Ansichten zu Perry Rhodan Heft 3135

Fremde aus dem Hypersturm – von Arndt Ellmer
Nach der Abdankung Reginald Bulls als Resident der Liga hat Sichu Dorksteiger das Amt kommissarisch übernommen. Die bisherige Liga-Ministerin der Technosphäre rüstet für eine Expedition in die Eastside der Milchstraße. Dort hat eine Sextadim-Kapsel vor Jahren einen Impuls empfangen. Ein Bautrupp der Kosmokraten ist dort tätig. Die Yodor-Sphäre soll das Ziel der Expedition sein. Die Ator wird dabei von Icho Tolot begleitet. Neben dem Forschungsschiff WILHELM GLIESE reisen auch drei Superschlachtschiffe der JOSCHANNAN-Klasse mit. Ebenso die beiden Kastellane Kokuloón und Gera Vorr in ihren Sextadim-Kapseln.
Der Flug über mehrere Tage endet in der Nähe des Zielgebiets in einem ungewöhnlich starken Hypersturm. Die WILHELM GLIESE wird dabei leicht beschädigt. Auf der nahegelegen Welt Opterx haben Jülziish eine Station errichtet. Dorthin begibt sich das terranische Schiff, um Reparaturen auszuführen. Die Jülziish gehören zum Teilvolk der Oszyrii und ihr kleines Sternenreich nennen sie Oszyrium. Die Archäologen der Station forschen an den Relikten einer uralten Zivilisation, der Vha. Das Artefakt erscheint als Gerüst und sendet unverständliche Botschaften aus, für die insbesondere die Oszyrii sehr empfänglich sind. Zwei der Forscher arbeiten zudem für den Geheimdienst und sind alarmiert, als Terraner sich dem Planeten nähern. Die Terraner versuchen herauszufinden, was die seltsamen Gerüste mit der Yodor-Sphäre zu tun haben.
 
Arndt Ellmer nimmt sich in diesem Roman erneut den Kastellan Kokuloón vor. Der Autor hatte auch den Auftaktband zu den Siebenschläfern geschrieben, von denen zwei noch immer durch Abwesenheit glänzen. Die Handlungen, die der Autor auf dem Mars beschreibt, scheinen keine Verknüpfungspunkte zur anschließenden Expedition zu haben. Immerhin werden darin aber ein paar Gedanken Kokuloóns beschrieben, der die Menschen, ihre Städte und ihr Gemeinwesen beobachtet. Und wenig schmeichelhafte Schlussfolgerungen zieht.
Die Handlung wechselt dann recht schnell zur Expedition zur Yodor-Sphäre. Abgesehen von den prominenten Hauptfiguren Dorksteiger und Tolot führt der Autor einige Nebenfiguren ein, die allesamt blass blieben. Es folgen zahlreiche Beschreibungen, Aktionen, Figuren und Handlungen, die aneinandergereiht werden. Irgendwo fehlte mir ein bestimmendes Element, ein roter Faden. Einzelne Sequenzen der Erzählung sind für sich alleine betrachtet unterhaltend geschrieben. Aber insgesamt wirkte der Roman unharmonisch auf mich. Es wurde keine Spannung aufgebaut. Letztlich ist aber zu vermerken, dass das bis dahin statische Geschehen in der Milchstraßenebene nun dynamischer gestaltet wird.