Perry Rhodan Comic 4 von Cross Cult

Kampf um die SOL Teil 1

Mit neun Monaten Abstand zu Heft 3 liegt nun der 1. Teil einer weiteren 3er-Staffel vor. Die Macher sind mit Kai Hirdt (Autor), Marco Castiello (Zeichner) und Michael Atiyeh (Kolorist) die gleichen geblieben.

In Erinnerung geblieben ist mir, dass die Abstände seinerzeit sehr groß waren. Zwischen Heft 1 und 2 lagen zwei Monate, auf Heft 3 musste man mehr als drei Monate warten. Etwas unverständlich ist mir daher, warum nun Heft 5 gar erst in vier Monaten erscheinen soll! Angekündigt wird es erst für Mai 2017.

Die Ausgangslage in Heft 4 hat sich nicht geändert. Die SOL sucht immer noch nach der heimatlichen Milchstraße. Allerdings hat man den Flug unterbrochen, um den Skra’Bji zu helfen und sie bei der Besiedlung eines geeigneten Planeten zu unterstützen. Nicht alle an Bord der SOL sind mit dieser Entscheidung Perry Rhodans einverstanden.

Wie sehr sich der Comic von der Romanheftserie unterscheidet, wird bereits auf den ersten beiden Seiten deutlich. Vertreter der Skra’Bji werden despektierlich als Viecher bezeichnet. Den beiden Frauen, die Zeuge dieser Aussage eines männlichen Besatzungsmitgliedes werden, ist das egal. Hauptsache der Mann ist gut im Bett. Ein paar Seiten weiter wird dann nochmals erläutert, dass es Besseres zu tun gäbe, als den Scheissameisen zu helfen. Beispielsweise zum hundertsten Geburtstag der eigenen Mutter zu reisen. Ansonsten ziehen sich ein paar Schimpfwörter, wie Idiot oder Schwachköpfe durch die Story.

Zeichnerisch scheint die Serie von Cross Cult ihren Stil gefunden zu haben, auch wenn sich dieser Stil von Superheldencomics, die in der Auslage neben Perry Rhodan liegen, nicht unterscheidet. Sprachlich spricht mich der Comic nicht an. Die Story ist zu kurz, mit ausgelutschten Elementen, dazu etwas wirr erzählt. Von Homunk habe ich mehr erwartet, sowohl in der zeichnerischen Darstellung, als auch textlich.

Im direkten Vergleich gewinnt die Alligatorfarm. Deren letztes Album gefällt mir besser. Es ist frecher und hat erkennbar einen eigenen Stil. Cross Cult will frischer wirken und versinkt doch im Einheitsbrei ähnlicher Comics. Die lahme Story und das Vokabular tun ein Übriges. Für Romanheftleser, die mal in einen Comic reinschnuppern ist der vierte Teil eher nicht geeignet. Es fragt sich, wer die Adressaten sind.

 

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