Ansichten zu Perry Rhodan Heft 3130

Resident in Bedrängnis – von Leo Lukas
Mit drei Sextadim-Kapseln, der THANA, SHAI und der TROPORT fliegen Kastellane zum Uranus. Alschoran will zu den Überläufern. Das kann und will Reginald Bull nicht zulassen. Einige Liga-Schiffe unter dem Kommando von Cascard Holonder stellen sich den Erzeugnissen einer überlegenen Macht entgegen. Das folgende Scharmützel fordert keine Opfer, belegt aber die Überlegenheit der Kastellane. Sichu Dorksteiger stößt dazu und man einigt sich auf einen Zugang zu den Überläufern. Der Plan der Ator ist es, sich scheinbar den Beauftragten von ES anzunähern. Diese sollen in ihr eine gleichberechtigte Partnerin erkennen und sie akzeptieren. Mit Bull ist ausgemacht, dass man wohl dem Drängen der Kastellane nicht mehr lange standhalten könne. Dann aber soll Dorksteiger Bull nachfolgen. Nebenbei erfährt die Wissenschaftlerin bei ihrem Aufenthalt an Bord der THANA einige technische Details der Sextadim-Kapseln.
Der Kastellanin Baint gelingt es, mit dem Einverständnis der Überläufer, die Wirkung des Mnemo-Deletors abzuschwächen, so dass ein paar Informationen zur Aufgabe eines Chaoporters gewonnen werden können. Auch die spezielle Resonanz, die FENERIK aus dem Solsystem erhalten haben soll, wird thematisiert. Hier lenkt Sichu Dorksteiger zunächst ab, um dann allerdings später den Sternenruf, den Bull vernimmt, gegenüber Alschoran einzuräumen. Der Anführer der Kastellane vertraut der Ator immer mehr.
Auf der Venus sind die Kastellane ebenfalls aktiv. Dort werden ungewöhnliche seismische und temporale Effekte festgestellt. Ein weiteres, wahrscheinlich ganjasisches, Artefakt wird entdeckt. Tolot erkennt auf einem Würfel die Darstellungen dreier Sonnensysteme. Sol, Wega und ein drittes, unbekanntes. Auch werden Figuren entdeckt, die nicht bewegt werden können. Auch nicht von zwei eintreffenden Kastellanen. Erst als Alschoran dazu stößt, wird eine Botschaft laut, die als Legitimation der Kastellane verstanden werden kann.
Reginald Bull gerät weiter unter Druck. Der Resident wird zurücktreten müssen. Die Frage ist, wer folgt ihm nach und welche Befugnisse erhalten die Kastellane?
 
Der zweite Teil von Leo Lukas zur Machtergreifung der Kastellane kann über die Schwächen der Story nicht hinwegtäuschen. Einerseits steht die Serie dafür, in regelmäßigen Abständen auf eine friedvolle und demokratische Struktur des Gemeinwesens der Zukunft der Menschen hinzuweisen. So werden für die politischen Ämter, meist zu Zyklusbeginn, neue Namen und Positionen geschaffen und die Legitimation der selbigen betont. Dient es jedoch dem Fortgang der Geschichte, dann werden andererseits im Schweinsgalopp recht schnell andere Fakten geschaffen. Klar dürfte sein, dass die meisten Leser wohl wenig Wert auf eine nachvollziehbare politische Abhandlung der Ereignisse legen werden. Besser wäre es daher, die Politik dann weitestgehend aus der Serie rauszuhalten.
Letztlich erfüllt der Roman jedoch den Zweck, die Figur Reginald Bull frei zu bekommen. Er kann jetzt dem Sternenruf nachgehen, wenn er es möchte oder ganz andere Aktivitäten entwickeln.