Sie befinden sich aktuell in den Archiven des Blogs Blog für Oktober, 2010.
16.10.2010 von Uwe Bätz.
Perry Rhodan EXTRA 11 enthält den exklusiven Roman „Galaktisches Garrabo“ von Verena Themsen, 6 verschiedene Lesezeichen mit Perry-Rhodan-Motiven, wie es scheint Ausschnitte von TiBi der Extra-Hefte und eine Audio-CD mit der Novelle „Erbe der Cappins“ von Achim Mehnert, gelesen von Sebastian Rüger. Zu den Lesezeichen ist zu vermerken, dass diese geteilt ausgeliefert werden. Einem Teil der wie immer verschweißten Hefte liegen 3 verschiedene Lesezeichen, einem anderen Teil der Auflage die anderen 3 Lesezeichen bei. Damit wird auch hier die gleiche Strategie, wie schon bei EXTRA 10 verfolgt. Die Sammler sollen wohl motiviert werden, die Hefte im Doppelpack zu kaufen. Nun, zumindest bei mir scheitert diese Taktik, wenngleich aus anderen Gründen. Der Edeka-Laden, wo ich das Heft kaufte, hatte nur noch 1 Exemplar vorrätig.
Erbe der Cappins – Handlung
Im Sommer des Jahres 1463 NGZ betreibt Alaska Saedelaere bereits seit Tagen Datenrecherche bei NATHAN. Er sucht nach Informationen über die Cynos, insbesondere interessieren ihn mögliche Verbindungen der Cynos zu Samburi Yura. Rhodan kontaktiert ihn und teilt Saedelaere mit das er und die anderen, gemeint sind die Aktivatorträger, lange nichts mehr von Alaska gehört haben. Dem Maskenträger ist jedoch nicht nach einer Unterredung mit Rhodan.
Unterdessen untersuchen zwei Mitglieder einer archäologischen Arbeitsgruppe mit einem Tauchboot in 10.000 m Tiefe einige lemurische Hinterlassenschaften. Dabei stoßen die beiden Forscher auf energetische Emissionen und in der Folge auf ein interessantes Material eines torbogenähnlichen Artefakts. Das Material scheint von den Cappins zu stammen. Statt ca. 50.000 Jahre alt zu sein, würde das Alter des Artefakts nach Meinung der Forscher 200.000 Jahre alt sein. Die beiden Forscher nehmen Kontakt zu Alaska Saedelaere auf, der als Cappinspürer ihrer Meinung nach hier helfen könnte.
Auch Rhodan wird über den Fund informiert. Er bittet Alaska, die beiden Forscher zu unterstützen. Gucky, der in die Wohnung Saedelaeres teleportiert, drängt den Maskenträger ebenfalls. Ohne Alaska Einwilligung abzuwarten teleportiert der Mausbiber den Transmittergeschädigten zu dessen Überraschung in das Tauchboot der Forscher. Saedelaere ist über die Aktion Guckys wenig begeistert. Da aber sein Cappinfragment auf eine unbekannte Strahlung zu reagieren scheint, ist das Interesse Alaskas geweckt. Er zieht einen Serun an, der ihm von Gucky gebracht wird und dringt von zwei Robotern begleitet in die Anlage ein. Alaska lässt sich vom Cappinfragment leiten. Die Reaktionen des Gewebeklumpens führen ihn über mehrere Hundert Meter in die Tiefe der Anlage. Als er durch eine enge Öffnung steigt, wird er in einer Kammer eingeschlossen. Der Funkkontakt zum Tauchboot bricht ab. Schnell stellt sich heraus, dass er eine Schleuse betreten hat. Das Wasser wird abgepumpt und Alaska kann einen trockenen Bereich der Anlage betreten.
Die beiden Forscher und Gucky sind zur Untätigkeit gezwungen. Sie erkennen, dass ein Teil der Anlage mit einer atembaren Atmosphäre geflutet wurde, können Alaska aber nicht kontaktieren. Auch Guckys Esperversuche bleiben erfolglos. Er berichtet Rhodan über die Lage.
Saedelaere dringt derweil immer weiter vor. Das Cappinfragment intensiviert seine Aktivitäten. Schließlich erreicht Alaska eine Halle mit allerlei technischen Artefakten. In der Halle sind zwei Transmitter in hektischer Betriebsamkeit. Die beiden Transmitter scheinen Materie zu empfangen und sofort weiter zu transportieren, zu schnell, als das Alaska anfangs etwas erkennen kann. Sein Cappinfragment zeigt immer stärkere Reaktionen. Die dadurch verursachten Schmerzen zwingen Alaska in die Knie. Er glaubt kurz zu erkennen, was in der Halle materialisierte und sofort wieder abgestrahlt wurde.
Gucky macht sich mittlerweile Sorgen. Die Ortungsergebnisse des Tauchboots liefern den Nachweis höherdimensionaler Energie. Die Anlage droht einzustürzen. Der Ilt teleportiert an den Ort, von dem er zuletzt Alaskas Gedanken empfangen hatte, bevor der Kontakt abbrach. Er wird jedoch von einem Schutzschirm zurückgeschleudert.
Alaska beobachtet eine Veränderung an dem Transmitter in der Halle. Das Gerät verändert seinen Betriebszustand. Plötzlich glaubt er zu erkennen, was von dem Transmitter transportiert wurde. Es waren Fragmente und sie ähnelten dem Fragment, das er im Gesicht trug. Er versucht eine Verbindung der Geschehnisse zu seinem eigenen Schicksal zu finden. Über dem Schaltpult des Transmitters baut sich ein Holo auf, das das Abbild einer jungen Frau zeigt, die ein einziges Wort zu Alaska spricht, bevor das Holo wieder erlischt.
Gucky kann endlich Gedanken von Saedelaere empfangen. Die Schutzschirme der Station, die das bislang verhinderten, sind zusammengebrochen. Der Ilt teleportiert zu Alaska und bringt ihn gerade noch rechtzeitig ins Tauchboot. Die Station bricht endgültig zusammen. Am nächsten Tag spricht Alaska mit Rhodan über das Erlebte. Er schildert, dass er glaubte, in dem Holo Samburi Yura zu sehen aber er kann sich nicht an das Wort erinnern, das sie sagte. Er würde aber von nun an der Spur Samburi Yuras folgen.
Rezension:
Die Geschichte war recht gut erzählt auch wenn Hörbücher nicht so mein Ding sind. Die Stimme des Sprechers empfand ich als angenehm, zumindest so lange, wie neutrale Beschreibungen gesprochen wurden. In den wenigen Dialogen versuchte der Sprecher, seiner Stimme je nach gesprochener Person einen anderen Klang zu geben. Das misslang. Guckys Tonfall war nervig. Aber auch die anderen Personen kamen schlecht weg. Es wäre besser gewesen, der Sprecher wäre durchgehend bei gleicher Klangfarbe seiner Stimme geblieben.
Etwas irritierend ist die Recherche Alaskas zu Beginn der Novelle nach Cynos, wenngleich es im weiteren Verlauf ja eigentlich um Cappins geht. Hat da Achim Mehnert was verwechselt? Oder habe ich da einen Zusammenhang überhört?
Irritierend ist auch der Umgang des Autors mit dem Begriff Fragment. In der Serienhistorie wird der Unfall Saedelaeres so geschildert, dass der Terraner beim Durchgang durch einen Transmitter mit dem Cappin Testare „kollidierte“, der gerade einen Pedotransfer durchführte. Ein Fragment des Cappins blieb im Gesicht Saedelaeres zurück. Achim Mehnert schildert in seiner Novelle Überlegungen Alaskas, dass die Cappins vor 200.000 Jahren mit Fragmenten experimentiert hätten und lässt seinen Protagonisten mutmaßen, dass es noch andere Wesen mit Cappinfragmenten geben könnte.
Natürlich ist das eine Science-Fiction-Novelle und Achim Mehnert kann da schreiben was er will. Dennoch passt die Novelle nach meinem Empfinden nicht so richtig zur Serie. Ein Cappin ist ein Cappin und warum sollten Gewebeklumpen von Cappins über Transmitter transportiert werden?
Fazit: Die Absicht des Autors war, so denke ich, eine Vorgeschichte zu Saedelaeres derzeitige Serien-Aktivitäten zu schreiben. Richtig überzeugen konnte mich das nicht.
Geschrieben in Perry Rhodan | Keine Kommentare »
9.10.2010 von Uwe Bätz.
Die verlorene Stimme - Handlung:
Die MIKRU-JON ist von der Sonde aus TALIN ANTHURESTA heraus transportiert worden. Die Besatzung leidet unter den Folgen der Transition. Der Zellaktivatorträger Rhodan erholt sich am schnellsten. Allerdings leidet Rhodan seit dem Erwachen unter seltsamen Halluzinationen. Er vermeint ständig, die Stimme eines Kindes zu hören. Zusammen mit Mikru verschafft er sich einen Überblick. Die Beobachtungsmöglichkeiten sind jedoch eingeschränkt, die von der Sonde ausgestoßene Psi-Materie umgibt die MIKRU-JON wie eine Kugelschale. Langsam aber sammelt die Sonde, die nach wie vor an der Außenhülle angedockt ist, die Psi-Materie wieder ein.
Wie es aussieht erfolgte der Transport über mehrere tausend Lichtjahre in einen unbekannten Raumsektor einer Ringgalaxis, die von Mikru als Anthuresta identifiziert wird. MIKRU-JON entdeckt 2 fremde Raumschiffe in unmittelbarer Nähe. Eines der Schiffe, ein Oktaeder, nimmt das Obeliskenschiff mit Fesselfeldern gefangen und zieht es zu einer etwa 2 km durchmessenden gelben Energiekugel. Die blockierten Systeme MIKRU-JONs können den Vorgang nicht verhindern. Ein drittes unbekanntes Kugelschiff von 1700 m Durchmesser, dessen Oberfläche wie ein Globus gestaltet ist, erscheint und greift die beiden anderen Schiffe an, ohne etwas auszurichten. Dann wird das Obeliskenschiff in die Energiekugel gezogen.
Mittlerweile sind auch einige der Raumlandesoldaten wieder einsatzbereit. Ein 5-köpfiger Trupp von Weltraumveteranen, die Young Boys, die schon gegen die Terminale Kolonne gekämpft haben, meldet Rhodan Einsatzbereitschaft. Rhodan beschließt, sich mit den Young Boys und dem Konzept in der Energiesphäre umzusehen. Tschubai/Lloyd bringt den Trupp in die Energiesphäre, in der eine Wasserstoffatmosphäre herrscht.
Das Konzept ortet diverse unterschiedliche Lebewesen in unmittelbarer Umgebung. Die Gruppe um Rhodan geht einer Begegnung jedoch vorerst aus dem Weg und erkundet das fremde Schiff. Die Sinnestäuschungen von Rhodan verstärken sich. Er „hört“ nicht nur die Stimme eines Kindes, er „sieht“ auch ein Kind, einen Jungen, der ihm, wie es scheint, etwas zeigen möchte. Rhodan kann sich nur mit Mühe auf seine Mission konzentrieren. Die Gruppe stellt fest, dass die Energiesphäre wohl aus einer Art Formenergie besteht, die jedoch paranormal erzeugt wird. Die unterschiedlichen Gerätschaften, die von Rhodan und den Soldaten angefunden wird, scheinen nicht recht zur Umgebung zu passen. Einer Begegnung mit der Besatzung der seltsamen Energiesphäre entgehen die Galaktiker mehrmals durch Teleportation. Dann jedoch treffen sie auf ein schwebendes fladenförmiges Wesen, dass sich als dem Volk der Ja’woor entstammend vorstellt. Die Kommunikation gestaltet sich schwierig. Das Wesen spricht Handels-Idiom, also die Sprache, die auch von der Frequenz-Monarchie genutzt wird. Der Ja’woor spricht davon, dass die Tryonische Allianz bereits angreift und bittet um Informationen zur Psi-Materie und der Sonde. Dann tauchen plötzlich 5 andere bewaffnete Fremdwesen auf. Das Konzept sondiert deren Gedanken und stellt sie als Essa Nur und als Sha’zor vor. Die Essa Nur ähneln in ihrem Aussehen Clun’stal, dem Esnur. Die Neuankömmlinge bedrohen den Trupp von der MIKRU-JON.
Plötzlich wird die Energiesphäre von Explosionen erschüttert. Die Tryonische Allianz greift mit hinzugekommener Verstärkung die Energiesphäre an. Die Fremdwesen sind von der Situation überfordert. Rhodan bietet seine Hilfe an. Man wird der Besatzung der Energiesphäre helfen, ein Rettungsschiff zu erreichen. Im Gegenzug soll die MIKRU-JON freigelassen werden. Die Fremden willigen ein. Rhodan überträgt die Mission an die Young Boys. Er selbst will seinen Halluzinationen auf dem Grund gehen. Er folgt dem Jungen, den er immer wieder schemenhaft sieht durch verschiedene Räume der Energiesphäre, ohne ihn zu erreichen. Dann kommt ihm das Konzept zur Hilfe. Fellmer Lloyd bittet Rhodan, seine Mentalabschirmung aufzugeben und „zeigt“ ihm den Jungen. In einer Vision sieht sich Rhodan selbst, sein Kindheits-Ich hat Kontakt zu ihm aufgenommen. Lloyd vermutet einen Zusammenhang mit der Transition im Psi-Materie-Kokon. Dieses Ereignis hat zu einer Auseinandersetzung in Rhodans Innerem geführt. Auf der einen Seite die seit tausenden von Jahren längst vergessenen Ängste, die er als Kind hatte und auf der anderen Seite der Druck, stets als Sofortumschalter der Erste sein zu müssen, der auf eine Lösung kommt. Während Rhodans Vision bringt ihn Tschubai zurück zur Energiesphäre. Die Energiesphäre ist mittlerweile vergangen. Als Rhodan den Antrieb startet, kreisen mehrere Globusraumer der Tryonischen Allianz das Obeliskenschiff ein. Ein Humanoider, von Rhodan vom Aussehen her mit einem Lemurer verglichen, nimmt Kontakt auf. Der Fremde bezeichnet die Bewohner der Energiesphäre als Piraten und freut sich, die MIKRU-JON und die Psi-Materie vor deren Zugriff geschützt zu haben.
Rezension:
Der Geschichte stand ich nach den ersten 2-3 Seiten skeptisch gegenüber. Mich störte gewaltig, dass die Hauptperson Rhodan mal wieder nicht im Vollbesitz ihrer geistigen und körperlichen Kräfte geschildert wurde, ein Zustand, der seit dem Eintreffen in Anthuresta zu einem Dauerzustand zu werden droht. Jedenfalls wird dieses „Strickmuster“ von allen Autoren seit Heft 2550 über Gebühr strapaziert.
Im weiteren Verlauf der Geschichte hat Marc A. Herren jedoch einen sehr schönen Grund für den Zustand seines Helden präsentiert. Die Selbstzweifel seiner Hauptfigur hat er schlüssig skizziert, die „Lösung“ des kleinen Rätsels war durchdacht. Dazu „Anleihen“ an den Jungen von Case Mountain, einem meiner Lieblingsromane. Ja, das gefiel mir.
Der Autor bringt die „Stimmung“ der seltsamen Umgebung gut rüber. Etwas störend wirkten anfänglich nur die eingestreuten „Personaldossiers“ der Young Boys. Man stelle sich die Situation vor. Die MIKRO-JON im Innern eines fremden Schiffs, Rhodan und ein Trupp Raumsoldaten kurz vor einem Einsatz und was macht der „Sofortumschalter“ Rhodan? Er liest im Dossier, das einer seiner Begleiter im Alter von 15 Jahren die Bürgerrechte der Liga angenommen hatte und ein paar weitere ähnlicher Details. Klar, ein bisschen mehr will man natürlich über die Begleiter Rhodans erfahren. Zeitpunkt und Ort waren jedoch eher unpassend oder die Inhalte hätten sich auf die wesentlichen Fakten für den Einsatz beschränken müssen.
Später hat der Autor die Figuren dann jedoch überzeugend im Einsatz beschrieben. Das hat Spaß gemacht. Weniger überzeugend ist nach wie vor die Storyline. Es mangelt der Anthuresta-Ebene an Substanz. Der Autor hat aber das Beste aus dem Exposé gemacht.
Fazit: Schöner Roman, der auch vom Aufbau überzeugen konnte. Der Spannungsbogen war nach meinem Geschmack, die Figuren konnten überzeugen.
Geschrieben in Perry Rhodan | Keine Kommentare »
3.10.2010 von Uwe Bätz.
Im Zentrum des Feuerauges - Handlung:
Das Schlachtlicht, mit dem Sichu und Fyrt unterwegs sind, wird von Kegelstumpfraumern angegriffen. Das Schlachtlicht wird bei dem Angriff schwer beschädigt. Sichu kann eine Gruppe der Schüler, allesamt Angehörige der tryonischen Allianz, zu den Rettungskapseln führen. Auch Fyrt und der Vatrox Hochalon können sich zu den Rettungskapseln durchschlagen. Die Rettungsschiffe bringen die insgesamt 30 Überlebenden zu einem Dschungelplaneten mit atembarer Atmosphäre. Auch die Überreste des Schlachtlichts schlagen auf dem Planeten auf. Hochalon stellt fest, dass kein Notsignal ausgestrahlt wird. Er befiehlt der Gruppe, sich zu den Überresten des Schlachtlichts durchzuschlagen. Er vermutet, dass die innere Zelle den Absturz überstanden hat, wenngleich offensichtlich der Hyperfunk beschädigt wurde. Die Gruppe macht sich auf den gefahrvollen Weg durch den Dschungel. Die folgenden Strapazen zerren an den Kräften jedes Einzelnen.
Unterwegs werden sie angegriffen. Der Vatrox bezeichnet die Angreifer als Jaranoc, Soldaten im Auftrag von VATROX-VAMU. Bei den folgenden Kämpfen werden etliche Schüler getötet. Die Jaranoc lassen jedoch von den Überlebenden plötzlich ab. Hochalon erklärt dieses Verhalten mit dem Ehrenkodex der Jaranoc. Diese hatten den Sieg errungen und würden niemanden töten, der wehrlos oder unterlegen ist.
Die Gruppe macht sich wieder auf dem Weg zur Absturzstelle des Schlachtlichts. Unterwegs kommen durch die tödliche Flora und Fauna des Planeten weitere Mitglieder der Gruppe ums Leben. An der Absturzstelle eingetroffen, können sie den Hyperfunksender reparieren. Die 12 Überlebenden und Hochalon werden von einem Schlachtturm aufgenommen. An Bord können sich die Mitglieder der tryonischen Allianz frei bewegen und sind gerade dabei das Schiff zu erkunden, als sie von Hochalon zu einer Demonstration der Macht in einen Beobachtungsraum gerufen werden. Der Schlachtturm hat Position in der Nähe eines Sonnensystems bezogen, dessen Bewohner, die Ka’al angeblich ein Bündnis mit VATROX-VAMU eingegangen sind und von Hochalon verdächtigt werden, indirekt an den Überfall auf das Schlachtlicht beteiligt gewesen zu sein.
Die Frequenz-Monarchie führt eine Strafaktion durch. Im Sonnensystem der Ka’al erscheint ein Feuerauge und dringt in die Korona der Sonne ein. Der folgende hyperphysikalische Feuersturm verschlingt innerhalb weniger Augenblicke alle Planeten des Systems und tötet Milliarden Bewohner. Sichu und die anderen stehen unter einem Schock. Als Sichu es nach einiger Zeit schafft, sich mit Fyrt zu treffen ereilt die beiden die Nachricht, dass sich 9 der Schüler in einen Außenhangar des Schiffes versammelt haben und gemeinsam den Freitod wählten. Nur Bitur, der diesen „Freundschaftsdienst“ erbrachte, indem er die Hangartore bediente, Sichu und Fyrt sind jetzt noch übrig. Während Bitur an Bord des Schlachtturms bleibt, bekommen Sichu und Fyrt eine neue Aufgabe.
Sie werden nach TZA’HANATH, dem Hauptforschungszentrum der Frequenz-Monarchie gebracht. Es handelt sich um einen Achteck aus Roten Zwergsonnen. Wie es sich schnell herausstellt, sind die Sonnen lediglich die Tarnung für 8 Handelssterne. Unter dem Kommando des Vatrox Yazeech arbeiten Sichu und Fyrt in den folgenden Jahren an einem Projekt, das die Bedingungen, die durch die Erhöhung des hyperphysikalischen Widerstands entstanden sind, dauerhaft etablieren soll. Zunächst will das Wissenschaftlerteam allerdings die Bedingungen der Hyperdepression simulieren, indem zuerst der Hyperwiderstand lokal gesenkt wird, um ihn anschließend innerhalb dieses Bereiches gezielt zu erhöhen. Tatsächlich gelingen der Forschungsgruppe nach einigen Jahren zuerst Feldversuche im Kleinen und anschließend auch ein Versuch, der ein ganzes Sonnensystem umfasst, allerdings mit katastrophalen Auswirkungen für die Bewohner.
Während das Team weiter an dem Projekt arbeitet, bekommen Sichu und Fyrt eine neue Aufgabe. Sie werden zu einem Planetoiden im Leerraum, 50.000 Lichtjahre unterhalb der galaktischen Hauptebene von Anthuresta gebracht. Vor 140 Jahren, noch vor der Erhöhung des Hyperwiderstands ist nur 3 Lichttage von den aktuellen Koordinaten des Planetoiden entfernt, ein ganzer Kugelsternhaufen von 200 LJ Durchmesser und mit 4 Millionen Sonnen verschwunden. Sichu und Fyrt sollen mit einem Team eine Möglichkeit finden die Barriere zu durchdringen oder zu öffnen. Sichu erarbeitet einen Plan, um mit Hilfe von Psi-Materie die Barriere zu durchdringen. Dazu beschießt sie die Barriere mit einem stetigen Strom winzigster Psi-Materie-Partikel. Fyrt hält diese Methode für ungeeignet. Dennoch verschwindet eines Tages die Barriere und die Schiffe der FM können in den Kugelsternhaufen vordringen. Sichu erkennt, dass es nicht ihre Methode war, die zum Erfolg führte, verschweigt dies aber gegenüber den Vatrox.
Kurze Zeit später werden Sichu und Fyrt vom Schlachtlicht VOSTAR aufgenommen und fliegen in den Kugelsternhaufen.
Rezension:
Der große Aha-Effekt blieb diesmal aus. Der Story fehlt es letztlich an einem überraschenden Element. Das Überraschungselement sollte wohl zum Schluss der Übergang zur Stardust-Ebene sein. Da die Aktivitäten der FM in der Stardust-Ebene bereits in früheren Romanen wenngleich aus anderer Perspektive geschildert wurden, fiel der Effekt im vorliegenden Roman etwas dürftig aus.
Susan Schwartz hat es versäumt, die Entwicklung ihrer Figuren stringenter voranzutreiben. Ereignisse für die Charakterbildung gab es zuhauf. Das eine oder andere Mal schien dann auch deutlich zu werden in welche Richtung sich die Hauptperson entwickeln würde. Doch leider werden im nächsten Absatz diese Ansätze wieder begraben. Den offensichtlichen Schwüren gegen die Unterdrücker folgt ein gänzlich anderes Verhalten. Die Autorin schafft es nicht diese „Sprünge“ in den Verhaltensweisen schlüssig zu erklären. Auf der einen Seite stehen 18 Jahre fortwährende Indoktrination durch die Frequenz-Monarchie, auf der anderen Seite lässt die Autorin ihre Protagonisten an einer Vielzahl an Ereignissen beiwohnen, die das Verhalten der FM derart in Frage stellen, dass auch die beiden Hauptfiguren frühzeitig Ihre Schlüsse ziehen können, um der FM abzuschwören. Bei Fyrt bleibt es dabei bei Lippenbekenntnissen. Da ist häufig von Rache und Vergeltung die Rede. Und auch Sichu rechtfertigt ihre abwartende Haltung ein ums andere Mal. Fakt ist aber, dass die Autorin die beiden Figuren dann doch, trotz deren negativer Lebenserfahrung immer und immer wieder für die FM agieren lässt. Dieses Verhalten wird nicht schlüssig beschrieben. Es ist zu vermuten, dass die beiden Figuren bei der Beseitigung des Schleiers um das Stardust-System helfen sollen, d.h. die beiden Protagonisten werden noch „benötigt“. Spätestens dann müssen die wahren Absichten der beiden Figuren offengelegt werden. Der Weg dorthin ist mit dem vorliegenden Roman jedoch zu lang gewesen. Immerhin vergehen viele Jahre an Handlungszeit in der Geschichte. Wenn die Entwicklung der beiden Figuren tatsächlich in diese Richtung geht, dann ist sie mit dem vorliegenden Heft nicht durchgehend plausibel. In der Charakterisierung von Sichu gibt es einfach zu viele Lücken.
Geschrieben in Perry Rhodan | Keine Kommentare »