Galaxis zurück, einem Plot der Atlan-Serie. Und auf Atlans Wirken als Orakel von Krandhor. Mit beiden Episoden verbinde ich nicht gerade eine Hoch-Zeit der jeweiligen Serien. Aber Uwe Anton gestaltete die Rückblicke erfreulich kurz.
Der Rest des Geschehens gliedert sich im Wesentlichen in vier Handlungsabschnitte. Als da wäre der Vorstoß mit einigen Hindernissen zum eigentlichen Ziel des Romans, gefolgt von dem Atlan-typischen Szenario „Frechheit siegt“, der Aufklärung einiger Geheimnisse und schließlich dem Übermitteln typischer Gebräuche der Erde an ein Fremdvolk. Insbesondere die klaustrophobischen Erlebnisse im Wartungsschacht bleiben mir in Erinnerung und auch die Erläuterungen zum Tesserakt, den es offensichtlich nicht nur in Marvelfilmen (Thor) gibt.
Die Statthalter GESHODS werden vom Arkoniden ziemlich vorgeführt. Sollte die SI denn mal erwachen, dürfte sie nicht amüsiert sein. Die Geschichte bot solide Unterhaltung und deckte ein paar Geheimnisse auf.
 

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