Ansichten zu Perry Rhodan Heft 3189

Farbauds Plan – von Uwe Anton
Nachdem sich FENERIK am entarteten PEW-Metall im System Paramag-Alpha bedient hat, beobachtet Farbaud drei Schiffe, die in das System einfliegen. Es sind die beiden terranischen Schiffe BJO BREISKOLL und FELLMER LLOYD. An ihrer Seite die LEUCHTKRAFT. Jenes verhasste Kosmokratenschiff, das sich auf Geheiß der Kosmokratin Mu Sargai, dem Chaoporter in den Weg geworfen hat und Schuld daran trägt, dass zwei Quintarchen sterben mussten. Da inzwischen mit Schomek auch die dritte Quintarchin das Zeitliche gesegnet hat, befindet sich FENERIK in der Sziento-Phase Zwei. In diesem Zustand ist er kaum kontrollierbar und eine Kollision mit der Yodor-Sphäre wird zur absoluten Katastrophe führen.
Farbaud findet mit Hilfe seines Containers heraus, dass es an Bord der LEUCHTKRAFT eine Rebellion gegeben hat. Getreue Zwergandroiden von Alaska Saedelaere, dem ursprünglichen Kommandanten, haben den Aufstand angezettelt und Vetris-Molaud ist unter Druck geraten. Der Quintarch will die Gunst der Stunde nutzen. Streitkräfte FENERIKS kommen durch die Kluft. Er befiehlt den Angriff auf die LEUCHTKRAFT. Angeführt von Perzpar, einen Munuam und Altalt Vier, einer Außnerin, soll die kobaltblaue Walze erobert und Technologie erbeutet werden. Mit Sextadim-Kanonen wird das Kosmokratenschiff beschossen. Als sein Schutzschirm zusammenbricht, dringen die Chaostruppen in die Walze ein. Die Zwergandroiden erweisen sich als erbitterte Gegner.
Farbaud, der im Glanz, geht mit an Bord. Er wird misstrauisch. Manches erscheint ihm zu einfach. Aber er wischt seine Zweifel beiseite. Dann erhält er erste Rückmeldungen von Perzpar und Altalt Vier, die seinen Verdacht bestätigen. Mit der LEUCHTKRAFT stimmt etwas nicht. Inzwischen gerät sein Container außerhalb in arge Bedrängnis. Raumschiffe der Tefroder nehmen das Chaotarchenschiff unter Feuer. Der Quintarch ist, wie es scheint, in eine Falle getappt. Farbaud versucht den Spieß umzudrehen und opfert dafür seinen Container. Kann er der Falle, die ihm von Vetris-Molaud und Soynte Abil gestellt wurde, entkommen?
 
Zum Ende des Zyklus werden die Handlungen gestrafft und die Schauplätze wechseln nun wöchentlich. Das ist nicht neu. In jedem Zyklus wiederholen sich diese Muster. Neu, oder zumindest selten ist hingegen die Schilderung einer Niederlage aus Sicht der gegnerischen Konfliktpartei. Farbaud, der im Glanz, wird hinters Licht geführt. Autor Uwe Anton schildert die Ereignisse nahezu vollständig aus der Sicht des Quintarchen. Dessen bisherige Unantastbarkeit, sehr schön ausgedrückt durch die Autogenerative Distanz-Kluft, bekommt Risse. Wie seinerzeit die MDI, schalten die Galaktiker nach und nach alle Quintarchen aus. Ein gefährliches Spiel, denn dadurch verliert FENERIK an Kontrolle. Und ob der Plan, die Lenker des Chaoporters durch eigene Kräfte zu ersetzen, gelingt, ist mehr als ungewiss. Aber noch ist Farbaud auch nicht am Ende.
Es ist nicht alles Gold/Farbaud, was in diesem Roman glänzt. Um so weit zu kommen, wie es die Helden in dieser Geschichte geschafft haben, muss schon ein wenig an der Plausibilitätsschraube gedreht werden. Und es ist natürlich auch ein wiederkehrendes Muster, dass in der ersten Zyklushälfte der Gegner die Oberhand hat und in der zweiten Hälfte nun Dinge gelingen, die nach Sachstand der ersten Zyklushälfte hätten gar nicht gelingen können. Sei’s drum. Die Geschichte las sich flüssig und machte Spaß. Endlich mal wieder ein guter Uwe Anton-Roman!