Ansichten zu Perry Rhodan Heft 3384

Aelors Rache – Olaf Brill

Der Sternwürfel ist vor die Galaxis Malor transitiert. Der letzte Ennu Malor kommt jedoch 80.000 Jahre zu spät. Zwar hat Aelor ein Brennendes Nichts im Gepäck, doch seine Heimat ist komplett von den Trassenmachern aufgefressen worden. Aelor hat die Schuldigen schnell ausgemacht. Es sind die Yuit-Leun. Die und andere Leun sollen nun seine Rache spüren. Was genau nun im Sternwürfel geschieht, bleibt den Beteiligten zunächst unklar. Der PHOENIX steht vor dem Innersanktum und wartet darauf, dass Aelor einen Korridor durch den Zyklonwall schaltet. Doch der Symbiont im Gehirn der Admiralin Foersh reagiert auf keine Funkanrufe. Im Sternwürfel stehen sich auch die Flotten der Sternspitze und die Kristallschiffe der Portuu unter dem Kommando von Uedim gegenüber.

Auf den Randwelten des Sternwürfels leben zumeist Leun, die die Einsamkeit suchen. Einer von ihnen ist Loffiter. Einziger Begleiter und Gesprächspartner des Wüko ist der umgebaute Roboter Effeff-dreizehn. Ihre Heimat ist der zweite Planet von System 3-9-2. Die Bewohner nennen ihre Welt das Große Auge, denn der Planet wendet immer nur eine Seite seiner Sonne zu. Loffiter bemerkt eine farbliche Veränderung des Himmels. Aus Funksprüchen, die Effeff-dreizehn abhört, erfährt der Wüko, dass die Gravogischt zurückkommen und über sie hinwegfegen wird. Auf den Randwelten mehren sich Berichte über planetare Katastrophen. Tsunamis werden ausgelöst, im Raum werden Raumschiffe von den Gravokräften zerdrückt oder auseinandergerissen. Loffiter und andere Bewohner wollen evakuiert werden. Der Wüko will zuvor jedoch Katiniya, seine Angebetete, suchen, die sich auf der anderen Seite der Welt in einer Forschungsstation aufhält. Er macht sich auf den Weg.

An Bord des Flaggschiffs ALLIDOLIN beobachtet Uedim die Veränderungen im Sternwürfel. Der Portuu beschließt eine Rettungsmission für die Leun-Völker auf den Randwelten. Er setzt seine Kristallschiffe in Marsch. Auch die ALLIDOLIN selbst wird eingesetzt. Sie fliegt System 3-9-2 an. Uedim nimmt auch Kontakt zur Sternspitze auf und lässt sich dort von Leun unterrichten, was es mit der Gravogischt auf sich hat. Seine eigenen Wissenschaftler sind der Ansicht, dass ihre Schiffe vom Stellaren Hauch ausreichend geschützt sind. In der Tat schützt die Beschichtung. Dennoch kollidieren zwei Kristallschiffe, wobei eines vernichtet wird. Den Portuu gelingt es, vielen Leun das Leben zu retten. Auch das von Loffiter. Der hatte Katiniya beinahe erreicht, als er gegen seinen Willen an Bord der ALLIDOLIN gezogen wird. Während des Einsatzes haben Uedim und seine Portuu eine seltsame Wahrnehmung. Eine Stimme versucht ihnen telepathisch etwas mitzuteilen.

Für Reginald Bull ist klar, dass die Phänomene nur von System 5-5-5 ausgelöst werden. Kaelom beschwört Aelor, sie ins Innersanktum einzulassen. Gleichzeitig zerren die Gravitationskräfte immer stärker an den Sonnen in der Randzone des Sternwürfels. Sie verlassen ihre Positionen. Als der Sternwürfel erneut transitiert, bleiben etliche Systeme zurück. Schließlich hört Aelor auf seinen Freund Kaelom und lässt sie an Bord von 5-5-5. Bull sieht den Sternwürfel dem Untergang geweiht. Doch der Terraner hat einen Plan.

Rezension

Aelors Rache nennt Autor Olaf Brill seine Geschichte. Diese Rache hat es in sich. Aelor destabilisiert den Sternwürfel und bedroht millionenfach das Leben auf den Planeten. Schließlich lenkt er ein und lässt die PHOENIX-Besatzung in sein Reich vordringen.

Die Musik der Geschichte spielt jedoch an anderer Stelle. Über die beiden Figuren Loffiter und Uedim werden die Auswirkungen von Aelors Manipulationen greifbar gemacht. Herr Rossi, sorry, Herr Loffiter sucht das Glück. Eine im Detail nicht geschilderte frühere Beziehung zu einer gewissen Katiniya veranlasst den Wüko, im Chaos des Untergangs nach eben dieser Katiniya zu suchen. Dummerweise wird er selbst kurz vor dem Ziel von Uedim gerettet. Ob Katiniya die Katastrophe überlebt, bleibt offen.

Uedim ist nicht der typische Portuu, den Olaf Brill schildert. An irgendeiner Stelle im Roman sinniert Uedim, dass die Trassenmacher, wenn man sie nicht aufhält, nicht gut fürs Geschäft seien. Ansonsten widmet er sich ganz der Aufgabe, Leben zu retten. Und vielleicht ein Gedicht zu verfassen. Das tut er auch am Ende über Loffiter. Dennoch fehlt es diesem Portuu ein wenig an Profil, um ihn interessanter erscheinen zu lassen.

Eher nebenbei wird das Malorische Siegel erwähnt, das die Trassenmacher daran hindert, die Galaxis zu verlassen. Die Story ist insgesamt doch recht einfach gestrickt. Große Überraschungen erwarten den Leser nicht. Mit der Figur Loffiter konnte man noch etwas mitfiebern, ob er seine Angebetete retten kann. Und die „Stimmen“, die von den Portuu auf ihren Kristallschiffen wahrzunehmen waren, sind noch aufzuklären.


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