Ansichten zu Perry Rhodan Heft 3140

Das Irrlicht von Valotio – von Susan Schwartz
Die Arynnen bedrohen die Bewohner des Planeten Darvab. Die Terraner suchen nach Wegen, um die Strafaktion des Chaoporters zu verhindern. Diese läuft jedoch längst. Die Bewohner werden in eine Mnemobank integriert. Die Arynnen suchen nach Hinweisen auf die Diebe des Chaotreibers. Werden so misshandelte Wesen aus der Verbindung gelöst, sind schwere Schädigungen oder der Tod die Folge. Lousha Hatmoon schlägt vor, die Arynnen zu täuschen. Ein ihr bekannter Magier, Vosskon vom Volk der Sossniden, soll als Partner gewonnen werden. Die Suche nach dem König der Gaukler beginnt.
Das Licht von Valotio, wie Vosskon auch genannt wird, hat derweil andere Probleme. Der Gaukler ist nämlich selbst ein Dieb. Von jeder Welt, die er mit seiner Mannschaft besucht, lässt er ein Mitbringsel mitgehen. Diesmal ist es eine kleine Statue, die er auf der Welt der Terrilianer eingesteckt hat. Saretori, der Bürgermeister von Stunn, hat jedoch den Diebstahl bemerkt. Auch er arbeitet mit unlauteren Mitteln. Vosskon kann ihn überlisten und mit seiner Mannschaft fliehen. Doch Saretori lässt nicht locker.
Auf dem Planeten Pahrayn, eine Tefroderwelt, plant Vosskon seinen nächsten Auftritt. Lousha Hatmoon, Vetris-Molaud und Donn Yaradua spüren den Magier dort auf. Der ist zu einer Zusammenarbeit nicht bereit. Ein Geheimnis umgibt ihn und Hatmoon. Die Situation wird brenzlig, als Ornamentraumer der Gharsen im System erscheinen.
 
Die Story zur Rettung einer Welt geht in die zweite Runde. Und, so viel sei verraten, es folgt noch ein dritter Band. Ziemlich viel Getöns um eine Aktion, die, sollte sie erfolgreich sein, doch allenfalls ein Tropfen auf dem heißen Stein darstellt. Aus menschlicher Sicht hat die Mission natürlich ihre Berechtigung. Nichtsdestotrotz fehlt, wie im Vorgängerroman, die Auseinandersetzung über den Sinn einer solchen Mission. Gerade in diesem Roman von Susan Schwartz treten Figuren in Erscheinung, die durchaus andere Moralitäten repräsentieren. Mit Lousha Hatmoon und Vetris-Molaud hätten zumindest ein paar Dialoge zur Sinnhaftigkeit der Aktivitäten zur Rettung Darvabs betrieben werden können. Die Geschichte, die Susan Schwartz erzählt, liefert selbst die Munition dazu. Während die Helden den Gaukler und sein Team von Pahrayn holen wollen, wird der Planet selbst zur Zielscheibe von Truppen des Chaoporters. Selbst wenn man eine Runde auf Darvab gewinnen sollte, ist es kein Sieg, sondern nur ein Aufschub des Unvermeidlichen.
Susan Schwartz lässt diese Gelegenheit verstreichen und widmet sich stattdessen verstärkt dem größten Magier von Cassiopeia. Wurde uns die Galaxis noch zu Zyklusbeginn mit einer geringen Anzahl an Planeten mit eigener Evolution und noch weniger Planeten zur Besiedlung offeriert, scheint das Schaustellergewerbe keine Probleme zu haben, um genügend Publikum zu finden und von Auftritt zu Auftritt zu reisen. Die Einführung von Vosskon und die Darstellung dieser Figur gerieten sehr unterhaltsam. Das Täuschungsspiel um die Statue von Stunn, die den ganzen Roman durchzieht, war ebenfalls gelungen. Insgesamt hat mich die Geschichte unterhalten. Eine straffere Handlung in Bezug auf die Gesamtmission wäre wünschenswert gewesen. Aber vielleicht belehrt mich der Roman der nächsten Woche eines Besseren.