Ansichten zu Perry Rhodan Heft 3137

Die Jül-Partikuliere – von Robert Corvus
In der Eastside, in der Nähe der Yodor-Sphäre, ist es den Terranern und Kastellanen in einer gemeinsamen Anstrengung gelungen, die Sextadim-Kapsel PROPA des Kastellanen Amamu Empu aus der Phasenverschiebung zu retten, in der sie gefangen war. Empu berichtet, wie es dazu gekommen ist. Vor eineinhalb Monaten hat er den Erweckungsimpuls erhalten. Außerdem erhielt er eine Nachricht von Alschoran, der ihm auftrug, ins Solsystem zu reisen. Empu erhielt jedoch auch die Information, dass in seiner Nähe die Yodoren aktiv seien. Bevor der Kastellan ins Solsystem aufbrach, beschloss er Erkundungen zu dem geheimnisvollen Bauvorhaben der Kosmokraten durchzuführen. Die Versuche, in die Yodor-Sphäre einzufliegen, scheiterten jedoch. Sichu Dorksteiger prägte später den Begriff des Vektorinverters. Jedes Schiff, das mit Linearantrieb oder Transitionsantrieb in die geschützte Raumsphäre fliegt, wird an seinen Ausgangspunkt zurückgeschleudert.
Empu beschloss, über die Dakkarzone in die Yodor-Sphäre vorzudringen. Der Versuch endete in einer Katastrophe. An Bord der PROPA materialisierte der Yodore Orya Nachnord. Der Hyperspektor des Yodoren-Schiffes APROYD PROYO war schwer verletzt. Offenbar war er gerade in seinem Schiff per Transmitter unterwegs, als die APROYD PROYO und die PROPA auf noch unbekannte Weise zueinander in Kontakt gerieten.
Amamu Empu legte Orya Nachnord in das Singular-Physiotron und befahl der PROPA den Sextadim-Raum aufzusuchen. Dies führte jedoch zur Phasenverschiebung. Jetzt, nachdem die PROPA gerettet ist, stellt sich den Beteiligten die Frage, was aus der APROYD PROYO geworden ist? Orya Nachnord will nach seinem Schiff sehen und die Terraner und Oszyrii rüsten mit den Kastellanen eine Rettungsmission aus.
Die APROYD PROYO ist jedoch bereits entdeckt und abtransportiert worden. Händler der Oszyrii, die Jül-Partikuliere, haben sich mit Techno-Schatzjägern zusammengetan. Sichu Dorksteiger nimmt Verhandlungen auf. Diese werden beschleunigt, als ein Trupp Schatzjäger an Bord der APROYD PROYO verschwindet.
 
Robert Corvus wird inzwischen als Stammgastautor bezeichnet. Mit seinem fünften Beitrag zum laufenden Zyklus zählt er zu den Vielschreibern und lässt machen Team-Autor quantitativ hinter sich. Auch qualitativ punkten seine Romane. Zumindest bei mir.
Der Einstieg in diese Geschichte war jedoch ein wenig zäh. An und für sich sorgen Wechsel zwischen Handlungsebenen für Auflockerung. Man kann die eine oder andere Information sacken lassen, während es woanders weitergeht. Diesmal sorgten die Wechsel bei mir, zumindest in der ersten Romanhälfte, für ein unrundes Lesen. Da war einerseits die Ebene Amamu Empu, der darüber berichtet, wie er den Yodoren traf. Das geriet nur mäßig interessant, denn diese Geschichte brachte erkennbar nichts, was wir nicht schon wussten. Da half auch der andere Blickwinkel nichts, den der Autor dafür einsetzte.
Dorksteigers Kapitel dazwischen bereiteten auch nur schon bekannte Informationen auf. Und schließlich waren da noch die Jül-Partikuliere und die zunächst nicht genannten Techno-Schatzjäger. Dieses Thema wurde anfänglich recht kurz gehalten und die wenigen Zeilen erzeugten keine Spannung oder Neugierde bei mir.
Es stellte sich auch schnell heraus, dass die Jül-Partikuliere auf das Yodoren-Schiff getroffen sind. Hier verband sich diese Handlung mit der inzwischen zusammengestellten Rettungsmission aus Terranern, Oszyrii und Kastellanen. Den Untertitel des Romans, dass ein Yodore erwacht und seine Geschichte erzählt, hatte ich die ganze Zeit im Hinterkopf. Doch Orya Nachnords Geschichte ist denkbar kurz. Er geht seiner Arbeit nach und wird durch einem Transmitterunfall auf die PROPA versetzt. Ende der Geschichte. Aber noch nicht Ende dieses Romans.
Der Autor bringt zunehmend Sichu Dorksteiger ins Spiel. Die Kapitel mit der Ator gestaltete der Autor zunehmend interessanter. War die kommissarische Residentin anfänglich ein wenig zu häufig gekränkt, wenn sie glaubte, von anderen übergangen worden zu sein, ließ der Autor diese Figur in ihre Rolle in dem ganzen Durcheinander finden. Er benutzte dazu sowohl ein Spiel als auch die Interaktion mit einer Posbi und dem Haluter. Sichu schwankt zwischen Wissenschaftlerin, Politikerin und Soldatin.
Diese Kapitel haben mir am besten gefallen. Was es mit den Yodoren und ihrem Bauvorhaben auf sich hat, werden dann wohl andere Romane klären.