Ansichten zu Perry Rhodan Heft 3120

Die Gilde der Kidnapper – von Susan Schwartz
Mit dem Eingreifen der BJO BREISKOLL konnte die JOZZVAR vertrieben werden. Auf Ghuurdad ist die Meute der Munuam allerdings noch immer im Einsatz. Masurosh will unbedingt das Zertifikat erfüllen. Der Krumme Gryllner ist ihrer Meute entwischt. Aber da ist noch Vimuin Lichtschlag von der STATOR-FE. Ihn will sie in die Tentakel bekommen. Die Meutenführerin tut sich mit der Gilde der Kidnapper zusammen. Diese Organisation ist auf Ghuurdad gut vernetzt und soll die Munuam unterstützen. Sehr unterschiedliche Vertreter von Gaids, Tefrodern und Maahks gehören der Gilde an. Außerdem der junge Paddler Kemur, der gerne eigene Wege geht.
Auch Perry Rhodan und seine Begleiter wollen unbedingt zu Vimuin Lichtschlag gelangen. Als Pilot eines Kosmokratenschiffs besitzt er wertvolle Informationen und kann vielleicht etwas zum Verbleib der LEUCHTKRAFT und von Alaska Saedelaere sagen. Während sowohl Munuam, die Gilde der Kidnapper als auch Rhodans Team sich auf die Suche nach Vimuin Lichtschlag machen, erscheinen zwanzig Ornamentraumer der Gharsen im System. Begleitet wird die Flotte von einem unbekannten Diskusraumschiff, das aufgrund seiner Bauart als Scherbenschiff bezeichnet wird. Später kehrt auch die JOZZVAR zurück. Die BJO BREISKOLL bringt sich auf Geheiß Perry Rhodans in Sicherheit.
Auf Ghuurdad kommt der Unsterbliche in Kontakt zu Vimuin Lichtschlag und erhält von ihm wichtige Informationen. Doch auch die Gilde der Kidnapper hat erfolgreich recherchiert und stört das Treffen. Welche Partei wird sich durchsetzen?
 
Mit der Gilde der Kidnapper hatte die Autorin Susan Schwartz keine leichte Aufgabe. Die bisherigen Romane dieser Handlungsebene waren durch die Bank spannend geschrieben. Aber die verwendeten Elemente nutzen sich etwas ab. Was Neues musste her. In den bisherigen Auseinandersetzungen mit den Abgesandten des Chaoporters konnten sich die Terraner bislang durchsetzen. Interessanterweise setzen die Vertreter des Chaos nicht auf eine offene militärische Präsenz. Entweder weil sie die nicht haben oder weil sie aus welchen Gründen auch immer, einen solchen Auftritt scheuen. Perry Rhodan kann es nur recht sein. Dem Leser auch. Die Konfliktparteien begegnen sich auf Augenhöhe und im Ergebnis gibt es spannende Romane. Nun allerdings musste Susan Schwartz beim Gegner eine Schippe drauflegen, denn sonst wäre das terranische Einsatzteam mit dem Krummen Gryllner und Vimuin Lichtschlag von Ghuurdad abgereist.
Die Munuam werden von den Gharsen unterstützt, die wir schon kennen. Dieses Volk bleibt jedoch in dieser Geschichte im Hintergrund, ebenso eine weitere Partei, die momentan nur das Scherbenschiff genannt wird. Um nicht zum wiederholten Male die gleichen Auseinandersetzungen zwischen Munuam und Terranern zu schildern, setzt die Autorin auf eine Auseinandersetzung zwischen Stellvertretern dieser beiden Gruppierungen. Die Gilde der Kidnapper soll für die Meute die Kastanien aus dem Feuer holen. Auf der Gegenseite ist die Stellvertretung anfangs nicht so deutlich. Aber Vimuin Lichtschlag hat mehr Anteil, als Rhodan ahnt.
Damit hat es die Autorin geschafft, die bekannten und somit für die Leser berechenbaren Gegner, bzw. Parteien zu ersetzen. Die Stärken und Schwächen der neuen Gruppen, bzw. Einzelfiguren und vor allem deren Motive, waren den Lesern somit unbekannt. In die Gilde der Kidnapper wiederum hat die Autorin eine weitere unbekannte Komponente eingebaut. Aus diesen unbekannten neuen Komponenten bezog der Roman seinen Reiz. Nicht ganz so spannend wie zuletzt aber unterhaltsam.